David P. Boder Interviews Esther Krueger; September 2, 1946; Tradate, Italy

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] Italy, September the second, 1946, in Tradateâbetween Milano and Como, a displaced persons' community given to self government of a number of Kibbuzim. That means small, formed Zionistic groups, which intend to enter Palestine by legal or illegal means, hm, whichever possible. Hm, the interviewee is Miss Esther KrÃger, 20 years old

David Boder

[In German] Zu welchem Kibbuz gehÃren Sie?

David Boder

[In English] Belonging to the Kibbuz Nochum.

David Boder

[In German] Also FrÃulein KrÃger, sagen Sie mir, wie heiÃen Sie und wie alt sind Sie und von wo sind Sie?

Esther Krueger

Ich bin alt zwanzig (20) Jahre, von Kielce und im Kibbuz Nochum.

David Boder

Ja, Sie sind von Kielce.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Nun erzÃhlen Sie uns, was hat Ihnen passiert, wenn Sie . . . wenn der Krieg hat angefangen.

Esther Krueger

Also [unverstÃndlich]

David Boder

Also was Sie sich denken. Sie brauchen nicht zu geben . . . den exakten Tag oder was. Wo seid Ihr gewesen in Kielce - es ist gewesen?

Esther Krueger

Meinen Sie in welchem Lager?

David Boder

Nein, nein, nein. Wo hast Du gewohnt, daheim?

Esther Krueger

Ich? In Kielce.

David Boder

Hm, Ihr habt gewohnt in . . . ?

Esther Krueger

Kielce.

David Boder

In Kielce, mit wem denn?

Esther Krueger

Mit der ganzen Familie.

David Boder

Ja und wie viele?

Esther Krueger

Die Eltern und Schwestern, BrÃder.

David Boder

Wie viele Schwestern und wie viele BrÃder?

Esther Krueger

Ich habe gehabt drei (3) Schwestern und drei (3) BrÃder.

David Boder

Drei (3) BrÃder.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Seien Sie gewesen Ãlter oder jÃnger?

Esther Krueger

Ein Bruder war Ãlter und . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . und Einer jÃnger.

David Boder

Also ein Bruder, Ein Ãlterer und . . .

Esther Krueger

Ja.

David Boder

. . . und drei (3) Schwestern, jÃngerer?

Esther Krueger

Drei Schwester jÃngerer und zwei BrÃder . . .

David Boder

Zwei BrÃder.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

So sind sie gewesen im Ganzen acht (8) . . . sieben (7) Kinder.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Und mit Ihren Eltern waren . . .

Esther Krueger

Auch.

David Boder

. . . waren es neun (9) Menschen in der Familie?

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Sprechen Sie lauter. Ja. Nun und was war die BeschÃftigung von Ihrem Vater?

Esther Krueger

Mein Vater hat gearbeitet mit . . . hm, Stoffen.

David Boder

Mit Stoffen.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Hatte er ein GeschÃft?

Esther Krueger

Ja. Und die Mutter auch.

David Boder

Die Mutter war auch mit in dem GeschÃft?

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Ja, nun, haben sie gut verdient?

Esther Krueger

Ja, hm, sie haben gut verdient, . . . wir haben ein gutes Leben.

David Boder

Ein gutes Leben. Was fÃr eine Bildung habt ihr bekommen?

Esther Krueger

Ich bin gegangen in die Schule.

David Boder

Was fÃr eine Schule?

Esther Krueger

Volksschule, ich war noch jung.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Sechzehn Jahre, da habe ich die Volksschule sieben (7) Jahre . . .

David Boder

Sieben Klassen von . . .

Esther Krueger

Ja.

David Boder

. . . Volksschule.

Esther Krueger

Und nachher ins Lager gehen.

David Boder

Also, ein Moment, nicht so schnell. Also, wenn der Krieg hat angefangen seid ihr gewesen in Kielce.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Also wer sind hereingekommen? Sind die Deutschen herein gekommen nach Kielce?

Esther Krueger

Die Deutschen.

David Boder

Also erzÃhlen Sie mir, was hat passiert, wenn die Deutschen sind rein gekommen nach Kielce? Was ist passiert zu Euch? Nun, sprechen Sie.

Esther Krueger

Wie die Deutschen gekommen sind nach Kielce haben sie verhaftet fÃr Zwangsarbeit.

David Boder

Also sagen Sie mir, wie bald, gleich oder in ein paar Tagen oder?

Esther Krueger

Gleich.

David Boder

. . . oder ein paar Tage spÃter, oder wie ist es gewesen?

Esther Krueger

Wann?

David Boder

Nicht ganz genau . . .

Esther Krueger

Es war im zwei und vierzigsten (42.) Jahr.

David Boder

Im zwei und vierzigste (42.) Jahr.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Wie hat man das gemacht fÃr Zwangsarbeit? Wie . . .

Esther Krueger

Man hat es gebraucht fÃr die Munitionsfabrik, nach Skarzysko.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und man hat geschnappt fÃr Zwangsarbeit . . . fÃr Munitionsfabrik.

David Boder

Nun, wie hat man das . . . ? Was hat Euch passiert?

Esther Krueger

Damals . . .

Esther Krueger

Damals hat man gegrÃndet eine jÃdisches Kommune.

David Boder

Gemeinde, ja.

Esther Krueger

Ja, ein JÃdisches. Und haben [unverstÃndlich] zur Arbeit.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Hat man mich auch genommen zur Arbeit. Aber ich habe Ãfter mal entflohen, weil ich wollte zusammen sein mit meinen Eltern.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und so hat man mich genommen zwangs, ja, die Polizei, die JÃdische.

David Boder

Von der jÃdischen Polizei.

Esther Krueger

Polizei.

David Boder

Also, wenn Sie waren bei der Zwangsarbeitâhaben Sie gearbeitet und sind dann jeden Abend nach Hause?

Esther Krueger

Ja, ich bin gefahren zur Arbeit um sieben (7) Uhr und gekommen nach Hause um fÃnf (5) Uhr.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

FÃr eine gewisse Zeit, vielleicht zwei (2) Monate habe ich so gearbeitet.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und nachher hat man gesagt, es kommt eine Aussiedlung.

David Boder

Aha, nun, nachher, also weiter. Wie ist die Aussiedlung durch gegangen. ErzÃhlen Sie alles mit die Kleinigkeiten, nun?

Esther Krueger

Ich bin aufgestanden in der FrÃh und habe gesehen meine Mutti. Nachher hab ich nicht gewollt in die Arbeit gehen und meine Mutti hat sehr geweint und gesagt, ich gehe nicht in die Arbeit , dann werd ich gehalten in den Barracken.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Also ich musste gehen in die Arbeit.

David Boder

Nun warten Sie. Wie? In welchen Baracken? Ist Ihre Mutter schon gewesen in den Baracken?

Esther Krueger

Nein, meine Mutti ist gewesen zu Hause.

David Boder

Ja. Hat sie . . . (beiden sprechen)

Esther Krueger

Aber . . .

David Boder

. . . hat sie gewusst, dass sie kommen zur Aussiedlung?

Esther Krueger

Wir haben nicht gewusst, nicht genau gewusst.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Leute haben so darÃber gesprochen. Heute wird Aussiedlung sein. Und wenn Aussiedlung wird sein, dann wird man den Block behalten in den Baracken.

David Boder

Aha.

Esther Krueger

Da habe ich selber bekommen Angst gehen zur Arbeit.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Aber meine Mutti hat gesagt: âHab keine Angst. Heute werden sie uns nicht in den Baracken erreichen.' Und ich bin gegangen zu der Arbeit.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und ich bin den ganzen Tag bei der Arbeit und man hat uns gehalten.

David Boder

Wen?

Esther Krueger

Unsâalle MÃdchen.

David Boder

Oh, alle MÃdchen, die bei der . . .

Esther Krueger

Ja.

David Boder

.. Arbeit waren.

Esther Krueger

Bei der Arbeit.

David Boder

Oh, man hat sie gehalten bei der Arbeit, nun?

Esther Krueger

Behalten in den Baracken, nicht mehr gelassen nach Hause.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Weil wir sind jeden Tag gekommen um 5 Uhr nach Hause.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Aber diese Tage hat man nach Hause nicht mehr gelassen.

David Boder

Wo ist die Baracke gewesen? Bei der Fabrik?

Esther Krueger

Die Baracke ist gewesen in .. bei der Fabrik.

David Boder

Aha

Esther Krueger

In Skarzysko.

David Boder

Aha. Nun?

Esther Krueger

Und nachher habe ich gesehen das Ãrgste. Und ich habe mir vorgestellt, dass ich bleibe selbst ohne meine Eltern.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Ich habe viel geweint. Ich habe so geweint, ich habe da bekommen von einem . . . SS Mann eine bekommen, ich konnte nicht gesehen die HÃnde vor meinen Augen.

David Boder

Was hast Du bekommen? Eine Ohrfeige?

Esther Krueger

Ich hab so eine . . .

David Boder

Er hat Dich geschlagen ins Gesicht.

Esther Krueger

Ja, ja.

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Damals [unverstÃndlich] und habe nicht beherrscht die Gewalt

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Es war das Ãrgste, das mir passiert im Leben.

David Boder

Was?

Esther Krueger

Zu bleiben ohne Eltern, ohne Schwestern und BrÃdern sein.

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Aber das hat gar nichts gemacht; ich habe mÃssen bleiben in den Baracken. Und meine Eltern sind noch geblieben zu Hauseâvielleicht vier (4) Wochen.

David Boder

Ja und wo sind Sie geblieben? In den Baracken diese 4 Wochen?

Esther Krueger

Und ich bin geblieben in die Baracken und nachher habe ich bekommen von daheim Schriften und ich habe auch geschriebenâdurch Polnische.

David Boder

Ah hm.

Esther Krueger

Und meine Mutti hat geschrieben zu mir, die Aussiedlung ist geblieben und erst in drei (3) Monaten. Aber es ist nicht gewesen wahr. Meine Mutti hat das geschrieben, dass ich mir nicht so viele, hm, hm, . . .

David Boder

Sorgen?

Esther Krueger

Sorgen machen sollte.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und nachher . . .

David Boder

Hat Ihre Mutter geschrieben durch die Post?

Esther Krueger

Die Post, ja, durch die Polnischen.

David Boder

Ja, also man hat nicht dÃrfen Briefe bekommen

Esther Krueger

Wie bitte?

David Boder

Man hat nicht erlaubt, dass Sie bekommen Briefe.

Esther Krueger

Nicht erlaubt, nein.

David Boder

Nein.

Esther Krueger

Es war nicht erlaubt.

David Boder

Aber sie wurden geschickt durch die Geheimen, polnische Post.

Esther Krueger

Ja, sie haben die Briefe gebracht ins Lager.

David Boder

Ja, nun?

Esther Krueger

Und nachher ist gewesen.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Da habe ich auch geschrieben nach Hause einen Tag vorher.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und ich habe bekommen jeden zweiten (2.) Tag einen Brief. Die Polnischen sind gekommen am nÃchsten Tag und haben gesagt, sie haben keinen Brief mehr bekommen, es waren alle schon ausgesiedelt.

David Boder

An Yom Kippur?

Esther Krueger

An Yom Kippur, am selben Tag.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Ganz frÃh um drei (3) Uhr Nacht hat man sie geweckt.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und die Mutti hat mÃssen aufstehen mit die kleinen Kinder, nehmen alles und raus aus dem Haus.

David Boder

Also sind sie noch gewesen in der Synagoge an Yom Kippur am Abend. Sind die Leute noch zu Kol Nidrei gegangen?

Esther Krueger

Ja, sie sind noch gegangen in der Nacht und sind dann nach Hause. Und haben gar nichts gewusst.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Um 3 Uhr sind sie dann ausgesiedelt.

David Boder

Ja. Wer waren sie . . . und wie alt sind die kleinen Kinder gewesen?

Esther Krueger

Die JÃngste, meine Schwester, war vier (4) Jahre alt.

David Boder

Und Ihr Vater ist auch genommen worden?

Esther Krueger

Mein Vater ist auch gewesen im Lager. Aber im zweiten (2.) dort. Ich bin gewesen in Baracke B und mein Vater ist gewesen in Baracke A.

David Boder

Ah, das ist . . . schon . . . schon von frÃher?

Esther Krueger

FrÃher. Aber ich habe nichts gewusst von meinem Vater. Man hat mir gesagt, mein Vater ist nach Hause gefahren deshalb, weil er hat bekommen schwache Augen. Habe mich so gefreut, dass mein Vater . . . (beide sprechen)

David Boder

We hat bekommen schwache Augen?

Esther Krueger

. . . zusammen, ja . . .

David Boder

Und?

Esther Krueger

. . . mit meiner Mutti ist.

David Boder

Ja. War das so?

Esther Krueger

Nein. Ich habe geschrieben nach Hause, aber meine Mutti hat gar nicht geantwortet. Und nachher ein Jahr spÃter hat man mir gesagt, mein Vater ist gestorben bevor die Aussiedlung von Skarzysko ist getan.

David Boder

Hm. Also man hat Deinen Vater auch genommen in die Baracken?

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Ja, mein Vater war auch mit in der Baracke, aber mein Vater hat gearbeitet an Holz.

David Boder

Wie alt ist er gewesen?

Esther Krueger

Mein Vater war ein und vierzig (41) Jahre.

David Boder

Ein und vierzig (41) Jahre?

Esther Krueger

Ein und vierzig (41) Jahre.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Mein Vater hat gearbeitet bei Holz in Karlstadt und ein groÃer Baum ist gefallen auf seine FÃss und da hat er . . .

David Boder

Ein GroÃer was? Grosse BÃume, ja.

Esther Krueger

. . . ist gefallen auf seine FÃÃe und mein Vater hat das Bein gebrochen.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Dann ist der Vater ins Spital gekommen und gestorben.

David Boder

Hm, nun. Also was hat passiert in dieser Nacht, wo (vielleicht Shemed - unverstÃndlich) war. Was hat man Euch erzÃhlt?

Esther Krueger

Man hat mir erzÃhlt so. Wenn meine Mutti und meine BrÃder sind gegangen nach Kol Nidrei und sind gekommen nach Hause, haben sie gar nichts gewusst. Sie sind dann schlafen gegangen wie an jedem anderen Tage.

David Boder

Ist dort gewesen ein Ghetto?

Esther Krueger

Es soll ein Kibbuzim sein..

David Boder

Ja, es ist gewesenâein Ghetto.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

In Kielce?

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Nun.

Esther Krueger

Und nachher - um drei (3) Uhr ist gekommen die jÃdische Polizei und haben geweckt. Mein Mutter hat nicht gewusst, was geschehen hat oder was da passiert, aber sie hat verstanden sie muss fertig sein. Und dann ist ein SS Mann gekommen und haben . . . sie haben herum gestellt um das ganze StÃdtchen SS MÃnner.

David Boder

Wer seien gewesen die SS MÃnner, Deutsche oder Ukrainer?

Esther Krueger

Es ware Deutsche und Ukrainer auch, aber meistens Deutsche. Sie haben sehr geschlagen die Juden. Und das Ãrgste ist dann passiert, egal ob es eine Frau oder ein Mann war, man hat sie tot geschlagen. Und meine Mutti ist aufgestanden, auch die Kinder und sie haben das Haus verlassen, vielleicht so um sechs (6) Uhr. Das ist was ich gehÃrt habe, aber ich weià es nicht genau.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Vielleicht so um sechs (6) haben zwei sie weg gefÃhrt nach den Wagonen und sie sind mit Wagonen, die geschlossen sind gewesen, die mit Kalk aus geschmissen worden sind; kein Wasser haben sie nicht bekommen.

David Boder

Nun ja. Das haben Sie nicht selbst gesehen.

Esther Krueger

Das habe ich alles gehÃrt.

David Boder

Ja, also das haben wir von den Anderen gehÃrt. Nun, was hat Euch passiert?

Esther Krueger

Und ich bin geblieben im Lager. Damals habe ich noch nichts (unverstÃndlichâbeide sprechen)

David Boder

In den Baracken?

Esther Krueger

In den Baracken, ja. Ich habe damals schon nicht mehr gewusst, was wird sein mit meinem Leben, ob ich Ãberlebe oder ob es das Ende ist von meinem Leben. Aber ich habe gearbeitet an den Maschinen. Ich habe sehr fleissig gearbeitet und hab bekommen einen guten Namen bekommen von dem deutschen Meister.

David Boder

Ein was?

Esther Krueger

Bei dem deutschen Meister einen guten Namen, ich habe gut gearbeitet.

David Boder

Einen guten Namen?

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Bei ihm. Nun?

Esther Krueger

Und ich habe damals bei BÃrstenmaschine.

David Boder

Was haben Sie da gemacht? Was hat . . .

Esther Krueger

Die BÃrstenmaschine haben geputzt die, diese HÃlsen . . .

David Boder

Ja, die MunitionshÃlsen.

Esther Krueger

Ja, die MunitionshÃlsen. Und nachher habe ich mehr Suppe bekommen. Das Wichtigste in dem Lager war sich halten rein, immer, ja. Immer rein, auf sich achten und achten auf die Arbeit.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und das war bei mir alles in Ordnung. Ich habe mich sehr gut verhalten dort. Ich habe . . . wir haben bekommen fÃr sieben (7) Mann ein Kilo neunzig (1.9 kg) Brot. Ich habe da mit meiner Freundinâich habe da ein MÃdchen von zu Hause als Freundinâwir konnten da verkaufen eine Portion Brot.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und dafÃr Seife kaufen.

David Boder

WofÃr?

Esther Krueger

Zum Waschen.

David Boder

Und was fÃr ein Brot war das gewesen? War es gebacken jeden Tag?

Esther Krueger

Das ist gewesen so: einige Tage war es frisch, aber dann war es auch schon verschimmelt auch.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Altes Brot.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Es war verschieden. So wir . . .

David Boder

So haben Sie das Brot verkauf um Seife zu kaufen.

Esther Krueger

Ja, wir haben verkauft eine Portion Brot an zwei (2) Mann, um zu kaufen die Seife.

David Boder

Zwei Mann.

Esther Krueger

Zwei (2).

David Boder

Zwei (2) MÃdchen. Ja.

Esther Krueger

Ja, zwei (2) MÃdchen. Und wir haben . . . eine Portion Brot haben wir aufgegessen.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Jeden Tag haben wir das Brot bekommen am Abend. Und wenn wir waren sehr hungrig, haben wir das Brot gegessen. Am Abend. In der FrÃh haben wir mÃssen warten bis zwÃlf (12 (Uhr) zu Mittag. [unverstÃndlich] war verschieden. Einen Tag ist es gewesen bloà Wasser. Zwei Tag spÃter ist es schon gewesen so ein bisschen Erbsensuppe oder so mit Kartoffel, so verschieden die Suppe.

David Boder

Hat man Brot gegeben zu Mittag wieder?

Esther Krueger

Nein, zu Mittag haben wir kein Brot nicht bekommen.

David Boder

Das Brot hat es bloà gegeben einmal am Tag.

Esther Krueger

. . . sie haben uns nicht mehr Brot gegeben. [unverstÃndlich] Brot fÃr den ganzen Tag. Und zwei mal am Tag . . . nein, zwei Mal in der Woche haben wir bekommen Marmelade zum Brot.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Einen LÃffel Marmelade. Und so haben wir gelebt die ganze Zeit, die halben Juden in Werk B. Und nachher . . .

David Boder

In Werk was?

Esther Krueger

In Werk B. Skarzysko hat drei Werke gehabt, Werk A, Werk B und Werk C.

David Boder

Hm. Und Sie haben gelebt in Werk B.

Esther Krueger

Werk B.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Das Ãrgste Werk ist gewesen Werk C. Das Pikrina da war, war es âgelbeâ Arbeit. Bei der Arbeit sind viel gestorben.

David Boder

Was fÃr eine Arbeit?

Esther Krueger

Pikrina, das ist âgelbeâ Arbeit.

David Boder

Was heià das?

Esther Krueger

Das ist so ein gelbes . . . von was man macht Munition.

David Boder

HÃlsen.

Esther Krueger

Gelbe ArbeitâHÃlsen. Man wird sofort gelb von der Arbeit.

David Boder

Oh, man wird gelb . . .

Esther Krueger

Ja.

David Boder

. . . von der Arbeit. Was fÃr eine Arbeit ist es, dass man wird gelb?

Esther Krueger

Ich habe dort nicht gearbeitet. Ich war ja im zweiten Werk.

David Boder

OK.

Esther Krueger

Aber ich habe gesehen die Menschen was sind gelb.

David Boder

Ahaâund nun?

Esther Krueger

Und unser Werk ist nicht gewesen das Ãrgste, aber die deutschen Meister sind gewesen die Ãrgsten in unserem Werk. Da ist gewesen ein Meister Herring. Der hat viele Tage geschlagen die Juden und viele Juden hat totgeschlagen. Jede zwei . . .

David Boder

Hat er die wirklich tot geschlagen?

Esther Krueger

Zu Tode geschlagen. Wenn ein Jude hat etwas nicht gemacht in Ordnung bei der Maschine, da war es Sabotage, da hat es geheiÃen Sabotage.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Er hat es mit bÃsem Willen gemacht. Er hat ihm dazu so [unverstÃndlich] in den Magen herein, er hat ihm einen FuÃtritt gegeben, dass . . .

David Boder

Ein Moment, womit hat er das getan?

Esther Krueger

Wie bitte?

David Boder

Womit hat er das getan?

Esther Krueger

Mit dem FuÃ, mit dem Stiefel.

David Boder

Mit dem FuÃ.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Mit den Stiefeln.

Esther Krueger

Da hat er ihn so stark gestoÃen, dass die Eingeweide runter gefallen sind und die Person am Boden gefallen ist. Er hat vielleicht noch zwei, drei Tage gelebt . . .

David Boder

Und . . .

Esther Krueger

. . . und dann ist er gestorben.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und bei diesen Sachen auch, also es ist jede zweite Woche gewesen . . . hm, im Polnischen . . . wie heiÃt das . . .

David Boder

Sagen Sie es auf polnisch.

Esther Krueger

Hm, . . . Przebiurki.

David Boder

Ja. Selektion.

Esther Krueger

Jede zwei Wochen hat man selektiert die Menschen.

David Boder

Hm. Selektion.

Esther Krueger

Es war Selektion jede zwei Wochen. Man hat die Menschen in den Wald und da aus geschossen.

David Boder

Gleich dort?

Esther Krueger

Ja. Gleich bei Werk B im Wald.

David Boder

Wer hat das gesehen?

Esther Krueger

Das haben viele Juden gesehen. Wenn es sind vorbei zwei (2) Wochen, hat er gesagt, diese und diese, weil sie hat vielleicht schlecht ausgesehen . . .

David Boder

Aha.

Esther Krueger

. . . oder die war nicht so hÃbsch angezogen. Man hat aufgeschrieben die Nummer, weil jeder hat gehabt eine Nummer

David Boder

Ja?

Esther Krueger

. . . und den Namen aufgeschrieben. Und sie haben alle gewusst, dass man sie in den Wald fÃhrt in den Tod. Wenn einige Tage [unverstÃndlich] .. dann ist gekommen die jÃdische Polizei und hat gesagt: âDiese Namen, diese Namenâ. Dann haben sie sich verabschiedet von den restlichen Juden und man hat sie gefÃhrt in den Wald.

David Boder

Und was hat die jÃdische Polizei dort getan?

Esther Krueger

Es war nur die jÃdische Polizei, die die Juden zur Arbeit gebracht haben, zur Fabrik . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . und am Abend zurÃck bringen . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . das keine Juden fort gehen von dem Lager.

David Boder

Ja, nun, was die jÃdische Polizei gehabt zu tun mit dem ErschieÃen?

Esther Krueger

Die jÃdische Polizei haben nicht geschossen. Sie haben nur die Juden zugefÃhrt und Ãbergeben an die Ukrainer . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . und dann gefÃhrt in den Wald und nachher . . .

David Boder

Die jÃdische Polizei hat das tun mÃssen?

Esther Krueger

Ja. Und nachher haben die Ukrainer Ãbernommen die Juden und haben sie aus geschossen.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Wir haben gehÃrt die SchÃsse und nachher . . .

David Boder

Sie haben gehÃrt . . . ? (beide sprechen)

Esther Krueger

Wir haben gehÃrt in der Baracke, das ist nicht weit von der Baracke, von unserer Baracke. Und nachher sind sie nicht mehr zurÃck gekommen.

David Boder

Und was heiÃt hÃbschâhÃbsch angezogen? Hat man gehabt seine eigenen Kleider, die man konnte anziehen?

Esther Krueger

Also wir mussten sehen, dass die Kleider, die wir haben gehabt, seien nicht zerrissen und nicht schmutzig und . . .

David Boder

Ah hm.

Esther Krueger

. . . und Etliche, die haben Hunger, konnten sich nicht halten so . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . rein.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Da haben sie sich unrein verhalten, weil sie haben sehr gehungert. Und ich . . . ich war das gewohnt, ich habe gewusst was rein halten heiÃt [unverstÃndlich] . . .

David Boder

Ein Moment.

Esther Krueger

. . . aber nicht alle haben gekonnt sich so halten.

David Boder

[In English] Esther is a chubby, good looking, now plump and young girl of twenty (20). She is not understanding what I am saying and I caught her â I got her in interrupting her ways about washing and she has put down here on the table a piece of soap. She was going to do either some washing, hm, to groom herself or, hm, to wash some â.. to do some laundry. She is very well groomed. There is no Rouge or anything, but she has a very healthy and pleasant look.

David Boder

[In German] Also weiter. Haben Sie verstanden was ich hab gesagt? Nein (lacht etwas) na, gut. (lacht wieder)

David Boder

[In English] Her teeth are exceptionally good.

David Boder

[In German] Sie haben sehr schÃne ZÃhne.

Esther Krueger

Sie sprechen im Englischen?

David Boder

Ja, Englisch hab ich gesagt. Nun weiter.

Esther Krueger

Sie wurden erschossen.

David Boder

Also sie wurden erschossen.

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Die MÃdchen.

Esther Krueger

Also es hat passiert auch viele Male, ein MÃdchen hat gekocht Suppe fÃr sich. Sie hat bekommen etwas Kartoffel. So hat sie genommen von der [unverstÃndlich] . . . Flocken, davon hat man gemacht Suppe.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

So hat sie genommen die paar Kartoffel und hat Supp gekocht. Sie hat gar nichts gewusst. Ihr Name war geschrieben, aber sie weià nicht, wann sie gerufen worden.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und mitten beim Kochen . . .

David Boder

Wo hat sie gekocht? Hm, hm, wo hat sie die Suppe gekocht?

Esther Krueger

Ja, bei uns in der Baracke ist gewesen im Winter . . . da haben wir gehabt so kleine Ãfen zum Heizen . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . deshalb ist es dann nicht so kalt.

David Boder

Hm. Nun weiter.

Esther Krueger

So haben wir gekocht. Hat sie gekocht ein bisschen Supp und sie hat gar nichts gewusst. In dem Moment kommt herein ein jÃdischer Polizei und sagt ihren Namen. Sie hatte gemusst lassen die Supp, ja, sie hat gewusst, dass sie sie nicht mehr essen wird. Sie ist schon nicht mehr hier. Sie hat verabschiedet und hat sie mÃssen alles verlassen. Sie hat genau gewusst, dass sie geht zum Tode, aber sie hat keinen anderen Ausweg gehabt.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Es ist auch manchmal passiert, dass sich die jÃdischen Buben haben sich geschlagen mit der Polizei. Wenn man hat gewollt sie nehmen in den Wald, dann haben sie . . .

David Boder

Die jÃdische Polizei?

Esther Krueger

Mit der jÃdischen Polizei. Sie haben nicht gewollt gehen. Aber die jÃdische Polizei haben gar nicht gekÃnnt helfen. Wenn der SS Mann hat gesagt âIhr habt diese und diese zu bringen - diese Leuteâ haben sie mÃssen die sofort bringen. Und diese gewusst sowieso sie gehen auf den Tod und haben nicht gewollt gehen. Und sie haben etliche Male geschlagen die Polizisten.

David Boder

Also die jÃdische Polizei haben gehabt Revolver, Gewehre, BÃchsen?

Esther Krueger

Ne, nein, die haben gar keine Waffen gehabt. Nur einen , so ein StÃck . . . so . . .

David Boder

Stock.

Esther Krueger

Einen Stock, mehr nicht.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und so ist es gewesen, so haben wir gelebt, das war alles. Wir haben nicht gewisst, wie lange wir werden leben. Und wir haben gewusst, es wird kommen die Zeit, wenn wir auch ausgesucht werden und [unverstÃndlich] zum Tod. Aber ich habe mir .. es hat mir gar nichts gemacht. Ich habe schon gewusst, keine Eltern hab ich nicht, kein Schwester und Bruder auch nicht. Von der Familie ist keiner nicht geblieben, nur ich alleine. Es hat mir gar nichts gemacht., wenn zu Tode, dann zu Tod. Aber heute leb ich und was morgen wird sein, hab ich gar nicht gewusst. Nachher ist gefÃhrt Werk B auf Werk A, auch in Skarzysko. Und ich bin geblieben auf Werk A. Werk A war viel besser, weil wir konnten . . . wir haben uns gelernt stricken.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Handarbeit. StrÃmpf und Handschuh.

David Boder

Handschuh?

Esther Krueger

Handschuh, ja. Hab ich doch verdient und habe es gegeben fÃr zu kaufen ein StÃckchen Brot und machen ein Kleid oder [unverstÃndlich] und Seife hab ich kÃnnen kaufen. Ich hab schon nicht mehr verkaufen die Portion vom Brot. Und . . .

David Boder

Und Sie haben gelernt zu stricken in der freien Zeit, nicht, ind er Fabrik haben Sie doch nicht gestrickt?

Esther Krueger

Ich habe gelernt Stricken in der Baracke.

David Boder

Aha.

Esther Krueger

Wenn ich bin gekommen um sieben (7) Uhr von der Arbeit, habe ich gelernt Stricken bis neun (9) Uhr. Zwei (2) Stunden.

David Boder

Haben die Deutschen erlaubt herein zu bringen Wolle oder solche Sachen?

Esther Krueger

Das haben die Deutschen nicht gewusst.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Die Deutschen haben uns nur [unverstÃndlich] bei der Arbeit, aber wenn wir sind gekommen zu Hause, dann sind wir nur gewesen bewacht von . . . und haben seit dem ersten (1.) Tag bewacht von der jÃdischen Polizei.

David Boder

MÃnner oder Frauen?

Esther Krueger

MÃnner, nur MÃnner.

David Boder

Ja. Und nachher?

Esther Krueger

Und nachher habe ich gelernt stricken. Ich habe das mit meine . . . mit meiner Kameradin . . . mit dem MÃdel . . . auch gut verdient. Und so habe ich gelebt die ganze Zeit. Ich bin auch gewesen in dem Werk . . .

David Boder

Haben sie gezahlt fÃr die Arbeit?

Esther Krueger

Ja, fÃr die Arbeit haben wir bekommen von andere wieder bekommen Brot oder wir haben bekommen Geld, polnisches Geld.

David Boder

Nein, nein, ich meine fÃr die Arbeit in der Fabrik, hat man bezahlt?

Esther Krueger

Nein . . . fÃr die Arbeit in der Fabrik haben wir gar nichts bekommen. Wir haben nur gebetet fÃr Eines, wir sollen bleiben am Leben von der Arbeit.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Sonst gar nichts.

David Boder

Also, Ihr habt gelernt Stricken.

Esther Krueger

Und nachher haben wir gelernt Stricken. Wenn ich schon gekonnt habe Stricken, habe ich doch verdient. Habe ich Geld gehabt auf Seife, Kleidung da zu machen und ein StÃckchen Brot hab ich kÃnnen dazu kaufen.

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Und nachher . . .

David Boder

Wo hast Du gekauft das Brot?

Esther Krueger

Das Brot haben gebringt . . . die Polnischen haben gebringt fÃr sich. Sie haben es gebracht fÃr sich, dass die Deutschen es nicht wissen und sie haben es verkauft fÃr viel mehr Geld als es hat gekostet in der Stadt.

David Boder

Mit was hast Du gezahlt. Mit Geld oder Waren?

Esther Krueger

Wir haben gezahlt mit Geld und Sachen. Wer hat Geld, der hat Geld gegeben und wer gehabt hat Sachen von zu Hause, hat gezahlt mit Sachen.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Ich habe auch gehabt Sachen von zu Hause. Dann bin ich krank gewordenâFlecktyphus.

David Boder

Flecktyphus?

Esther Krueger

Flecktyphus.

David Boder

Haben Sie gehabt LÃuse?

Esther Krueger

Nein. Das ist gewesen so, wenn Einer hat das gehabt und hat von Hunger bekommen oder so vom Schmutz und der Zweite. Meine Kameradin ist rein gekommen mit Flecktyphus und nachher habe ich das bekommen. Ich habe der Kameradin sehr geholfen, ich habe sie gefÃhrt zum Bad und ich habe sie gekÃmmt. Ich habe das alles Ãbernommen von ihr.

David Boder

Hart sie gehabt LÃuse?

Esther Krueger

Nun ja, wenn sie hat Fieber bekommen und Flecktyphus war sie im Spital. Und ich habe mÃssen gehen zur Arbeit. Ich habe gar keine Zeit, den ganzen Tag bei ihr zu sein, denn ich habe mÃssen sein bei der Arbeit. Und sie selbst hat nicht gekonnt waschen, ich hab sie gemusst waschen.

David Boder

Im Hospital?

Esther Krueger

Im Hospital. Erst ist sie gelegen in der Baracke, nachher im Hospital.

David Boder

Und wo haben Sie sie gewaschen? Wenn sie war im Spital oder wenn sie . . .

Esther Krueger

Wenn sie liegt in der Baracke habe ich sie gewaschen. Und nachher hat man sie genommen ins Hospital auf dem zweiten (2.) Werk.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Da habe ich nicht kÃnnen sie waschen. Ich bin gekommen . . . zu ihr ins Spital auch ich war krank und habe bekommen Fieber vierzig (40). Da bin ich gekommen zu ihr ins Spital, sie hat mich nicht gekennt. Sie hat so ein hohes Fieber und sie hat mich nur ab und zu, sie hat mich . . . sie gar nichts gewusst. Und wenn sie mich hat erkannt, dann hat sie gemeint, ich bin zu ihr gekommen zum Waschen. Hat sie mir gesagt . . . laut: âEsther, wasch mich.â Aber ich bin gefallen aus das Bett von groÃem Fieber.

David Boder

Habt ihr geschlafen mit dem MÃdchen in der Baracke oder habt ihr gehabt separate Betten?

Esther Krueger

Ne, in der Baracke sind wir geschlafen alle zusammen, zwei Mann, ich bin geschlafen mit ihr.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und . . .

David Boder

Wie war dasâin einem Bett?

Esther Krueger

In einem Bett, solche Pritschenbetten.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

EinstÃckige Pritschen und zweistÃckige Pritschen.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und in einem Bett haben geschlafen zwei (2) Mann.

David Boder

Ja, zwei Frauen?

Esther Krueger

Ja. Und in dem Spital haben auf einer Pritsche geschlafen zehn (10) Mann auf . . .

David Boder

Auf einem Bett.

Esther Krueger

Auf einer Pritsche zehn (10.) Mann.

David Boder

Wie breit . . . wir gross war die Pritsche denn gewesen?

Esther Krueger

Die Pritsche hat gehabt zehn (10) Meter.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Das Schlafen war verschieden. Ich habe im Spital gehabt ein eigenes Bett, weil wenn meine Kameradin ist gekommen ein Bett, da hat nur sie geschlafen. Und wenn sie gesund geworden ist, das Bett bekam ich und ich habe in dem Bett geschlafen.

David Boder

Sind sie sonst gelegen im Spital zwei in einem Bett?

Esther Krueger

Ja, im Hospital sind sie legen zu fÃnf, zu sechs, zu zehn im Bett.

David Boder

Nun und wer seien gewesen die Doktoren?

Esther Krueger

Es sind gewesen jÃdische SanitÃter auch und Doktors, zwei oder drei Doktoren, auch JÃdische. Und alle paar Tage ist gewesen Kontrolle auch von Deutschen. Sie haben Viele gegeben zum Tod.

David Boder

Was soll das heiÃen?

Esther Krueger

Wenn ein Kranker ist gelegen fÃnf (5) Tage oder sechs (6), da haben die Deutschen gesagt, er kann schon nicht mehr gesund werden. Den Namen aufgeschrieben und nachher kommt Auto und er ist gefÃhrt auf den Wald und ist nicht mehr zurÃck gekommen.

David Boder

Und so, wie hatten sie . . . wie hat man sie ermordet? Hat man sie erschossen oder was?

Esther Krueger

Das weià ich nicht, weil ich war in Werk A und ich weiÃ, man hat sie genommen nach Werk C.

David Boder

Was heiÃt man hat sie genommen nach Werk C?

Esther Krueger

Das ist ein zweites Werk in Skarzysko.

David Boder

Ja, aber Du bist gewesen im Hospitalâim Revier. Und die Leute was sind genommen . . .

Esther Krueger

Ja.

David Boder

. . . die genommen wurden von dem Spital?

Esther Krueger

Die wurden genommen lebendig und . . .

David Boder

Und sie wurden gebracht wohin?

Esther Krueger

Sie wurden gebracht zu Werk C.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Und dann sind sie nicht mehr gekommen zurÃck.

David Boder

Also weiÃt Du nicht, ob man hat ihnen gegeben Injektionen oder was weiÃt Du?

Esther Krueger

Das weià ich aber gar nicht.

David Boder

Und . . .

Esther Krueger

Das habe ich nicht gesehen.

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Und nachher bin ich auch gesund geworden vom Typhus.

David Boder

Wie lange bist Du gewesen im Hospital?

Esther Krueger

Ich in gewesen fast vierzehn (14) Tage, bis . . .

David Boder

Aber Du hast gesagt, man kann nicht mehr wie fÃnf (5) Tage.

Esther Krueger

Nun ja, ich konnte den Deutschen nicht sagen, ich bin hier so lang. Wenn die sind gekommen, ich habe nicht so schlimm ausgesehen und ich habe gesagt, ich bin hier drei Tag.

David Boder

Und die SanitÃrin hat nichts gesagt?

Esther Krueger

Nein, die jÃdische SanitÃrin hat gesagt, darf nicht mehr sagen als zwei, drei Tage.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Aber wer schon hat sehr schlimm ausgesehen, der hat nicht kÃnnen sagen, weil die haben gesehen heute: âBist Du schon lÃnger hier als drei (3), vier (4) Tage'.

David Boder

Sind nicht gekommen die Selben, hat man Euch nicht erkannt?

Esther Krueger

Nein, die haben nicht gekannt, weil so Viele waren so krank, es waren etliche hundert Kranke, sie konnten sich nicht merken.

David Boder

[In English] We can see here, that I am trying to give them some searching questions, when it appears the horrible story does not make any sense.

David Boder

[In German] Nun weiter. So bist Du gesund geworden in vierzehn (14) Tag?

Esther Krueger

Ja, die [unverstÃndlich] war vorbei und ich war wieder gesund. Und ich habe auch verkauft meine Kleider, die ich gehabt hab von daheim . . . fÃr Kasche, um zu kochen etwas nach der Krankheit. Ich war sehr schwach, aber ich habe selbst gekocht.

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Und nachher, ich bin gesund geworden. Ich bin sofort zu der Arbeit zurÃck gekommen. Ich bin gewesen auf Werk A ein Jahr und auf Werk B ein ein halb ( 1 Â )Jahr. Nachher ist das ganze Lager Skarzysko nach Czenstokhov.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Wir haben gehÃrt, dass die Russen kommen, da haben die Deutschen uns genommen und transferiert die ganze Fabrik nach Ska . . . nach Czenstokhov.

David Boder

Ja?

Esther Krueger

Czenstokhov . . .

David Boder

Wie hat man sie transferiert?

Esther Krueger

Von Skarzysko nach Czenstokhov.

David Boder

Nein, ich meine . . .

Esther Krueger

Mit der Bahn.

David Boder

Mit der Bahn?

Esther Krueger

Ja, mit den Wagons.

David Boder

Wie viele hat man rein gesteckt ins die Wagons?

Esther Krueger

In einen Wagon hat man herein genommen hundert (100) Mann, achtzig (80) . . .

David Boder

MÃdchen meinen Sie?

Esther Krueger

Ja, hundert (100) MÃdel und man hat gesehen MÃnner in der Bahn, weil es ist gewesen ein Lager fÃr MÃdel und fÃr . . .

David Boder

Ja.

Esther Krueger

. . . MÃnner.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Zusammen. Wir sind dann gefahren und man hat gegeben auf den Weg ein kleines StÃckchen Brot. Wir haben gehabt Hunger auf dem Weg.

David Boder

Wie lange sind Sie gefahren?

Esther Krueger

Wir sind nur gefahren einen Tag.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Einen Tag und eine halbe Nacht.

David Boder

Hat man Euch heraus gelassen zu gehen zum Kabinett oder [unverstÃndlich]?

Esther Krueger

Nein.

David Boder

Wenn Leute mussten gehen?

Esther Krueger

Nein, gar nicht. Alle blieben in den Wagons vermacht.

David Boder

Und was hat man getan wenn man hat mÃssen raus gehen?

Esther Krueger

Oh, das war ganz verschieden. Man hat TÃpfe noch gehabt vom . . . vom Lager und die haben sie genommen auf den Weg. [unverstÃndlich]

David Boder

Hm, da waren da keine . . .

Esther Krueger

Nur Frauen.

David Boder

. Nur Frauen.

Esther Krueger

Ja. Man hat sich Einer vor dem Anderen nicht geniert, denn es geht nicht anders. Dann sind wir gekommen nach Czenstokhov. Von Czenstokhov hat man uns gefÃhrt auf Warta. Auch in Czenstokhov drei (3) Werke: Czenstokhovianka, Warta and Pelcery. In bin geblieben in dem Werk Warta. Das ist das Werk an dem Wasser Warta..

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Wir haben auch gearbeitet bei den selben Maschinen wie in Skarzysko. Es ist gewesen schon sehr viel besser. Wir haben bekommen ein halbes Kilo Brot fÃr einen Mann, jeden Tag am Abend haben wir bekommen und bessere Suppe, eine Dickere und viel mehr als in Skarzysko. Es war das Leben schon viel besser.

David Boder

Und er hat Euch bewacht?

Esther Krueger

Uns hat bewacht . . . die Deutschen haben uns [unverstÃndlich] von alle Seiten.

David Boder

Waren sie von der SS oder der Wehrmacht?

Esther Krueger

Nein, Wehrmacht und Ukrainer, Werkschutz.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und wir . . . das Leben war viel besser als in Skarzysko. Wir haben gewusst, die Front kommt schon nÃher und nÃher und vielleicht werden wir befreit. Aber wir haben nicht . . .

David Boder

Haben die Euch geschlagen?

Esther Krueger

Nein, das ist nicht gewesen dort. Wir haben nicht so viel bekommen wie in Skarzysko. Es waren viel bessere Deutsche als in Skarzysko.

David Boder

In welchem Jahr ist das gewesen?

Esther Krueger

Das ist gewesen im fÃnf und vierzigsten (45) Jahr.

David Boder

Im Jahre fÃnf und vierzig (45).

Esther Krueger

Ja.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Von vier und vierzig (44) bis fÃnf und vierzig (45). Es war schon gegen Ende fÃnf und vierzig (45), weil wir wurden befreit im Jahr fÃnf und vierzig (45). Und wir haben so gelebt in Czenstokhov und das Leben war nicht so schlimm wie in Skarzysko. Wir haben bekommen viel mehr zu essen Suppe, ein halbes Kilo Brot und so haben wir gelebt. Und nachher haben wir auch gewusst die Front kommt nÃher und wir werden befreit. Dabei haben wir nicht geglaubt, dass es wahr ist . . .

David Boder

Nun?

Esther Krueger

Wir haben nicht geglaubt, dass wir das Ãberleben, weil alle haben gesagt zu alle Juden: âWenn die Freiheit wird kommen um zwÃlf (12) . . . um zwÃlf (12) Uhr, dann um halb zwÃlf machen die alle Juden tot die Deutschen.â

David Boder

Ein Ende.

Esther Krueger

Ja, ein Ende. Dann haben wir nicht geglaubt, dass wir Ãberleben diesen Krieg. Aber ganz unerwartet am Montag ist es gewesen, da haben die Deutschen alle Juden, alle MÃnner raus gefÃhrt nach Deutschland. Es ist gewesen am fÃnfzehnten Ersten.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Und am Dienstag, am zweiten Tag, haben sie gewollt weg fÃhren alle Frauen. Es war in der Nacht und die Scharen sind da gestanden, es war ein groÃer Frost und sehr kalt und es gibt ein Wunderâeinesâes sind nicht gewesen Wagons da, die uns weg transportieren konnten und wir sind geblieben in Czenstokhov. Nachher, das war um fÃnf (5) Uhr am Abend hat das Bombardement angefangen. Wir wurden bombardiert. Die Russen haben bombardiert ganz Czenstokhov und bei Nacht sind sie gekommen nach Czenstokhov, die Russen. Die Deutschen haben verlassen das Lager. Da haben sich gefreut schon die Juden, wenn die Russen sind angekommen. Ich selbst habe nicht gewollt glauben, ich habe es gesehen, wie die Juden haben die BÃchsen genommen, aber ich habe das alles nicht gewollt glauben, dass es mÃglich ist und dass es wahr ist, dass wir diesen Krieg Ãberlebt haben, diesen gefÃhrlichen Krieg. Aber es ist gewesen alles wahr. Am Morgen haben wir das Lager verlassen und wir sind in Czenstokhov auf der Gasse und wir haben getroffen viele Deutsches MilitÃr, alles tot . . . und wir haben gesehen die Freiheit. Russen sind gekommen. Wir haben auch viel jÃdische . . . viele jÃdische Russen gesehen, die in dem russischen MilitÃr sind. Die haben uns gesagt, dass die Freiheit ist gekommen zu uns. Wir haben das alles Ãberlebt, das ist wahr und wir sollen fahren nach Hause und suchen unsere [unverstÃndlich], unsere Familie. Mir tut es sehr leid, ich habe gewusst, ich habe keinen von der Familie, aber ich habe gedacht, vielleicht, Esther, vielleicht ist doch jemand geblieben von meiner Familie. Ich bin gefahren in drei Tagen bin ich nach Hause gekommen. Unser Haus ist . . . da hat gewohnt eine polnische Frau. Die hat mir gesagt von meiner Familie ist keiner, kein Einer nicht geblieben. Ich bin geblieben wohnen bei der Christin. Ich habe dort gewohnt .. habe ich gewohnt etliche Monate. Und nachher habe ich gewusst, dass das existiert ein Kibbuzim fÃr Juden.

David Boder

Das haben Sie vorher nicht gewusst?

Esther Krueger

Ich habe gar nichts gewusst, dass es das gibt. Ich habe nicht gewusst was zu tun. Zu bleiben bei dieser Polnischen oder weg zu fahren. Ich habe gar nichts gewusst. Aber nachher bin ich gefahren zum Kibbuz. Dort hab ich getroffen viele Juden, viele jÃdische MÃdchen.

David Boder

Wohin sind Sie gefahren in den Kibbuz?

Esther Krueger

Ich bin gefahren nach Sosnowie.

David Boder

Oh, Sosnowie.

Esther Krueger

Ja. In Sosnowie bin ich geblieben im Kibbuz, mit allen . . . viel MÃdeln sind gewesen und Kinder. Wir haben dort [unverstÃndlich]. So wie ein Kibbuz da gewesen ist, war viel besser. Essen ist gewesen genug. Und bald haben wir selber alles gemacht.

David Boder

Wer hat das Essen gegeben?

Esther Krueger

Das Essen war . . . das war ein [unverstÃndlich], der bringt Geld und wir haben selbst gekocht und alles selbst gekauft.

David Boder

Und von wo hat er das Geld bekommen?

Esther Krueger

Das wÃsst ich nicht.

David Boder

Sie wissen es nicht.

Esther Krueger

Er hat nur gebringt das Geld.

David Boder

Ja, nun und dann?

Esther Krueger

Und von USA kam Geld von Joint. Und wir habenâdavon haben wir gekauft und haben gelebt. Wir haben gelebt, wir haben bekommen Essen und unsere Kleidung. Wir sind gewesen in Sosnowie etliche Monate, dann sind wir gefahren. Wir haben gewollt fahren nach Italien, aber wir haben nicht gekonnt fahren nach Italien.

David Boder

Ja?

Esther Krueger

Ist gewesen zu gemacht die Grenze. So sind wir geblieben in Ãsterreich. In Ãsterreich ist es gewesen sehr schlecht, wir haben kein Essen nicht gehabt. Wir haben sehr wenig bekommen.

David Boder

Wer war in Ãsterreich, die EnglÃnder oder die Ameri . . . (beide sprechen)

Esther Krueger

Die EnglÃnder.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Wir haben kein Essen nicht gehabt, wir haben sehr wenig bekommen. Genau so viel wie im Lager in Hitlers Zeiten.

David Boder

Also wenig gewesen?

Esther Krueger

Sehr wenig. Wenig Brot und wenig Supp. Nachher sind wir gefahren von Ãsterreich nach Deutschland.

David Boder

Hat man Euch rÃber gelassen Ãber die Grenz oder seid Ihr so gegangen?

Esther Krueger

Wir sind gegangen Ãber die Grenze, alle Grenzen haben wir . . .

David Boder

Wie viele Leute alle zusammen?

Esther Krueger

Es war verschieden. Einmal ist gegangen . . .

David Boder

Sie mit Eurer Gruppe.

Esther Krueger

Wir waren hundert und zwanzig (120). Wir sind gegangen Ãber die Berge zu FuÃ.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Russisches MilitÃr hat uns gefangen. Wir sind zurÃck gegangen, dann noch einmal Ãber die Berge und dann sind wir durch gekommen.

David Boder

Nach wo? Nach Deutschland?

Esther Krueger

Nach Deutschland.

David Boder

Und von Deutschland seid Ihr gegangen?

Esther Krueger

Deutschlandâwir sind geblieben etliche Wochen und nachher sind wir gefahren nach Italien. Und jetzt sind wir in Italien.

David Boder

Und Ihr wartet jetzt. Wie heiÃt der Kibbuz?

Esther Krueger

Unser Kibbuz heiÃt Nocham.

David Boder

Kibbuz Nocham.

Esther Krueger

Nocham. Noah-Chalutzim Meichad.

David Boder

Schreib, hm, schreib es auf. Noah?

Esther Krueger

Noah-Chalutzim Meichad

David Boder

Hm. Und was heiÃt das auf deutsch, jiddisch?

Esther Krueger

Das ist, hm, . . . eine Sammlung von jungen Chalutzim.

David Boder

Ja und jetzt wartest Du zu gehen . . .

Esther Krueger

Jetzt sind wir hier und warten eine weitere Zeit.

David Boder

Und was machen die Leut hier den ganzen Tag?

Esther Krueger

Den ganzen Tag . . . das ist verschieden auch. Ein Appell ist da . . . und ich stricke auch, ich mach StrÃmpf.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Heute auch.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Ist verschieden. Wer hat eine Arbeit, das macht er. Er wascht und . . .

David Boder

Versteht Ihr hebrÃisch? Kannst Du hebrÃisch?

Esther Krueger

Ja, ich verstehe hebrÃisch, aber nicht so gut. Ich habe es gelernt nach dem Krieg, nicht lang. Ich kann lesen, aber ich verstehe es nicht so gut.

David Boder

[In English] This concludes Spool hundred, hm, . . . this concludes, hm, â.. this concludes Spool one hundred and nine. Ester KrÃger, hm, who belongs to a Kibbuz, who went through her, hm, her work in a slave labor situation. She has no tattoo. She was in reasonably clean conditions although she went through typhus. And now she is here in Tradate, Italy, expecting by â.. legally or by illegally to reach PalÃstina.

David Boder

[In German] Sind Sie verheirat?

Esther Krueger

Nein.

David Boder

Nein.

Esther Krueger

Das alles habe ich gegeben schon kurz!

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Die ganzen Erlebnisse.

David Boder

Ja.

Esther Krueger

Also, wenn man das Buch zu schreiben hat, ist zu schreiben sehr viel mehr.

David Boder

Ja, natÃrlich. Ich wollte, es wÃre nicht gewesen so kurz, hm, ein ganzes Buch dann machen Ãber alle Erlebnisse, aber ich werd sehen, vielleicht kommen wir noch einmal zusammen . . . zum Schreiben.

Esther Krueger

In der Zukunft alles beschreiben.

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In English] Italy. September the 2nd, 1946. In Tradate, between Milano and Como, a displaced person's community given to self government of a number of Kibbutzim. That means small, formed, Zionistic groups which intend to enter Palestine by legal or illegal means, whichever possible. The interviewee is Miss Esther Krueger, twenty years old.

David Boder

[In German] To which Kibbutz do you belong?

Esther Krueger

Nochum.

David Boder

[In English] Belonging to the Kibbutz Nochum.

David Boder

[In German] And so, Miss Krueger, tell us again what your name is, and how old you are, and where you are from.

Esther Krueger

I am twenty years old. From Kielce, and [am] in Kibbutz Nochum.

David Boder

Yes. You are from Kielce.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Nu, tell us what happened to you when you . . . when the war started.

Esther Krueger

[Words not clear.]

David Boder

Yes. Well, whatever you remember. You don't have to give the exact day or the kind. How was it? Where were you there? In Kielce?

Esther Krueger

You mean in which lager?

David Boder

No, no, no. Where were you at home?

Esther Krueger

I? In Kielce.

David Boder

[Words not clear.] You lived in . . . ?

Esther Krueger

Kielce.

David Boder

In Kielce. With whom?

Esther Krueger

With the whole family.

David Boder

Yes. And how many . . . ?

Esther Krueger

The parents and sisters, brothers.

David Boder

How many sisters and how many brothers?

Esther Krueger

I had three sisters and three brothers.

David Boder

Three brothers.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Were they older or younger? How many were . . . ?

Esther Krueger

One brother, an older one.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

And one a younger one.

David Boder

And so, one older brother and . . .

Esther Krueger

Yes.

David Boder

. . . and three younger sisters?

Esther Krueger

[Words not clear] and two [younger] brothers.

David Boder

Two brothers.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

You were altogether eight . . . [correction] seven children.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

And [with] your parents there were . . . ?

Esther Krueger

Too . . .

David Boder

Nine persons in the family?

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Speak a little louder. Yes. Nu, what was your father's occupation?

Esther Krueger

My father dealt in . . . in dry goods.

David Boder

Dry goods.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Did he have a store?

Esther Krueger

Yes. The mother too.

David Boder

The mother was also in the store.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Nu, did they earn well?

Esther Krueger

But yes. [They] earned well, but still . . . .[We] led a good life.

David Boder

A good life. What sort of an education did you receive?

Esther Krueger

I went to school.

David Boder

What kind of school?

Esther Krueger

Elementary school. I was still young.

David Boder

Yes

Esther Krueger

Sixteen years. I finished seven [years of] elementary school.

David Boder

Seven grades of . . .

Esther Krueger

Yes.

David Boder

. . . elementary school.

Esther Krueger

And afterwards I was taken to the lager.

David Boder

And so wait a moment. Not so fast. And so when the war began you were in a Kielce.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Who marched in? Did the German march into Kielce?

Esther Krueger

The Germans.

David Boder

The Germans. And so tell me what happened when the Germans entered Kielce. What happened to you [plural]? Nu? Speak.

Esther Krueger

When the German came to Kielce they grabbed for forced labor.

David Boder

And so tell me, how soon? Immediately or a few days . . .

Esther Krueger

Immediately.

David Boder

. . . a few days later? How was it?

Esther Krueger

When [?]?

David Boder

Nu, not exactly . . .

Esther Krueger

In the year '42.

David Boder

In the year '42.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

How did they grab for forced labor? How did . . .

Esther Krueger

They grabbed for the munitions factory, to Skarzysko.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

They grabbed [for] forced labor, to munitions.

David Boder

Yes. Nu, how was . . .

Esther Krueger

At that time . . .

David Boder

. . . one grabbed? What happened to you?

Esther Krueger

At that time a Jewish Community Council was established.

David Boder

A Community Council, yes.

Esther Krueger

Yes. A Jewish one. And sent out forced-labor tickets for work.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

I, too, was taken to work. But I have . . . a few times I escaped. I wanted to remain together with my parents.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

So I was taken forcibly by the police, the Jewish [police].

David Boder

By the Jewish police.

Esther Krueger

Police.

David Boder

And so when you were at forced labor did you work and return home every day?

Esther Krueger

Yes. Everyday we drove [to work] at seven o'clock and returned home at five o'clock.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

For a certain time, maybe two months, I worked thus.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And then it was said that there is to be a resettlement [population removal].

David Boder

Aha. Nu, go on. And so, [let's go] on. How did the deportation come off? Tell about everything in detail. Nu?

Esther Krueger

I got up in the morning and said good bye to my mutti. Afterwards I didn't want to go to work, but my mutti was crying very much. If I don't go to work then I will be kept in the barracks.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

So I had to go to work.

David Boder

Now wait a moment. Where? In which barracks? Was your mother already in the barracks?

Esther Krueger

No. My mutti was at home.

David Boder

Yes? Did . . .

Esther Krueger

But . . .

David Boder

. . . people knew that the deportation was coming?

Esther Krueger

We did not know exactly.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

People in town were talking. Today will be a deportation. And when the deportation was about to be, then the block [the workers] were detained in the barracks.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

So I became afraid to go to work.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

But my mother said, 'Don't be afraid. Today they will not [?] detain in the barracks.' And I went to work.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And when I went to work on the same day they detained us.

David Boder

Whom?

Esther Krueger

Us. All the girls [words not clear].

David Boder

Oh, the girls who were . . .

Esther Krueger

Yes.

David Boder

. . . at work.

Esther Krueger

At work.

David Boder

Oh, you were kept back at work. Nu?

Esther Krueger

Kept us back in the barracks. Did [not] let any more [go] home.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Because every day at five o'clock we came home

David Boder

Yes?

Esther Krueger

But this day they did not let us go home any more.

David Boder

Where was that barrack? Near the factory?

Esther Krueger

The barrack was in . . . near the factory.

David Boder

Aha.

Esther Krueger

In Skarzysko.

David Boder

Aha. Nu.

Esther Krueger

And afterwards I have seen the worst. And I imagined that I am being left alone without my parents.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

I cried very much. I cried so much I then received from an SS man in the face that I . . . I couldn't hear, on my ear.

David Boder

What does it mean 'you received'?

Esther Krueger

Received such a . . . a . . .

David Boder

Slap in the face. He hit you in the face.

Esther Krueger

Yes, yes.

David Boder

Nu?

Esther Krueger

I did not feel well then, but I still could not control my crying.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Because this was the worst that could happen in life.

David Boder

What?

Esther Krueger

To be left without parents, without sisters and brothers.

David Boder

Nu?

Esther Krueger

But that didn't do [help] anything. I had to remain in the barrack. And my parents were still at home for perhaps four weeks.

David Boder

Yes. And where did you remain? In the barrack for those four weeks?

Esther Krueger

And I remained in the barrack, and later on I received letters from home. I also wrote, through Poles.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And my mutti wrote me that the deportation was put off for three months. But it was not true. My mutti wrote [it] in order that I should not have so many . . . eh . . .

David Boder

Worries?

Esther Krueger

Worries.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And afterwards . . .

David Boder

Did your mother write through the mail?

Esther Krueger

The mail, yes. Through . . . through Poles.

David Boder

Yes. And so one was not supposed to receive letters.

Esther Krueger

Pardon?

David Boder

They didn't allow to receive letters.

Esther Krueger

Did not allow. No.

David Boder

No.

Esther Krueger

It wasn't allowed.

David Boder

But they were sent through the Polish clandestine 'post.'

Esther Krueger

Yes. They would bring it into the lager.

David Boder

Yes. Nu?

Esther Krueger

And afterwards was Yom Kippur [ Day of Atonement].

David Boder

Yes?

Esther Krueger

I had also written how a paper a day earlier.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And I was supposed to receive a letter a day the next day. The Poles came and they said that they could not get a letter any more because all had been deported.

David Boder

On Yom Kippur?

Esther Krueger

On Yom Kippur. On the same day.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

At dawn, at three o'clock at night, they were awakened.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And mutti had to get up with the small children, take everything, and leave the house.

David Boder

And so did people still go to Synagogue on Yom Kippur in the evening? Did people still go to Kol Nidrei [special services for the Day of Atonement]?

Esther Krueger

Yes. They still had gone in the evening. And they came home. And they did not know anything.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

At three o'clock came that deportation.

David Boder

Yes. Who were . . . and how old were the small children?

Esther Krueger

The youngest, my sister, was four years [old].

David Boder

And your father was also taken?

Esther Krueger

My father too, was in a larger, but on another shop. I was in shop 'B' and my father was in Shop 'A'.

David Boder

Oh, already from before.

Esther Krueger

Before. But I didn't know about my father. I was told that my father had gone home because my [his] eyes had become weak. I was very happy because my father will be . . .

David Boder

Whose eyes became weak.

Esther Krueger

. . . together. Yes.

David Boder

And?

Esther Krueger

With my mutti.

David Boder

Yes. Was it so?

Esther Krueger

No. I wrote home. My mutti did not answer me anything about the father. And afterwards, a year later, I was told that my father had died in the hospital before the deportation of Skarzysko.

David Boder

Hm. And so your father was also taken to a barrack?

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

My father was also in the barrack, but he was working on wood.

David Boder

How old was he?

Esther Krueger

My father was forty-one years.

David Boder

Forty-one years?

Esther Krueger

Forty-one years.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Yes. My father was working on wood in the Karl [?] forest, and a big tree fell on [his] leg and my father was . . .

David Boder

A big what? A big tree.

Esther Krueger

Tree. Yes.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Fell on [his] leg and it broke my father's leg.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Then the father went to the hospital, and he died

David Boder

Hm. Nu? And so what happened on Yom Kippur night? You were not there. You had been told.

Esther Krueger

No.

David Boder

What were you told?

Esther Krueger

I was told thus. When my mutti and my brothers had gone to Kol Nidrei, they came home. They knew nothing. They went to sleep as any other day.

David Boder

Was there a ghetto?

Esther Krueger

It had been partitioned off.

David Boder

Yes. It had been partitioned off.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

In Kielce.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Nu.

Esther Krueger

And later on, at three o'clock, the Jewish police came, and they began waking. My mutti didn't know what was happening, what was going on, but she understood that it must be already . . . .there had arrived SS men, and they sur . . . surrounded the whole town with SS men.

David Boder

Who were those SS men? Germans or Ukrainians?

Esther Krueger

There were Germans and there were Ukrainians, too, but mostly Germans. They badly beat the Jews. The worst that could happen. Without any distinction whether a woman or a man, they would beat badly. And my mutti arose, got up the children, and left the house, at about six o'clock. That is what I heard. I don't know it exactly.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Around six o'clock they led them to the train, and they shipped them away, in closed wagons [railroad cars], lime spread inside [word not clear]. They received no water.

David Boder

Nu, yes. You didn't see that yourself.

Esther Krueger

I heard about all that.

David Boder

Yes. That we already have from the others. Nu, what happened to you?

Esther Krueger

And I remained in the lager. At that time I didn't know anything any more.

David Boder

In the barracks?

Esther Krueger

In the barracks, yes. I didn't know anything any more, what will be with my life, whether I will survive, or if it will be the end of me. But I worked at machines. I worked very diligently so I got a good eye [fell in favor] by the German foreman.

David Boder

A what?

Esther Krueger

By the German foreman I got a good eye. I worked well.

David Boder

A good eye?

Esther Krueger

Yes.

David Boder

By him. Nu?

Esther Krueger

And I worked by a brush machine.

David Boder

What did they do? What did . . .

Esther Krueger

The brush machines shined the shells.

David Boder

Yes, the ammunition shells.

Esther Krueger

The ammunition shells. And afterwards I was given more soup. The most important thing in the lager was to keep oneself clean. Always clean, ne to keep oneself, and too take care of the work.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And all that was by me in order. I conducted myself very well. Clean. I have . . . we received [for every] seven people a kilo ninety (1.90) of bread. So I had to, together with my friend -- I had one girl from home for a friend -- [we] had to sell one portion of bread.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

For that to buy soap.

David Boder

What kind . . .

Esther Krueger

For washing.

David Boder

What kind of bread was it. Was it baked every day?

Esther Krueger

It was so: Some days it night be fresh, but it could be moldy, too.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Old bread.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

It varied. So we . . .

David Boder

So you sold the bread to buy soap.

Esther Krueger

So we sold one portion of bread, two people [men] to buy soap.

David Boder

You mean two women.

Esther Krueger

Two.

David Boder

Two girls. [Chuckle.] Yes.

Esther Krueger

Yes, two girls. And one portion of bread we ate.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Everyday. We received the bread in the evening. We were very hungry, so we ate it in the evening. And in the morning we had to wait till twelve o'clock till dinner. The dinner varied. One day there was plain water. The next day might be already a little pea soup or a little potatoes. The soup varied.

David Boder

Did they give bread for dinner again?

Esther Krueger

[With emphasis] No. For dinner . . .

David Boder

The bread was given once for a whole day

Esther Krueger

. . . they didn't give us any more bread. In the evening we received bread for the whole day. And twice a day we . . . and twice a week we received marmalade with the bread.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

One spoon of marmalade. And thus we lived all that time, a year and a half, in Shop 'B.' And then . . .

David Boder

In shop what?

Esther Krueger

Shop 'B' It was . . . Skarzysko had three shops, Shop 'A', Shop 'B' and Shop 'C.'

David Boder

Hm. And you lived in Shop 'B.'

Esther Krueger

Shop 'B.'

David Boder

Yes.

Esther Krueger

The worst shop was Shop 'C.' People worked with 'Pikrina' at 'yellow labor.' [Note: On work 'C' two ingredients were used in the manufacturing or ammunition: 'Trotyl' and 'Pikrina.' From these substances people were covered with bright yellow pigment. They were named 'canaries,' hence the 'yellow labor.' B.W.] From this work many people died.

David Boder

What sort of labor?

Esther Krueger

'Pikrina.' This is such a 'yellow labor.'

David Boder

What does that mean?

Esther Krueger

That is such a yellow . . . from which ammunition is manufactured.

David Boder

Shells?.

Esther Krueger

Such a yellow labor. Yellow. A man immediately become yellow from the work

David Boder

Oh, one become yellow . . .

Esther Krueger

Yes.

David Boder

. . . from that work. What sort of work is it that one becomes yellow?

Esther Krueger

I didn't work at that. I was in the second shop.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

But I saw the people who were so yellow.

David Boder

Aha. Nu.

Esther Krueger

And our shop was not the worst, but the German foreman of our work were the worst. There was foreman Herrick. Every day he used to beat Jews to death. Many Jews did he kill. Every two . . .

David Boder

Did he really beat to death?

Esther Krueger

[With Emphasis] Beat to death. When a Jew didn't do something right by the machines, perhaps he made sabotage, they called it sabotage.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

He didn't do it on purpose. He [ the foreman] would come running, and he would kick him so hard in the stomach that his guts would drop down.

David Boder

One moment. With what did he do that?

Esther Krueger

Pardon?

David Boder

With what did he do that?

Esther Krueger

With the foot. With the boots.

David Boder

With the foot.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

With the boots.

Esther Krueger

He would kick him so hard [his] guts would drop down, and then the person dropped. He would live perhaps another three or four days.

David Boder

And . . .

Esther Krueger

Then he died.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And besides these things, also every two weeks there were also . . . eh . . . in Polish it is . . . what is called . . .

David Boder

Say it in Polish.

Esther Krueger

Eh . . . Przebiurki [selections].

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Every two weeks the people were re-sorted.

David Boder

Hm. Selection.

Esther Krueger

There were selections every two weeks. They were taken into the woods and shot.

David Boder

Right there?

Esther Krueger

Yes, right in Shop 'B'

David Boder

Who saw it?

Esther Krueger

Many Jews saw it. When the two weeks came, he said, 'These, these,' because maybe she would look bad . . .

David Boder

Aha.

Esther Krueger

. . . or perhaps she wasn't dressed so nicely. Their numbers were written down, because everyone had her [own] number . . .

David Boder

Yes?

Esther Krueger

. . . and written down by names. They all knew that she is being taken into the woods to death. When there came the third day, there they came, the Jewish police, and said, 'This name, this name,' and they all would be reported. They would say good bye to the rest of the Jews and were led into the forest.

David Boder

What did the Jewish police do there?

Esther Krueger

There had to be Jewish police to lead out the Jews to work, to the factory . . .

David Boder

Yes.

Esther Krueger

. . . and led them back in the evening . . .

David Boder

Yes.

Esther Krueger

. . . so that no Jew should escape from the lager.

David Boder

Yes? Nu, what did the Jewish police have to do with the shootings?

Esther Krueger

The Jewish police didn't shoot. They would take the Jews and lead them over, with the shop guards, the Ukranians . . .

David Boder

Yes?

Esther Krueger

. . . and would lead them into the forest, and afterwards we . . .

David Boder

The Jewish police had to do it?

Esther Krueger

Yes. Then the Ukranians took over those Jews and shot them all.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

We could here the shots and later . . .

David Boder

You did hear the shots?

Esther Krueger

We heard it in the barracks. It was not far from our barracks. And afterwards they did not return any more.

David Boder

Hm. And what does it mean 'look nice,' 'dressed nicely'? Did you have your own clothing? Were you able to dress nicely?

Esther Krueger

We had to [see] that the clothes which we did have should not be torn, dirty.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And a few, from hunger, could not keep themselves so . . .

David Boder

Yes.

Esther Krueger

. . . clean

David Boder

Yes.

Esther Krueger

They neglected themselves because they were badly starved. And I . . . I have . . . I was already so used to it, and I only . . . because I knew that in the first place one has to keep clean.

David Boder

One moment.

Esther Krueger

But not all were able to keep themselves so.

David Boder

[In English] Esther is chubby, good looking, now plump and young girl of twenty. She is not understanding what I am saying. And I caught her . . . I got her in interrupting her on the way towards washing, and she has put down here on the table a piece of soap. She was going to do either some washing, to groom herself, or to wash some . . . .to do some laundry. She is very well groomed. There is no rouge or anything, but she has a very healthy and pleasant look. [In German] Well, go on. Did you understand what I said? No. [Chuckle. Words not clear.] Go on. [In English] Her teeth are exceptionally good. [In German] You have very nice teeth.

Esther Krueger

[Words not clear.]

David Boder

Nu, yes [words not clear]. Go on.

Esther Krueger

[Whispers. Sounds like] I was in the hospital.

David Boder

And so they were shot.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

The girls.

Esther Krueger

It could happen also many times that a girl would be cooking some soup for herself. She had received a few potatoes. She would take from the mill . . . there was a mill for flakes. From these flakes soup would be made. [Note: On Shop 'B' was a mill in which potato flakes were made. Occasionally these flakes were used to thicken the soup of the lager. B.W.]

David Boder

Yes.

Esther Krueger

She would take a few potatoes, and she would cook a soup. She didn't know a thing. She [her name] had been written down, but she didn't know which day she would be called to death.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And while cooking . . .

David Boder

Where did you cook? Eh . . . where did she cook the soup?

Esther Krueger

Yes. By us in the barracks there were in the winter . . . .We had small stoves for heating . . .

David Boder

Yes?

Esther Krueger

. . . so that it shouldn't be so cold.

David Boder

Hm. Nu, go on.

Esther Krueger

So we could cook. So she was cooking that little soup, and she didn't know anything. In that moment comes in a Jewish policeman and says the [her] name. She had to leave behind the soup. She knew that soup she will not eat any more. It is not for her any more. She said good bye, and she had to leave everything. She knew exactly that it is to death, but she had no way out.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

There had also happened a few times that the Jewish boys would fight with the police. When they were going to be taken into the wood, they would . . .

David Boder

With the Jewish police?

Esther Krueger

With the Jewish police. They didn't want to go , but the Jewish police couldn't help anything. When the SS man said, 'You are to bring these and these people,' they had to bring them immediately. And those boys knew that they are going to death anyway, so they didn't want to go. So several times they fought with the Jewish . . .

David Boder

Did the Jewish police have revolvers, rifles?

Esther Krueger

No. They had nothing whatsoever. But a piece . . . so . . .

David Boder

Stick.

Esther Krueger

A stick. Nothing more.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And so it was. Thus we were living, that was all. We didn't know how long we would live. And the time could have come when I, too, will be picked out for death. But I didn't make anything of it. I already knew, parents I didn't have, sisters and brothers neither. From the family nobody remained but I alone. So I didn't make anything of it. If to death, then to death. But today [then] I live and what will happen tomorrow, I knew nothing. Later on Shop 'B' was transferred to Shop 'A,' also in Skarzysko. And I remained in Shop 'A.' Shop 'A' was much better because we could . . . I had learned to knit.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Handwork. Socks and mittens

David Boder

Gloves.

Esther Krueger

Gloves, yes. I earned a little and was already able to buy an additional piece of bread and make a dress or to make something over, and I could buy soap. I didn't have to sell the portion of bread anymore. And . . .

David Boder

And so you had learned to knit in your spare time, not in the fact- . . . factory you didn't knit.

Esther Krueger

I had learned to knit in the barracks.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

When I came from work at seven o'clock I learned knitting till nine o'clock, two hours.

David Boder

Did the Germans allow [one] to bring in wool or such things?

Esther Krueger

This the Germans didn't know.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

The Germans only watched at work in the factory, but when we returned home we were guarded just by . . . [from] the first day we were guarded by Jewish police.

David Boder

Men or women?

Esther Krueger

Men. Only men.

David Boder

Yes. And later on

Esther Krueger

And later on I learned to knit. I would . . . with my . . . with my comrade, that girl, too, thus earn. And thus I lived the whole time. I was also in the shop.

David Boder

Did they pay for the work?

Esther Krueger

Yes. For the work we would receive from the others [other prisoners?] bread or we would get money, Polish money.

David Boder

No, no. I mean for the work in the factory. Did they pay?

Esther Krueger

No. For the work in the factory we didn't get anything. We prayed for only one thing, [that] we should remain alive from the work.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Nothing more.

David Boder

Nu. And so you had learned to knit.

Esther Krueger

And later on we learned to knit. When I already knew how to knit, I earned a little. I already had for soap to make some clothing, and I was able to buy an additional piece of bread.

David Boder

Nu?

Esther Krueger

And then . . .

David Boder

Where did you buy the bread?

Esther Krueger

The bread was brought by the . . . the Poles. They brought it for themselves. They would bring it so that the Germans would not know, and they sold it to us for much more money than it cost in town.

David Boder

What would you pay with, money or things?

Esther Krueger

We would pay in money and things. Whoever had money gave money, and whoever had things from home paid with things.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

I also had things from home. Then I became sick with spotted typhus.

David Boder

Spotted typhus.

Esther Krueger

Spotted typhus.

David Boder

Did you have lice?

Esther Krueger

No. [Note: Skarzysko was crawling with lice. B.W.] It was so: When one had it [typhus], and then got it from hunger or from filth, and the next one . . . My girl friend became sick with spotted typhus, and then I got it, because I was helping her very much. I accompanied her to the bath. I comber her. So I took all that over from her.

David Boder

Did she have lice?

Esther Krueger

Of course. When she got spotted typhus she was in the hospital. And I had to go to work. I didn't have the time to be with her all day, because I had to be at work. And she couldn't wash herself. I had to wash her.

David Boder

In the hospital?

Esther Krueger

In the hospital. Before, [when] she was lying in the barrack, then in the hospital.

David Boder

And where did you wash her? When she was in the hospital or when she . . .

Esther Krueger

When she was in the barrack I washed her. And then she was taken to the hospital, to the second shop.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And I came to . . . to her, to the hospital, also. I was already sick. I had a forty degree fever. I came to her, to the hospital. She couldn't recognize me. She had such high fever that she didn't know anything. Off her mind. She knew nothing. She recognized me. She thought that I came to wash her. She started screaming, 'Esther, wash me.' But I fell on the bad from the bad fever.

David Boder

Did you sleep together with that girl in the barrack, or did you have separate beds?

Esther Krueger

No. In the barrack we slept together, two people [to a bed]. I slept with her.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And . . .

David Boder

How was it, in one bed, or how?

Esther Krueger

In one bed, such plank beds.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

Tierred, or two-tierred.

David Boder

Yes

Esther Krueger

And in one bed two people slept.

David Boder

Yes. Two women.

Esther Krueger

Yes. And in the hospital there slept already ten people on one bunk.

David Boder

On one bunk.

Esther Krueger

On one bunk ten people. And . . .

David Boder

How wide . . . how large was the bunk?

Esther Krueger

That bunk might have been ten meters [wide].

David Boder

Yes.

Esther Krueger

The number of people varied. I had in the hospital a separate bed, because when my girl friend came, there was one bed, so she slept [on it]. When she became well, then I . . . that bed remained for me. Then I slept in that bed.

David Boder

Did people otherwise sleep in the hospital two in a bed?

Esther Krueger

Yes. In the hospital people slept five, six in the bed then.

David Boder

Well, and who were the doctors?

Esther Krueger

There were also Jewish orderlies and doctors. There were two or three doctors, also Jewish. And every few days there were controls by Germans. They picked out many for death.

David Boder

What does that mean?

Esther Krueger

When the sick one lay there five days or six, the Germans said he is not recoverable any more. Immediately [they wrote] wrote down [his name] and afterwards an auto came. [He was] taken on the auto, and [he] was driven to the woods and did not return any more.

David Boder

And so how were they . . . how were they murdered? Were they shot, or . . .

Esther Krueger

That I don't know any more, because I was in work 'A' and they were taken to work 'C.'

David Boder

What does it mean 'they were taken to work 'C?'

Esther Krueger

That was another shop in Skarzysko.

David Boder

Yes, but you were in the hospital, in the sick ward. Were those people.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

. . . taken from the hospital?

Esther Krueger

They were taken alive, and . . .

David Boder

And they were brought over where?

Esther Krueger

Brought over to work 'C.'

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And then they didn't return any more. [Note: On work 'C' were the execution grounds and the mass graves. B.W.]

David Boder

Hm. And so you don't know if they were given injections, or you don't know that?

Esther Krueger

That I know nothing about.

David Boder

And . . .

Esther Krueger

That I have not seen.

David Boder

Nu.

Esther Krueger

And later I, too, recovered from typhus.

David Boder

How long were you in the hospital?

Esther Krueger

I was in the hospital fourteen days, until . . .

David Boder

But you said that one couldn't be [there] more than five days.

Esther Krueger

Nu, yes. I couldn't tell the Germans that I am there so long. When they came I didn't look so bad, so I said that I am only three days.

David Boder

And the nurse didn't tell?

Esther Krueger

No, the Jewish nurses said, 'Don't say more than two, three days.'

David Boder

Hm.

Esther Krueger

But when she [a sick girl] looked already very bad, she couldn't say so, because they could recognize. 'You look so bad. You are [here] more than three, four days.'

David Boder

Didn't the same ones come? Didn't they recognize you?

Esther Krueger

No. They didn't know so well because there were so many, so many sick. There were several hundred sick. They could not recognize.

David Boder

[In English] We see here that I am trying to give them some searching questions when [it appears that] the horrible story does not make any sense. [In German] Well go on. Yes? So you . . . in fourteen days you have recovered.

Esther Krueger

Yes. The crisis had passed, and I recovered. I also sold my clothes that I had from home for . . . for mush to have something to cook after the sickness. I myself was doing the cooking. I was very weak, but I, myself was doing the cooking.

David Boder

Nu?

Esther Krueger

And later on I got well. I went back to work immediately. It was on work 'A' one year later, and on work 'B' a year and a half. It was already two and a half years. And then the lager Skarzysko was transferred to Czenstokhov.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

When we heard that the Russians are approaching, the Germans took us, transferred the whole factory to Skar- . . . to Czenstokhov.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

Czenstokhov . . .

David Boder

How were you transferred?

Esther Krueger

From Skarzysko to Czenstokhov.

David Boder

No I mean . . .

Esther Krueger

By train.

David Boder

By train?

Esther Krueger

Yes, in railroad cards.

David Boder

How many were loaded in RR-car?

Esther Krueger

In one RR-car were loaded a hundred people, eighty . . .

David Boder

A hundred girls, you mean?

Esther Krueger

Yes. A hundred girls and then there were RR-cars for men, because it had been a lager for girls and for . . .

David Boder

Yes.

Esther Krueger

. . . men.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

Together. We were traveling, and we were given for the journey a small piece of bread. We were hungry on the journey, but that . . .

David Boder

How long did you travel?

Esther Krueger

We traveled only one day

David Boder

Hm.

Esther Krueger

One day and . . . half a night.

David Boder

Did they let you out to go to the toilet or where?

Esther Krueger

[Pause.] No.

David Boder

When people had to go out?

Esther Krueger

No. Not at all. Everybody stayed locked in the RR-cars.

David Boder

And what did people do when they had to go out?

Esther Krueger

Oh, all that varied. They had pots from . . . from the lager yet, and they took them for the road.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

There were no boys . . .

David Boder

What?

Esther Krueger

Only women.

David Boder

Only women.

Esther Krueger

Yes. One wasn't embarassed in front of the other. There was no way out. Then we came to Czenstokhov. We were taken to Warta. In Czenstokhov there were also three works, Czenstokhovianka, Warta, and Pelcery. I remained located in Warta. This is the work where there is the river Warta.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

We also worked at the same machines as in Skarzysko. It was already much better. We received half a kilo of bread for each person, usually every day in the evening, and a better soup, a thicker one, and much more than in Skarzysko . Life was already much better.

David Boder

And who was guarding you?

Esther Krueger

We were guar- . . . the Germans watched us from all sides.

David Boder

Were they of the SS or the Wehrmacht?

Esther Krueger

No. Wehrmacht. And Ukranians, factory guards.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And we . . . life was already much better than in Skarzysko . We already knew that the front is coming closer and closer. Maybe we will be liberated. But we didn't think . . .

David Boder

Did they beat you?

Esther Krueger

Not that much any more. We didn't get [beaten] as much as a Skarzysko . They were already much better Germans than in Skarzysko .

David Boder

Which year was that in?

Esther Krueger

It was in the year '45.

David Boder

In the year '45.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

From '44 to '45. It was already towards the end of '45 [apparently '44], because we were liberated in the year '45. And we were living that way in Czenstokhov. Life wasn't as bad any more as is Skarzysko . We got much more soup to eat, half a kilo of bread, and thus we lived. And then we also knew that the front is coming always closer, and we will be liberated. But we didn't believe that it is poss- . . . [a pause apparently due to something wrong with the wire].

David Boder

Nu?

Esther Krueger

We didn't believe that we will live through it, because everybody was saying to all the Jews, 'If freedom will come at twelve . . . at twelve o'clock, then at half past eleven the Germans will make an end of all the Jews.

David Boder

An end.

Esther Krueger

Yes, an end. Then we didn't want to believe that we will survive this war. But unexpectedly, [on] Monday it was, the Germans led all the Jews, men, out to Germany. It was on the fifth the first [month].

David Boder

Yes.

Esther Krueger

And on Tuesday, on the second day, they were supposed to lead away all the women. They locked us in the armories. There were severe frosts at that time, very cold, but a miracle happened in that there were no RR-cars, [so] they could not transport us away, and we remained in Czenstokhov. Later on, it was at five o'clock in the evening, the bombardment began. We were bombed. The Russian bombed all of Czenstokhov. And at night they entered Czenstokhov, the Russians. The Germans abandoned the lager. There was great joy for the Jews when the Russians arrived. I, myself, didn't want to believe. I could see the Jews were taking and putting on rifles, but I didn't want to believe. I could see the Jews were taking and putting on rifles, but I didn't want to believe that all that is possible, and that it is true that we have survived this war, this terrible war. But all that was true. In the morning we left the lager. We got out on the street in Czenstokhov. We found many German soldiers, all dead, and we saw freedom. Russians came. We met many Jewish . . . many Jewish Russians who were in the Russian army. They told us that to us freedom had arrived. We had survived all that, it is true, and we want to journey home and look for our relatives, our family. For me it was very painful. I knew I have no one from the family, but I thought maybe . . . perhaps . . . perhaps someone did remain from my family. Three days later I traveled home. I entered our house. There wa- . . . there was a Polish woman living there. He told me that from my family nobody, not one, had remained. I remained living with this Christian woman. I lived . . . I lived [there] a few months. And later on I found out that there exist Kibbutzim for Jews.

David Boder

You didn't know it before?

Esther Krueger

I did . . . I did not know at all that there are Kibbutz.m. I didn't know what to do, to remain by this Polish woman, or to go. I didn't know anything, but later on I went to Kibbutz. I met [there] many Jews, many Jewish girls.

David Boder

Where did you go to Kibbutz?

Esther Krueger

I went to Sosnowie.

David Boder

Oh, Sosnowie.

Esther Krueger

Yes.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

In Sosnowie I remained in the Kibbutz, well, all the . . . There were many girls and boys. We started to settle down. The way . . . the way a Kibbutz had been before today it was much better. There was enough food. Slowly we made for ourselves everything.

David Boder

Who gave that food?

Esther Krueger

The food was . . . there was an official. He brought money, and we did our own cooking and did all our buying.

David Boder

And from where did he get the money?

Esther Krueger

That I don't know.

David Boder

You don't know.

Esther Krueger

He [only] brought the money.

David Boder

Yes. Nu? And then?

Esther Krueger

And from America came money from Joint. And we . . . with that we bought. We lived, received food and clothing. We were in Sosnowie a few months. Then we went. We wanted to go to Italy, but we couldn't go to Italy.

David Boder

Yes?

Esther Krueger

The border was closed. So [we] remained in Austria. In Austria it was very bad. We had no food. We got very little [food].

David Boder

Who held Austria, the English or the Amer- . . .

Esther Krueger

The English.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

We had nothing to eat. We went around very hungry. We got as much as in the lager during the times of Hitler.

David Boder

You mean as little as in the lager.

Esther Krueger

Very little. Little bread and little soup. Then we went from Austria to Germany.

David Boder

Did they let you cross the border or did you steal across?

Esther Krueger

We stole the border. Each border we would . . .

David Boder

[Words not clear.] How many people together?

Esther Krueger

It varied. Sometimes there would go . . .

David Boder

You with your group.

Esther Krueger

There had gone a hundred and twenty. We went across the mountains on foot.

David Boder

Hm.

Esther Krueger

Russian soldiers caught us. We went back and then once again across the mountains, and we got through the border.

David Boder

To where? To Germany?

Esther Krueger

To Germany.

David Boder

And where did you go from Germany?

Esther Krueger

[In] Germany we remained a few weeks, and then we went to Italy. And now we are in Italy.

David Boder

Hm. And now you are waiting. What is the name of your Kibbutz?

Esther Krueger

Our Kibbutz is named Nocham.

David Boder

The Kibbutz-Nocham.

Esther Krueger

Nocham. Noah-Chalutzim Meichad.

David Boder

Write it sown. [Pause.] Noah?

Esther Krueger

Noah Chalutzim Meichad.

David Boder

Hm. And what does it mean in German, in Yiddish?

Esther Krueger

It is an . . . an . . . assembly of young Chalutzim.

David Boder

Hm. And now you are waiting to go to . . .

Esther Krueger

Now we are here. We don't know what will happen next.

David Boder

And what do people do here all day?

Esther Krueger

The whole day here? It varies. There is also an appell, and we . . . I also knit. I make socks . . .

David Boder

Hm.

Esther Krueger

. . . today [at present], too

David Boder

Hm.

Esther Krueger

And various things. What job one has he does. He washes and . . .

David Boder

Do you understand Hebrew? Do you understand Hebrew?

Esther Krueger

I don't understand Hebrew so well. I studied it after the war, not for long. I do read, but I do not understand too well.

David Boder

[In English] This concludes Spool one hundred . . . this concludes . . . this concludes spool one hundred and nine. Esther Krueger who belongs to a Kibbutz, who went through her . . . her work in a slave labor situation. She has no tatoo. She was in reasonably clean conditions although she went through typhus, and she is here in Tradate, Italy, expecting by . . . legally or illegally to reach Palestine.

David Boder

[In German] Are you married?

Esther Krueger

No.

David Boder

No.

Esther Krueger

All that has been related briefly.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

About all the experiences.

David Boder

Yes.

Esther Krueger

But if one were to write it, one would have to write very much more.

David Boder

Yes, of course. I would have liked you not to have been so brief, but I will see. Maybe [we] will get together again. [A possible break in the wire.] . . . to write.

Esther Krueger

In the future we describe all that, make large books about all the experiences.