David P. Boder Interviews Irena Rosenwasser; August 22, 1946; Paris, France

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] Paris, August the 22nd 1946, at the headquarters of the Joint, American Joint Distribution Committee. The interviewee is Miss Irena Rosenwasser. Also . . . and she prefers to speak German although her English is . . . seems to be rather satisfactory.

David Boder

[In German] Also, FrÃulein Rosenwasser, wollen Sie uns sagen, von wo sind Sie?

Irena Rosenwasser

Aus Ungarn.

David Boder

Sie sind aus Ungarn. Also, Sie wollen, Sie haben gesagt, Sie wollen nach Amerika gehen und Sie gehÃren zu der ungarischen Quote, nicht wahr?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und sie haben einen Onkel in Los Angeles. Und wir heiÃt der?

Irena Rosenwasser

Rabbi Goldberger.

David Boder

Ja. Sie mÃssen aber sprechen, wenn Sie den Kopf bewegen, Television [lacht etwas] haben wir noch nicht, nicht wahr! [lacht] Es ist der Rabbiner Dr. Goldberger, nicht wahr?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Also nun, FrÃulein Goldwasser, wollen Sie mir sagen, wo waren Sie, wenn der Krieg anfing, wo hat Sie der Krieg getroffen? Sprechen Sie jetzt lauter.

Irena Rosenwasser

Also ich war zu Hause bis zum Jahre vier und vierzig (44).

David Boder

Wo ist das: zu Hause?

Irena Rosenwasser

In Ungarn, in Kisvarda.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

In der Stadt Kisvardaâmit meinen Eltern und meiner ganzen Familie.

David Boder

Wollen Sie mir sagen, wie viele Menschen in Ihrer Familie waren.

Irena Rosenwasser

Sechs Kinder . . .

David Boder

Ja und ihr Vater?

Irena Rosenwasser

. . . und die Eltern.

David Boder

Ihr Vater und ihre Mutter?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und sechs (6) Kinder.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und welches Kind sind Sie? Das Ãlteste oder welches?

Irena Rosenwasser

Mein Bruder ist der Ãlteste, nachher komm ich.

David Boder

Ja. Und dann die anderen Kinder sind wie alt?

Irena Rosenwasser

Die waren kleiner.

David Boder

Was heiÃt, die waren . . . ?

Irena Rosenwasser

Acht (8) Jahre, zehn (10) Jahre, siebzehn (17) und zwanzig (20) Jahre alt.

David Boder

Aha. Und Sie waren schon Ãber zwanzig (20) dann?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja. Nun also, Sie lebten in Ungarn und was hat da passiert, als der Krieg anfing?

Irena Rosenwasser

Wenn der Krieg anfing, war Ãberhaupt nichts Schlimmes fÃr die Juden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Nur, wenn die Deutschen herein gekommen sind in vier und vierzig (44) hat man konzentriert die Juden in verschiedenen Ghettos und von den Ghettos hat man sie deportiert.

David Boder

Also wollen Sie mir erzÃhlen, was Ihnen persÃnlich passiert hat und in Ihrer Stadtâwas Sie selbst gesehen und selbst durchgemacht haben. Also wir hat das angefangen?

Irena Rosenwasser

Also die Juden durften nicht ihre HÃuser verlassen. Man hat alle Namen aufgeschrieben, man hat eine Liste gemacht von die Kinder und von die GeschÃfte und VermÃgen. Und die Juden mussten alles abgeben und ins Ghetto konnten sie nur ungefÃhr fÃnfzig (50) Kilo mitnehmen.

David Boder

Aha. Wann und wie hat das passiert? Wie hat man das annonciert, dass sie haben mÃssen ins Ghetto gehen?

Irena Rosenwasser

Die Gendarmerie hat das annonciert.

David Boder

Ja und kÃnnen Sie sich erinnern in welchem Monat das war?

Irena Rosenwasser

Ja, es war im Mai vier und vierzig (44)âim Mai.

David Boder

Also was haben die gesagt? Man muss sich . . . ?

Irena Rosenwasser

Vorher waren immer jÃdische Gesetze gegen die Juden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Man hat schon ihnen alles weg genommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Zum Beispiel: die Felder und . . .

David Boder

Ja. Was war das GeschÃft Ihrer Eltern?

Irena Rosenwasser

Konfektion.

David Boder

Aha, sie hatten ein KonfektionsgeschÃft.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und wie hat man das GeschÃft weg genommen? Wie hat man . . .

Irena Rosenwasser

Zugesperrt. AusgerÃumt dann alles und zugesperrt . . . und den SchlÃssel haben die gehabt.

David Boder

Und die Sachen sind im GeschÃft geblieben?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und wissen Sie, was nachher damit passiert ist?

Irena Rosenwasser

Das nicht. Ich denke sie haben . . . die Deutschen haben alles mitgenommen./

David Boder

Aha. Nun die haben einfach ihr GeschÃft zugesperrt. Haben die das Geld verlangt?

Irena Rosenwasser

Alles, ja. Die Kasse, die volle Kasse und die Ware.

David Boder

Aha. Und das haben sie alles zu genommen und dann haben sie Ihnen gesagt, was sollen Sie tun?

Irena Rosenwasser

Dass wir mÃssen in die HÃuser . . . in die HÃuser bleiben.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und es waren tÃglich zwei (2) oder drei (3) Stunden frei, da kÃnnen wir etwas besorgen wie Lebensmittel . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und dann haben sie nach einer Woche gesagt, wir werden alle konzentriert werden. Es waren einige HÃuser fÃr die Juden.

Irena Rosenwasser

. . . bestimmt. Und so sind wir mit einem Wagen ins Ghetto gekommen.

David Boder

Wie heiÃt die Stadt, wo Sie gewohnt haben, nochmal?

Irena Rosenwasser

Kisvarda.

David Boder

Wie viele Leute lebten dort im Ganzen?

Irena Rosenwasser

Sechzehn tausend (16).

David Boder

Im Ganzen?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und wie viele Juden ungefÃhr waren dort?

Irena Rosenwasser

Juden waren zwei tausend (2000) , aber die ganze Gegend war konzentriert in Kisvarda. Also wir waren dort im Ghetto ungefÃhr sechs tausend (6000) Juden.

David Boder

Aha, von der Umgebung haben Sie auch die Juden . . . [beide sprechen]

Irena Rosenwasser

Ja, das war ein Konzentrationsort Kisvarda.

David Boder

Ja. Und dann wie hat man das Ghetto gemacht, wie war das gemacht?

Irena Rosenwasser

Zwei Gassen waren dafÃr bestimmt, mit groÃe HÃuser. Alles war ausgeleert, die Christen mussten weggehen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und wir haben das bekommen. In einem Zimmer waren wir ungefÃhr zwÃlf (12) bis zwanzig (20) Leute.

David Boder

In einem Zimmer!!!!!

Irena Rosenwasser

In einem Zimmer, ja, . . . Kinder mit MÃnner und Frauen zusammen.

David Boder

Na, wie hat man da geschlafen?

Irena Rosenwasser

Auf dem Boden gelegen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . keine Betten, gar keine MÃbel waren drinnenâgar nichts. Kein Sessel, gar nichtsâdas war strengstens verboten.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und wir haben KÃche gemacht . . .

David Boder

Wo?

Irena Rosenwasser

Im Schulhausâalso auf der Strasse, es war ein Platz dort . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

im Schulplatz . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Dort haben sie gebaut diese . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

dort haben sie die groÃen, groÃen KÃchen aufgebaut, die Juden.

David Boder

[In English] There is a break in the spool, there is a break in the spool, which has to be fixed after rewinding.

David Boder

[In German] Also wir waren dabei, Frau . . . oder FrÃulein Rosenwasser, wir waren dabei, dass Sie sagten, sie mussten ins Ghetto gehen. Sie waren 12 oder 10 Personen in einem Zimmer, MÃnner, Frauen und Kinder. Und man hat ihr Eigentum weg genommen und sie sagen, man hat das Geld weg genommen. Was sonst haben Sie aufgeben mÃssen? Sie sagten etwas von Schmuck, nun . . .

Irena Rosenwasser

Von Schmuck . . . Alles, alle was wertvolle . . . alle wertvollen Sachen mussten wir abgeben; nur Lebensmittel und ein paar Kleider durften wir mitnehmen.

David Boder

Haben Sie etwas von ihrem Geld versteckt?

Irena Rosenwasser

Nein wir haben gar nichts versteckt. Fast tÃglich sind sie gekommenâdie Polizeiâund haben die Juden weg gefÃhrt und haben sie schrecklich geschlagen.

David Boder

Im Ghetto schon, von dem Ghetto?

Irena Rosenwasser

Ja, von Ghetto, wo sie haben ihr Geld versteckt und ihr VermÃgen. Einige haben sie tot geschlagen . . .

David Boder

Ja. Hat so etwas, so etwas Ãhnliches Ihrer Familie passiert?

Irena Rosenwasser

Nein.

David Boder

Warum hat man Ihnen geglaubt, dass sie alles abgegeben haben?

Irena Rosenwasser

Weil wir waren nicht so reiche Leut.

David Boder

Ah, sie waren nicht reiche Leut vom Anfang. Also . . . nun . . . was hat nach dem passiert?

Irena Rosenwasser

Wir waren . . .

David Boder

Was hat man getan, um zu leben im Ghetto?

Irena Rosenwasser

Ãberhaupt nichtsâwir haben nur organisiert Juden, was wir kÃnnten machen. Es waren einige Ãrzte dort . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und Polizei, jÃdische Polizei, aber von auÃerhalb ist keine Hilfe gekommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ãberhaupt nichts. Die Wehrmacht war eben in der Stadt, die deutsche Wehrmacht und einige SS Leute.

David Boder

Aha . . . nun und so . . .

Irena Rosenwasser

Wir haben gedacht wir bleiben hier, aber Ende des Monats sind Nachrichten gekommen, dass wir mÃssen das Ghetto verlassen. In zwei (2) Transporten hat man uns zum Bahnhof gefÃhrt. Dort hat man wieder alles kontrolliert und weg genommen alles [lacht etwas] und nachher waren wir sieben und siebzig Leute in einen Viehwagen eingesperrt.

David Boder

Warum nennen Sie es einen Viehwagen? Das waren Frachtwagen oder war das ein richtige Viehwagen?

Irena Rosenwasser

FÃr Pferde war es.

David Boder

Woher wissen Sie das?

Irena Rosenwasser

Es ist drauf gestanden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ja, so ein deutscher Wagon war das fÃr vierzig (40) Pferde oder dreiÃig (30). Ich weià das nicht mehr so genau. Und . . .

David Boder

Oh ja. Also . . . ?

Irena Rosenwasser

Und das war plombiert.

David Boder

Ja. Und wie viele Leute waren Sie da?

Irena Rosenwasser

Sieben und siebzig (77) Leute.

David Boder

Und wer hat das gezÃhlt?

Irena Rosenwasser

Also die Gendarmerieâwie wir sind eingestiegen hat man die Leute gezÃhltâniemand soll fehlen.

David Boder

Aha und dann?

Irena Rosenwasser

Da war ein groÃer Appellplatz und man hat gezÃhlt die Leute vor.

David Boder

Ja. Die Deutschen haben das genannt âAppellâ, das heiÃt die Leute zÃhlen und aufrufen.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Und so weiter. Nun und so weiter und, hm, . . . und, hm, . . . waren Sieâdie ganze Familie zusammen?

Irena Rosenwasser

Ja, im Wagon waren wir noch zusammen.

David Boder

Im Wagon . . . im Wagon waren Sie zusammen, ja?

Irena Rosenwasser

Bis Auschwitz . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . sind wir ungefÃhr drei (3) Tage gefahrenâohne Luft, ohne Wasser und mit zwei (2) Toten.

David Boder

Wieso? Man hat die Toten nicht raus genommen?

Irena Rosenwasser

No, nein.

David Boder

Sie sagen ohne Luft und ohne Wasser. Waren da keine Fenster im Wagen?

Irena Rosenwasser

Es war plombiert , also einige LÃcher waren trotzdem, aber das war nicht genug [beide sprechen].

David Boder

Ja. Und . . .

Irena Rosenwasser

Aber das war nicht genug.

David Boder

Sagen Sie, war dort eine Toilette?

Irena Rosenwasser

Ãberhaupt nicht einer.

David Boder

Nicht einer; und wie haben die Leute dann ihre . . . sich befriedigt?

Irena Rosenwasser

Also einen Vorhang hat man gemacht.

David Boder

Man hat gemacht einen Vorhang, ja.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja, und wann hat man das heraus geworfen?

Irena Rosenwasser

Nur bei der Ankunft.

David Boder

Nur bei der Ankunft. So die Luft war sehr schlecht?

Irena Rosenwasser

Sehr schlecht, darum sind Zwei (2) gestorben, zwei (2) schwÃchere Leute.

David Boder

MÃnner oder Frauen?

Irena Rosenwasser

Ein alter Mann und eine jÃngere Frau.

David Boder

Alright, nun?

Irena Rosenwasser

Wir sind angekommen in Auschwitz, . . . aber der Weg war sehr schlimm, weil immer sind SS heraus gekommen, die haben geÃffnet die Wagons bei einigen Stationen und haben wieder verlangt Schmuck oder jemand hat vielleicht noch was Geld mit gebrachtâversteckt, die sind mit Gewehr heraus gekommen und haben verlangt weiÃe Uhr . . . Uhren, Toilet . . . ToiletstÃcke . . .

David Boder

Uhren?

Irena Rosenwasser

und Goldschmuck . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und so haben sie wieder geraubt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Dann sind wir ungefÃhr um 12 Uhr in der Nacht angekommen in Auschwitz.

David Boder

Und wie viele Tage sind sie gefahren?

Irena Rosenwasser

Zwei ein halb (2 Â ), drei (3) Tage ungefÃhr.

David Boder

Ja und dann sind Sie in Auschwitz angekommen?

Irena Rosenwasser

Freitag abends war es, da sind wir angekommen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . am Bahnhof von Auschwitz. Wir mussten warten zwei (2), drei (3 ) Stunden und nachher haben sie geÃffnet die Wagons und sind wir ausgestiegen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Sie haben sofort gesagt, wir mussten alle Bagage, alles im Wagon lassen, wir werden es morgen bekommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Dann hat man die Selektion angefangen. Wir wussten natÃrlich nicht, was das bedeutet.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Meine Mutter mit . . . mit meinen zwei (2) Geschwistern hat man auf die rechte Seite gestellt . . .

David Boder

Waren das Schwestern oder BrÃder?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Zwei (2) Schwestern?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und ich . . .

David Boder

Wie alt waren die MÃdchen?

Irena Rosenwasser

Acht (8) und zehn (10) Jahre alt.

David Boder

Ja, die Mutter mit dem zwei Kindern.

Irena Rosenwasser

Ja, meine Mutter war acht und vierzig (48).

David Boder

Ja . . . und?

Irena Rosenwasser

Und meine BrÃder extra, separat. Die MÃnner wurden sofort . . .

David Boder

Und Ihr Vater?

Irena Rosenwasser

Der Vater auch . . .

David Boder

Mit den BrÃdern?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja. Und Sie wieder . . .

Irena Rosenwasser

Ja, ich wieder, weil ich war . . . also die jÃngeren Leute waren wieder separat gestellt.

David Boder

Ja . . . und?

Irena Rosenwasser

. . . und dann habe ich sie nie mehr gesehen [weint].

David Boder

Wen haben Sie nie mehr gesehen?

Irena Rosenwasser

Jemand von meiner Familie.

David Boder

Ihre BrÃder auch nicht?

Irena Rosenwasser

Nein, niemanden. Mein Bruderâeinerâwir waren doch sechs Kinder.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ein Bruder ist nicht mit uns gekommen.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Also der ist am Leben geblieben.

David Boder

Wie alt er, war der?

Irena Rosenwasser

Er ist sechs und zwanzig (26)âacht und zwanzig (28) ist er jetzt.

David Boder

War er verheiratet?

Irena Rosenwasser

Nein.

David Boder

Und wieso ist er zurÃck geblieben?

Irena Rosenwasser

Also, er ist alleine vom Ghetto geflohen.

David Boder

Er ist weg gerannt?

Irena Rosenwasser

Ja, er ist weg gelaufen. Man hat ihn Ãberall gesucht. Er hat sich versteckt und spÃter ist er dann mit MÃhe und Not nach Budapest gekommen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und von Budapest hat man ihn nach Belgien getragen.

David Boder

Geschickt.

Irena Rosenwasser

Nach Belgien geschickt und von Belgienâer war befreitâist er nach der Schweiz gekommen und von der Schweiz nach PalÃstina. Dort ist er momentan und er lebt in PalÃstina.

David Boder

Ist er nach PalÃstina illegal gekommen?

Irena Rosenwasser

Nein, legal.

David Boder

Er hat eine Bewilligung . . .

Irena Rosenwasser

Mit dem letzten Transport

David Boder

Aha. Nun . . . und die

Irena Rosenwasser

Die Anderen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . die zwei (2) JÃngeren . . .

David Boder

Haben Sie ihn in Belgien gesehen?

Irena Rosenwasser

Nein, ich habe ihn nicht gesehen.

David Boder

Sie haben ihn nicht gesehen seit Anfang des Krieges?

Irena Rosenwasser

Ich habe ihn Ãberhaupt nicht gesehen.

David Boder

Ja. Und die zwei (2) JÃngeren?

Irena Rosenwasser

Von denen habe ich gehÃrt. Sie waren in Auschwitz, in einem anderen Lager, weil in Auschwitz waren doch sÃmtliche, viele Lager . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und spÃter hat man sie mit einem Transport weg geschickt und nie mehr hat man sie gesehen.

David Boder

Und ihren Vater und Mutter?

Irena Rosenwasser

Ich habe gar nichts gehÃrt. Die waren schon leider am Bahnhof [unverstÃndlich], weil neben dem Bahnhof waren gleich zwei (2) Krematorien. Sofort hat man die Leute, hat man ihnen gesagt, sie gehen baden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und ich habe das Krematorium selbst gesehen, weil wenn die Russen sind gekommen immer nÃher und nÃher, die haben zerstÃrt die Krematorien. Ich habe genau gesehen, es war aufgeschrieben âZum BaderaumâââZur Desinfektionâ, so hat man die armen Leute herein gefÃhrt . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und . . .

David Boder

Sie sind nicht mehr heraus gekommen.

Irena Rosenwasser

. . . nicht mehr herausâverbrannt.

David Boder

Nun und was . . .

Irena Rosenwasser

. . . und die Kinder . . . das auch, weil der Herr Mengele, der Arzt vom Lager hat gesagt, er will keine Kinder sehen.

David Boder

Oh, der Arzt vom Lager hat gesagt . . .

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

. . . er will keine Kinder sehen?

Irena Rosenwasser

Er will keine Kinder sehen, nur Arbeiter. Das ist ein Arbeitslager und nicht fÃr Kinder und . . .

David Boder

Der Arzt?

Irena Rosenwasser

Ja, der Arzt!

David Boder

Was war sein Name?

Irena Rosenwasser

Mengele.

David Boder

Mengele. Wissen Sie nicht, was mit ihm passiert ist?

Irena Rosenwasser

Ein Deutscher. Oh doch, ich habe gehÃrt einmal, man hat ihn gefangen.

David Boder

Man hat ihn gefangen, ja?

Irena Rosenwasser

Man hat ihn gefunden

David Boder

Nun . . . also . . . und dann, was hat Ihnen passiert?

Irena Rosenwasser

Also eine ganze Nacht war ich in der Bad, im Bad . . .

David Boder

Sie haben die Krematorien an der Station gesehen? Haben die Schornsteine geraucht?

Irena Rosenwasser

Gebanntâein groÃes Feuer von weitemâLÃrm und Geschrei war dort. Wir wussten Ãberhaupt nicht was passiert. Und der Rauch, das war furchtbar, das kÃnnen wir nicht beschreiben.

David Boder

Ist der Rauch von dem Schornstein gekommen?

Irena Rosenwasser

Ja. Und auÃerhalb waren auch groÃe Feuer immer.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das hat man doch immer gesehen vom Lagerâdie Krematorien. Die waren doch nicht weit, das . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . das haben wir Tag und Nacht gesehen.

David Boder

Was? Das . . . das . . .

Irena Rosenwasser

Es hat immer gebrannt.

David Boder

Und was auÃerhalb der Krematorien haben drauÃen gebrannt?

Irena Rosenwasser

Es waren auÃerhalb . . . groÃe, weil es war zu wenig . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . weil man konnte nur ungefÃhr tausend Leute verbrennen. AuÃerhalb hat man groÃe Graben gemacht und man hat die Leute erst vergast und nachher in diese GrÃber herein gelegt und mit Petroleum oder so etwas angezÃndet.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber auÃerhalb hat es gebrannt . . .

David Boder

Und man hat den Rauch gesehen?

Irena Rosenwasser

Oh, immer. Und es war ein sehr, sehr groÃes Feuer. Es war so hochâzum Himmel war esâunaufhÃrlich.

David Boder

Oh.

Irena Rosenwasser

Wenn die Transporte sind gekommen . . .

David Boder

Die HÃftlinge haben gewusst, was da vorgeht?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Was wollten Sie Ãber die Transporte sagen?

Irena Rosenwasser

Die Transporte sind immer gekommen von Ungarn . . . weiter und weiter . . . , weil in Ungarn waren doch ein (1) Millionen Juden. Und man hat auÃerhalb Budapest . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . alle in Konzentrationslager gebracht und hauptsÃchlich nach Auschwitz.

David Boder

AuÃerhalb von Budapest . . . und in Budapest . . . [unverstÃndlichâbeide sprechen] . . .

Irena Rosenwasser

Auch in Budapest haben sie gefangen sehr viele Leute auf der Strasse, aber Einige haben sich doch trotzdem gerettet.

David Boder

Ja, und zwischen denen war Ihr Ãlterer Bruder?

Irena Rosenwasser

Ja, . . . mein Bruder.

David Boder

Ja. Wann haben Sie zum ersten Mal von Ihrem Bruder gehÃrt?

Irena Rosenwasser

Ich habe von England einen Brief erhalten, von einer Frauâverheiratet, die hat mich verstÃndigt. Ich war in Bergen-Belsen nach der Befreiung.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Es war eine groÃe Freude fÃr mich.

David Boder

Sie haben ihn gesehen?

Irena Rosenwasser

Nein.

David Boder

Aha. Nun . . .

Irena Rosenwasser

Wir waren im Bad die ganze Nacht.

David Boder

Im Bad?

Irena Rosenwasser

Im Bad. Also zuerst hat man unsere Haare abgeschnitten und alle seine KleidungsstÃcke weggenommen und ohne StrÃmpfe. Ein Hemd, ein schlechtes Kleid haben wir bekommen, hÃlzerne Schuhe . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Es war sehr kalt, der Platz ist doch in Polonia . . . in Polen.

David Boder

In Polen, ja . . .

Irena Rosenwasser

Es war . . .

David Boder

In welchem Monat war es?

Irena Rosenwasser

Im Mai.

David Boder

Im Mai, aber es war kalt?

Irena Rosenwasser

HauptsÃchlich in der Nacht, da war es schrecklich. Dann hat man uns ungefÃhr um 6 Uhr heraus geschmissen und hat man uns gezÃhlt . . .

David Boder

Was heiÃt heraus geschmissen?

Irena Rosenwasser

Immer hat man uns geschlagen, von erster Minute an hat man die Leute geschlagen.

David Boder

Wer hat das getan?

Irena Rosenwasser

Erstens einmal waren das SS MÃnnerâSoldaten und SS Frauen mit groÃe StÃcke. âSchneller, schneller, raus gehen, lauf.â Und nachher waren es auch jÃdische Leute.

David Boder

Capos, was sie nennen.?

Irena Rosenwasser

Capos, ja. Wo arbeiten die Frauen, eine Slowakin war da zum Beispiel. Die hat uns gesagt: âDamenâihr werdet nie mehr Damen seinâ. Damit hat sie uns empfangen und hat gelacht dazu.

David Boder

So [unverstÃndlichâbeide sprechen].

Irena Rosenwasser

. . . und sehr schlechte KleiderstÃcke haben wir bekommenâaus Seiden.

David Boder

Aus was?

Irena Rosenwasser

Aus Seiden.

David Boder

Was soll das heiÃen?

Irena Rosenwasser

Aus Seiden war das Kleid, das Material war Seide. Schlechte, zerrissene Kleider.

David Boder

Seide?

Irena Rosenwasser

Ja. Und dann sind wir endlich in das Lager herein gekommen.

David Boder

Was ist Seiden, Baumwolle, meinen Sie?

Irena Rosenwasser

NeinâSeide!

David Boder

Seideâsilk?

Irena Rosenwasser

Hier.

David Boder

Und woher haben sie das bekommen?

Irena Rosenwasser

Die Leute haben Pakete mit gebracht nach Auschwitz.

David Boder

Ach ja.

Irena Rosenwasser

Bis fÃnfzig (50) Kilo dÃrften wir mitnehmen . . . und das hat man doch alles weg genommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Da hat man die beste WÃsch aussortiert und die hat man nach Deutschland geschickt und uns hat man gegeben die ganz schlechte und zerrissene . . . [unverstÃndlichâbeide sprechen]

David Boder

Ja, also das waren nicht ihre eigenen Sachen, nicht wahr?

Irena Rosenwasser

Nein, Ãberhaupt nicht!

David Boder

Ja und?

Irena Rosenwasser

Und in der FrÃh sind wir endlichâes hat geregnet, es war kalt und alle haben geweint, wir waren verzweifelt und furchtbar durstig, Durst haben wir gehabt . . .

David Boder

Ja und gab es kein Wasser?

Irena Rosenwasser

Man hat uns kein Wasser gegeben. Sie haben gesagt, es ist gefÃhrlich zum Trinken und dass da war T . . . Typhus.

David Boder

Es war Typhus?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Sind wir angekommen in der FrÃh und mussten In ZÃhl-Lager, sogenanntes ZÃhl-Lagerâman hat uns beim Tor gezÃhlt bevor die SS Leute . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und neben der KÃche sind wir stehen geblieben und endlich nach zwei (2) oder drei (3) Stunden sind die Block Ãltesten angekommen und haben ausgewÃhlt dreiÃig (30, vierzig (40) Leute von unserem Transport. Und alle haben in ihrem Block genommen. Wir sind in Block siebzehn (17) angekommen . . .

David Boder

Hatten Sie schon ihre Haare abgeschnitten dann?

Irena Rosenwasser

Alles war schon ab, ja . . .

David Boder

Wer hat das getan?

Irena Rosenwasser

Die Haare?

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

JÃdische HÃftlinge.

David Boder

Mit elektrischen Rasierapparaten?

Irena Rosenwasser

Nein, nein, nein, mit Schere.

David Boder

Mit Scheren?

Irena Rosenwasser

Mit Scheren oder was da war.

David Boder

MÃnner oder Frauen?

Irena Rosenwasser

Frauen.

David Boder

Frauen . . . nun . . .

Irena Rosenwasser

Und . . . ich war in Block 17.

David Boder

Hat man sie tÃtowiert?

Irena Rosenwasser

SpÃter . . . spÃter . . .

David Boder

Oh, Sie haben eine Tattoo Nummer?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Das ist ?

Irena Rosenwasser

âAââzehntausend vier hundert ein und zwanzigâA10421.

David Boder

âAââzehntausend vier hundert ein und zwanzigâA10421. Nimmt der Konsul diese Tattoo Nummern auf?

Irena Rosenwasser

Ja, aberâdas ist keine PrÃferenzâer sagte [lacht].

David Boder

Aber er nimmt die Nummer auf?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Er schreibt sie auf?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

A zehntausend vier . . .

Irena Rosenwasser

. . . hundert ein und zwanzigâA10421.

David Boder

ein und zwanzig (21).

Irena Rosenwasser

Abzeichen, auf der rechten habe ich.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Es hat geregnet und in den Block ist der Regen herein gefallen. Mir war sehr kalt und ich war sehr mÃde und konnte keinen Platz finden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Weil es waren Betten, so dreistÃckig . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . aus Holz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und in allen diese Betten schliefen ungefÃhr 12 Leute in einem Bett.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

NatÃrlich wenn Einer neu ist gekommen, wollte man keinen Platz geben . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . weil das war sowieso zu eng. Die Decken waren nass vom Regen, weil der Regen ist herein gefallen . . .

David Boder

Wie viele Leute waren in einem Bett sagen Sie?

Irena Rosenwasser

Zehn (10), zwÃlf (12).

David Boder

In einem Bett?

Irena Rosenwasser

In einem Bettâohne Decken; und wenn Einer hat eine Decke gehabt, dann hat man sie sofort gestohlen [lacht].

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Also der Block Ãlteste ist gekommen und hat Ordnung gemacht und ich . . . so habe ich auch einen Platz bekommen.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Man hat mir gegeben sofort zu essen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war ein . . . ich weià nicht was das war, so wie Haferflocken, aber sehr schlecht und es hat wirklich gestunken. Ich konnte es Ãberhaupt nicht essen. Die Anderen waren schon . . . sind schon vor einer Woche gekommen und die waren sehr hungrig und haben mir sofort gesagt: âWenn Du es kannst nicht essen, dann gib es uns.â

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Ich habe es ihnen sofort gegeben. Zwei Tage konnte ich nicht essen. Nachher war ich auch schon sehr hungrig. Die Neuen haben Ãberhaupt kein Brot bekommen.

David Boder

Warum?

Irena Rosenwasser

Solange sie waren nicht einregistriert.

David Boder

Oh.

Irena Rosenwasser

Das hat gedauert drei (3) Tage.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Ich habe ungefÃhr gar nichts gegessen drei (3) Tage und dann hat mir die Suppe auch geschmeckt. [lacht] . . . nach drei (3) Tagen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war so aus Gerste.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

Ohne Vitamine, ohne GemÃse.

David Boder

Nun und . . .

Irena Rosenwasser

Und tÃglich zwei Mal war ZÃhl-Appell.

David Boder

ZÃhl-Appell?

Irena Rosenwasser

ZÃhl-Appell.

David Boder

Und wie hat man das gemacht?

Irena Rosenwasser

ZÃhl-Appell ist, dass man hat die Leute gezÃhlt im Lager. Im Lager C, wo ich war, waren zwei und dreiÃig tausend (32000) Leute. Mussten wir in der FrÃh bei noch dunkel aufstehen. Es war ein, hm, Ruf im Lager âAlle aufstehen, aufstehen und Kaffee holen!â

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Bitteren Kaffee haben wir bekommen, sehr wenig. Wir mussten die Kessel von der KÃche schleppen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und so hat man uns alle hinaus gejagt in den Waschraum.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Der Waschraum war ziemlich gross, aber fÃr so viele Leute war er sehr klein. Wir mussten uns waschen ohne Handtuch, ohne Seife. Wir haben StÃcke gerissen von unserem Hemd.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und damit . . . das war ein . . .

David Boder

Handtuch?

Irena Rosenwasser

ein Handtuch

David Boder

Und was haben Sie auf dem Kopf gehabt?

Irena Rosenwasser

Gar nichts, das war strengstens verboten. Kein BettstÃcke haben wir gehabt, das war Sabotage, gar nichts und so sind wir gestanden da.

David Boder

Wo war das?

Irena Rosenwasser

In Auschwitz.

David Boder

Aber manche . . . andere . . . in anderen Transporten, die haben etwas bekommen fÃr den Kopf.

Irena Rosenwasser

Bei uns war es verboten.

David Boder

Wo war das?

Irena Rosenwasser

Das war in Auschwitz.

David Boder

Nun dann . . . ?

Irena Rosenwasser

Also im Waschraum war immer eine groÃe SchlÃgerei. Der Lager Cap musste kommen, weil natÃrlich die Leute konnten sich nicht alle waschenâalle wollten sich zur selben Zeit waschen

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und die Leute wurden geschlagen. Und dann hta der Appell angefangen, von halb 6 ( Â 6) hat er bis 8 gedauert oder halb neun ( Â 9). Dort sind wir gestanden und wenn die Nummer hat gestimmt, dann war es gut. Sonst mussten wir knien noch zwei (2), drei (3) Stunden oder . . .

David Boder

Was heiÃt knien?

Irena Rosenwasser

Das ganze Lager knien.

David Boder

Auf den Knien sitzen?

Irena Rosenwasser

Nein. So ja, knien.

David Boder

Ja, wie in der Kirche?

Irena Rosenwasser

Ja. Und die deutschen SS Frauen und MÃnner sind gekommen und sie haben gezÃhlt. Manchmal haben sie sich geirrt und dann ist die Strafe fÃr uns gekommen. Die Strafe hat bedeutet, dass wir bekommen kein Brot oder Zulage nicht oder Suppe nicht bekommen.

David Boder

Was ist Zulage?

Irena Rosenwasser

Zulage war zum Brot. Jeden Abend haben wir bekommen ungefÃhr zwanzig (20) Deka Brot bekommen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und dazu war ein StÃckchen Margarine oder ein KaffeelÃffel Marmelade oder ein StÃckchen Salami oder so

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . das war Zulage

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Nicht immer

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

aber doch . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war in Auschwitz

David Boder

Und das haben sie nicht gegeben?

Irena Rosenwasser

. . . sie haben nicht gegeben, also man

David Boder

Ja, man war eben nicht sicher . . .

Irena Rosenwasser

Wenn sie nicht richtig gezÃhlt, dann hat man uns bestraft dafÃr. Und der Block Ãlteste hat gesagt: âKranke will ich nicht sehen.â Warum und wieso, wenn jemand ist krank geworden, hat man sie nach Revier gefÃhrt.

David Boder

Aha. âRevierâ ist das Krankenhaus?

Irena Rosenwasser

. . . ins Krankenhaus gefÃhrt und oft sind die Leute vom Revier nicht zurÃck gekommen.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

In der Nacht hat man sie in einen schwarzen Wagen weg getragen, ohne Kleider und in das Krematorium. So war es besser âgesundâ zu sein, auch wenn man schon halb gestorben war.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Nun haben wir angefangen zu arbeiten. Die erste Arbeit war fÃr uns Ziegel holen von einem Lager bis zum Anderen. Das war ziemlich unangenehm. Vier StÃck Ziegel so gerade halten in der Hand . . .

David Boder

Warum gerade?

Irena Rosenwasser

Da mussten wir halt und in FÃnfer Reihe gehen, die HÃnde ausstrecken und so halten [unverstÃndlichâbeide sprechen]

David Boder

WÃre es nicht einfacher, die anders zu tragen?

Irena Rosenwasser

Die Gestapo hat das so verlangt, dass wir die so tragen.

David Boder

Das ist wie? Ausgestreckte HÃnde

Irena Rosenwasser

Ausgestreckte HÃnde und vier . . .

David Boder

Vier Ziegel.

Irena Rosenwasser

. . . Ziegel.

David Boder

Und dann?

Irena Rosenwasser

Drei oder vier Mal.

David Boder

Und sie wurden aufgestellt in Reihen?

Irena Rosenwasser

Immer in FÃnfer Reihe weil man musste die Leute zÃhlen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Immer wenn wir sind heraus von dem Lager gegangen, haben beim Tor die SS gezÃhlt und aufgeschrieben.

David Boder

Aha. Nun . . .

Irena Rosenwasser

Und, hm, das war die erste Arbeit. Vier(4) Mal oder fÃnf (5) Mal spazieren in einer Reihe von einem Lager.

David Boder

Und fÃr das war das?

Irena Rosenwasser

Weil die haben immer gebaut neue BlÃcke, Block HÃuser.

David Boder

Ja. Und man hat die Ziegel ohne welche Trage am Arm getragen?

Irena Rosenwasser

Ja, nur in der . . .

David Boder

. . . mit ausgestreckten HÃnden getragen.

Irena Rosenwasser

Getragen . . . und ohne Schuhe, denn Schuhe haben wir Ãberhaupt nicht gehabt. Oder hÃlzerne Schuhe und es war doch unmÃglich gehen in diese groÃen hÃlzernen Schuhe.

David Boder

Und die Schuhe, die sie von zu Hause hatten?

Irena Rosenwasser

Die guten Schuhe hat man sofort weg genommen, umgetauscht im Bad.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ds war die einzige Sache, was sie haben erlaubtâdie Schuhe. Aber die guten Schuhe haben sie . . .

David Boder

Weg genommen?

Irena Rosenwasser

. . . weg genommen. Und es war immer so ein Kot in Auschwitz.

David Boder

Ein [unverstÃndlichâbeide sprechen] immer Regen?

Irena Rosenwasser

Immer Regen. Und die Schuhe waren kaputt binnen zwei (2), drei (3) Tagen. Die hÃlzernen Schuhe auch, die waren . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . die waren auch kaputt.

David Boder

Und . . .

Irena Rosenwasser

Und das war die erste Arbeit. Und dann mussten wir auch tÃglich drei (3) Mal etwas holen von der KÃche. In der FrÃh Kaffee, bloà Kaffee; mittags eine Suppe; abends Brot und Zulage. Das wars.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ja, davon konnte man nicht sterben eben, aber leben auch nicht.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Das Lager war ziemlich sauber. Es waren . . . in erster Zeit waren keine LÃuse und wir waren desinfiziert. Es war ein EntlÃusen ungefÃhr jedes Monat. Aber das war auch sehr schlecht gemacht,

David Boder

Warum?

Irena Rosenwasser

. . . denn wir mussten stehen die ganze Nacht drauÃen und warten wie lange wir kommen herein ins Bad . Und dann wurden die Haare abgeschnitten und das war . . .

David Boder

Also beschreiben

Irena Rosenwasser

Die Kleider?

David Boder

Ja, die Kleider.

Irena Rosenwasser

Die Kleider hat man desinfiziert wirklich.

David Boder

Also wollen Sie mir beschreiben, wie hat diese Entlausung ausgesehen, wie war das?

Irena Rosenwasser

Die Entlausung war im Waschraum, . . .

David Boder

Ja, es war . . .

Irena Rosenwasser

. . . in dem groÃen Waschraumânicht in unserem Lager, sondern in Auschwitz, denn wir waren doch eigentlich in Birkenauâoben wo der Lager war.

David Boder

Sie waren in Birkenau?

Irena Rosenwasser

Ja und unten da war Auschwitz auch, ein anderes Lager.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber wir waren auch in Auschwitz. Dort waren groÃe BÃder fÃr Desinfektion.

David Boder

Das waren nicht die selben BÃder, wo man die Leute vergast hat?

Irena Rosenwasser

Nein, nein.

David Boder

Aha, ja . . .

Irena Rosenwasser

Das waren nicht dieselben.

David Boder

Nun und dann . . .

Irena Rosenwasser

Die Kleider hat man sofort ausgezogen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

und man hat es herein getragen und man hat es desinfi . . .

David Boder

Desinfiziert.

Irena Rosenwasser

. . . desinfiziert und . . .

David Boder

Womit?

Irena Rosenwasser

Mit einem Gas, den Namen weià ich nicht.

David Boder

Mit Gas?

Irena Rosenwasser

Das haben wir nicht gesehen, das haben auch HÃftlinge gemacht . . . âdie MÃnner.

David Boder

Ja. Aber man hat Ihnen Ihre selben Kleider zurÃck bekommen?

Irena Rosenwasser

Nein, nein . . . Ãberhaupt nicht. Das war . . .

David Boder

Sie haben nicht zurÃck bekommen, was man gegeben hat? [beide sprechen]

Irena Rosenwasser

. . . was gerade gekommen ist.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

WÃhlen konnte man nicht.

David Boder

Ja. FÃr die eigenen Kleider hat man keine Nummern gehabt?

Irena Rosenwasser

Gar kein Eigenes, so was war nicht in Auschwitz. Die Nummer konnte man niemals auswÃhlen, man bekam immer eine andere Nummer.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und dann sind die Kleider verschwunden auch, denn Einige sind gelaufen und haben mehrere StÃcke bekommen und dann sind einige ohne Kleid geblieben und da hat man geschlagen alleânatÃrlich . . . dafÃr bekommt man es.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

Nach der Desinfektion hat man auch die Decken desinfiziert

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und die Haare auch. Und das hat gedauert eine Nacht immer.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

Und ohne Kleider sind wir gestanden . . .

David Boder

Wo?

Irena Rosenwasser

. . . in der FrÃh in dem Baderaum, aber das war nie geheizt.

David Boder

Ah hm. Und das Wasser war kaltes Wasser?

Irena Rosenwasser

Oh, was war auch lauwarm, aber das hat zwei (2) Minuten gedauert.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wir mussten schnell , sehr, sehr schnell . . .

David Boder

Waren das BÃder, BrausebÃder oder was?

Irena Rosenwasser

Ja, Duschen.

David Boder

Nun? Hat man Seife dazu gegeben?

Irena Rosenwasser

Hat man etwas gegeben, sehr wenig, ungefÃhr fÃr zwanzig (20) ein StÃck Seife.

David Boder

Und was hat man getan? Haben sie sich untereinander eingeseift?

Irena Rosenwasser

Ja, das mussten wir.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und dann sind wir ins Lager zurÃck gekommen, da hat wieder der Appell angefangen. Zwei Mal am Tagânachmittags war es bis abends, bis spÃt abends. Dann war ich froh, wenn man hat die Leute selektiert fÃr Arbeit. Da in ich hinein in ein anderes Lager gekommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und dort ist mir gelungen in der KÃche zu arbeiten. Da war ich in der KÃche ungefÃhr vier Monate. Und das ganze Lager hat man ausgeleert, ungefÃhr zwei und dreiÃig tausend Leute. Wir wussten nicht, wohin diese Leute fahren, wohin sie gehen. Wir sind alleine in der KÃche geblieben.

David Boder

Das heiÃt wieviel sind von ihnen geblieben? Es waren zwei und dreiÃig . . .

Irena Rosenwasser

In Birkenau waren so ungefÃhr zwei hundert (200), zwei hundert fÃnfzig (250,000) tausend.

David Boder

Und man hat zwei und dreiÃig tausend (32000) Leute ausgesucht . . .

Irena Rosenwasser

ausgesucht.

David Boder

und wohin hat man sie genommen?

Irena Rosenwasser

Bessere Lager.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Sie hat man auf Transport, so hat man gesagt âauf Transportâ heraus geschickt von Auschwitz. Aber ich denke, sehr Wenige sind heraus gegangen . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . wirklich von Auschwitz.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . die haben doch immer . . .

David Boder

Und die Krematorien waren in Birkenau oder in Auschwitz?

Irena Rosenwasser

In Birkenau vier (4), in Auschwitz auch.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Ja, das war Ãberall, Ãberall.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und in die Schornsteine hat man immer gesehen . . . Feuer . . .

David Boder

Rauch.

Irena Rosenwasser

Ja, Rauch und Feuer . . .

David Boder

Und das Feuer von . . . von . . .

Irena Rosenwasser

. . . hohe Feuer . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Hohe Flammen waren das.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Ich habe, zum Beispiel, eine Freundin gehabt im Spital, im Revier. Sie war schon gesund und am letzten Tag, weil sie wollte schon, sie hat gehofft sie kommt heraus vom Spital . . . hat man sie vergast. Das ganze Spital ausgeleert und ins Krematorium geschickt. Das war Auschwitz. Aber trotzdem sind Einige zurÃck gekommen, weil das war ein groÃes Theater.

David Boder

Was meinen Sie?

Irena Rosenwasser

Ich denke es war so, so wie ein Theater, weil Einige hat man so ohne FÃÃe, zum Beispiel, hier jemand hat einen Fuà gehabt . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und er ist am Leben geblieben. Der Mengele wollte zeigen, dass er lÃsst auch solche Leute leben. Es waren einige Kinder auch, ein Paar StÃck . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . von allem war etwas . . . auch Einige hat man vom Spital zurÃck geschickt, also, dass wir sollen denken, dass unsere Eltern leben . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und unsere Geschwister leben, nur sie sind irgendwo in einem anderen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . Lager. Wenn man zum Beispiel, ein Spital ausgeleert hat, hat er gesagt: âIch fÃhre diese Leute in ein Sanatorium, weil hier ist das Essen nicht gut . . .

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

. . . und die Luft auch nicht, so muss ich ihnen was Besseres geben.â

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und damit hat man die Leute nach Krematorium gefÃhrt.

David Boder

Ja aber die Krematorien waren doch gleich nahe bei und man hat es gewusst.

Irena Rosenwasser

Nein, das hat man doch, wir haben doch das nie gesehen. Wir haben gesehen die Transporte gehen wegâwohin wir wissen nicht, es war immer Blocksperre.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die Leute, wenn ein Transport ist weg gegangen, das ganze Lager war eingesperrt, in dem Block sein, dass wir wussten nichts.

David Boder

Nichts?

Irena Rosenwasser

Gar nichts, was hier geschieht, . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . wirklich . . . in Wirklichkeit. Und das war . . . da war ich in der KÃche. Und die KÃche war aufgelÃst, das ganze Lager war aufgelÃst . . .

David Boder

Wann war das?

Irena Rosenwasser

Das war im Oktober.

David Boder

Welches Jahr?

Irena Rosenwasser

Vier und vierzig (44).

David Boder

Vier und vierzig (44) . . . ja.

Irena Rosenwasser

Dann bin ich in ein anderes Lager gekommen. Ich habe gearbeitet wieder, denn ich wollte immer arbeiten, weil das war fÃr mich das Beste.

David Boder

Welches Lager war das?

Irena Rosenwasser

Das war . . . erst was es ein tschechisches Lager, von dort aus hat man die Tschechen alle ins Gas gefÃhrt. Wenn wir sind angekommen in Auschwitz . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

War es ein tschechisches Lager. Und nachher war es ganz leer. Und im Oktober . . .

David Boder

Waren es tschechische Juden oder nur Tschechen?

Irena Rosenwasser

Tschechische Juden. Tschechische Juden.

David Boder

Tschechische Juden, ja

Irena Rosenwasser

Ein Familienlager war es. Es war interessant. [lacht etwas]

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Frauen, MÃnner und Kinder waren zusammen . . .

David Boder

Waren Sie jemals in einem Familienlage>

Irena Rosenwasser

Nein, ich war nicht.

David Boder

Aber Sie haben es gesehen?

Irena Rosenwasser

Ja, ich habe es gesehen. Aber diese Leute hat man selek . . . selektiert, die Alten, die Kinder hat man vergast.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ja. Wir haben nur gehÃrt, die Jungen sind auf Transport gefahren.

David Boder

Ja

Irena Rosenwasser

Tschechische Juden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

So war das Lager leer. Dorthin sind wir herein von der KÃcheâhat man uns herÃber gefÃhrt . . .

David Boder

In das tschechische Lager?

Irena Rosenwasser

In das tschechische Lager. Es war eine groÃe Weberei auch in Auschwitz und da habe ich in der Weberei gearbeitet.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

So etwas Kriegsmaterial haben wir gewoben . . . gewebt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Es war nicht schwer, aber es war sehr ungesund, weil es war voll mit Staub, die . . . mit alte Lumpen haben wir gearbeitet.

David Boder

Oh, sie haben alte Lumpen ausgearbeitet?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und die Capos waren sehr schlechtâdeutsche Prostituierte, Frauen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und sie haben immer geschimpft âSaujudenâ. Sie haben uns sehr, sehr viel geschlagen.

David Boder

Und wie sind die Prostituierten dahin gekommen?

Irena Rosenwasser

Sie waren die Capos, alles Verbrecher und Gigolos und Prostituierte, die waren . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . also, die wussten, sie waren oben. Weil sie konnten schlagen und tÃten und in Gas schicken. AuswÃhlen auch fÃr einige Leute, die werden ins Gas gehen; dann habe sie mit den SS Frauen und MÃnnern gesprochen darÃber.

David Boder

Ah hm . . .

Irena Rosenwasser

Sie waren nicht Juden; sie waren deutsche Arier. Also es waren viel polnische und deutsche Arische.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Auch Russische.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Da waren wir sehr schlecht behandelt, aber in dieser Weberei haben wir Zulage bekommen. Das bedeutet wÃchentlich ein halbes ( Â ) Brot und etwas Zulage. Das war ein groÃer . . . [unverstÃndlichâbeide sprechen]

David Boder

Wieviel Brot?

Irena Rosenwasser

Ein halbes Brot, das ist so ungefÃhr vierzig (40) Deka Brot.

David Boder

Meinen Sie, vierzig (40) Deka Brot extra?

Irena Rosenwasser

Extra.

David Boder

Ja und?

Irena Rosenwasser

Eine Ration fÃr die Arbeiter.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war in Auschwitz.

David Boder

Ja?

Irena Rosenwasser

Und Ende des Jahres hat man aufgelÃst die Weberei und bin ich in das [unverstÃndlich] Arbeitskommando gekommen beim Weichsel.

David Boder

Am Fluss? An der Weichsel?

Irena Rosenwasser

Am Fluss. Das war . . .

David Boder

Das war in Wisla, in Russisch.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war im Dezember

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das Wetter ist sehr, sehr kalt im DezemberâÃberhaupt in Polenâund wir haben Erdarbeit, die schwerste Erdarbeit am Fluss gemacht.

David Boder

Was fÃr eine Erdarbeit? Festigungen?

Irena Rosenwasser

Festigungen.

David Boder

Aha . . . Gruben?

Irena Rosenwasser

Und die . . .

David Boder

Ja und?

Irena Rosenwasser

Und die Erde war gefroren und wir haben mit groÃe Hammer gearbeitet und mit Fuhren die Erde geschoben und das war fÃnf (5) Kilometer weit weg . . .

David Boder

Mit Fuhren? Das sind so kleine Wagen, nicht wahr?

Irena Rosenwasser

Ja . . . aber das ist doch keine Arbeit fÃr Frauen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ãberhaupt nicht fÃr Frauen. Den ganzen Tag haben wir nichts gegessen, nur abends.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

Wenn wir sind angekommen in dem Lager haben wir etwas Warmes bekommen. Die Schuhe waren sehr schlecht und fÃnf (5) Kilometer sind wir tÃglich gegangen und gekommen, also zehn (10) Kilometer.

David Boder

Aha. Und dann . . .

Irena Rosenwasser

Und immer âschnell, schnell los gehenâ.

David Boder

Ist es wahr, man hat gesungen, wenn man ist gegangen?

Irena Rosenwasser

Nein, wir haben nicht gesungen [lacht etwas], aber es sind Einige gekommen, die haben gesungen.

David Boder

Ah hm . . .

Irena Rosenwasser

Wir nicht. Es war Musik immer in Auschwitz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Von morgens in der FrÃh hat die Kapelle schon gespielt . . .

David Boder

Und . . .

Irena Rosenwasser

. . . und die Kommandos sind zur Arbeit gegangen.

David Boder

Und wer . . . ? Ja? [beide sprechen]

Irena Rosenwasser

Und wenn man hat ins Krematorium gefÃhrt die Leute, hat auch die Musik immer gespielt . . .

David Boder

Wieso das?

Irena Rosenwasser

. . . das Orchester. Darum sage ich, es war so wie ein Theater.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

So ungefÃhr wie in Nero's Zeit.

David Boder

Ja, nun . . . ?

Irena Rosenwasser

Das war . . .

David Boder

Wer hat die Musik gespielt? HÃftlinge?

Irena Rosenwasser

HÃftlinge.

David Boder

MÃnner und Frauen?

Irena Rosenwasser

MÃnner und Frauen, . . . das war eine ziemlich gÃnstige Stelle . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . in der Kapelle zu sein, weil die haben bessere BlÃcke gehabt, bessere Kleider und auch Besseres zum Essen.

David Boder

Ja. Nun, was haben die im Laufe des Tages getan, wenn sie nicht gespielt haben?

Irena Rosenwasser

Das weià ich nicht.

David Boder

Waren sie frei? Haben sie geprobt?

Irena Rosenwasser

Vielleicht ja, . . . geprobt.

David Boder

Und wer war der Dirigent?

Irena Rosenwasser

Es war interessant, weil man Konzert gegeben in Auschwitz.

David Boder

Ja, wieso?

Irena Rosenwasser

Es war ein Platz fÃr die HÃftlinge . . . und die Musik . . . die Kapelle hat schÃne Konzerte fÃr uns gegeben . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . anstatt Brot haben sie uns Musik gegeben.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Das war die schwerste Periode fÃr mich in Auschwitzâim AuÃenkommando bei der Weichsel. Sehr viele Leute sind dort geblieben, die konnten nicht marschieren und gefroren auch.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ganz einfach erfroren, denn die Kleidung war nicht genÃgend und den ganzen Tag drauÃen sein ohne Essen oder Trinken. Viele, viel Leute sind dort gestorben. Auch die Gestapo haben mit Spaten tot geschlagen Einige. Wir haben mit Spaten gearbeitet und . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und wenn wir sind zu der Arbeit gekommen, konnten wir nicht schnell bewegen, sie hat uns an den Kopf geschlagen mit dem Spaten oder mit dem Hammer . . .

David Boder

Haben Sie das selbst gesehen?

Irena Rosenwasser

Ja, natÃrlich.

David Boder

Ein . . .

Irena Rosenwasser

Ich habe auch bekommen [lacht etwas], aber ich bin nicht gestorben.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Aber sie haben Andere geschlagen und . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . man hat die Leute, zum Beispiel, wenn wir sind angekommen, da war so ein Berg dort und da konnten wir nicht herunter gehen, weil es war doch . . . es war gefroren. Da hat man die Leute ganz einfach gestoÃen.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und sie sind herunter gefallen, so sind wir angekommen . . .

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

. . . zur Arbeit. Nachher hat man mich fÃr âTransportâ ausgewÃhlt. Das war immer sehr, sehr kompliziert . . .

David Boder

Was heiÃt âTransportâ?

Irena Rosenwasser

. . . weil wir wussten nicht, was das bedeutet.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

âTransportââdass wir gehen weg von Auschwitz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . irgend wo . . .

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

. . . und wir werden wieder arbeiten.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber manchmal hat das bedeutet Krematorium.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ich war . . . acht (8) Mal war ich bei Selektion. Und Selektion hat bedeutet, wir waren ganz nackt und der Lagerarzt ist gekommen und hat uns angeschaut.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und der RÃcken . . . also wenn wir haben nur das Kleinste an er Haut gehabt von Vitaminmangel . . . VitaminausschlÃge, diese Leute wurden schon selektiert.

David Boder

Was heiÃt âVitaminausschlÃgeâ?

Irena Rosenwasser

VitaminausschlÃge bedeutet . . .

David Boder

Vitamin?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Nun Vitamine ist doch was Gutes!

Irena Rosenwasser

Vitamin . . . also Fehler, vitamin arm, avitaminos.

David Boder

Oh, avitaminos!!!

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Also, wenn es hat gezeigt, dass man keine Vitamine hat?

Irena Rosenwasser

Das war . . .

David Boder

Also wie Beriberi, zum Beispiel.

Irena Rosenwasser

Ja, zum Beispiel, hm . . .

David Boder

Der Mund ist geschwollen.

Irena Rosenwasser

Ja, geschwollen.

David Boder

Oder der Gaumen geschwollen. Nun?

Irena Rosenwasser

Ja, die Zunge ist geschwollen . . . und die FÃÃe, schreckliche, groÃe AusschlÃge.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Von Avitaminose.

David Boder

Kriegt man das von Avitaminose?

Irena Rosenwasser

Ja, das stimmt. Ich habe sehr viele gesehen und ich selbst habe auch etwas gehabt, aber nicht sehr gross.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Einige haben das am RÃcken gehabt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und der Wengele, der Lagerarzt ist gekommen und hat das gesehen. Und er hat sofort gesagt: âDas ist KrÃtze. KrÃtzige Leute extra.â

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Da war auch ein KrÃtze Block.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und KrÃtze Block hat man natÃrlich ins Krematorium geschickt und vergast.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Man hat auch etwas gegeben gegen KrÃtze. Und das war so merkwÃrdig, dass man hat etwas Medikament gegeben und trotzdem hat man die Leute vergast.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die Leute sollen denken, dass sie werden leben, dass sie am Leben bleiben . . . und nachher hat man . . .

David Boder

Vergast.

Irena Rosenwasser

. . . vergast, ja.

David Boder

Nun dann?

Irena Rosenwasser

So bin ich . . .

David Boder

ErzÃhlen Sie mal Ãber diese Selektion. Und Sie sagen, sie waren in . . .

Irena Rosenwasser

Ja, . . .

David Boder

. . . acht Selektionen.

Irena Rosenwasser

Diese Selektionen . . .

David Boder

Das heiÃt, was hat man Ihnen gesagt, . . . was hat man annonciert? Was hat man gesagt?

Irena Rosenwasser

Der Block Ãlteste ist gekommen: âOh, MÃdchen, jetzt werdet Ihr . . . es wird eine sehr gute Arbeit sein . . . und ein guter Transport. Und alle sollt ihr euch melden fÃr Transport, weil . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . das wird ausgezeichnet gut sein!â

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Dann war ein ZÃhlappell wieder im Lager, ein besonderer ZÃhlappell . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . ein neuer ZÃhlappell und die SS Leute sind gekommen und haben die Leute angeschaut. Wenn es . . .

David Boder

Was heiÃt angeschaut? HeiÃt das Sie haben sich ausziehen mÃssen . . . ganz nackt?

Irena Rosenwasser

Es war . . . es war verschieden.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wenn es war Selektion fÃr . . . fÃr Krematorium, dann waren wir nicht ausgezogen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Da haben sie nur so angeschaut die Kranken, die SchwÃcheren, die mageren Leute. Die kamen heraus. Und dann mussten wir so eine Runde machen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die Leute hat man nicht heraus gelassen . . . wieder gezÃhlt und weg gefÃhrt. Und diese

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . waren fÃr Gas bestimmt. Aber wenn man hat nackt selektiert die Leute, das heiÃt, dass man wirklich . . . wirklich zur Arbeit . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . da hat man mich zur KÃche ausgewÃhlt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ganz nackt und nachher hat man Blutprobe genommen und verschiedene andere Dinge . . .

David Boder

Also die Frauen waren ganz nackt . . . und wer hat die Selektion gemacht?

Irena Rosenwasser

Ganz nackt und in die HÃnde haben wir so hoch gehalten . . . die eine Hand . . .

David Boder

Warum?

Irena Rosenwasser

So dass sie uns gut sehen von allen Seiten.

David Boder

Und wer war das? Waren das Frauen Ãrzte?

Irena Rosenwasser

Der Lagerarzt . . . nein, nein, MÃnner! Es waren auch SS Frauen dabei.

David Boder

Aber wieviel MÃnner waren bei einer solchen . . . Selektion? Der Arzt und . . .

Irena Rosenwasser

Der Arzt und noch zwei (2) SS MÃnner . Nicht viele, zwei (2) oder drei (30).

David Boder

Aber die anderen SS Leute waren nicht Ãrzte?

Irena Rosenwasser

Nein, Ãberhaupt nicht, nur ganz einfache Soldaten.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wir waren doch . . .

David Boder

[In English] Spool 63 . . . Miss Irena Rosenwasser continues. Spool 62 has thirty-six minutes and has to be checked up.

David Boder

[In German] Also FrÃulein Rosenwasser, Sie haben mir von der Selektion fÃr die Arbeit erzÃhlt . . . Wollen Sie mir das nochmal, wollen Sie uns das nochmal erzÃhlen. Bitte sprechen Sie ein bisschen lauter.

Irena Rosenwasser

Selektion fÃr Arbeit war so, dass die Leute mussten sich die Kleider ausziehen und die Selektion war nackt. Und wenn der Lagerarzt hatte . . .

David Boder

Und wenn der Lagerarzt . . . ja?

Irena Rosenwasser

. . . hat die Leute stark und gesund gefunden, dann sind sie wirklich in ein Arbeitskommando gekommen. Und die Anderen sind noch im Lager geblieben und spÃter hat man sie irgendwo hin transportiert.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Manchmal waren die Selektionen auch fÃr Ãrztliche Zwecke. Also von stÃrkere Leute hat man Blut genommen . . . von stÃrkere Leute.

David Boder

Wozu das Blut? FÃr Transfusionen?

Irena Rosenwasser

FÃr Transfusionen und fÃr deutsche Soldaten . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . also nicht fÃr uns.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Es war doch Krieg und sie . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . mussten doch Blut haben. Das war sehr schlimm, weil die haben nicht besseres Essen gegeben fÃr die Leute, die haben Blut abgegeben.

David Boder

Haben Sie auch Blut gegeben?

Irena Rosenwasser

Nein.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Nein.

David Boder

Und dann?

Irena Rosenwasser

Und da hab ich ziemlich Angst gehabt am Ende des Jahres, was das bedeutet, ich bin in den Transport gekommen.

David Boder

Und?

Irena Rosenwasser

Aber das war ein wirklicher Transport. Am ein und zwanzigsten (21) Dezember hat man uns nach Bergen-Belsen geschickt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Man hat uns etwas zu essen mit gegeben und SS Leute haben uns begleitet. Drei (3) Tage hat der Weg ge . . . ged . . .

David Boder

Gedauert.

Irena Rosenwasser

gedauert.

David Boder

Wo waren Sie? In was fÃr Wagen waren Sie?

Irena Rosenwasser

Wieder in Viehwagen waren wir.

David Boder

In was fÃr einem Monat des Jahres war es?

Irena Rosenwasser

Am ein und zwanzigsten (21) Dezember, es war nicht geheizt . . .

David Boder

Hat man Ihnen gesagt, warum Sie nach Bergen-Belsen gehen?

Irena Rosenwasser

Es wurde Ãberhaupt nicht gesagt, wohin wir gehen. Das hat man nie im Lager mitgeteilt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die HÃftlinge wussten gar nicht, was das bedeutet.

David Boder

Waren sie MÃnner und Frauen oder nur Frauen alleine?

Irena Rosenwasser

Nein, nur Frauen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

In Auschwitz waren die Frauen und MÃnner separiert. Sie waren nie zusammen, nur im . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . nur im Familienlager und dort war ich nicht.

David Boder

Sagen Sie mir, wie haben sich, zum Beispiel, die Leute im Lager oder hier auf dem Transport betragen? Die Frauen zu einander? Waren die mehr oder weniger anstÃndig? Wie . . . wie hat sich das entwickelt?

Irena Rosenwasser

Also, ein Mensch bleibt immer ein Mensch. Wer zu Hause ein guter Mensch war, der ist auch im Lager das geblieben. Aber . . .

David Boder

Das ist Ihre Meinung? Ja?

Irena Rosenwasser

Das ist meine Meinung. Aber Einige haben leider vergessen. Und die haben gesagt: âIch hab [unverstÃndlich], dass ich soll; es aufhaltenâdie Anderen interessieren mich nicht.â Zum Beispiel unser Block Ãltester hat gesagt: âIch bin SchutzhÃftling und mir kann gar nichts passieren. Aber Euchâseht Ihr den Rauch? Ich werd Euch alle hin schicken, ich werde . . . â

David Boder

War er Jude?

Irena Rosenwasser

Ja. Sabotage machen, was bedeutet das, Sabotage? Wir durften nicht die Decke zerreiÃen, ein StÃckchen nehmen, weil es war doch sehr kalt, unterhalbâunter dem Kleid oder . . . Wenn wir haben etwas nicht so gemacht, wie sie uns gesagt hatte, dann hat immer, immer gesagt, sie schickt uns ins Gas.

David Boder

Also man hat davon offen gesprochen, die haben vom Verbrennen gesprochen?

Irena Rosenwasser

Sie hat offen davon gesprochen und sie hat auch alte Frauen geschlagen und einmal hab ihr gesagt, wie kann sie so eine alte Frau schlagen, das kann doch meine Mutter oder ihre Mutter sein. Hat sie mich angeschaut und hat geantwortet: âMeine Mutter war auch vergast. Mir istâs egal.â

David Boder

Ja, nun . . . ?

Irena Rosenwasser

Und das waren Leute ohne GefÃhl, hauptsÃchlich die, die in Positionen warenâdie Block Ãltesten, die Capos, die . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . die haben keine Skrupel mehr gehabt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die waren schon im Lager drei (3), vier (4) Jahre, aber es waren sehr gute und sehr anstÃndige Leute auch und die haben viel geholfen.

David Boder

Capos?

Irena Rosenwasser

Capos auch und . . .

David Boder

Andere.

Irena Rosenwasser

. . . Andere.

David Boder

Nun? Und so sind Sie nach Bergen-Belsen gekommen. Bergen-Belsen ist wo?

Irena Rosenwasser

Bergen-Belsen ist nÃher, nÃher Hamburg, Hannover.

David Boder

In, hm, Nord DeutschlandâNordwest Deutschland.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Wir haben GlÃck gehabt beim Transport, weil wir nicht zu Fuà gingen, zu Fuà gegangen sind.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Andere haben den selben Weg in einer Woche gemacht . . . zu FuÃ.

David Boder

Zu Fuà sind sie eine Woche gegangen, ja?

Irena Rosenwasser

Zu FuÃ. Und sehr viele wurden abgeschossen, die konnten nicht gehen. Sie sind hinten hin geblieben, da haben die SS gesagt: â Wenn ihr kÃnnt nicht gehen, dann . . . â

David Boder

SchieÃen wir.

Irena Rosenwasser

. . . schieÃen wir. Und sie haben wirklich sehr Viele abgeschossen. Wir sind angekommen nach drei (3) Tagen in Bergen-Belsen, nach Bergen . . . und von der Stadt Bergen sind wir zu Fuà ins Lager Belsen gegangen. Dort warâscheinbar was es nicht so schlimm und nicht so schlecht, wenn wir sind angekommen. Ich habe gedacht, hier wird es viel besser sein, als in Auschwitz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wirklich, es war keine Disziplin und in den ersten Tage war kein ZÃhlappell . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war eine . . . wirklich eine Ãberraschung fÃr uns, aber es war auch keine Disziplin und das war sehr schlimm, denn das Lager war voll Schmutz.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und am dritten (3.) Tag habe ich schon LÃuse bekommen und LÃuse gesehen Ãberall. Und das Essen war immer schlimmer und weniger.

David Boder

In welchem Jahr war das.

Irena Rosenwasser

FÃnf und vierzig (45) im Januar.

David Boder

Also die Russen sind schon gekommen nach Auschwitz.

Irena Rosenwasser

Nach Auschwitz. Von Auschwitz hat man . . . Einige sind dort geblieben. Die Russen haben doch Einige befreit in Auschwitz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber wir sind heraus von Auschwitz.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und wir haben zerstÃrt die Krematorien bevor.

David Boder

Wer hat sie zerstÃrt?

Irena Rosenwasser

Die HÃftlinge in Auschwitz. Es waren Krematorien, wo [unverstÃndlichâbeide sprechen]

David Boder

[unverstÃndlichâbeide sprechen]

Irena Rosenwasser

. . . man hat immer Kommando zusammengestellt, ich war einen Tag . . . einen Tag habe ich dort gearbeitet, habe ich die Ziegel getragen und habe Holz getragen und habe gesehen richtig, wie das ausgeschaut hat.

David Boder

Nun warten Sie mal. Sie haben einen Tag im Krematorium gearbeitet. Wann?

Irena Rosenwasser

Wenn ich war im Transport Block.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Dann hat man uns jeden Tag fÃr eine wenige Arbeit heraus gefÃhrt vom Lager . . . es war im Dezember.

David Boder

Ja. Kalt?

Irena Rosenwasser

Ja, kalt war es. Aber das Krematorium KommandoâzerstÃren das Krematoriumâwar nicht das schlimmste Kommando.

David Boder

Oh, Sie hatten das Krematorium zu zerstÃren?

Irena Rosenwasser

ZerstÃrt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wir haben doch gar nichts gesehen. Nur wie es war, sie haben alles, hm, angeschrieben. Zum Beispiel: âZur Desinfektion, . . .

David Boder

Ja

Irena Rosenwasser

. . . â âZum Baderaumâ. Die Leute wussten Ãberhaupt nicht, was dort geschieht. Die haben geglaubt, das ist ein Bad.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

FÃr Kleider waren BÃnke, Spiegel waren sogar drinnen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Man hat fÃr die Leute Handtuch gegeben, hat man erzÃhlt . . . das Krematorium Kommando . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und es waren ganz kleine Gaskammern und da hat man herein gestoÃen die Leute und das waren Dusch, Dusch, Duschen und von den Duschen ist kein Wasser gekommen.

David Boder

Ja . . . hm.

Irena Rosenwasser

Und nachher, wenn man hat geÃffnet die TÃre haben, das war doch Krematorium KommandoâKrematorium Kommando, die haben diese halbtoten Leute heraus geschleppt, die Haare abgeschnitten, die goldenen ZÃhne heraus gerissen . . .

David Boder

Was heiÃt halbtote Leute?

Irena Rosenwasser

Sie waren noch nicht ganz vergastâsie waren noch nicht ganz . . .

David Boder

Wer hat das gesagt?

Irena Rosenwasser

Das haben wir selbst gehÃrt von die MÃnner, die haben im Krematorium Kommando gearbeitet.

David Boder

So hat man die halbtoten Leute heraus genommen und die Haare abgeschnitten?

Irena Rosenwasser

Die Haar geschnitten . . .

David Boder

Aber Sie haben mir gesagt, die Haare hat man vorher abgeschnitten.

Irena Rosenwasser

Aber die, die ins Krematorium gegangen sind, die waren doch nicht im Bad. Das war doch im Bad.

David Boder

Ah!

Irena Rosenwasser

Das hat ja so ausgeschaut, wie ein Bad, aber das war das Krematorium.

David Boder

Ja, und da hat man . . .

Irena Rosenwasser

Da hat man sofort vom Bahnhof . . .

David Boder

. . . ins Krematorium gebracht.

Irena Rosenwasser

Oder vom Lager, nach der Selektion ins Krematorium gefÃhrt. Das war das TÃgliche . . . immer haben sie . . .

David Boder

Und den toten Leuten haben sie die Haare abgeschnitten.

Irena Rosenwasser

Die Haare und die goldenen ZÃhne . . .

David Boder

Wer hat das gezogen?

Irena Rosenwasser

Diese . . . vom Sonderkommande die HÃftlinge, leider.

David Boder

Und sie mussten das abgeben?

Irena Rosenwasser

Die mussten das machen und die SS war natÃrlich Ãberall. Die SS haben nicht gearbeitet, nur die HÃftlinge haben . . .

David Boder

Und was haben sie mit den Haaren getan?

Irena Rosenwasser

Die Haare hat man benÃtzt fÃr Kriegsmaterial. Ich weià nicht . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . fÃr Stoffe oder etwas hat man daraus gemacht.

David Boder

Ja und?

Irena Rosenwasser

Und nachher hat man sie verbrannt und entweder drinnen in vier (4) Krematorien, weil die waren doch da sehr groÃe, hm, . . .

David Boder

Ofen.

Irena Rosenwasser

Ja, Ofen oder drauÃen in Grab, GrÃbern.

David Boder

Aber hat man die nicht zuerst tot gemacht?

Irena Rosenwasser

DafÃr hat man doch keine Zeit eigentlich gehabt. Transporte sind ununterbrochen gekommen und die haben den ganzen Tag gearbeitet.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die haben nicht viel geschaut . . .

David Boder

Ja, und . . .

Irena Rosenwasser

. . . wie weit die tot sind. Also einen Tag haben wir dort gearbeitet, dann haben wir es zerstÃrt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Im Dezember war es, wenn die Russen sind gekommen. Holz haben von dort wir genommen in das Lager gebracht.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Die wollten doch alles . . .

David Boder

Man sollte nichts sehen?

Irena Rosenwasser

Man sollte nichts sehen. Es sind nur ein oder zwei (2) Krematorien gewesen fÃr wirkliche Tote.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Also ich habe Ihnen erzÃhlt wir sind in Belsen angekommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

In den ersten Tagen . . . in den ersten Tage war es nicht so schlimm, aber nachher habe ich gesehen, Auschwitz war vielleicht in einigen Beziehungen sogar besser. Vor allen Dingen war es da sauberer und keine LÃuse. Das Essen war nicht genÃgend, aber man konnte nicht davon sterben. Belsen war noch viel, viel schlimmer. Brot ungefÃhrâeinmal, zwei Mal in der Woche hat man kein Brot gegeben. Das war die Strafe und immer dÃnner und dÃnnere StÃcke. Und die Suppe, von der Suppe war immer weniger. Das Lager war, wie man sagt, verlaust; es war voll mit LÃusen und ScheiÃe. Es waren keine richtigen Arbeitskommandos, die Leute haben nicht gearbeitet und er Typhus hat begonnen. Ich war dort, es war auch eine Weberei . . .

David Boder

Haben Sie Anti-Typhus Injektionen bekommen?

Irena Rosenwasser

In Auschwitz hab ichâin der KÃche, weil ich war in der KÃche, haben sie mir . . .

David Boder

Da haben Sie eine Typhus Injektion bekommen, ja?

Irena Rosenwasser

Und ich habe wieder in der Weberei gearbeitet, weil ich konnte nicht liegen den ganzen Tag auf dem Bett und schauen, wie die Leute sterben. Da bin ich in die Weberei gegangen arbeiten, aber ich konnte es in der Weberei nicht aushalten, weil die Leute immer mehr und mehr krank geworden sind.

David Boder

In Belsen.

Irena Rosenwasser

In Belsen. Dann hat man das Lager auf zwei (2) Teile separiertâdie Gesunden . . .

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

. . . eine Unterteilung die Kranken.

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

Hier war kein Krematorium. Es war ein Krematorium, aber nur fÃr die Toten.

David Boder

Ah hm.

Irena Rosenwasser

Aber es war nicht nÃtig. Ich denke, hier sind eben so viele Leute gestorben, als in Auschwitz, wo man hat die Leute vergast. Den ganzen Tag haben wir bei Weberei gesehen, die groÃen, groÃen Frachtwagen voll mit Tote. Es war nicht zugedeckt, so ein Kutscher ist mit einem Pferd also gekommen . . .

David Boder

Mit einem Pferd?

Irena Rosenwasser

Ja und hat gefÃhrt in das Krematorium verbrennen, die waren tot.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wirklich tot. Und nachher ist die Lager Ãlteste von Auschwitz gekommen und hat sie ZÃhl-Appell geordnet . . . fÃr die Halb-Toten . . . ZÃhl-Appell . . .

David Boder

Wer war das?

Irena Rosenwasser

[unverstÃndlich], auch eine Slowakin . . . hat sie geheiÃen.

David Boder

Haben Sie die Frau, die nachher in Bergen Belsen verurteilt wurde, gekannt? Irene . . . Irma Grese?

Irena Rosenwasser

Ja, ja, ja . . . Irma Grese . . .

David Boder

. . . Irma Grese.

Irena Rosenwasser

. . . und Kramer, der war unser Lager Kommandant

David Boder

Haben Sie Irma . . . gekannt?

Irena Rosenwasser

Grese.

David Boder

Grese?

Irena Rosenwasser

Ja, ich habe von ihr SchlÃge manchmal bekommen!

David Boder

Wollen Sie die Frau beschreiben; man kriegt so Verschiedenes von ihrem Aussehen.

Irena Rosenwasser

Also Irma Grese war ziemlich jung, ich denke so ein und zwanzig (21) Jahre alt. Sie war blond, eine Germanin, sehr schÃn war sie.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wie eine Schauspielerin.

David Boder

War sie gross gewachsen?

Irena Rosenwasser

Nein, sie war nicht gross . . . ungefÃhr hundert zwei und sechzig (162) . . .

David Boder

Pfund?

Irena Rosenwasser

Hundert zwei und sechzig (162) Zentimeter . . .

David Boder

Hundert zwei und sechzig (162) Zentimeter . . .

Irena Rosenwasser

Zentimeter, ja, gross.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ja, und sie war immer sehr nett angezogen . . .

David Boder

Was sie hÃher, als Sie sind?

Irena Rosenwasser

UngefÃhr so hoch wie ich.

David Boder

Ja, und . . . ?

Irena Rosenwasser

Und immer mit Peitsche und Revolver . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . herum gegangen im Lager. Und natÃrlich hat sie geschaut, wo sie kann etwas finden und wo sie kann schlagen.

David Boder

Warum ist das so natÃrlich?

Irena Rosenwasser

Sie war eine wirkliche Sadistin.

David Boder

Hat sie einen Hund mit gehabt?

Irena Rosenwasser

Hunde, ja die SS haben doch immer groÃe, sehr schÃne Hunde gehabt. Und sie ist auch oft mit Hunden gekommen und Einige haben auch groÃe Bisse davon. Ich habe, Gott sei Dank, keine im Lager bekommen. HauptsÃchlich bei der Arbeit hat man die Hunde auf die Leute . . .

David Boder

Gehetzt.

Irena Rosenwasser

. . . ja, gehetzt

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Also die Irma Grese war wirklich furchtbar. Bei allen Selektionen hat sie teilgenommen. Sie hat ausgewÃhlt die Leute fÃrs Krematorium.

David Boder

Ja, nun?

Irena Rosenwasser

Was kann ich von ihr sagen? Ich denke, sie war so eine Fana, . . . Fana . . . Fanatist . . .

David Boder

Eine fanatische Natur.

Irena Rosenwasser

Ja, ein fanatischer Nazi, im Hitlerismus, und sie hat auch militÃrische Auszeichnungen gehabt.

David Boder

Aha, hat sie manchmal Reden gehalten?

Irena Rosenwasser

Nicht groÃe Reden.

David Boder

Was hat sie gewÃhnlich gesagt?

Irena Rosenwasser

âSportâ hat sie mit uns oft gemacht . . . sporthafte Leute darf . . . wir mussten groÃe, schwere Steine nehmen und laufen damit und wenn wir dann nicht schnell genug gelaufen sind, hat sie mit der Peitsche geschlagen. Das war unser Sport . . . knien und aufstehen . . . mit groÃe, schwere Steine.

David Boder

Knien mit den Steinen und aufstehen?

Irena Rosenwasser

. . . und laufen dann damit . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und das war [unverstÃndlich] Lage.

David Boder

Ja. Nun?

Irena Rosenwasser

. . . und . . . sie hat doch immer Stiefel getragen und mit den Stiefeln hat sie die Leute getreten.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Das Blut ist immer geronnen im Lager . . . von der Nase oder von den Ohren, von irgendwo . . . die haben doch geschlagen . . . nicht einfach, sondern sie haben so geschlagen, das Blut musste immer rinnen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Das war die Irma Grese. Kramer war ein groÃer, dicker Mann, immer mit der Zigarre. Er war nicht so oft im Lager, aber wenn er ist gekommen, haben wir immer Strafe bekommen.

David Boder

Zum Beispiel?

Irena Rosenwasser

Meistens kein Essen, das war die grÃÃte Strafe.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

. . . kein Essen. Die BlÃcke waren nicht sauber, hat er gesagt, oder auÃerhalb war keine Ordnung, die Leute haben nicht schÃn marschiert in FÃnfer-Reihen, nicht stramm marschiert und wir haben bekommen Strafe dafÃr, hm

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

In Belsen hat der Kramer eine groÃe Rede gehalten, dass wir werden befreit sein.

David Boder

Wann?

Irena Rosenwasser

In kurzer Zeit, ungefÃhr im JÃnner.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und dass wir sollen folgen der Lager Ãltesten . . .

David Boder

Hm.

Irena Rosenwasser

. . . und die Freiheit kommt schon. Die Irma Grese hat uns selbst gesagt, wenn die EnglÃnder waren schon sehr nah . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . dass: âIch war zu Euch gut, ist das wahr?â

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

und âWir werden alle befreit werden von den EnglÃndern.â hat sie gesagt.

David Boder

Oh, das hat sie gesagt?

Irena Rosenwasser

Ich bin froh, ich bin sehr froh. HÃftlinge sind gekommen und haben es uns erzÃhlt.

David Boder

Dass die EnglÃnder kommen?

Irena Rosenwasser

Ja und dann wollte sie sehr freundlich und gut sein zu uns.

David Boder

Ja. Und dann?

Irena Rosenwasser

Und so habe ich gearbeitet in der Weberei. Und die Weberei wurde aufgelÃst, weil die Leute waren immer krank. Und in meinem Blockâich bin in einen schrecklichen Block geraten, wo tausend Leute waren ohne Betten, nur bloà am FuÃboden gelegen mit Toten zwischen Lebendigen. Essen war nichts und die LÃuse waren sehr schlimm, diese LÃuse warenâÃberall waren LÃuse. Und ich habe gesehen, es kommt das Ende, wenn nicht kommt eine schnelle Hilfe. Ich warâzum Letztenâwar ich im sogenannten Totenkommando. Das war das furchtbarste Kommando, was man im Leben haben kann.

David Boder

Was war das.

Irena Rosenwasser

Die Toten mussten wir den ganzen Tag vom Block heraus schleppen. TÃglich waren so ungefÃhr zwanzig (20) bis fÃnf und zwanzig (25) Tote und wir mussten . . . es war ein groÃer Berg, man hat nie begraben kÃnnen die Toten, es waren so viele, groÃe Berge, . . .

David Boder

Bisschen lauter.

Irena Rosenwasser

. . . mussten wir in andere Lager herÃber schleppen die Toten, vier (4) oder (5) Leute. Wir waren auch sehr, sehr schwach.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber trotzdem haben wir dafÃr doppelte Suppe bekommen.

David Boder

Oh, Sie haben extra Suppe bekommen.

Irena Rosenwasser

Und wenn wir wollten leben, mÃssen wir das machen. Es war nÃmlich im Lager zwei Wochen kein Wasser. Nachher war schon keine Butter. Etwas Suppe war noch.

David Boder

Warum war kein Wasser?

Irena Rosenwasser

Es war, weil sie haben gesagt, das Wasser macht den Typhus und darum sperren sie ab alles Wasser.

David Boder

So was kann man trinken?

Irena Rosenwasser

Trinken Ãberhaupt nicht, das eben war sehr traurig, meine Freundinnen sind neben mir gestorben und haben mich gebittet: âIrinka, bring mir Wasser, bring mir Wasser.â, weil die haben ein und vierzig (41) und zwei und vierzig (42) Grade Fieber gehabt . . .

David Boder

Das war im Block, nicht im Revier?

Irena Rosenwasser

Die waren schon alle im Block. Das Revier war . . . Ãberall vor all den BlÃcken waren heraus geschmissen zwanzig (20), dreiÃig (30) Tote. Also es war keine Ordnung mehr, Brot war schon . . . es hat Ãberhaupt kein Brot gegeben, nur ein bisschen Suppe, die tranken wir . . .

David Boder

Nachdem Sie die Toten raus getragen haben, haben Sie sich waschen kÃnnen?

Irena Rosenwasser

Nein, das war eben, dass wir haben mit diese HÃnde gegessen und ohne Wasser. Es war Ãberhaupt kein Wasser. Einige vom Totenkommande sind gestorben natÃrlich von Infektion. Und so . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . also man hat GlÃck gehabt, so zum Beispiel, wie ich, ich bin am Leben geblieben. Die StÃrksten und die SchÃnsten sind gestorben. Ich habe eine Freundin gehabt, achtzehn (18) Jahre alt, wir waren in Auschwitz und Ãberall zusammen und in Bergen-Belsen ist sie gestorben . . . einen Tag vor der Befreiung. Nach der Befreiung war die Lage auch nicht besser geworden, weil . . .

David Boder

Warum?

Irena Rosenwasser

. . . weil die, die Okkupations-Truppen haben Essen gebracht, aber MilitÃressen, Konserven, die sind schwer . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Fette Suppe. Die Leute waren sehr ausgehungert und habe schnell gegessen und dann sind sie noch kranker geworden. Ich denke, dass nach der Befreiung noch dreiÃig tausend (30000) Leute sind gestorben . . . nach der Befreiung.

David Boder

Nach der Befreiung?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Wie viel schÃtzen Sie waren denn im Ganzen in Belsen?

Irena Rosenwasser

In Belsen . . . in Belsen, kann man nicht . . . kann man Ãberhaupt nicht schÃtzen, weil von alle Lager hat man nach Belsen gebracht die Leute. Und sehr Viele sind gestorben, aber tÃglich sind neue Transporte gekommen, so kann man das Ãberhaupt nicht . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . schÃtzen . . .

David Boder

Aber zu einer Zeit wieviel Leute hat Belsen gehabt . . . zu gewisser Zeit?

Irena Rosenwasser

Das weià ich nicht genau.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Wir waren Ãberhaupt . . . wir wussten nicht . . . wir konnten das Ãberhaupt nicht begreifen, dass die EnglÃnder kommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Wir waren alle so krank . . . ich war auch krank, ein und vierzig Fieber habe ich gehabt . . .

David Boder

Oh, Sie waren auch krank?

Irena Rosenwasser

Ja, aber ich bin nicht gelegen . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . einen Moment bin ich nicht gelegen. Es ist interessant, ich weiÃ, dass ich krank war, erstens meine Freundin hat mir gesagt, sie kann neben mir nicht schlafen, weil ich so heià war. Meine Haare sind mir nachher ausgefallen und alle die Typhus gehabt haben, haben die Haare verloren.

David Boder

Ah hm . . . nun?

Irena Rosenwasser

Wer einmal sich gelegt hat ist nie mehr aufgestanden. Die LÃuse haben sie lebend gegessen.

David Boder

Nun?

Irena Rosenwasser

Nun waren wir befreit.

David Boder

ErzÃhlen Sie mir, wie ist diese Befreiung gegangen?

Irena Rosenwasser

Wir haben nicht viel bemerkt von der Befreiung. Wir sind nicht viel herum gegangen. Ãberall der Weg war voll mit Tote. Sie sind gesessen mit ihrer kleinenâwie heiÃt das . . . SchÃssel . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . fÃr Suppe und so sind sie gestorben.

David Boder

Und so sind sie gestorben mit der SchÃssel Suppe.

Irena Rosenwasser

Da waren sie . . . niemand hat sie begraben, niemand hat sie getragen . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . so spazieren wir durch das Lager, wir waren alle so apathisch die Befreiung hab ich bemerkt, denn die Deutschen waren nicht mehr am Tor.

David Boder

Sie sind verschwunden?

Irena Rosenwasser

Sie sind verschwunden. Und einige Soldaten, so ungarische Soldaten, die in Deutschland waren, sind mit weisem Band gekommen.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Da hab ich einen Soldaten gefragt, warum er hat ein weiÃes Band . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . da hat er gesagt, er weià Ãberhaupt nichts.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Wir wussten nichts. Nur dann wussten wir, wenn wir fahren haben gesehen die EnglÃnder in Uniform, mit Panzer . . .

David Boder

Sie sind herein gekommen?

Irena Rosenwasser

Sie sind herein gekommen. Ich erinnere mich, ich habe gesehen den Lager Kommandanten Kramer mit , ich glaube der Name war Eisenhowerâich erinnere mich nicht bestimmtâder hat gezeigt fÃr die Herren. Er ist beim Auto gestanden und hat sein, seine Arbeit gezeigt.

David Boder

Kramer?

Irena Rosenwasser

Die Millionen Toten. Ja, der Kramer. Er hat gesagt, er wollte helfen, aber er hat keine Mittel gehabt und da konnte er nicht mehr machen.

David Boder

Sie haben ihn aber . . . Oh ja, Kramer wurde nachher gehÃngt.

Irena Rosenwasser

Ja, in LÃneburg war der Prozess.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Gese und Kramer waren dort und einige SS wurden erhÃngt.

David Boder

Ja, nun?

Irena Rosenwasser

Das war die Befreiung. Nachher sind die EnglÃnder gekommen und haben uns wirklich desinfiziert, nicht so wie in Auschwitz, sondern mit einem Pulver, das [unverstÃndlichâRauschen im Tonband] . . .

David Boder

Ja, mit DDT.

Irena Rosenwasser

Und die Kranken, die Schwerkranken . . .

David Boder

Was haben sie getan? Das Pulver mit einem . . .

Irena Rosenwasser

So mit einer . . .

David Boder

Mit Pumpen.

Irena Rosenwasser

Ja. Es war sehr angenehm. Die LÃuse sind sofort verschwunden. Nachher sind sie wieder gekommen und sie haben uns wieder gegeben das . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . das Pulver. Und so war es von Tag zu Tag besser, ist es besser geworden. Ach, ich kann gar nicht erzÃhlen den Umstand der im Lager war. Da waren keine Toiletten. Alles war drauÃen am Hof, der ganze Block war in so, weil bei Typhus, damit hat man einen schrecklichen Durchfall.

David Boder

Ja. Was fÃr ein Typhus war das? Magentyphus oder Flecktyphus?

Irena Rosenwasser

Beide.

David Boder

Beide Typhus. Und der Durchfall und da waren keine Toiletten?

Irena Rosenwasser

Keine Toiletten. Und der Block war voll damit und der Hof und alles, alles.

David Boder

Und wer hat das dann ausgerÃumt?

Irena Rosenwasser

Die SS Leute. Die EnglÃnder haben die SS gebracht und die haben Ordnung gemacht und die haben nachher die Toten geschleppt und nicht wir, nicht das Toten Kommando . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . wir waren ja auch halb tot [lacht etwas].

David Boder

Haben Sie mit den SS gesprochen, wie war das dann?

Irena Rosenwasser

Nein, nein. Die Leute vom Lager haben Steine geworfen, aber die EnglÃnder haben gesagt, das ist nicht unsere Sache.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und die SS Frauen haben gearbeitet nachher,das haben wir gesehen. Und die haben die Toten . . .

David Boder

AufgerÃumt?

Irena Rosenwasser

. . . aufgerÃumt. Und es ist ein Friedhof, ein sehr groÃer Friedhof in Bergen-Belsen. Und wir waren transportiert in ein anderes Lager, ein neues Lager, wo die SS eigentlich haben gewohnt. GroÃe GebÃude, gesundheitliche GebÃude mit Fenstern.

David Boder

Bei Bergen-Belsen?

Irena Rosenwasser

Neben . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Neben Bergen. Das war schon viel, viel besser. Eine grÃssere KÃche . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . eine grÃssere KÃche und dann haben wir Kleider bekommen und Lebensmittel . . .

David Boder

Wer hat das gebracht?

Irena Rosenwasser

American Joint Committee war dort, jÃdische Relief und dass britische Rote Kreuz und verschiedene groÃe Welt Organisationen. Die haben fÃr alle Leute KleiderstÃcke gegeben, die besten, gute, . . . das Beste zum Essen.

David Boder

Nun haben Sie schon Betten fÃr sich gehabt? [lacht etwas]

Irena Rosenwasser

Ja, all. Eine Person in einem Bett.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Aber leider sind Viele, Viele nachher gestorben von SchwÃche. Sie konnten nicht . . . sie waren, zum Beispiel, Einige waren fÃnf und zwanzig (25) Kilo. Ich habe fÃnf und dreiÃig (5) gewogen, jetzt bin ich fÃnf und fÃnfzig (55), da hab ich zwanzig (20) Kilo zugenommen.

David Boder

Nun, Sie sehen nicht zu dick aus! [lacht]

Irena Rosenwasser

Nein. [lacht]

David Boder

Nun sagen Sie mir, wo . . . wohin sind Sie dann von Bergen-Belsen gegangen?

Irena Rosenwasser

Ich hab gearbeitet.

David Boder

Wo?

Irena Rosenwasser

Ich war mit [unverstÃndlich] British Post Office, ich spreche doch etwas English

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . und FranzÃsisch, so verschiedene Sprachen und . . .

David Boder

Und haben die fÃr die Arbeit gezahlt?

Irena Rosenwasser

Sie haben etwas in diese Mark, diese . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . MilitÃr Mark bezahlt. Und wir haben Zigaretten bekommen und Pakete, diese Karitas-Pakete. Und es war recht angenehm und schÃne Arbeit war es Ãberhaupt fÃr diese Leute die Briefe weiter schicken. Mit MilitÃr Post haben wir das . . .

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

. . . gemacht.

David Boder

. . . getan

Irena Rosenwasser

. . . getan.

David Boder

Ja. Und dann?

Irena Rosenwasser

Da war ich in Bergen-Belsen und habe dort gearbeitet bis Oktober. Und dann im Oktober mit American Joint Konvoi bin ich von Bergen-Belsen durch Belgien und dann nach Paris gekommen.

David Boder

Warum sind Sie nicht nach Ungarn zurÃck gegangen?

Irena Rosenwasser

Weil ich wusste, dass ich habe dort nichts mehr . . .

David Boder

Ein bisschen lauter . . . sie wussten . . .

Irena Rosenwasser

. . . dass ich leider nicht [unverstÃndlich] habe, weil meine BrÃder waren fesche, junge Leute . . . und wir wussten schon . . . ich war doch in Belsen vom zum fÃnfzehnten (15) April und dann waren wir befreit . . . bis Oktober . . . und da habe ich keine Nachricht bekommen . . . und Viele sind von Ungarn zurÃck gekommen. Die waren in Ungarn und sind auch zurÃck gekommen.

David Boder

Das heiÃt sie sind von Belsen nach Ungarn gegangen und warum sind sie zurÃck gekommen?

Irena Rosenwasser

Weil die haben niemanden gefunden und haben nur schreckliche Sorgen gehabt.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Schwierigkeiten und Sorgen und sie haben gedacht, sie werden auswandern, aber von einem Lager ist es . . .

David Boder

Leichter?

Irena Rosenwasser

. . . leichter.

David Boder

Und dann wie sind Sie . . .

Irena Rosenwasser

Und dann wenn sie zurÃck kommen, dann habe ich sofort geschrieben und Nachrichten bekommen, dass leider niemand ist zu Hause von meiner Familie.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Und da hat es fÃr mich keinen Zweck gehabt zurÃck zu kehren, denn ich will auch auswandern nach Amerika und haben ein Affidavit schon seit Belsen . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . bekommen nach Amerika und damit bin ich nach Paris gekommen.

David Boder

Oh, das war . . . [beide sprechen]

Irena Rosenwasser

. . . und nach einer Woche . . .

David Boder

. . . zum ersten Mal in Frankreich?

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

Ja.

Irena Rosenwasser

Ich war noch nie in Frankreich. Nach einer Woche hab ich ein employ . . . also eine Stelle hier bei Joint bekommen und seit dann arbeite ich hier.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Und ich warte auf meine Emigration.

David Boder

Und Sie gehen nach Los Angeles?

Irena Rosenwasser

Ich hoffe es.

David Boder

Dann mÃssen Sie meine Tochter aufsuchen, sie ist Doktor there.

Irena Rosenwasser

Aha.

David Boder

Und ihr Mann ist Doktor. Sie ist Dr. Boder.

Irena Rosenwasser

Boder.

David Boder

Mein Name ist Boder auch.

Irena Rosenwasser

KÃnnen Sie mir vielleicht die Adresse geben?

David Boder

Und sie geben mir Ihre Adresse.

Irena Rosenwasser

Ja.

David Boder

[In English] Also . . . this completes the interview with Miss Irena Rosen . . . Rosenwasser, Spool sixty three (63). The beginning is on Spool sixty two (62). Paris, August 22nd, 1946. Hm, would you say it in English, your address, the address of your uncle in Los Angeles. Would you say that?

Irena Rosenwasser

Rabbiner Goldberger, two thousand four hundred seventeen [unintelligible] Street, Los Angeles forty three (43), California.

David Boder

Aha. Alright.

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In English] Paris, August the 22nd 1946, at the headquarters of the Joint, American Joint Distribution Committee. The interviewee is Miss Irena Rosenwasser. Also . . . and she prefers to speak German although her English is . . . seems to be rather satisfactory.

David Boder

[In German] Now then Miss Rosenwasser, will you tell us where you are from?

Irena Rosenwasser

From Hungary

David Boder

You are from Hungary. You were telling me that you wanted to go to America and that you belong to the Hungarian quota. Is that so?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

And you have an uncle in Los Angeles; and what is his name?

Irena Rosenwasser

Rabbi Goldberger.

David Boder

But you must talk straight. When you turn your head [with a chuckle] . . . we don't have television yet, is that not so? He is the Rabbi, Dr. Goldberger, is that so?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Now then, Miss Rosenwasser, will you please tell me where you were when the war startedâwhere did the war reach you? Speak louder.

Irena Rosenwasser

And so, I was home until the year '44.

David Boder

Where is that 'home'?

Irena Rosenwasser

In Hungary, in Kisvarda . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . with my parents, with my whole family.

David Boder

Will you please tell me how many people there were in your family?

Irena Rosenwasser

Six children . . .

David Boder

Yes, you father . . .

Irena Rosenwasser

. . . and the parents.

David Boder

You father and your mother . . .

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

. . . and six children.

Irena Rosenwasser

Six children.

David Boder

And which child were you? The oldest or which . . . ?

Irena Rosenwasser

My brother is the oldest. I follow afterwards.

David Boder

Yes. And then the other children. How old . . .

Irena Rosenwasser

They were smaller.

David Boder

What do you mean, 'they were' . . . ?

Irena Rosenwasser

Now, one was eight years old, ten years, seventeen, and twenty years [old].

David Boder

Yes . . . And you were then already over twenty.

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes . . . Now, you lived in Hungary; and tell me what happened there when the war started.

Irena Rosenwasser

When the war started it was, in general, not bad for the Jews.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Only when the Germans had come in, in '44, the Jews were concentrated in various ghettos, and from the ghettos they were shipped away.

David Boder

Now will you tell me what happened to you personally, in you cityâwhat you, yourself, have seen and experienced. Also, how did that start?

Irena Rosenwasser

The Jews could not leave their homes. The names of all Jews were registered, a list was made of the children, of the business, of the property. And the Jews had to give up everything, and they could take to the ghetto only about fifty kilos.

David Boder

Aha . . . Now how did that happen? How was that announced, that they must go to the ghetto?

Irena Rosenwasser

The gendarmerie have announced that.

David Boder

Yes. And do you remember about what month it was?

Irena Rosenwasser

Yes, it was in May, '44; in May.

David Boder

Also what did they say? You must . . . ?

Irena Rosenwasser

Already before there were always [?] 'Jewish Laws', against the Jews.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Already everything was taken over.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The business, for instance, the fields and . . .

David Boder

Yes, what was the business of your parents?

Irena Rosenwasser

Dresses.

David Boder

Aha . . . They had a dress business.

Irena Rosenwasser

Yes . . .

David Boder

So how was the business taken away? What did they . . .

Irena Rosenwasser

Padlocked. Everything was registered and padlockedâand they took the key.

David Boder

And the things remained in the store?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes . . . And do you know what happened afterwards to it?

Irena Rosenwasser

That I don't know. I think they have . . . the Germans have taken everything.

David Boder

Aha . . . Now they simply padlocked you business. Did they demand the money?

Irena Rosenwasser

Everything, yes! The cash box, the full cashier box, and the merchandise.

David Boder

Aha . . . And all that they have taken away. And then what did they tell you to do?

Irena Rosenwasser

That we should remain in the homes . . . the homes.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And there were daily two or three hours free [open], when we could get something, provisions, . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And then, after a week, they told us that we would all be concentrated. a few buildings were . . .

David Boder

. . . assigned?

Irena Rosenwasser

. . . assigned. And so we came on a cart [carriage?] to the ghetto.

David Boder

What was the name of the city where you lived, again?

Irena Rosenwasser

Kisvarda.

David Boder

How many people lived there altogether?

Irena Rosenwasser

Sixteen thousand.

David Boder

Altogether?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

And how many Jews were there, approximately?

Irena Rosenwasser

Jews, there were two thousand, but the whole environs were concentrated in Kisvarda. That is, we had there in the ghetto about six thousand Jews.

David Boder

Aha . . . That is, they have also [brought in] the Jews from the environs?

Irena Rosenwasser

Yes. That was a concentration point, Kisvarda.

David Boder

Yes. And then, how did they get up the ghetto? How was that set up?

Irena Rosenwasser

Two streets were designated for this [purpose], with large buildings. Everything was vacated, the Christians had to go away . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and we got that. In one room we were approximately twelve to twenty people.

David Boder

Yes . . . In one room!

Irena Rosenwasser

In one room. Yes . . . Children with men and women together.

David Boder

Now, how did they sleep there?

Irena Rosenwasser

They were lying on the floor . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . no beds, no furniture of any kind was thereâno chair, nothing. It was strictly prohibited.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

And we made [we cooked] kitchen . . .

David Boder

Where?

Irena Rosenwasser

. . . in the hotel. Well, there was a place . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . a school yard . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . There they, they built . . .

David Boder

[word not clear, sounds like 'streets']

Irena Rosenwasser

. . . a large, large kitchens, the Jews [built them] . . .

David Boder

[In English] There is a break in the spool which has to be fixed after rewinding. [Pause] [In German] Now then, Miss Rosenwasser, we were talking about the order that you had to go to the ghetto. You were twelve or ten people in one room, men, women and children, and your property was taken away, and you say that the money was taken away. What else did you have to surrender? You said something about jewelry. Now . . .

Irena Rosenwasser

About jewelry . . . All things of value we had to surrender, only foodstuff and a few pieces of clothing were we permitted to take with us. Then . . .

David Boder

Have you hidden any of your money?

Irena Rosenwasser

No, we have hidden nothing. Daily the police came and led away the Jews and beat them horribly.

David Boder

Already in the ghetto, from the ghetto?

Irena Rosenwasser

Yes, from the ghetto where they have hidden their money and their wealth. A few they even killed.

David Boder

Yes. Did something of the kind happen to your family?

Irena Rosenwasser

No.

David Boder

Why? Did they believe you that you had surrendered everything?

Irena Rosenwasser

Because we were not such rich people.

David Boder

Oh, you were not rich people from the start. And so . . . now what happened afterwards?

Irena Rosenwasser

We were . . .

David Boder

What were people doing in the ghetto in order to live?

Irena Rosenwasser

Nothing at all. We only organized [the] Jews to do what we could. There were a few physicians . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and . . . police, Jewish police, but from outside there came no help.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Nothing at all. The Wehrmacht [German regular army of occupation] was in the city, the German Wehrmacht and a few SS men.

David Boder

Aha . . . Now and so . . .

Irena Rosenwasser

We figured that we remain here. But at the end of the month there came the notice that we must leave the ghetto. In two transports we were led out to the railroad station. There everything was again inspected and everything was taken away [a chuckle], and afterwards we were crowded in, seventy-seven people, in one cattle car.

David Boder

Why do you call it a cattle car? A freight car? Or was it really a cattle car?

Irena Rosenwasser

It was for horses.

David Boder

How did you know?

Irena Rosenwasser

It was written on it [forty men and eight horses].

David Boder

Oh, yes.

Irena Rosenwasser

A German RR-car, it was for . . .

David Boder

Forty men?

Irena Rosenwasser

. . . forty or thirty horses.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

I don't know so exactly what it was . . .

David Boder

Now then?

Irena Rosenwasser

It [the car] was lead-sealed [with a seal of lead]

David Boder

Yes. And how many people were you there?

Irena Rosenwasser

Seventy-seven people.

David Boder

Who counted that?

Irena Rosenwasser

Well, the gendarmerie. When we embarked the people were counted, so that nobody be absent . . .

David Boder

Aha . . . And . . .

Irena Rosenwasser

There was a large counting place, and the people were counted [one word not clear].

David Boder

Yes. The Germans called that appell, which means to count the people . . .

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

. . . and call out their numbers, etc.

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Now . . . and . . . now then . . . were you and your whole family together?

Irena Rosenwasser

Yes. In the RR-car we were still together.

David Boder

[There is some interruption] In the RR-car you were together . . . Yes?

Irena Rosenwasser

Up to Auschwitz.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We traveled approximately three days without air, without water, and with two dead . . .

David Boder

How come? The dead were not removed?

Irena Rosenwasser

[In English] No. [Repeats in German] No.

David Boder

You say without air, without water, Were there no windows in the RR-car?

Irena Rosenwasser

There were only . . . there were only a few openings [holes]. But in spite of that . . .

David Boder

Yes. And . . .

Irena Rosenwasser

. . . but they were not open.

David Boder

Now tell me, was there a toilet?

Irena Rosenwasser

No, altogether not a single one.

David Boder

So, how did the people . . . take care of themselves?

Irena Rosenwasser

Well, a curtain was made . . .

David Boder

They made a curtain . . . Yes . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes. And . . . when . . . when was that thrown out?

Irena Rosenwasser

Only upon arrival.

David Boder

Only upon arrival. So the air was very bad?

Irena Rosenwasser

Very bad. That is why two had died. Two [of the] more feeble people.

David Boder

Men or women?

Irena Rosenwasser

An old man, and a rather young woman.

David Boder

All right. Now then . . .

Irena Rosenwasser

We arrived in Auschwitz about . . . but the journey was very bad, because constantly the SS would enter, they opened the RR-cars . . . with arms [in hand] and demand sliver [?] watch . . .

David Boder

watches . . . ?

Irena Rosenwasser

Watches, and toiletries, and money, jewelry . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

And so they looted again.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Then we arrived at about twelve o'clock at night in Auschwitz.

David Boder

Now, how many days did you travel?

Irena Rosenwasser

About two and a half, three days.

David Boder

Yes, and then you arrived in Auschwitz . . .

Irena Rosenwasser

It was on a Friday night . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . We arrived at the rr-station of Auschwitz. We had to wait two to three hours, and afterwards they opened the RR-car and we disembarked

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They told us immediately, we have to leave all the baggage, everything in the RR-car, we shall get it tomorrow.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Then they started the 'selection'. We, of course, did not know what that meant.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

My mother, with two siblings, were assigned to the right side . . .

David Boder

Were those sisters or brother . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes . . .

David Boder

Two sisters?

Irena Rosenwasser

Yes . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and I . . .

David Boder

How old were the girls?

Irena Rosenwasser

Eight and ten years old.

David Boder

Yes, the mother with the two children.

Irena Rosenwasser

Yes. My mother was forty-eight years old.

David Boder

Yes, and . . .

Irena Rosenwasser

And my brothers again by themselves, separately . . . the men were immediately . . .

David Boder

And your father?

Irena Rosenwasser

The father too . . .

David Boder

With the brothers?

Irena Rosenwasser

Yes . . . again . . . because I was . . . You see, the younger people were again gathered separately.

David Boder

Yes . . . and?

Irena Rosenwasser

[She weeps] . . . and I have never seen them again.

David Boder

Whom have you never seen again [the question arose from the ambiguous meaning of the pronoun sie/?

Irena Rosenwasser

None of my family.

David Boder

Your brothers, neither?

Irena Rosenwasser

No . . . Nobody. [Pause] My brother . . . one of them . . . you see, we were six children.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

One brother did not come with us.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

So this one remained alive.

David Boder

How old is he, was he?

Irena Rosenwasser

Twenty-six years [old]. He is now twenty-eight years old.

David Boder

Was he married?

Irena Rosenwasser

no.

David Boder

And how come he remained behind?

Irena Rosenwasser

You see, he by himself, escaped from the ghetto.

David Boder

He ran away?

Irena Rosenwasser

Yes . . . ran away. They looked for him everywhere. He hid himself, and afterwards with trouble and pain he reached Budapest . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And from Budapest he was 'carried' out to Belgium.

David Boder

Sent . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes, sent, and from Belgiumâthere he was liberated. He came to Switzerland, and from Switzerland to Palestine. Since then [a few words not clear] he lives in Palestine.

David Boder

Did he come to Palestine illegally?

Irena Rosenwasser

No, legally.

David Boder

He got a . . . [permit]?

Irena Rosenwasser

With the last transport.

David Boder

Aha . . . Now . . . and the . . .

Irena Rosenwasser

The others . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The . . . two younger ones . . .

David Boder

Have you seen him in Belgium?

Irena Rosenwasser

No, I have not seen him.

David Boder

Have you seen him since the start of the war?

Irena Rosenwasser

I have not seen him at all.

David Boder

Yes. And the two younger ones?

Irena Rosenwasser

I heard about them. They were in Auschwitz, in another camp, because in Auschwitz there were very many, many lagers . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . And afterwards they were sent away with a transport, and never were they seen again.

David Boder

And your father and mother?

Irena Rosenwasser

I heard nothing [from them]. They were unfortunately selected [doomed] right at the rr-station, because close to the station were two crematories. [She apparently weeps again] Immediately the people . . . they were told, we are . . . we are going to bathe.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And I saw the crematory myself, because, when the Russians had approached nearer and nearer, the crematories were destroyed. I have seen them well. There was a sign: 'to the bathing room!, to disinfection . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And so the poor people were driven in, and . . .

David Boder

They did not come out. [This was really a remark to help her finish the sentence.]

Irena Rosenwasser

. . . and they did not come out anymore . . . Burned!

David Boder

Now, and what . . .

Irena Rosenwasser

And, the children . . . too. Because Mr. Mengele, the physician of the lager, said he does not want to see any children . . .

David Boder

Oh, the physician of the lager . . .

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

. . . said he does not want to see any children, and then?

Irena Rosenwasser

He does not want to see any children, only workers. This is a work lager and not for children, and not . . .

David Boder

The physician?

Irena Rosenwasser

The physician.

David Boder

What was his name?

Irena Rosenwasser

Mengele.

David Boder

Mengele. Don't you know what happened to him?

Irena Rosenwasser

Oh, Yes. I have heard he was captured.

David Boder

He was captured.

Irena Rosenwasser

He was [word not clear, may mean possibly 'executed']

David Boder

Yes . . . Now then . . . what happened to you?

Irena Rosenwasser

Tho whole night I was in the bath . . .

David Boder

You said . . .

Irena Rosenwasser

. . . At the station.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

In the bath, and . . .

David Boder

You have seen the crematories at the station. Did the chimneys smoke?

Irena Rosenwasser

They burned. There was a big fire [visible] from afar, and there was an uproar and screaming. We did not know what was going on. Such a smoke, it was horrible. This we are unable to describe.

David Boder

Did the smoke come from the chimneys?

Irena Rosenwasser

Yes. And outside there were also big fires, always.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was always seen from the lager, the crematories. They were not far.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We saw them day and night.

David Boder

What? The . . . the . . .

Irena Rosenwasser

It was always burning.

David Boder

And what fires were outside the crematories?

Irena Rosenwasser

There were outside large . . . because they were insufficient . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . Only about a thousand people could be burned at one time. So they made large ditches outside. The people were first gassed [gas-killed], then placed in these ditches and set to fire with petroleum, something like that.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

But it was burning outside [in the open].

David Boder

And the smoke was visible?

Irena Rosenwasser

Oh, always. And it was a very, very large fire. It was as high as the heavens. Incessantly transports were . . .

David Boder

Well, So the prisoners knew what was going on there?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes. Now then . . . what did you say about transports arriving . . . ?

Irena Rosenwasser

Transports continued arriving from Hungary, more and more; because in Hungary there were one million Jews. And everybody outside of Budapest . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . was sent to concentration camps, and mainly to Auschwitz.

David Boder

Outside of Budapest. And in Budapest, where were they taken?

Irena Rosenwasser

In Budapest, too, very many people were caught on the streets, but a few saved themselves in spite of that.

David Boder

Yes. And among them was also your brother.

Irena Rosenwasser

Yes . . . my brother.

David Boder

When did you hear for the first time from your brother?

Irena Rosenwasser

I received a letter from England, from a woman who was married in England. And she communicated with me [about him]. I was in Bergen-Belsen after liberation.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

It was a great joy for me.

David Boder

Did you see him?

Irena Rosenwasser

No.

David Boder

Aha . . . Now then . . .

Irena Rosenwasser

And so we spent the whole night in the bath.

David Boder

In the bath?

Irena Rosenwasser

In the bath. Also, first they cut our hair. And all, all pieces of clothing were taken away, and without socks. We were given a shirt, a bad dress, wooden shoes . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

It was very cold, the place in is Polonia, in Poland . . .

David Boder

In Poland, yes . . .

Irena Rosenwasser

It was . . .

David Boder

In what month was it?

Irena Rosenwasser

In May.

David Boder

In May, but it was cold . . . ?

Irena Rosenwasser

Very, very cold.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

Especially at night it was terrible. Then at about six o'clock we were thrown out and we were counted . . .

David Boder

What does it mean, thrown out?

Irena Rosenwasser

We were always beaten, from the first minute the people were beaten.

David Boder

Who did that?

Irena Rosenwasser

First of all there were SS men, soldiers, and SS women, with large sticks. 'Faster, faster, move on, run'. And afterwards there were also Jewish persons.

David Boder

Capos as they were called.

Irena Rosenwasser

Where we women worked, there was, for example, a Slovakian woman. She would say to us: 'Ladies, you never will be ladies again'. That's how she greeted us, and laughed.

David Boder

[words not clear]

Irena Rosenwasser

And so it was going on [??].

David Boder

Yes, now then . . .

Irena Rosenwasser

We got very bad pieces of clothing, made out of silk . . .

David Boder

Made out of what?

Irena Rosenwasser

Of silk.

David Boder

What does that mean?

Irena Rosenwasser

It was a silk dress, the material was silk.

David Boder

Silk?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

How come?

Irena Rosenwasser

Bad, torn clothes.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

It was very cold there. We had to wear something . . . [??] . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And then we finally entered the lager.

David Boder

Now about that silk. Do you mean cotton or do you mean silk? [In English] Silk?

Irena Rosenwasser

[In English] Silk.

David Boder

[continuing in German] Where did they get it?

Irena Rosenwasser

The people, [as you know] have brought with them their bundles . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

. . . to Auschwitz.

David Boder

Oh . . . Yes.

Irena Rosenwasser

Up to fifty kilograms . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . we were permitted to take.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And there everything was taken away . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . And the better pieces were selected and sent away to Germany.

David Boder

And . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . And we were given the completely torn . . .

David Boder

Oh, these were not your own things . . . ?

Irena Rosenwasser

No, definitely no!

David Boder

Now then . . .

Irena Rosenwasser

And in the morning we finally . . . it rained, it was cold; everybody was crying, we were in despair and we had a terrible thirst, and . . .

David Boder

There was no water?

Irena Rosenwasser

We were not given any water. It was said that it was dangerous to drink, that there was t . . . t . . .

David Boder

That there was typhus . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Now . . .

Irena Rosenwasser

When we arrived in the morning we had to go to the counting lager, the so-called counting lager. We were counted at the gate, before the SS people . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . And we stopped at the kitchen and finally after two or three hours the block elders arrived and counted up thirty, forty people from our transport. And they took those people with them from this block [the words appear clear, but not the meaning]. We arrived in Block 17 . . .

David Boder

By that time your hair was already shorn off?

Irena Rosenwasser

Everything was already [done].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We were disinfected.

David Boder

Who did that . . . ?

Irena Rosenwasser

Their hair . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The prisoner barbers.

David Boder

With electrical . . . ?

Irena Rosenwasser

No, no, no. With scissors.

David Boder

With scissors.

Irena Rosenwasser

With scissors orâthat did not matter.

David Boder

Men or women?

Irena Rosenwasser

Women.

David Boder

Women . . . Now . . .

Irena Rosenwasser

And . . . I was in block 17 . . .

David Boder

Were you tattooed?

Irena Rosenwasser

Afterwards . . . afterwards . . .

David Boder

Oh, you have a tattoo number?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

. . . that is . . . ?

Irena Rosenwasser

A10421.

David Boder

. . . 10421. Does the [American] consul take note of these tattoo numbers?

Irena Rosenwasser

Yes, [a chuckle] but he says that means no preference [by itself].

David Boder

But he takes note of the number!

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

He writes it down?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

A ten thousand, four . . . ?

Irena Rosenwasser

.four hundred twenty-one.

David Boder

. . . twenty-one.

Irena Rosenwasser

[two words not clear] I got it on my right hand.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

It was raining and the rain fell into the block. I was very cold,, I was very tired, and was unable to find a place [for myself].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

There were beds, such three levels . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . made of wood . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . And in all these beds there were about twelve people lying in one bed.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Naturally when a new one would come they did not want to make room . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . because it was crowded already. The blankets were wet from the rain, because it rained through . . .

David Boder

How many people were in one bed did you say?

Irena Rosenwasser

Ten, twelve . . .

David Boder

In one bed?

Irena Rosenwasser

In one bedâwithout bedding; so if one had a blanket [a chuckle] it was instantly stolen.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So the block-elder came and made order, and I . . . and so I too, got a place.

David Boder

Now . . .

Irena Rosenwasser

I was immediately given something to eat . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was . . . I don't know what it was, but very bad . . . and it stunk badly. I could not eat it at all. The others who had arrived already a week ago were very hungry, and they told me right away, 'if you can't eat it, give it to us.'

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

I gave it to them immediately. For two days I was unable to eat. Afterwards, I too, was very hungry. The new ones were not getting any bread at all.

David Boder

Why?

Irena Rosenwasser

As long as they had not yet been registered.

David Boder

Oh.

Irena Rosenwasser

It took three days . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

I hardly ate anything for three days, and then after three days [chuckle] the soup tasted good to me.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was something [made] of oats.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

Without vitamins, without vegetables . . .

David Boder

Now then . . .

Irena Rosenwasser

And twice a day there was a 'count appell'.

David Boder

A 'count appell'. And how was that [done]?

Irena Rosenwasser

A 'count appell' meant that the people in the lager were counted. In the lager C where I was, there were thirty-two thousand people. We had to get up early, it was still dark. A command went through the lager, 'everybody get up, get up. Fetch the coffee!'.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We got bitter coffee, very little. We had to drag the kettles from the kitchen . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and then we were all chased out into the washroom.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The washroom was rather large; bad, the facilities [?] were very small. We had to wash without a towel, without soap. We tore pieces from our shirts.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And with it . . . that was a . . .

David Boder

a towel?

Irena Rosenwasser

. . . a towel.

David Boder

And what did you have on your head?

Irena Rosenwasser

Nothing. That was strictly prohibited. Not a piece of blanket [to cover the shorn head outdoorsâsee story of Fela Lichtheim-Nichthauser]. That was [considered] sabotage. And nothing, and so we stood . . .

David Boder

Where was that, in Auschwitz?

Irena Rosenwasser

In Auschwitz.

David Boder

But the others . . . In some transports they were given something to cover their heads?

Irena Rosenwasser

With us it was prohibited.

David Boder

That was in Auschwitz. Now then . . .

Irena Rosenwasser

In the washroom there were always bad fights. The lager capo would come; of course, the people coudd not wash themselvesâeverybody wanted to wash himself at the same time.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And they were just beaten. Then the appell would start. It lasted from about 5:30 to 8 o'clock, or half-past eight. We stood there; and when the number [of prisoners] was correct it was all right, otherwise we had to kneel another two, three hours, or . . .

David Boder

What does that mean, kneel?

Irena Rosenwasser

The whole lager, [had to] kneel.

David Boder

You mean, to stand on their knees?

Irena Rosenwasser

No.âYes!

David Boder

Yes, like in a church?

Irena Rosenwasser

Yes. [There may be some misunderstanding. The prisoners were often ordered during appell to take a squatting position. See Matzner's story.] And the German SS women and men would come. They counted; at times they made mistakes, and then we were punished. The punishment consisted, that we would not get bread, or 'supplement' [food], or soup.

David Boder

What was that 'supplement?'

Irena Rosenwasser

The 'supplement' was for the bread. For instance, in the evening we were given twenty deca [about six ounces] of bread . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and with it there was a little piece of margarine, or a teaspoonful of marmalade, or a little piece of salami; or something like that . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . was the 'supplement'.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Not always . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . but still [we got it] . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

That was in Auschwitz.

David Boder

And they, they would not give . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . would not give it, because they would not know . . .

David Boder

Yes, they were not sure . . .

Irena Rosenwasser

They did not count right, and then we were punished for it. And the block-elder used to say, 'I don't want to see any sick.' That was [word not clear due to outside noise] when somebody got sick she was taken to the 'revier.'

David Boder

Aha. 'Revier' was the hospital?

Irena Rosenwasser

. . . taken to the hospital, and often the people did not return from the 'revier'.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

They were removed at night in a black truck, without clothes, and they went to the crematory. So it was better to be 'well' even if one was half-dead [pause].

David Boder

Now, what were you doing?

Irena Rosenwasser

Now we started to work. The first job for us was to carry bricks from one lager to the other lager. That was rather unpleasantâfour pieces of bricks to hold straight . . .

David Boder

Why hold them straight?

Irena Rosenwasser

To march five in a line, with arms stretched out, and to hold them that way.

David Boder

Well, would it not have been easier to carry them differently?

Irena Rosenwasser

The Gestapo demanded it that wayâthat we should carry them that way.

David Boder

That is how? Stretched out arms?

Irena Rosenwasser

. . . arms, four . . .

David Boder

. . . four bricks.

Irena Rosenwasser

. . . bricks.

David Boder

And then?

Irena Rosenwasser

Three, four times.

David Boder

You were lined up in rows?

Irena Rosenwasser

Always five in a row because the people had to be counted.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Always when we were leaving the lager, at the gate the SS counted us and wrote it down.

David Boder

Aha. Now . . .

Irena Rosenwasser

And that was the first jobâfour, five walks [trips] from one lager . . .

David Boder

What was that necessary for?

Irena Rosenwasser

Because they were always building new blocks, block-buildings . . .

David Boder

Yes . . . And the bricks were carried without any carrying device?

Irena Rosenwasser

Yes. Only . . .

David Boder

With stretched out arms, and so you carried them.

Irena Rosenwasser

. . . carried them, and without shoes, because we had no shoes at all. Or wooden shoes. And it was impossible to walk in those large wooden shoes.

David Boder

And you had the shoes from home?

Irena Rosenwasser

The good shoes were taken away immediatelyâexchanged in the bath.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Those were the only things that they had permitted, the shoes. But the good shoes they have . . .

David Boder

. . . taken away?

Irena Rosenwasser

. . . taken away. And it was always so muddy in Auschwitz.

David Boder

Muddy?

Irena Rosenwasser

It always rained . . .

David Boder

It always rained.

Irena Rosenwasser

. . . and the shoes were 'kaput' [torn beyond use] in two, three days. The wooden [?] shoes too . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They, too, were 'kaput'.

David Boder

And . . .

Irena Rosenwasser

That was the first job. And in addition, three times a day, we had to carry something from the kitchen. In the morning, coffeeâonly coffee; midday, a soup; evenings, bread with the 'supplement'.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was . . . from that one could not die, neither could one live.

David Boder

Nu . . .

Irena Rosenwasser

The lager was rather clean. At the beginning there were no lice, and we were disinfected. There was a delousing every month. But that was also very badly done, because we were compelled . . .

David Boder

How . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . to stand the whole night through, outside and wait until we could get into the bath. And again the hair was cut, and that was . . .

David Boder

Now describe . . .

Irena Rosenwasser

The clothes?

David Boder

Yes, the clothes . . .

Irena Rosenwasser

The clothes were really disinfected.

David Boder

Now will you describe how that delousing proceeded. How was that done?

Irena Rosenwasser

The delousing took place in the washroom.

David Boder

Yes. It was . . .

Irena Rosenwasser

Not in our lager, but in Auschwitz, because we were actually in Birkenau, up [hill?] Where the lager was located.

David Boder

You were in Birkenau?

Irena Rosenwasser

Yes. And below also, was Auschwitz, another lager.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

But we were also in Auschwitz. There were lager baths for disinfection.

David Boder

There were not the same baths where the people were gassed [gas-killed]?

Irena Rosenwasser

No . . . No . . .

David Boder

Aha . . . Yes . . .

Irena Rosenwasser

These were not the same.

David Boder

Now then . . .

Irena Rosenwasser

The clothes were immediately taken off . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and they were disinfec . . .

David Boder

. . . 'fected?'

Irena Rosenwasser

. . . disinfected and . . .

David Boder

What with?

Irena Rosenwasser

With a gas.

David Boder

With gas?

Irena Rosenwasser

We didn't know [much about] . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We didn't see it. That was also done by prisonersâby men.

David Boder

Yes. But you got back the same clothes?

Irena Rosenwasser

No, no . . . definitely not. That was . . .

David Boder

You never got back what you gave them?

Irena Rosenwasser

. . . Just whatever would come out.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

One could not choose.

David Boder

Yes. And one did not have a [identification] number for one's own clothes?

Irena Rosenwasser

There were no one's own. Such [things] did not exist in Auschwitz. The number was never observed, you would always get another number [??] . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and then clothes would also disappear, because some people would run and take out more pieces . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

And then some would remain without clothes. And then everybody got a beating for it, naturally.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

After the disinfection [?], all blankets were disinfected, also the hair. That always lasted a [full] night.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

And we stood without clothes . . .

David Boder

Where?

Irena Rosenwasser

. . . and in the morning . . . in the bathing hall, but it was never heated.

David Boder

Hm . . . And the water? Was that cold water?

Irena Rosenwasser

Oh, it was a bit lukewarm, but it lasted for only two minutes [per person?].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We had to got very fast . . .

David Boder

What were these, shower baths or what?

Irena Rosenwasser

Yes, showers.

David Boder

Showers, Yes. Now . . .

Irena Rosenwasser

And so we were, unfortunately . . .

David Boder

Did they give you soap?

Irena Rosenwasser

We got some there, very littleâa piece of soap for about twenty [people].

David Boder

And what did you do then, soap each other?

Irena Rosenwasser

Yes, we had to.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So we would finally return to the lager, and then the appell would start again, the count-appell. Twice a day. In the afternoon it lasted until evening, until late in the evening. Then I was glad when the people were selected [screened] for work. So I got to another lager . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and there I succeeded in getting accepted for the kitchen. And I spent about four months in the kitchen. And the whole lager was emptied, about thirty-two thousand people. We did not know where these people were shipped, where they were going. We alone remained in the kitchen.

David Boder

That is, how many of you remained? There were thirty-two . . .

Irena Rosenwasser

In Birkenau there were about two hundred, two hundred fifty [thousand??; numberically these statistics are probably incorrect].

David Boder

Aha . . . , and thirty thousand people were selected . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . selected.

David Boder

And where were they taken?

Irena Rosenwasser

That was the lager [??]

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

They were taken 'to transport,'âit was said 'to transport;' shipped out of Auschwitz. But I think very few actually got out . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

. . . of Auschwitz.

David Boder

Aha. Where were the crematories, in Birkenau or in Auschwitz?

Irena Rosenwasser

In Birkenau, four, and Auschwitz also . . .

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

They were everywhere, everywhere.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

And the chimneys one always saw . . . with fire . . .

David Boder

Smoking?

Irena Rosenwasser

Yes, smoking, and fire . . .

David Boder

And the fire from . . . from

Irena Rosenwasser

. . . tall fires . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They were tall flames.

David Boder

Now . . .

Irena Rosenwasser

For instance, I had a girlfriend in the hospital, in the revier. She was already well, and the last day . . . she already wanted . . . she already hoped to get out of the hospital . . . she was gassed. The whole hospital was emptied out and let to the crematories. That was Auschwitz. But in spite of that some [people] have returned [from the hospital], because that was a great theatre.

David Boder

What does that mean, a 'great theatre?

Irena Rosenwasser

I think it was just like a theatre ['demonstration unit,' see also page 40] because some [people] were left without legs. For instance, somebody there had one leg . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . So he remained alive. Mengele wanted to show that he permitted even such people to live. There were also a few children, a few . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . heads.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

There were all kinds . . . even a few were sent back from the hospital, so that we would think that our parents were alive . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . that our siblings are alive, only that they are somewhere in another . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . lager. For instance, if he would empty out a hospital he would say, 'I am taking these people to a sanitarium, because here the food is not good . . .

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

. . . neither is the air, so I must give them something better.'

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

And so . . . the people were taken to the crematory.

David Boder

Well, but the crematory was right nearby, it was known . . .

Irena Rosenwasser

No . . . that was not . . . we never saw it. We only saw that the transports were departing, where toâwe didn't know. There was always block 'shut-off.'

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The people . . . when a transport was departing, the whole lager had to be confined . . .

David Boder

In the block . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . to the blocks, so that we did not know . . .

David Boder

Nothing [?] ?

Irena Rosenwasser

Nothing that happened there . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . Actually . . . in actuality, and that was . . . so I was in the kitchen. From the kitchen . . . the kitchen was dissolved [I do not use 'liquidated' because of the specific meaning of the term in the camp lingo] . . . the whole lager was dissolved . . .

David Boder

When was that?

Irena Rosenwasser

That was in October.

David Boder

What year?

Irena Rosenwasser

Forty-four.

David Boder

Forty-four . . . Yes . . .

Irena Rosenwasser

Then I got into another lager. I worked again, because I always wanted to work, because that was the best [to do].

David Boder

Which lager was that?

Irena Rosenwasser

That was . . . first it was a Czech lager . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

From there the Czechs were all led into the gas [chambers]. When we arrived in Auschwitz [It is possible that she has confused the name, or else she used Auschwitz as a general term for 'lager.'] . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

It was then a Czech lager . . . And afterwards it was completely empty [she is possibly confused about the course of events]. And in October . . .

David Boder

Were these Czech Jews, or Czechs [in general]?

Irena Rosenwasser

Czech Jews . . . Czech Jews.

David Boder

Czech Jews, yes . . .

Irena Rosenwasser

It was a 'family lager.' It was interesting [a chuckle] . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

Women, men, and children were together . . .

David Boder

Were you ever in a family lager?

Irena Rosenwasser

No, I was not.

David Boder

But you have seen it?

Irena Rosenwasser

I have seen it. But these people were se . . . 'selected' [sorted out]. The old, the children, were gassed [gas-killed].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . We heard that only the young had gone with the 'transport'.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Czech Jews.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So the lager was empty. There we were taken from the kitchenâwe were transferred . . .

David Boder

To the Czech lager?

Irena Rosenwasser

. . . to the Czech lager. There was also a large weaving mill in Auschwitz. So I worked at the weaving mill.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We were weaving . . . we wove some war material.

David Boder

Aha. Go on . . .

Irena Rosenwasser

It was not hard but it was very unhealthy, because it was full of dust. We processed the old rags . . .

David Boder

Oh, you processed old rags?

Irena Rosenwasser

Yes . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and the capos were very badâGerman prostitutes, women.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And they always cursed, 'Jew-pigs.' They beat [us] very, very much . . .

David Boder

How did the prostitutes get there?

Irena Rosenwasser

They were the capos. All criminals and gigolos and prostitutesâthey were . . .

David Boder

The capos . . . ?

Irena Rosenwasser

They were [one word not clear], they were on top. They could beat, kill, and send to the gas; select mark some people for going into gas, and then they talked about it [make arrangements] with the SS men and SS women.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

They were not Jews. They were German Arians. There were many Polish and German Arians.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Also Russians.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

We were treated very badly, but in this weaving mill we were given 'supplement.' That means a half-loaf [?] of bread weekly and some 'supplement.'

David Boder

How much bread?

Irena Rosenwasser

Half a bread; that is, about forty deca [about one pound] bread . . .

David Boder

Do you mean, forty deca bread additional?

Irena Rosenwasser

Additional.

David Boder

Yes, and . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . a ration for the workers.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was in Auschwitz.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And at the end of the year the weaving mill was dissolved and I was assigned to the block [unskilled] labor detail at the Weichsel.

David Boder

At the River Weichsel?

Irena Rosenwasser

At the river. That was . . .

David Boder

That is Wisla, in Russian.

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was in December.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The weather is, in general, very, very cold in December in Poland, and we were doing earth-work, the hardest earth-work at the river.

David Boder

What kind of earth-work? Fortifications?

Irena Rosenwasser

Fortifications.

David Boder

Aha . . . Trenches?

Irena Rosenwasser

And the . . .

David Boder

Yes . . . And . . .

Irena Rosenwasser

. . . and the earth was frozen. We worked with large hammers, carted the earth with 'fuhren' [this word is not clear], and it was five kilometers away . . .

David Boder

Mit 'fuhren' [?]; Those are just small carts, isn't that so?

Irena Rosenwasser

Yes. But that is no work for women.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Altogether not for women. We did not eat all day, only evenings.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

When we returned to the lager we were given something warm. The shoes were very bad, and we walked daily five kilometers [to work] and five for the return. That makes ten kilometers.

David Boder

Aha. And then . . .

Irena Rosenwasser

And always, 'Faster, faster, run.'

David Boder

Is it true that you were singing when you marched?

Irena Rosenwasser

No, we did not sing. But a few had come who did sing.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

We did not. There was always music in Auschwitz.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

For the details the orchestra played already in the morning.

David Boder

And . . .

Irena Rosenwasser

. . . and the details went to work.

David Boder

And who . . . ?

Irena Rosenwasser

And also when . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . people were led to the crematories, the music always played . . .

David Boder

Why so?

Irena Rosenwasser

. . . The orchestra. That is why I say [chuckle] it was like a theatre.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Like about in Nero's time.

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

That, that was . . .

David Boder

Where did the music play . . . prisoners?

Irena Rosenwasser

Prisoners.

David Boder

Men and women?

Irena Rosenwasser

Men and women. That was a rather privileged position . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . to belong to the orchestra, because they had better blocks [quarters] better clothes, and also better food.

David Boder

Yes. Now then . . . What were they doing during the day when thery were not playing?

Irena Rosenwasser

That I don't know.

David Boder

Were they free? Did they rehearse?

Irena Rosenwasser

Possibly yes . . . rehearsed.

David Boder

And who was the conductor?

Irena Rosenwasser

We were interestingly [chuckle] selected for the concert.

David Boder

Now . . .

Irena Rosenwasser

There was a square where the prisoners . . . the music orchestra rendered beautiful concerts [chuckle] for us.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Instead of bread they gave us music. We got but a little [?] to eat.

David Boder

Now then . . .

Irena Rosenwasser

That was the hardest period in Auschwitz for meâin the exterior detail [those who worked away from the lager] at the Weichsel. Very many people remained there. They were unable to march. They also froze.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They simply froze [to death?]. The clothing was insufficient, and to stand all day outdoors without food or drink. Many, many people have died there. Also the Gestapo have killed some people with the shovels. We worked with shovels, and . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . when we would come to work and were unable to move very fast, she beat us over the head with a shovel, with a hammer . . .

David Boder

Have you seen that yourself?

Irena Rosenwasser

Yes, of course.

David Boder

An . . .

Irena Rosenwasser

[with a chuckle] I, myself, got it too, and did not die [chuckle].

David Boder

Nu . . .

Irena Rosenwasser

Others were beaten, and . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

For example, when we arrived, there was a certain hill that we could not walk down; it was frozen [slippery from the frost]. So the people were simply pushed down.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

They would fall down. That's how they arrived . . .

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

. . . to work, Afterwards I was picked for 'transport.' That was always, always very complicated . . .

David Boder

What does that mean, for 'transport?'

Irena Rosenwasser

. . . because we did not know what that meant.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

'Transport'âwe are going away from Auschwitz . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Somewhere . . .

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

. . . and we shall work again.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

But at times it meant the crematory.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Eight times I went through selection. The selection meant that we stood completely stripped and the physician of the lager would come and look us over.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

And the back . . . If we had the slightest thing on the skin . . . from [lack of] vitamins, vitamin eruptions, these people were instantly selected.

David Boder

What does it mean, 'vitamin eruptions?'

Irena Rosenwasser

'Vitamin eruptions' means . . .

David Boder

Vitamin? [The word before was not clear]

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

But vitamins are something that are [good].

Irena Rosenwasser

Vitamin . . . You see, deficiency, avitaminosis.

David Boder

Oh, avitaminosis.

Irena Rosenwasser

Yes . . . Yes.

David Boder

So when it appeared that one was deficient is vitamins . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . that one . . .

David Boder

For instance, beriberi.

Irena Rosenwasser

Yes, for instance . . .

David Boder

. . . the mouth is swollen . . .

Irena Rosenwasser

Yes, swollen.

David Boder

The gums are swollen, now then . . .

Irena Rosenwasser

The tongue is swollen, and the legs . . . horrible,âlarge eruptions [boils]

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

From avitaminosis.

David Boder

Does one get that from avitaminosis?

Irena Rosenwasser

Yes, definitely. I have seen very many; and I, myself, had a bit of it but not a very large one.

David Boder

Aha.

Irena Rosenwasser

Some had it on their backs . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So Mengele, the lager physician, would come and see it. He would say immediately, 'These are scabs. Scabby people must step aside.'

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

There was also a scabby block.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And the scabby block was naturally, sent to the crematory, and gassed.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They would give them something against the scabs. And that was somewhat remarkableâthat they would give some medicine. But in spite of that the people were gassed.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So that the people should think that they would live . . . remain alive, and afterwards they were . . .

David Boder

Gassed.

Irena Rosenwasser

. . . gassed. Yes.

David Boder

Now then . . .

Irena Rosenwasser

So I was . . .

David Boder

Tell us something about that selection. You say you went through . . .

Irena Rosenwasser

Yes?

David Boder

. . . eight selections?

Irena Rosenwasser

The selections . . .

David Boder

That means, you were told . . . what would they announce? What did they tell?

Irena Rosenwasser

The block elder would come, 'Oh girls, now there will be some very fine work, and a good transport, and all of you should present yourselves for transport, because . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . it will be exceptionally good!

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Then there was a count appell again in the lager, a special one . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . a new count appell, and the SS people would come, and looked the people over. When . . .

David Boder

What does that mean? They made you strip altogether naked.

Irena Rosenwasser

That varied.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

If there was a selection for . . . for the crematory, then we did not undress.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They just looked over the sicker, the weaker, the thinner people. They were pulled out. We had to form a kind of circle [?].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The people were not led outâcounted again and led away. These . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . were designated for gas. But when the people were selected stripped, that meant that they were really being chosen for work.

David Boder

And . . .

Irena Rosenwasser

In this manner I was selected for the kitchen.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Completely naked, and afterwards they took blood samples and various other things.

David Boder

And so the women were completely stripped, and who made the selections?

Irena Rosenwasser

Completely naked. We held up our shirts in our hands.

David Boder

Why?

Irena Rosenwasser

So that he could see us well from all sides.

David Boder

And who was that . . . were there women physicians?

Irena Rosenwasser

The lager physician . . . No, no, men! There were also SS women present.

David Boder

Yes. But how many men were present at such selections?

Irena Rosenwasser

The physician and about two SS men. Not many, two or three.

David Boder

Yes. But these other SS men were not physicians?

Irena Rosenwasser

No, definitely not! Simply plain soldiers. We were [Footnote 2: The spool ends in the middle of the sentence, This spool appears to be oversize already. Possibly the additional three minutes of wire have been spliced on, or the current might have been slow.] . . .

David Boder

[In English] Spool 63 . . . Miss Irena Rosenwasser continues. Spool 62 has thirty-six minutes and has to be checked up.

David Boder

[In German] Now then Miss Rosenwasser, you were telling me about the selection for . . . of workers. Will you please again . . . will you please tell us again about it. [Aside] Speak a bit louder. [Test of microphone] Now . . .

Irena Rosenwasser

The selection for work was such that the people had to take off their clothes, and the selection took place at night. And when the physician would . . .

David Boder

And when the physician of the lager . . . Yes . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . would find the people strong and healthy, they would really get assigned to a labor detail. And the others still remained in the lager and afterwards they were transported away somewhere.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Sometimes the selections were held for medical purposes as well. So the stronger people . . . blood was taken from the stronger people.

David Boder

Blood, for what purpose? For transfusions?

Irena Rosenwasser

For transfusions, for German soldiers . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . but not for us.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

There was a war, of course, and they . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . had to have blood. That was very bad because they would not give better food to people who gave blood . . .

David Boder

Did you, too, give blood?

Irena Rosenwasser

No.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

No.

David Boder

And then . . .

Irena Rosenwasser

And so at the end of the year I was quite fearful, because I, also, had been assigned to 'transport' . . .

David Boder

And . . .

Irena Rosenwasser

But that was a real transport. On the 21st of December we were sent to Bergen-Belsen.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We were supplied with some food, and SS people accompanied us. Three days the trip la . . .

David Boder

lasted?

Irena Rosenwasser

. . . lasted.

David Boder

Where were you? In what kind of cars were you?

Irena Rosenwasser

We were again in cattle cars.

David Boder

In what month and year was that?

Irena Rosenwasser

The twenty-first of December, [the RR-car] it was not heated . . .

David Boder

Did they tell you why you were going to Bergen-Belsen?

Irena Rosenwasser

We were definitely not told where we were going. That was never made known in the lager.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

The prisoners knew nothingâwhat that meant . . .

David Boder

Were you men and women, or women only?

Irena Rosenwasser

No, only women.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

In Auschwitz the women, the men were separated. They were never . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . together. Only in the family lager [such as she described for the Czech Jews. Gypsies were also kept mainly in 'family lagers'], but I was not there.

David Boder

Tell me, how did the people behave in the lager, or here in the transport? The women towards each other? Were they more or less decent? How . . . how did all that proceed?

Irena Rosenwasser

Well . . . a human being always remains a human being. Who was at home a good person, he remained the same in the lager. But . . .

David Boder

That is you opinion? Yes?

Irena Rosenwasser

That is my opinion. But some [people] unfortunately, have forgotton. And they would say, 'I am holding on [?? She says this sentence in Yiddish as if imitating the speaker] so that I should hold out [pull through]; the others do not interest me.' For example, our block elder [a women] would say, 'I am a prisoner under protective custody. Nothing can happen to me. But to youâdo you see the smoke [obviously a reference to the crematories]? I can have all of you sent there if you . . . '

David Boder

Was she Jewish?

Irena Rosenwasser

Yes . . . would make sabotage.What was meant by sabotage?We were not permitted to tear the blanket, to take a little pieceâbecause it was so coldâto wear it underneath, under the dress, or . . . When we were doing something not the way that she had ordered us, she always, always would tell us that she would send us into the gas.

David Boder

Then this was spoken about openly? They were talking about the burning . . .

Irena Rosenwasser

Frequently . . . Yes . . . were talking frequently. And she would beat old women. And once I told her, 'How can she [you] beat such and old woman? That could be my mother, or her [your] mother.' So she looked at me and replied, 'My mother, too, was gas-killed. To me it is all the same.'

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

And so there were people without sentiment, mostly those who were in positionsâthe block elders, the capos, they . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . had no scruples anymore.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They were already in the lager for three, four years; but there were also [among them?]very good and decent people. And they helped [us] a great deal.

David Boder

Capos?

Irena Rosenwasser

Capos, and also . . .

David Boder

. . . others?

Irena Rosenwasser

. . . others.

David Boder

Now . . . and so you arrived in Bergen-Belsen. Where is Bergen-Belsen?

Irena Rosenwasser

Bergen-Belsen is near . . . near Hamburg, Hanover.

David Boder

Aha . . . Yes. In North Germany, North-west Germany.

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Now then.

Irena Rosenwasser

We had it good in my transport, because we were not traveling on foot . . . on foot.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Others made the same journey in about a week on foot.

David Boder

They marched on foot for a week, yes?

Irena Rosenwasser

On foot. And very many were shot down, [because] they could not walk. They remained behind, so the SS would say, 'If you can't walk, then . . .

David Boder

. . . we shoot'?

Irena Rosenwasser

. . . we shoot.' And they have indeed shot down very many. We arrived after three days in Bergen-Belsen. In Bergen, and from the city of Bergen we went on foot to the lager, Belsen. There, upon arriving, it appeared not to be so tough, not so bad. I thought, 'Here it will be much better than in Auschwitz.'

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Indeed, there was no discipline. During the first days there was no count-appell . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was a big surprise for us. But there also was no discipline and that was very tough, because the lager was full of dirt . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

And on the third day I had lice already, and saw lice everywhere. And the food was steadily worse and less.

David Boder

In what year was that?

Irena Rosenwasser

'45, in January.

David Boder

That was already when the Russians had reached Auschwitz?

Irena Rosenwasser

. . . to Auschwitz. From Auschwitz . . . [a few words not clear] remained there. The Russians liberated the few from Auschwitz.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

But we got out of Auschwitz.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

And we had destroyed the crematories before.

David Boder

Who destroyed them?

Irena Rosenwasser

The prisoners, in Auschwitz. These were crematories where the . . .

David Boder

[both talk at the same time] they told to destroy . . . [?]

Irena Rosenwasser

[Very excited, she begins to shout]. There were always details assigned . . . I was there one day, I worked there. I carried bricks, I carried wood, so I saw exactly how it looks.

David Boder

Now wait a moment. You worked one day in the crematory. When [was that]?

Irena Rosenwasser

When I was in the transport block.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Then we were given just a little bit of work every day, for which we were led out of the lager.

David Boder

Yes. Will you please describe that day for me? Describe for me the day when you worked there.

Irena Rosenwasser

That day . . . it was in December.

David Boder

Yes. Cold?

Irena Rosenwasser

It was cold. But the crematory detail, assigned to destroy the crematory, was not the worst detail . . .

David Boder

Oh, your task was to destroy the crematory . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . it was destroyed.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We haven't seen it at all. Only how it was. How they had all these inscriptions. For example, 'to disinfection.'

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

'To the bathing room.' The people did not know all together what was going on. They thought it was a bath.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

There were benches for the clothing, there were even mirrors . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They told us the people even received towels when they came in . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

Soap and towels and this way they were . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

These were very small gas chambers and they shoved the people into these . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

. . . and these were shower heads, showers, showers . . .

David Boder

Yes, showers.

Irena Rosenwasser

. . . and no water came from the showers.

David Boder

Only gas.

Irena Rosenwasser

And afterward when the door was opened . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

. . . This was the crematory detail . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They would pull out the half-dead people, cut off their hair, pull out their gold teeth . . .

David Boder

What do you mean, 'Half-dead people?'

Irena Rosenwasser

They were not completely gassedâthey were not yet . . .

David Boder

Who said that?

Irena Rosenwasser

That we personally heard from the men who had worked in the crematory detail.

David Boder

So they took out the half-dead people and cut their hair?

Irena Rosenwasser

. . . cut their hair . . .

David Boder

But you told me the hair was cut off before.

Irena Rosenwasser

But those who went to the crematory were not in the bath [she obviously refers to new arrivals, who were either assigned directly to the crematories or to the barracks. Only the later category went through the cutting of hair and disinfection].

David Boder

Ah.

Irena Rosenwasser

. . . that was in the bath.

David Boder

Yes, yes.

Irena Rosenwasser

That was . . . was set up very precisely. Across the rr-station was the crematory.

David Boder

Yes, and there were . . .

Irena Rosenwasser

So directly from the station . . .

David Boder

to the crematories?

Irena Rosenwasser

. . . they were sent to the crematories.

David Boder

. . . to the gas chamber . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . either to the lager, or at selections they were taken to the crematories. That was a daily event, always . . .

David Boder

And then from the dead or half-dead people they cut off the hair . . . ?

Irena Rosenwasser

The hair, and the gold teeth . . .

David Boder

Who pulled that?

Irena Rosenwasser

These . . . these special commands. The prisoners, unfortunately.

David Boder

And they had to give that up [hand over the gold teeth to the SS].

Irena Rosenwasser

They had to do that. And the SS were, naturally, everywhere. The SS did not work, only the prisoners were . . .

David Boder

And what did they do with the hair?

Irena Rosenwasser

The hair was used for military materialâI don't know myself . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . but something was made of it.

David Boder

Yes, and . . .

Irena Rosenwasser

And afterwards they were burned, and they would either burn [??] in four crematories, since there were very large . . .

David Boder

Ovens?

Irena Rosenwasser

Yes, ovens; or outside in the ditch, in ditches . . .

David Boder

But . . . Were they not first put to death? Or . . .

Irena Rosenwasser

. . . still, for that they had no sufficient time. Transports arrived incessantly and they worked all day . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They didn't look much . . .

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

. . . how far dead they were. But the one day that we worked there, we were only destroying it . . .

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

It was in December, when the Russians came. We took from there the lumber into the lager . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They wanted everything . . .

David Boder

It should not be seen?

Irena Rosenwasser

It should not be seen. There remained only one or two crematories, for the actual dead [who died a natural death?].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And so, I was telling about our arrival in Belsen.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

The first days in Belsen were not so bad, but afterwards I saw that in some respects Auschwitz was possibly better. Because there it was cleaner, there were no lice. And the food, though it was insufficient, one could not die from it. Belsen was much, much worse. Bread about once a week; once or twice we got no bread. That was the punishment, and always thinner and thinner pieces of bread. And the [portions of] soup became less and less. The lager was, so to speak, lice-ridden. It was full of lice, and shit [she uses the German vulgar equivalent]. There were no regualr work details, people did not work, and typhus broke out. I was there. There, too, was a weaving mill . . .

David Boder

Did you get anti-typhus injections?

Irena Rosenwasser

In Auschwitz I was in the kitchen . . . When I worked in the kitchen, they gave me . . .

David Boder

You received typhus injections, yes? [she possibly nodded]

Irena Rosenwasser

So I worked again in the weaving mill, because I could not lie all day on the bed and look on at how people were dying. I went to work in the weaving mill. But they were unable to keep the weaving mill going, because more and more people got sick.

David Boder

In Belsen?

Irena Rosenwasser

In Belsen. Afterwards [?] the lager was divided into separated parts [sections] The healthy . . .

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

. . . the healthy part and the sick.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

Here there was no crematory. There was a crematory, but only for the dead [ not for the purpose of extermination].

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

But it was not necessary. I think that as many people died here as in Auschwitz where the people were gassed. All day we saw from the weaving mill the big, big freight carts full of dead [bodies]. They were not covered. A coachman with a horse carted them . . .

David Boder

With a horse . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes, [words not clear]

David Boder

And where were they taken?

Irena Rosenwasser

Where? To the crematory, [to be] burned. They were dead.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

They were really dead. Afterwards when the lager-elder arrived from Auschwitz she ordered count-appells. For the half-dead people . . . count appells . . .

David Boder

Who was that? The . . .

Irena Rosenwasser

[words not clear, possible a name] she was called. Also a Slovakian woman.

David Boder

Did you know the woman who afterwards was sentenced [to death] in Belsen, Erene . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes, yes, yes. Irma . . . Irma Grese [See Fela Nichthauser-Lichtheim story].

David Boder

Irma Grese . . .

Irena Rosenwasser

And Kramer . . . [he] was our lager commandant.

David Boder

Did you know Irma . . .

Irena Rosenwasser

Grese . . .

David Boder

. . . Grese?

Irena Rosenwasser

Yes. I often was beaten by her.

David Boder

Would you please describe that woman. There are so many different reports . . .

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

. . . about her appearance.

Irena Rosenwasser

Well, Irma Grese was rather young. I think she was about twenty-one years old. She was blond, well Germanic.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Very beautiful, just like an actress.

David Boder

Was she tall in stature?

Irena Rosenwasser

No. About, say one hundred sixty-two . . .

David Boder

Pounds?

Irena Rosenwasser

. . . centimeters [about 5 feet, 4 inches]

David Boder

Aha, one hundred sixty-two centimeters . . .

Irena Rosenwasser

centimeters. Yes.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So. And she was always very trimly dressed . . .

David Boder

Was she taller than you?

Irena Rosenwasser

About the same height as I.

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

And always with a whip [crop], and revolver . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . walking around in the lager. And naturally, she looked around . . . where she could do a bit of cursing [?] and where she could beat up [somebody].

David Boder

Why was that so 'naturally?'

Irena Rosenwasser

She was a real sadist.

David Boder

Did she have a dog with her?

Irena Rosenwasser

Dogs? But the SS always had large, very beautiful dogs. She often came with a dog [dogs]. And some people had large bites [wounds] from them. They [would bite] below, at the legs. In the lager Belsen, mostly at work the dogs were . . .

David Boder

Set on?

Irena Rosenwasser

Yes, set on the people.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Well, the Irma Grese was really terrible. She took part in all selections and she picked the people to go to the crematory. [This appears, on the surface, in contradiction to her previous statement that people were not directly exterminated in Belsen . . . A time factory is apparently operative. She may be reporting in part about things that happened before her arrival. See also Matzner's story].

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

What can I say about her? I think she was a [she stumbles at the word] fana . . . a fanatic.

David Boder

A very fanatic nature . . . ?

Irena Rosenwasser

Yes, a fanatic Nazi. [She believed] in Hitlerism. She also had a military insignia [of distinction].

David Boder

Aha. Did she sometimes, make any speeches?

Irena Rosenwasser

Not big speeches.

David Boder

What would she usually say?

Irena Rosenwasser

She would deride us often, derision and so on. We had to take heavy rocks and run with them, and if one could not run fast enough, she would beat her with the whip. That was our sportâkneel and get up againâwith the big, heavy rocks.

David Boder

Kneel with the rocks and get up again?

Irena Rosenwasser

To run for a distance with them . . . and . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and with . . . she always wore boots; and with the boots she trampled [kicked?] the people . . .

David Boder

Nu . . .

Irena Rosenwasser

Blood was always flowing in the lager; be it from the nose, be it from the ear, from somewhere it had to . . . they were beating in a manner . . . not just in a simple way, but always so that blood should flow.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That was Irma Grese. Kramer was a big, stout man, always with a cigar. He was not often in the lager, but whenever he came we were always punished.

David Boder

For instance . . .

Irena Rosenwasser

[word not clear] no food [?], that was the greatest punishment.

David Boder

Well . . .

Irena Rosenwasser

. . . no food. The blocks were not clean, he would say; or things were not in order outside; the people did not march properly five in a row, they did not march smartly, and we were immediately punished.

David Boder

Nu . . .

Irena Rosenwasser

In Belsen, Kramer made a big speech, that we shall be liberated . . .

David Boder

When?

Irena Rosenwasser

In a short time, about in January.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

That we obey the lager orders, . . .

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

. . . and liberty is about to come. Irma Grese herself, told us when the English were already very near . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . that, 'I was very good to you, isn't that correct?'

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . and, 'We shall all be liberated by the English, 'he said. [Pronouns are confused.]

David Boder

Oh, that is what she said?

Irena Rosenwasser

I am very happy [words not clear]. Prisoners have come and have told us . . .

David Boder

. . . that the English were coming?

Irena Rosenwasser

Yes. So then he wanted to be very friendly and good to us. [It is reported by several sources that during the 'last days' the SS depended on information from secret radios which were in possession of prisoners in the lagers.]

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

And so I worked in the weavery. The weavery was dissolved because the people were constantly sick. And in my block . . . I happened to get in a horrible block where there were a thousand people without beds, just lying on the bare floor, with the dead among the living. There was no food, and the lice . . . there were very many lice. Everywhere were lice. And I saw that was the end if rapid help did not come. It was . . . at the end I was in the so-called death detail. That was the most horrible detail, I think, that could happen in [one's] life.

David Boder

What was that?

Irena Rosenwasser

All day we had to drag the dead out of the block. Daily there were about twenty, twenty-five dead, and we were compelled . . . there was a big mountain [of dead bodies], the dead could never be buried [on time] there were so many . . . big mountains, not like in other lagers . . .

David Boder

a bit louder . . .

Irena Rosenwasser

to drag across the dead, four or five people [to carry them]. We, too, were very, very weak.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

But in spite of that, since we still got a double [portion of] soup . . .

David Boder

Oh. You got some extra soup?

Irena Rosenwasser

But if we wanted to live we had to do that. It was [word not clear] in the lager. No water for two weeks. Afterwards there was no more butter [margarine]. Some butter was still [she is very excited] . . .

David Boder

Why was there no water?

Irena Rosenwasser

Because they said that the water caused the typhus, and that is why all the water was blocked off.

David Boder

So what could people drink?

Irena Rosenwasser

To drink there was altogether nothing. That was very mournful when my girl friend next to me had died and had only pleaded, 'Erenka, [an endearing form of Erene] bring me some water, bring me water,' because she had 41 and 42 degrees [Centigrade] of fever . . .

David Boder

That was in the block, not in the revier?

Irena Rosenwasser

They were already all in the block, it was . . . the revier was . . . everywhere, before every block there were thrown out twenty-five, thirty dead. And so there was no order, there was no more bread; altogether no more bread was given, only a bit of soup . . .

David Boder

Well, when you carried out the dead, could you wash yourselves?

Irena Rosenwasser

No . . . that was [the trouble]., that we ate with the same [dirty] hands and without water. In general, there was no water. Some people [of the death detail] have died from infection, of course. And so . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . the lucky ones; for instance, I remained alive. The strongest, the most beautiful have died [this sounds like a strophe from the Ancient Mariner]. I had a girl friend, eighteen years of age. We were in Auschwitz and everywhere together, and in Belsen she died one day before liberation After liberation the situation was not better, because . . .

David Boder

Why?

Irena Rosenwasser

. . . the forces of occupation brought food, but army food. Canned food, again hard to digest.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Greasy soup. The people were badly starved, they ate fast, and became still more sick. I think that after liberation another thirty thousand people died . . . after liberation . . .

David Boder

After liberation?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

How many do you estimate, were altogether in Belsen when . . . ?

Irena Rosenwasser

In Belsen . . . In Belsen it is impossible . . . one cannot estimate at all because from all lagers people were brought to Belsen. Very many died. But daily transports arrived. So it is altogether impossible . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

. . . to estimate . . .

David Boder

But at a given time, how many people were there in Belsen . . . at a given time?

Irena Rosenwasser

That I don't know . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

In general we were . . . we also could not conceive [realize, embrace the idea] that the English were coming.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

We were all so sick. I, too, was [sick]. I had 41 degrees of fever . . . [Centigrade]

David Boder

Oh, you yourself got sick?

Irena Rosenwasser

I did not lie down [??].

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Not for a moment was I lying down . . . It is interesting, I know that I was sick because first of all a girl friend told me that she couldn't sleep next to me because I was so hot. My hair afterwards fell out; and all who had typhus have lost their hair.

David Boder

Hm . . . Now . . .

Irena Rosenwasser

The ones that laid down never got up. The lice ate them alive. [In these barracks, according to other sources, there was hardly any room to lie down. The prisoners slept sitting on the floor back-to-back.]

David Boder

Now . . .

Irena Rosenwasser

Now then, we were liberated.

David Boder

Now . . . tell me, how did the liberation come about?

Irena Rosenwasser

We did not notice much of the liberation [??]. We could . . . we did not go around much in the lager. Everywhere the roads were full of dead. They were sitting with their small . . . what are they called, bowls . . . ?

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

. . . for soup [?]; and so they have died.

David Boder

. . . and so they died with their bowl of soup?

Irena Rosenwasser

They were . . . nobody buried them, nobody carried . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

. . . then away. No patrols [?] waled through the lager. And we were all so apathetic . . . I noticed [the liberation because] the Germans were not at the gate anymore.

David Boder

They had disappeared?

Irena Rosenwasser

They had disappeared. And a few soldiers . . . also the Hungarian soldiers who were in Germany, appeared with white ribbons.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

So I asked one of the soldiers why he wore a white ribbon . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . So he told me that he didn't know anything.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

We didn't know. We only knew then, when we saw the English in uniform, with tanks . . .

David Boder

They entered . . . ?

Irena Rosenwasser

They entered. I remember that I saw the commander of the lager, Kramer, withâI think, [name not clear] or Eisenhower was there.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

I don't remember for sure . . . And he showed [them] the lager, to those gentlemen. He stood in the automobile and showed them his labor.

David Boder

Kramer?

Irena Rosenwasser

The many [?] dead . . . Yes, Kramer. He said that he wanted to help but that he had no means and could not do anything else.

David Boder

You have then . . . Oh, yes, Kramer was afterward hanged.

Irena Rosenwasser

Yes, in Duna . . . [?] was the trail.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

Grese, and Kramer were there, and a few SS were hanged.

David Boder

Yes. Now then . . .

Irena Rosenwasser

Such was the liberation. The English came afterwards and really disinfected us; not like in Auschwitz but with a powder which was [word not clear] . . .

David Boder

Yes. With DDT.

Irena Rosenwasser

And the sick, the gravely ill . . .

David Boder

How did they do that? The powder . . .

Irena Rosenwasser

So, with a . . .

David Boder

. . . with sprayers?

Irena Rosenwasser

Yes. It was very pleasant. The lice disappeared immediately. They reappeared afterwards again, and again we were given of the same . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . the powder. And so it became better from day to day . . . First of all, I cannot describe what the conditions were like in the lager. There was no toilet. Everything [was done] in the open [word not clear] the whole block was in such a condition, because in typhus one has terrible diarrhea.

David Boder

Yes. Which kind was thatâtyphoid or spotted typhus?

Irena Rosenwasser

There were both.

David Boder

Both typhuses. And the diarrhea . . . and there were no toilets.

Irena Rosenwasser

No toilets. And the block was full of it, the yard and everywhere, everywhere.

David Boder

And who removed all that?

Irena Rosenwasser

The SS people. The English brought the SS afterwards and they put the place in order. And they afterwards dragged the dead, not we, not the death detail.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

[a chuckle] We, too, were half-dead . . .

David Boder

Did you talk with the SS? How was that, then? [??]

Irena Rosenwasser

Not at all. The men, the people from the lager have thrown rocks, but the English told us that was not our business.

David Boder

Hm . . .

Irena Rosenwasser

And the SS women worked afterwards, we saw that. And they had the dead . . .

David Boder

. . . removed?

Irena Rosenwasser

removed. [There is not an iota of satisfaction or enthusiasm in her voice. She sounds weak as if the indifference and exhaustion of those days have come again over her.] Add there is a cemetery, a large cemetery, in Bergen-Belsen. And we were transported to a different lager, to a new lager, where the SS themselves, had lived. Large buildings, healthy buildings, with windows . . .

David Boder

Near Bergen-Belsen?

Irena Rosenwasser

Near . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Near Belsen, at the station.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Near Bergen-Belsen. There it was much, much, better. A larger kitchen . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

A clean kitchen. We got clothes, food . . .

David Boder

Who brought that?

Irena Rosenwasser

The American Joint Committee was there. Jewish [?] relief and the British Red Cross, various big organ . . . organizations. They supplied all the people with clothing, the best . . . good . . . the best food . . .

David Boder

Did you have beds for yourself then? [chuckle]

Irena Rosenwasser

Everybody. One person in each bed.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

But unfortunately many, many died afterwards from exhaustion. They could not . . . they were . . . For example, some were [weighed] twenty-five kilograms [about fifty-five pounds]. I was [weighed] thirty-five kilograms. Now I am [weigh] fifty-five, so I have gained twenty kilograms.

David Boder

Well, you don't look too stout [chuckle].

Irena Rosenwasser

No [chuckle].

David Boder

Now, tell me where did you go then from Bergen-Belsen?

Irena Rosenwasser

I worked.

David Boder

Where?

Irena Rosenwasser

In the Army Post Office, British post office, because I speak a bit of English.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

And French, various languages, and . . .

David Boder

Did they pay for the work?

Irena Rosenwasser

They paid something, in marks . . .

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

. . . in military marks. And we got cigarettes, and packages, those [words not clear] gift packages [?]. That was very pleasant. And it was nice work, in general, to forward the letters for the people. With the military mail we have . . .

David Boder

done that?

Irena Rosenwasser

. . . done that.

David Boder

And then . . .

Irena Rosenwasser

And then I stayed in Belsen. I worked there until October, and in October, traveling with a convoy of the American Joint [Distribution Committee] from Bergen-Belsen through Belgium, I arrived in Paris.

David Boder

Why didn't you return to Hungary?

Irena Rosenwasser

Because I knew, I have nobody there to look for [voice fades].

David Boder

A bit louder.

Irena Rosenwasser

You know . . . that unfortunately I have no business there; because my brothers were lively [active] young people and they . . . we knew already . . . I was in Belsen from the fifteenth of April when we were liberated, until October . . . and I did not receive any word. And many have returned again from Hungary, they were in Hungary and have come back . . .

David Boder

Now what does that mean? They went from Belsen to Hungary . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . went to Hungary . . .

David Boder

And then they returned . . . ?

Irena Rosenwasser

. . . and then they returned, because they found nobody there and had only terrible worries.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

Difficulties and worries, and they have decided to emigrate, and from a lager that was . . .

David Boder

. . . easier?

Irena Rosenwasser

. . . easier.

David Boder

And then how . . .

Irena Rosenwasser

When they returned, I wrote immediately and I received word that, unfortunately, nobody of my family was home.

David Boder

Yes.

Irena Rosenwasser

So there was no purpose for me to return, because I, too, wish to emigrate to America, and have received an affidavit already in Belsen . . .

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

. . . to go to America, and on that basis I have come to Paris.

David Boder

Oh, You are in France for the first time?

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

Yes . . .

Irena Rosenwasser

I was never in France before. In a week I found employment, a position here with the Joint, and since then I work here.

David Boder

Aha . . .

Irena Rosenwasser

And I am waiting to emigrate. [There are a few words aside of . . . the microphone. There is apparently a reference to Los Angeles]

David Boder

You will have to look up my daughter. She is a physician there.

Irena Rosenwasser

Aha . . .

David Boder

And her husband is a physician. She is Dr. Boder.

Irena Rosenwasser

Boder . . .

David Boder

My name, too, is Boder.

Irena Rosenwasser

Could you possibly, give me the address?

David Boder

Give me your address.

Irena Rosenwasser

Yes.

David Boder

[In English] Now then, this concludes the interview with Erene [Irene] Rosen . . . Rosenwasser, Spool 63. The beginning is on Spool 62, Paris, August 22, 1946. Would you say it in English, your address -- the address of your uncle in Los Angeles. Will you say that?

Irena Rosenwasser

[first name not clear] Golder . . . Goldberger, 2417 [?] Street, Calif . . . Los Angeles 33, California.

David Boder

Aha . . . All right.