David P. Boder Interviews Julian Weinberg; August 17, 1946; Paris, France

var transcription = { interview: [ David Boder

[In German] Sei kÃnnen jÃdisch oder deutsch reden, wie Sie wollen.

Julian Weinberg

Hm.

David Boder

Von wo sind Sie jetzt gekommen?

Julian Weinberg

Ich bin gekommen von . . . aus Lodz.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Polen.

David Boder

Polen. Wie ist Ihr voller Name?

David Boder

[In English] August 17, 1946. Paris, Grand Hotel. Spool Number 49. An Illinois Institute of Technology recording. The interviewee is with the engineer Julian Weinberg from Lodz, Poland.

David Boder

[In German] Also Herr Weinberg, wollen Sie mir nochmals sagen, was ist Ihr Name und von wo sind Sie?

Julian Weinberg

Mein Name ist Julian Weinberg aus Lodz, Polen.

David Boder

Was tun Sie jetzt in Lodz, Herr Weinberger?

Julian Weinberg

Jetzt bin ich Leitender Direktor des ElektrizitÃtswerkes Lodz.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Das ist . . . das ist eines der grÃÃten ElektrizitÃtswerke Polens.

David Boder

Ja. Sagen Sie mal, waren Sie auch vor dem Kriege mit diesen Werken verbunden?

Julian Weinberg

Ja, vor dem Kriege habe ich auch gearbeitet in diesem Werke seit 1911.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Und im Jahre, in diesem Jahre neunzehn hundert sechs und vierzig (1946) habe ich das fÃnf und dreiÃig (35) jÃhrige JubilÃum meiner Arbeit in diesem ElektrizitÃtswerke gefeiert.

David Boder

Ja. Aber Sie sehen aus, wie ein ganz junger Mensch, Herr Weinberg! Wie alt sind Sie?

Julian Weinberg

Ich bin geboren achtzehn hundert neunzig (1890) . . .

David Boder

Aha.

Julian Weinberg

. . . ich bin sechs und fÃnfzig (56) Jahre alt.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Und als ein und zwanzig (21) jÃhriger junger Mann habe ich bereits den Posten eines Ingenieurs in dem ElektrizitÃtswerk Lodz Ãbernommen

David Boder

Also das war noch . . . [beide sprechen]

Julian Weinberg

Gleich nach . . . das war neunzehn hundert elf (1911)âdas heiÃt kurz nach meinem Studium.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Studiert habe ich in Paris. War ich . . . habe ich studiert Mathematik, das war auf der Sorbonne und dann habe ich das Polytechnikum in Nancy absolviert.

David Boder

Also, Sie waren noch Ingenieur zur Zeit wo Polen Russland war?

Julian Weinberg

Jawohl, ganz richtig.

David Boder

Ja. Deswegen weil Sie Jude waren, waren Sie angestellt dort?

Julian Weinberg

Ja, wenn Polen noch an Russland gehÃrte.

David Boder

Nun, sagen Sie mal, Herr Weinberg . . .

Julian Weinberg

Das war das Kongress Polen.

David Boder

Ja. Ich bin ein bisschen nervÃs, denn Sie wollen mir nicht mehr als eine halbe ( Â ) Stunde geben und ich weiÃ, dass Sie sehr viel zu erzÃhlen haben. Darum mÃchte ich Sie Folgendes bitten. Beantworten Sie ein paar Fragen. Wo waren Sie, wenn die Deutschen Polen . . . also nach Polen rein kamen?

Julian Weinberg

Im letzten Krieg?

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Da war ich in Lodz.

David Boder

Sie waren in Lodz auf Ihrer Stelle?

Julian Weinberg

Auf meiner Stelle, ja.

David Boder

Wie lange haben Sie die Deutschen zufrieden gelassen? Wie lange haben Sie gearbeitet nachdem die Deutschen gekommen sind?

Julian Weinberg

Nachdem die Deutschen gekommen sind, habe ich gearbeitet . . .

David Boder

Nun?

Julian Weinberg

. . . hm, zwei (2) Monate.

David Boder

Zwei Monate.

Julian Weinberg

Zwei Monate. Und dann wurde unser Werk durch einen SS Mann Ãbernommen . . .

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

. . . und ich mussteâals Judeâmusste ich meinen Posten verlassen. Also . . .

David Boder

Und was haben Sie dann getan?

Julian Weinberg

Dann kam eine Verordnung . . . alle Juden mussten die Stadt verlassen, um sich nach dem Ghetto zu . . . hm, . . .

David Boder

Zu begeben.

Julian Weinberg

. . . zu begeben. Ja.

David Boder

Sprechen Sie Jiddisch lieber?

Julian Weinberg

Das ist ganz egal.

David Boder

Also, beschreiben Sie uns . . . als ein intelligenter Mensch, als ein Ingenieur, beschreiben Sie uns das Lodzer Ghetto.

Julian Weinberg

Also bevor wir noch in das Ghetto gegangen sind, da haben wir bekommen frÃher . . . zuerst solche . . . eine gelbe Armbinde, damit man uns auf der Strasse als Jude unterscheidet. Und dann war das noch zu wenig fÃr die Deutschen, haben sie uns dann solche gelben Sterne angeklebt von vorne und von hinten, damit man von allen Seiten bemerkt, dass da ein Jude geht. NatÃrlich war der ganze Verkehr in der Stadt fÃr die Juden fast unmÃglich, weil die wurden von den Deutschen, hm, auf der Strasse, so verschiedene, ganz gewÃhnliche Arbeiter wurden von den Deutschen genommen, unabhÃngig davon wer das ist, ob das ein Arbeiter oder ein Intelligenter ist, musste er die schwersten Arbeiten ausfÃhren.

David Boder

Was fÃr Arbeiten haben Sie ausfÃhren mÃssen?

Julian Weinberg

Ich musste, zum Beispiel, FuÃboden scheuern eines Tages.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Ich hatte noch einen Fall, als meine Mutter am fÃnften (5.) MÃrz gestorben ist und ich musste sie beerdigen. Da war ich der Einzige auf dem Friedhof; niemand durfte die Leiche begleiten ans Grab. Und als ich vom Friedhof zurÃck kehrte wurde ich auf der Strasse aufgefangen von einem jungen Volksdeutschen und in ein Tor geschleppt und auf dem Hofe musste ich Kohle von einem Fuhrwerk nach dem Keller tragen.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Und das dauerte ein paar Stunden. Da war . . .

David Boder

Und . . .

Julian Weinberg

Das war genau als ich vom Friedhof nach Hause mich begeben wollte.

David Boder

Also, Herr Weinberg, wollen wir das klar haben, also einfach ein Junge, nicht ein Offizier, nicht ein Beamter . . .

Julian Weinberg

Nein.

David Boder

Einfach ein . . .

Julian Weinberg

Das war ein junger . . . so ungefÃhr ein und zwanzig (21) . . . ein junger Mann . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Mit einer Peitsche.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Hat er mich auf der Strasse aufgefangen und in ein Tor geschleppt in ein Haus.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Und dort waren noch andere Juden; es waren angesammelt zirka fÃnfzehn (15) Mann und alle mussten Kohle schleppen.

David Boder

FÃr wen hat man die Kohle geschleppt? Was es eine BehÃrde oder war es private . . .

Julian Weinberg

Das war fÃr die nationale sozialistische Volksorganisation, also N S V.

David Boder

Ja. Und die haben einfach . . .

Julian Weinberg

N S V .

David Boder

. . . Leute auf der Strasse aufgehalten?

Julian Weinberg

Ja.

David Boder

Und gezwungen zu arbeiten.

Julian Weinberg

Ja.

David Boder

Nun?

Julian Weinberg

Als die Arbeit fertig war . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . da wurden Mehrere nach Hause gelassen. Aber mich . . . wenn sie erfuhren ich bin Ingenieur, . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . haben sie mich zurÃck gelassen und ich musste noch zwei (2) Stunden lÃnger bleiben, weil sie mich als Intele . . . als Intellektuellen betrachtet haben. Und ich musste noch zwei (2) Stunden noch Kohle, hm, . . .

David Boder

Schleppen.

Julian Weinberg

. . . schleppen die Kohle, ja, von einem Keller in den Anderen, so eine unbrauchbare Arbeit eigentlich musste ich ausfÃhren.

David Boder

Ach so, das war bloà Schikanerie?

Julian Weinberg

Ja, das war eine reine Schikane . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . und dann erst in den spÃten Abendstunden konnte ich nach Hause gehen.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Ãberhaupt auf der Strasse war es ganz gefÃhrlich fÃr die Juden, weil jeder konnte . . . konnte mit uns machen, was er nur wollte. Das ist nur eine kleine Episode, die ich kurz vor dem, hm, dem Ãbertritt in das Ghetto hatte. Nun . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . war es beschlossen, dass eigentlich die . . . das nach dem Lodzer Ghetto . . . sollte man eigentlich organisiert gehen. Also jeden Tag sollte ein bestimmtes Stadtviertel Ãbersiedelt werden.

David Boder

Bei den Deutschen?

Julian Weinberg

Bei den Deutschen, ja. Hm, dort wo ich wohnte ungefÃhrâdieses Stadtviertel sollte zuerst gehen. Also . . .

David Boder

War das ein besseres Stadtviertel?

Julian Weinberg

Das war ein besseres Stadtviertel, ja. Und, hm, Punkt um siebzehn (17) Uhr wurde unser Haus durch SS Mann . . .

David Boder

Umzingelt?

Julian Weinberg

umzingelt und alle Juden mussten das Haus verlassen. Also die SS MÃnner, die kamen direkt in die Wohnungen, wo Juden wohnten; haben . . . haben . . . haben uns nur fÃnf (5) Minuten Zeit gegeben damit wir sofort die Wohnung verlassen. Also jeder hat . . . konnte nur mitnehmen das Allerwenigste, was er hatte in einem Rucksack, um . . . um sich nach drauÃen auf den Hof zu begeben. Mit meinem Sohn hatte ich auch so einen Fall. Er hat so ein arisches Aussehen. Da hatte er Peitschen bekommen, weil er mit dem Vater mitgehen wollte. Ihm glaubte der SS Mann nicht, dass er Jude ist. Und er dachte, er wollte sich mit den Juden mit schmuggeln. Nun ich musste erst feststellen, dass das mein Sohn ist, dann hat man ihn auch mit genommen.

David Boder

Na, fÃr welches âGlÃckâ wollte er sich mit den Juden mit schmuggeln?

Julian Weinberg

Na, er wollte mit den Eltern gehen.

David Boder

Na ja, ich sage aber, warum soll der SS Mann denken, dass er absichtlich ins Ghetto gehen will?

Julian Weinberg

Aha. Ja, er wusste nicht, er hat vielleicht gedacht, das ist ein Arier, nicht wahr. Dass er vielleicht zufÃllig . . . das war ein, hm, Jungeâer war damals so zirka, hm, hm, fÃnfzehn (15) Jahr, nicht wahr.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Ein kleiner . . . kleiner Junge, nicht wahr. Da dachte der, er hat sich verlaufen.

David Boder

Aha. Nun?

Julian Weinberg

Nun, es war im Winter, es war frostig. Da hat man uns wieder gesammelt auf einem Hof.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Die haben so von verschiedenen HÃusern aus diesem âQuartierâ [Herr Weinberg spricht das franzÃsisch aus]âaus diesem Viertel . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . die Juden angesammelt und wir wussten nicht genau wohin sie uns fÃhren.

David Boder

Sie fÃhren werden.

Julian Weinberg

. . . sie fÃhren werden.

David Boder

Nun sagen Sie mal, Herr Weinberg, ich mÃchte natÃrlich alles hÃren, was Sie sagen. Aber Sie wollen mir bloà eine halbe (  ) Stunde geben.

Julian Weinberg

Ja.

David Boder

Und darum mÃchte ich zu ein paar anderen Fragen kommen. Wie lange waren Sie im Ghetto?

Julian Weinberg

Im Ghetto war ich Ãber fÃnf (5) Jahre, die ganze Zeit. Also ich wollte nur kurz sagen . . .

David Boder

Ja, bitte sagen Sie mir alles . . . [unverstÃndlich; beide sprechen]

Julian Weinberg

. . . nachher . . . nachher, wie wir sind nach dem Ghetto gegangen, haben wir erfahren, dass am selben Tagâdie selben SS MÃnner, dort wo sie in eine Wohnung nicht gleich rein gelassen wurden . . .

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

. . . da haben sie die TÃren aufgebrochen . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

und wo Kranke liegen, liegten und die nicht mit gehen konnten . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . haben die die kranken Leute erschossen.

David Boder

Also wie hat das gekommen . . . [unverstÃndlich; beide sprechen]

Julian Weinberg

Also nachdem, nachdem . . . man erfahren hat . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . dass sie mit solchen Mitteln nach dem Ghetto treiben wollen, dann sind schon in den nÃchsten Tagen alle Juden selbst . . . selbst nach dem Ghetto gegangen.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Also, das sollte dauern, sagen wir eine Woche und in zwei Tagen habe alle Juden selbst die Stadt verlassen, weil sie haben gesehen mit welchen schroffen Mitteln, hm, die Juden behandelt werden. Also wir wurden zu Fuà nach dem Ghetto gebrachtâdarunter waren viele junge MÃdels, alte Frauen in Hausschuhe, manche sind auch barfuss gelaufen . . . auf dem Schnee. Unterwegs mÃssen Viele auch die RucksÃcke weg schmeiÃen, weil es war ihnen zu schwer die Last zu tragen.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Nun sind wir nach dem Ghetto gekommen. Das Ghetto Lodz war vollstÃndig isoliert von der Stadt.

David Boder

Was war es denn?

Julian Weinberg

Es war absolut keine Verbindung mit der Stadt. Es war umzingelt mit Draht . . .

David Boder

Aber es war in der Stadt?

Julian Weinberg

Es war an der Peripherie der Stadt. Man hat ausgewÃhlt die Altstadt.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Das schlimmste Viertel der Stadt.

David Boder

Ah hm.

Julian Weinberg

Das wurde den Juden zugeteilt. Und es wurde rings rum mit Stacheldraht umzingelt und mit Polizeiwache streng bewacht, damit niemand das Ghetto verlassen kann und damit Ãberhaupt keine Verbindung mit der Stadt mÃglich ist. Also anfangs hieà es, dass . . . von uns lebten die Leute noch. Jeder hatte etwas Geld, was sie mitgenommen. Und Manche haben auch etwas Esswaren mitgenommen, etwas Lebensmittel und man konnte so die ersten paar Tage durchbringen. SpÃter hat sich formiert eine sogenannte Ghetto-Verwaltung. Die Ghetto-Verwaltung war eigentlich eine Form von der . . . hm, Stadtverwaltung.

David Boder

Ja. Was meinen sie mit eine . . . ?

Julian Weinberg

Eine Abteilung . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . eine Abteilung war von der Stadtverwaltung.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

An der Spitze der Ghetto Verwaltung stand der bekannte Bieburg.

David Boder

Riebuck?

Julian Weinberg

Bieburg.

David Boder

Ein Jude?

Julian Weinberg

Nein, das war ein Deutscher aus Bremen.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Ein Kaufmann.

David Boder

Wie schreiben Sie seinen Namen?

Julian Weinberg

B- . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . i-e-b-o-w.

David Boder

Bieloff? Ja, nun? Er war ein Kaufmann aus Bremen?

Julian Weinberg

Ja. Und er hat Ãbernommen die ganze Verwaltung. Nun hieà es, die Juden mÃssen im Ghetto arbeiten, sonst werden sie nicht leben kÃnnen. Sie mÃssen auch ihre Existenz verdienen.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Na, da wurden verschiedene âDepartementsâ [Herr Weinberg sagt es auf franzÃsisch] geschaffen, verschiedene Abteilungen, wo dann die Juden arbeiten mussten. Also sagen wir ein Kleider [unverstÃndlich] . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . wo man verschieden KleidungsstÃcke ausfÃhrt . . . die Schneiderabteilungen. Dann waren eine Metallabteilung, einen elektrotechnische Abteilung, hm, Teppichabteilungen., Verschiedene. Die Leute, die nicht . . . die kein Fach besaÃen mussten sich umschulen, um etwas zu tun. NatÃrlich wollten die Juden doch nicht fÃr die deutsche Macht arbeiten. Sie haben nur etwas getan, um den Schein zu geben, als ob sie arbeiten. Sonst hÃtten wir Ãberhaupt keine Lebensmittel von den Deutschen bekommen. Und schlieÃlich war die jÃdische Arbeit die Billigsteâhat sich den Leuten, den Deutschen, gelohnt diese verschiedenen Resorts zu schaffen, obwohl die Arbeit nicht sehr intensiv war.

David Boder

Obwohl die Arbeit nicht so intensiv war, ja?

Julian Weinberg

Ja.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Und die war nicht intensiv, weil die . . . unsere Juden wollten direkt nicht arbeiten fÃr die Deutschen. Es war also eine . . . eine stille Sabotage gegen die Deutschen. Hm. Die Ghetto Verwaltung hat eigentlich doch die besten . . . sehr gute GeschÃfte gemacht, weil sie haben diese Sachen, die im Ghetto verarbeitet wurden, haben diese auf dem linken Markt verkauft, zum Beispiel: . . .

David Boder

Auf dem schwarzen Markt.

Julian Weinberg

Auf dem schwarzen Markt.

David Boder

Wie haben Sie das genannt? Der Linke?

Julian Weinberg

Dem schwarzen Markt, ja.

David Boder

Aber was war das andere Wort dafÃr?

Julian Weinberg

âLinkeâ Markt.

David Boder

War das ein Ausdruck dafÃr?

Julian Weinberg

Ja, Manche nennen es âlinksâ.

David Boder

Ja, das ist in Ordnung, ich will das nur wissen. Nun . . . ?

Julian Weinberg

Auf dem schwarzen Markt haben sie es verkauft ohne Gewerbescheine, nicht wahr. Ohne Scheine.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Zum Beispiel . . . unser . . . unsere, hm, . . . Holzabteilung.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Haben wir zum Beispiel ausgeschoben sehr viele MÃbelstÃcke . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . und Kinderbettchen.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Das haben die ohne Scheine verkaufen kÃnnen, deshalb hat es sich gelohnt, diese Werke zu fÃhren, ja, ja.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Wir haben doch eigentlich . . . wir haben kein Geld bekommen, nur Lebensmittel und sehr wenig. Der beste Beweis dafÃr ist, Tausend von Menschen mussten hungern.

David Boder

Nun?

Julian Weinberg

Durch das Lodzer Ghetto gingen durch Ãber zwei hundert tausend (200000) Menschen. Es waren hauptsÃchlich polnische Juden, es wurden auch aber im Lodzer Ghetto aus Deutschland, aus Ãsterreich und aus der Tschechoslowakei Juden her gebrachtâungefÃhr fÃnfzehn tausend (15000) Juden.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Und gerade diese Leute, die konnten sich so schnell nicht an diese schweren Lebensbedingungen im Ghetto gewÃhnen und da kann man sagen, dass neunzig (90) Prozent dieser Juden, die aus dem Westen kamen, . . .

David Boder

Die vom Ausland kamen . . .

Julian Weinberg

. . . die aus dem Westen kamen, die waren, die mussten den Hungertod mit machen. Auch die polnischen Juden, speziell die Frauen und die Ãlteren Leute, konnten auch nicht mitmachen die schweren Bedingungen und an Hunger und an verschiedenen epidemischen Krankheiten, wie Fleckfieber, Bauchtyphus und Andere sind Viele gestorben. AuÃer diesen normalen StandardfÃllen, wenn man das ânormalâ . . .

David Boder

Nennen.

Julian Weinberg

. . . nennen kann . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . hm, waren diese vielen Deportationen. Es hieà einfach, dass die Deutschen Leute brauchten zu verschiedenen Arbeiten. Und so viele Leute, die sich schlecht gefÃhlt haben im Ghetto, die dachten, auÃerhalb wird es besser sein. Sie gingen zur Arbeit, aber sie kamen nicht mehr zurÃck. Viele Deportationen wurden bei uns ausgefÃhrt durch die BehÃrden und zwar durch die Gestapo in Verbindung mit dem Rassenamt. Die Dispositionen, wie uns bekannt wurde, sind aus Berlin gekommen. Und so hieà esâman muss jetzt zehn tausend (10000) Mann deportierenâimmer hat es geheiÃen âzur Arbeitâ. Aber die Leute sind nie mehr wieder gekommen. Eines schÃnen Tages haben sie die sogenannte Dienst-Sperre in unserem Ghetto eingefÃhrt.

David Boder

Dienst-Sperre?

Julian Weinberg

Dienst Sperre.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . eingerichtet. Da kamen die SS Leute . . . Evakuierung . . . alle Leute mussten runter. Es wurde eine Selektion gemacht, wer evakuiert werden sollte und wer bleibt. Also Frauen und die MÃnner, die schlecht ausgesehen haben, die wurden auf Autos und Lastwagen geladen und nach Sammelstellen gebracht. Dort kam der sogenannten âRollkommandoâ . . . Rollkommando.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

Das waren SS Leute auf schweren, groÃen Lastautos mit AnhÃnger. Dort wurden alle Juden . . .

David Boder

AnhÃnger heiÃt âtrailerâ, ein zweiter Wagen.

Julian Weinberg

Ja, ein zweiter Wagen. Diese Leute wurden gepackt auf diese Autos und weg geschafft. Auch wurden die SpitÃler von den Schwerkraken befreit. Die Kinder wurden aus den SpitÃlern und aus den Kinderheimen raus geschafft.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Manche wurden direkt auf die Autos geschmissen, nicht wahr und das alles so raus gefÃhrt.

David Boder

Haben Sie das selbst gesehen?

Julian Weinberg

Das habe ich selbst gesehen, ja. Und interessant ist das, dass spÃter die KleidungsstÃcke von diesen armen Leuten, die weggebracht wurden, sind die selben alten KleidungsstÃcke wieder nach . . . ins Ghetto zurÃck gekommen. Also als spÃter . . .

David Boder

Zu welchem Zweck?

Julian Weinberg

Diese alten KleidungsstÃcke sollten dienen . . . fÃr diese Juden, die noch geblieben sind.

David Boder

Zu welchem Zweck?

Julian Weinberg

Wir blieben doch im Ghetto Ãber fÃnf (5) Jahre. Aus diesen alten KleidungsstÃcken, aus diesen alten Schuhen, die zerrissen zurÃck kamen, weil die haben gesucht verschiedene, hm, . . . Wert . . . WertgegenstÃnde in den KleidungsstÃcken, darum waren die KleidungsstÃcke zerrissen, aufgeflickt. Auch die Schuhe wurden in unserem Ghetto . . . wurden die besseren Sachen hergerichtet und dann teilweise an die Ãber gebliebene BevÃlkerung im Ghetto verteilt und teilweise wurde auch das noch von den Deutschen raus geschafft fÃr die Bombardierten, die bombardierte deutsche BevÃlkerung.

David Boder

Nun, hm, und sie waren ganze fÃnf (5) Jahre in dem Ghetto?

Julian Weinberg

Jawohl.

David Boder

Haben Sie sich an der Gemeinde beteiligt?

Julian Weinberg

Ich habe mich in der Gemeinde selbst wenig beteiligt, denn bei uns war so ein Ãltester der Juden . . .

David Boder

Was war der Name?

Julian Weinberg

Er war sehr selbststÃndig . . . Rumkovski.

David Boder

Was?

Julian Weinberg

Rumkovski.

David Boder

Ja, ich habe den Namen schon von Anderen gehÃrt.

Julian Weinberg

Jawohl. Er hat die Befehle bekommen, direkt von der Ghetto-Verwaltung und er hat selbst die Befehle ausgefÃhrt, soweit es in seiner Macht war. Ich wollte mich direkt an diesen Sachen nicht beteiligen, . . .

David Boder

Lebt er noch?

Julian Weinberg

. . . weil ich ein Gegner der ganzen Politik war und ich musste mich fern von dieser ganzen Sache halten. Hier . . .

David Boder

Lebt Rumkovski noch?

Julian Weinberg

Nein, Rumkovski lebt nicht mehr.

David Boder

Wer . . .

Julian Weinberg

Er wurde vernichtet von den Deutschen in Auschwitz. Die letzte Evakuierung war im Monat August neunzehn hundert vier und vierzig (1944). Also dann kam der OberbÃrgermeister von der Stadt und auch der Amtsleiter von der Ghetto-Verwaltung. Sie haben Reden gehalten, sie haben gesagt, dass jetzt hat sich in Deutschland die ganze Politik geÃndert . Deutschland braucht Hunderte zur Arbeit, Deutschland wurde bombardiert, viele deutsche StÃdte wurden vernichtet. Diese StÃdte muss man wieder aufbauen und deshalb mÃssen auch die jÃdischen KrÃfte dazu . . .

David Boder

BenÃtzt?

Julian Weinberg

. . . benÃtzt werden. Dann war eine Kommission von GenerÃlen, eine . . . eine MilitÃrkommission und die haben beschlossen, dass Lodz befinde sich in der NÃhe der Front . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . und man werde nicht in der NÃhe der Front so viele Juden halten. Das ist nicht richtig. Sie wollen, sie wollen den Juden helfen . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . eigentlich, weil sie sollen nicht in der NÃhe der Front bleiben und deshalb haben wir verabredet, wir sollen raus fahren und werden bessere Arbeit und gute Lebensbedingungen haben und das eigentlich, das haben die, hm, mit so einer . . . Hm, mit so einer . . .

Julian Weinberg

Ja.

David Boder

Aufrichtigkeit? Sincerety!

Julian Weinberg

Aufrichtigkeit gesagt, dass die Leute dachten, die wollten die Leute Ãberzeugen, dass sie bessere Arbeiten und bessere Bedingungen haben werden. Es hat sich aber raus gestellt, alle Juden evakuiertânicht nach den bombardierten StÃdten, sondern alles ging nach Auschwitz, das ist das bekannte Vernichtungslager. Und dort in Auschwitz wurden die Leute wieder einer Selektion unterworfen und die Meisten mussten durch das Krematorium durch gehen und dort haben sie ihr Leben beendet.

David Boder

Waren Sie in Auschwitz?

Julian Weinberg

Ich war nicht in Auschwitz. Ich wurde . . . ich bin geblieben zwischen acht hundert sechzig (860) Menschen, die im Lodzer Ghetto Ãber bleiben mussten. Das war eine Kolonne von den Deutschen gemacht, die das Ghetto ausrÃumen sollten.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

AufrÃumen, das heiÃt diese MÃbelstÃcke, die geblieben sind, diese noch alle KleidungsstÃcke, Kissen und hm, . . .

David Boder

Kissen und bedding . . .

Julian Weinberg

Ja, das ganze Bettzeug mÃssen wir zusammen legen und das alles wurde nach der Stadt geschafft von den Deutschen.

David Boder

Nun.

Julian Weinberg

Das dauerte paar Monate. Wir, als die letzten siebzig tausend (70000) Mann, die nach Auschwitz gebracht wurden, wurde doch das Ghettostadt verkleinert und wir diese Ãberbleibt . . . Ãberbliebenen acht hundert und sechzig (8670) Mann und Frauen, wir wurden in zwei (2) Fabrik . . . hm, WohnstÃtten . . .

David Boder

Untergebracht?

Julian Weinberg

. . . lokalisiert.

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Die MÃnner in einem . . . in einem FabrikgebÃude . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

. . . und die Frauen in dem Anderen.

David Boder

Wo war Ihr Sohn?

Julian Weinberg

Mein Sohn war mit mir.

David Boder

Hm.

Julian Weinberg

. . . und meine Frau mit meiner Tochter waren . . . waren auf der anderen Seite.

David Boder

Sind die jetzt alle noch hier?

Julian Weinberg

Also man hat . . . Jawohl. Man hat uns direkt in diesen zwei GebÃuden lokalisiert das war eigentlich so ein Lager und von diesem Moment hat man uns betrachtet, wie ein Lager, wie in Auschwitz oder Dachau oder Andere. Wir waren unterworfen allen, allen hm, hm, strengen, hm, . . . hm, . . .

David Boder

Disziplin?

Julian Weinberg

. . . allen strengen, ja, hm, . . .

David Boder

Und Regeln?

Julian Weinberg

. . . und Regeln der, der Lager. Also jeden Morgen mussten wir uns auf dem Hof sammeln zum Appell . . .

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Da kamen die SS Leute, sie haben verteilt alle Leute fÃr diese Arbeit. Dabei hat sich die ganze Sache bis neunzehnten (19.) September . . . bis Januar . . . bis zum neunzehnten (19.) Januar neunzehn hundert fÃnf und vierzig (1945), wo . . . an welchem Datum unsere Stadt von Russen und dann vom heranziehenden polnischen MilitÃr befreit wurde. In den letzten Tagen, als wir sahen, dass sich die russische Offensive von Warschau herannaht, Sie mÃssen wissen, dass wir hatten auch ein verstecktes Radio im Lager. Da wussten wir ungefÃhr, wie sich die Sache verhÃlt. Da haben wir . . . drei (3) Tage vor Befreiung der Stadt, . . . haben wir alle versteckt. Wir haben unser Lager verlassen und haben wir versteckt im Ghetto, was noch umzingelt wurde. Aus dem Ghetto konnten wir nicht raus, weil es war durch . . .

David Boder

Bewacht?

Julian Weinberg

. . . durch Polizeiwache besetzt.

David Boder

Das war nicht das Lager Polizei?

Julian Weinberg

No. Das Lager selbst hatte . . . hatte keine deutsche Polizei Wacheânur das ganze Ghetto. Wir sind nachts aus dem Lager raus und haben uns versteckt in verschiedenen Bunkern, in verschiedenen Kellern und auch in DachbÃden der HÃuser. Ich selber habe mich versteckt in einer Transformatoren Station. Das war ein Hochspannungsraum, wo ich meine Familieâinsgesamt habe ich dreiÃig (30) Personen dort versteckt. Und aus diesem Grunde bin ich am Leben geblieben. Die Deutschen, wie wir spÃter erfahren haben, sind auf unseren Hof gekommen und dort haben sie nur anstatt acht hundert sechzig (860) Mann, haben sie nur drei und zwanzig (23) Leute gefunden. Die haben einen groÃen Radau gemacht: âWo sind die Anderen?â. Die Leute konnte darauf nicht antworten und sie haben gesagt: âJa, die sind raus aus dem Lager.â Da haben sie die drei und zwanzig (23) Mann verhaftet. Sie haben sie nicht erschossen, sondern verhaftet. Und sie haben beschlossen den Rest, Ãber acht hundert Leute, die sich versteckt haben, haben sie beschlossen aus den Wohnungen raus zu ziehen und dann wollten sie eine gemeinsame . . .

David Boder

Exekution.

Julian Weinberg

. . . Exekution ausÃben, weil sie haben schon von vorne hereinâdurch Judenâneun (9) SammelgrÃber auf dem Friedhof ausfÃhren lassen, und davon wussten wir. Und dort wollten sie uns alle hinschaffen und dann in diesen MassengrÃbern wollten sie uns vernichten. Also am ersten Tage, nachdem sie die drei und zwanzig (23) Mann verhaftet haben, es waren zirka hundert zwanzig (120) SS MÃnner mit Gewehreâhaben sie uns aufsuchen wollen. Am ersten Tage haben sie zirka siebzig (70) Leute doch aufgefunden . . . zirka siebzig (70) Mann. Sie haben sie noch nicht erschossen. Sie haben sie auch zusammen mit den ersten drei und zwanzig (23) Leuten . . . haben sie auch verhaftet. Und sie sind gekommen am nÃchsten Tag . . . am nÃchsten Tag wollten sie den Rest auffinden. Nun haben sie auch Hunde mitgebracht. Mit Hunden wollten sie die Leute finden. Am nÃchsten Tag haben sie wieder etwas Leute gefunden, alle wieder verhaftet. Es verging noch eine Nacht und dann mussten sie schleunigst die Stadt verlassen. Und so . . . die rest . . . die restlichen Leute, die im Ghetto verblieben, . . . die haben sich auf diese Weise gerettet. Und auch diese Leute, die verhaftet, die wurden spÃter von uns befreit.

David Boder

Ein Moment.

David Boder

[In English] This ends Spool 49, a report by the engiâ . . . [ends abruptly]

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In German] You can speak Yiddish or German, as you wish.

Julian Weinberg

Hm.

David Boder

Where are you from?

Julian Weinberg

I come from . . . from Lodz

David Boder

Ja.

Julian Weinberg

Poland.

David Boder

Poland. What is your full name?

David Boder

[In English] August 17, 1946. Paris, Grand Hotel . . . Hotel, Spool Number 49. An Illinois Institute of Technology recording. The interviewee is the engineer Julian Weinberg, from Lodz, Poland.

David Boder

[In German] Now then, Mr. Weinberg, will you please tell us again, what is your name, and where you are from?

Julian Weinberg

My name is Julian Weinberg, from Lodz, Poland.

David Boder

What are you doing now in Lodz, Mr. Weinberg?

Julian Weinberg

I am now the managing director of the Electric Works, Lodz.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

One of the larger electric plants.

David Boder

Yes. Now tell me, were you also before the war connected with these works?

Julian Weinberg

Yes. I worked before the war too, in this plant since 1911 . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . and in the year . . . this year, 1946, I have celebrated the thirty-fifth Jubilee of my services in these electric plants.

David Boder

Yes. But you look like a very young man, Mr. Weinberg. How old are you?

Julian Weinberg

I was born in 1890 . . .

David Boder

Aha . . .

Julian Weinberg

I am fifty-six years old . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

And as a twenty year old man I already took over the post of engineer in the Electrical Works of Lodz.

David Boder

So that was still when . . .

Julian Weinberg

Right after . . . that was in 1911âthat means, short after my graduation.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

I studied in Paris. I was . . . I studied mathematics at the Sorbonne and then I graduated from the Politechnicum in Nancy.

David Boder

So, then, you were an engineer during the time Poland was [part of] Russia.

Julian Weinberg

Sure.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

Exactly!

David Boder

You were employed in spite of being a Jew?

Julian Weinberg

Yes . . . when Poland still belonged to Russia.

David Boder

Now tell me then, Mr. Weinberg . . .

Julian Weinberg

That was 'Congress Poland.'

David Boder

Yes. I am a bit nervous [uneasy] because you don't want to give me more than half an hour. And I know that you have to tell a great deal. I therefore should like to ask you . . . to ask you the following things. Answer a few questions. Where were you when the Germans marched into Poland?

Julian Weinberg

In the last war?

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

I was then in Lodz.

David Boder

You were in Lodz at you job.

Julian Weinberg

At my job. Yes.

David Boder

For how long did the Germans leave you alone [did not bother you]? [Pause.] How long did you continue working after the arrival of the Germans?

Julian Weinberg

After the arrival of the Germans I worked . . . [pause]

David Boder

Nu . . .

Julian Weinberg

. . . Two months.

David Boder

Two months.

Julian Weinberg

Two months . . .

David Boder

What have . . . ?

Julian Weinberg

. . . And then . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . our plant was taken over by an SS man . . .

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And I, as a Jew, had to leave my post. And so . . .

David Boder

And what did you do then?

Julian Weinberg

Then an order came that all Jews were to leave the city, in order . . . to the ghetto.

David Boder

. . . to move?

Julian Weinberg

To move . . . Yes.

David Boder

[Aside:] Do you talk Yiddish better?

Julian Weinberg

Makes no difference. [Footnote 1: His language difficulty may be due to two factors. (1) Long ghetto experience. (2) The strict adoption of the official Polish language after the liberation of Poland. âD.P.B.]

David Boder

Now then. Describe to us, as an intelligent person [educated person], as an engineer . . . describe to us the ghetto of Lodz.

Julian Weinberg

Even before we moved to the Ghetto we received such . . . [word not clear] marks of discrimination [??] as the armband, the yellow armband, so that we would be recognized on the streets as Jews. And then that appeared not enough to them, so they pasted [on us] such yellow stars from the front and on the back, so that from all sides it would be recognizable that here walks a Jew. Naturally the going about town was almost impossible for the Jews, because they were grabbed by the Germans on the streets. The Jews were [then] taken for most common labor. Regardless of who it was, whether he was a laborer or an intellectual, he had to perform the hardest forms of labor.

David Boder

What kind of work were you compelled to do?

Julian Weinberg

I, for example, was compelled one day to scrub floors . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

I also had an experience, when my mother had died on the fifth of March and I had to bury her. I was then the only one at the cemetery. Nobody was permitted to accompany the body to the grave, and when I was returning from the cemetery, I was grabbed on the street by a young Folk-German, dragged through a gate; and in the yard I was compelled to carry coal from a cart to the cellar . . .

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And that lasted several hours.

David Boder

And [word not clear]

Julian Weinberg

That was precisely when I was about to return home from the cemetery.

David Boder

Now then, Mr. Weinberg, let us have that straight. Simply a boy, not an officerânot an official . . .

Julian Weinberg

No . . .

Julian Weinberg

That was a boyâa young man of about twenty years of age . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

With a whip.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

He grabbed me on the street and dragged me through the gate of a building.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

And there were many other Jews. About fifteen people were assembled there and all of them had to carry coal.

David Boder

For whom was the coal carried? Was it a government office, or was it a private . . .

Julian Weinberg

That was for the National Socialist Peoples' Union [Nazy Party]; it was NSV.

David Boder

Yes . . . And they simply . . .

Julian Weinberg

NSV.

David Boder

. . . were detaining people on the streets . . . ?

Julian Weinberg

Yes . . .

David Boder

. . . to make them work:

Julian Weinberg

Yes.

David Boder

Now then . . .

Julian Weinberg

As the work was completed . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . several were released to go home; but I, when they learned that I was an engineerâ

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

I was detained, and I had to remain for two hours longer, because they considered me an intellectual and I was compelled for another two hours to . . .

David Boder

drag . . .

Julian Weinberg

. . . to drag the coal. Yes. From one cellar to the other, I had to perform a perfectly useless task.

David Boder

Oh, that was simply chicanery.

Julian Weinberg

That was pure chicanery . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

And then, only at [late] hours, in the evening, was I able to go home.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

In general, it was dangerous for the Jews in the streets, because everybody could do with us as he pleased. That was but a small episode which I experienced shortly before my entrance into the Ghetto . . . Then . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

It was decided that we should go to the Ghetto of Lodz in an organized manner. For instance, every day a certain section of the city should be resettled.

David Boder

By the Germans?

Julian Weinberg

By the Germans, yes. Where I lived . . . about . . . this section was to go first. And so . . .

David Boder

Was that a better section.

Julian Weinberg

And at 17 hours sharp [5 p.m.] our home was by the SS men . . .

David Boder

surrounded?

Julian Weinberg

. . . surrounded, and all the Jews had to abandon the city. The SS men entered the apartments directly, occupied by the Jews; have . . . have . . . gave us only five minutes time to leave the apartments instantly. And so everyone could take with him . . . only the least trifle of his possessions in a knapsack, and then step out into the yard. I had a peculiar incident happen with my son. He has a kind of an 'Aryan' look. So he was struck with a whip because he wanted to go with his father. The SS man did not believe that he was Jewish. And he thought that he wanted to smuggle himself away with the Jews. I had first to prove that . . . that he was my son, and so he was taken with us.

David Boder

Now for what 'lucky' purpose would one want to smuggle himself away with the Jews?

Julian Weinberg

Because he wanted to go with his parents.

David Boder

That's true. But how could an SS man think that anybody would intentionally [voluntarily] go to the Ghetto?

Julian Weinberg

[His language becomes rather erratic] He [the SS] did not know. He might have thought that he was an 'Aryan,' you see? That by chance that was a boyâHe was that time . . . about . . . about fifteen years old, you see?

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

He was still young . . . young boy, you see? So he thought he may be up to some mischief. [Footnote 2: The SS often had trouble with children, Jewish and Christian alike. The 'transports' often looked like enticing adventures and young boys, not yet assigned for deportation, would join them not to be separated from a parent or, as if intending to become mascots in the lagers, which were pictured, at times, to the deportees, as most attractive installations. âD.P.B.]

David Boder

Aha. Now . . .

Julian Weinberg

Now, that was in the winter. It was freezing. We were again assembled in a yard.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

All the Jews from the various houses of this region, this section . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . were assembled, and we did not know exactly where they would lead . . .

David Boder

. . . lead you?

Julian Weinberg

lead us.

David Boder

All right. Now tell me, Mr. Weinberg, I am, of course, eager to hear anything you say. But you have promised to give me only a half hour.

Julian Weinberg

Yes.

David Boder

And that is why I should like to come to other questions. How long were you in the Ghetto?

Julian Weinberg

I was in the Ghetto over five years. That is all the time [of the German occupation]. I only wanted to tell you briefly . . .

David Boder

Yes. Please tell everything . . . [a few words not clear]

Julian Weinberg

Afterwards . . . afterwards . . . how we went to the Ghetto. We learned . . . the same day . . . the same SS men . . . if they were not instantly admitted to an apartment . . .

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

They would break down the doors . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . and where there were sick who could not go with them . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . they shot the sick people.

David Boder

Now how come [not clearâboth talk together]

Julian Weinberg

After we learned . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . that they intended to drive people to the Ghetto by such means. So the following days all the Jews went to the Ghetto on their own.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

So, although it [the resettlement] was to last a week, all the Jews left the town on their own, because they have seen the inhuman methods with which the Jews were treated. And so we were taken to the Ghetto on foot; among us were many young girls, old women in bedslippers. Some were running even barefooted on the snow. En route we had to throw away the rucksacks because the burden was too heavy to carry.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And so we arrived in the Ghetto. The Ghetto of Lodz was completely isolated from the city.

David Boder

What was it?

Julian Weinberg

There was absolutely no communication. It was surrounded with wire . . .

David Boder

But it was in the city?

Julian Weinberg

It was on the outskirts of the city.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

They selected the suburb.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

A section . . . the worse section of the city.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

That was assigned to the Jews. It was surrounded with barbed wire, and strictly guarded by police guards; so that nobody may leave the Ghetto, and there were to be no communication with the city whatsoever . . . Yes . . . [Pause] at the beginning it was said . . . that . . . at the beginning people still lived . . . Everybody still had some money which he took with him . . . and some people had taken some food also, provisions. And one could manage the first few days. Afterwards there was formed a so-called Ghetto Council. This Ghetto Council was actually an outgrowth of the . . . of the City Council.

David Boder

Yes. What did you say, a . . . ?

Julian Weinberg

. . . a branch . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . a branch of the City Council.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

At the head of the Ghetto Council stood the famous Bieburg.

David Boder

Riebuck?

Julian Weinberg

Bie-burg [?].

David Boder

A Jew?

Julian Weinberg

No. That was a German from Bremen.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

A businessman [ a merchant].

David Boder

How do you spell his name? [The enunciation of the name still appeared indistinct]

Julian Weinberg

B . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

iâeâbâoâw

David Boder

Bielow [pronounced Bee-loff]?

Julian Weinberg

Bielow.

David Boder

Yes. Now then, he was a merchant from Bremen?

Julian Weinberg

Yes. And he took over the whole management [council]. Now it was proclaimed that the Jews in the Ghetto had to work, otherwise they shall be unable to live. They were to earn their existence.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

Well, then there were created various shops [?], various outfits where the Jews were compelled to work. Let us say, a clothing shop . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . where all kind of clothing was produced . . . the tailoring details. Then there were metal details, and electrical details, a rug detail, various . . . The people who had no . . . had no trade, had to reeducate themselves in order to do something. Naturally the Jews did not wish to work for the German power [state]. They were doing only a little bit in order to give an impression as if they were working. Otherwise we would have gotten no provisions from the Germans. However, Jewish labor was the cheapest as it was worthwhile for the peopleâthe Germansâto create these various shops although the interestive work was not very interestive.

David Boder

Although the work was not very intensive?

Julian Weinberg

Yes.

David Boder

Yes.

Julian Weinberg

And it was not intensive because our Jews actually did not wish to work for the germans. It was a kind . . . a kind of silent sabotage against the Germans [Pause]. However, the Ghetto Council did good business in spite of that, because they were selling . . . They were selling the products that were manufactured in the Ghetto on the 'Left' market. For example . . .

David Boder

On the black market?

Julian Weinberg

. . . on the black market.

David Boder

What did you call it, the 'Left' . . . ?

Julian Weinberg

. . . the black market, it was . . .

David Boder

But what was the other word for it?

Julian Weinberg

'Left' market.

David Boder

Did they use that expression?

Julian Weinberg

Yes. Some were [called it] 'Left.'

David Boder

Yes. That is all right, I just want to know it. Now then . . .

Julian Weinberg

They sold on the 'black' without ration certificates,you see? Without certificates . . . [may also mean 'purchase permits'].

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

For instance . . . our wood detail.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

We constructed, for instance, very many pieces of furniture . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . and little beds for children.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

These they could sell without [purchase] certificates, and that is why it was [one word not clear] worthwhile for me to manage these works for us.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

To be sure. We were not getting any money, but only provisions, and very little. The best proof of it is that thousands of people were compelled to starve.

David Boder

Now . . .

Julian Weinberg

Through the Lodz[?] Ghetto in excess of two hundred thousand people have passed. These were mostly Polish Jews; but there were also Jews from Germany, from Austria, and from Czechoslovakia brought also to the Lodz Ghetto, about fifteen thousand Jews.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And these people were precisely the ones who were unable to adjust rapidly to the hard living conditions in the Ghetto. And it is possible to say that 90% of these Jews . . .

David Boder

. . . who have come from abroad?

Julian Weinberg

. . . who have come from the West were among those who were driven to death by starvation. Also the Polish Jews, especially the women, were neither able to stand the hard conditions, and many perished from hunger and various epidemic illnesses, such as spotted fever, intestinal typhus, and the like. Besides, these 'normal' [natural] cases of death, if that could be . . .

David Boder

. . . called . . . ?

Julian Weinberg

. . . called 'normal' . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . There were these many deportations. It simply was said that the Germans were in need of people for various kinds of work. And so many people who were feeling bad in our Ghetto applied [for such work]. They thought that 'outside' it would be better. So they departed for work . . . but they never returned. Many deportations took place from our Ghetto, managed by the [word not clear], particularly by the Gestapo in coordination with the [nameâword not clear] authority. These orders which were imparted to us arrived from Berlin. And so it was proclaimed that ten thousand people are to be deportedâalways it was said for work. But the people never returned. One 'nice' day they established in our Ghetto a so-called 'passage [?] blockade!' . . .

David Boder

Passage [?] blockade . . . ?

Julian Weinberg

Passage [?] blockade.

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . was established. And the SS men came . . . [word not clear]. All Jews had to assemble. They made a selectionâwho was to be evacuated and who was to remain. And so women and men who looked bad were embarked on carts and on trucks, and taken to assembly points. There came the so-called 'roll-commando' [transportation detail], 'roll commando.'

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

Those were SS men on heavy, large freight autos, with trailers. There all the Jews . . .

David Boder

[A check on the German word] AnhÃnger means trailers, a second vehicle . . .

Julian Weinberg

Yes, a second vehicle. There the people crowded into these autos and were removed. Also the hospitals were cleared of the gravely ill. The children were removed from the hospitals and from the homes, the childrens' homes . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

Some of them were actually thrown on the autos, you see?

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And in this manner all that was carted away.

David Boder

Have you seen it yourself?

Julian Weinberg

This I have seen myself. Yes . . . It is interesting that . . . that afterwards the clothes of these unfortunate people who were shipped away . . . these same old clothes were returned to the Ghetto. And so as later . . .

David Boder

For what purpose?

Julian Weinberg

These old pieces of clothing should be used by the Jews who had still remained, because . . .

David Boder

[word not clear]

Julian Weinberg

. . . We remained in the Ghetto for more than five years. Of these old pieces of clothing, of these old shoes which came back torn, because they were searching for various valuable . . . valuable objects [hidden] in the clothes; so the clothes were torn up, altered. The shoes as well. In our Ghetto the better things were repaired, and then partly distributed among the remaining population in the Ghetto, and partly it was also shipped out by the Germans for the bombed-out German population. [Pause]

David Boder

Now then . . . And you spent five full years in the Ghetto?

Julian Weinberg

Yes.

David Boder

Did you participate in community [affairs/?

Julian Weinberg

I participated but little in the community [affairs], because we had one elder of the Jews . . .

David Boder

What was his name?

Julian Weinberg

. . . He was very much on his own [overbearing] . . . Rumkowski. [Footnote 3: This name appears in several interviews, always in an unfavorable light. His role appears especially precarious in the deportation and alleged subsequent annihilation of several thousand Jewish children from the Lodz Ghetto. âD.P.B.]

David Boder

What?

Julian Weinberg

Rumkowski.

David Boder

Yes. I have heard already that name from others.

Julian Weinberg

Certainly. He received the orders directly . . . the orders from the Ghetto management, and he afterwards executed the orders . . .

David Boder

Oh . . .

Julian Weinberg

. . . as far as it was in his power. I did not want to participate directly.

David Boder

Is he presently alive?

Julian Weinberg

In these things, because I was opposed to the whole politics and I had to keep away from that whole business. Here . . .

David Boder

Is Rumkowski still alive?

Julian Weinberg

No, Rumkowski is not alive anymore.

David Boder

Who . . .

Julian Weinberg

He was annihilated by the Germans in Auschwitz. And so the last evacuation took place in the month of August, 1944. At that time the Oberburgermeister of the city came and also the functionaries of the Ghetto management. They made speeches, they told us that now the whole [trend of] politics has changed in Germany. Germany needs workers by the hundreds; Germany was bombarded, many German cities have been annihilated. These cities must be rebuilt and therefore, also the Jewish labor must . . .

David Boder

. . . be used?

Julian Weinberg

. . . be made use of. Then there was a commission of generals, all of . . . a military commission, and they have decided that Lodz is located near the front . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . and it would not be right to keep so many Jews near the front. That was not right. They wanted to help the Jews . . .

David Boder

Yes . . .

Julian Weinberg

. . . so that they may not remain in the front zone, and therefore they have arranged [?] that we should leave, and we shall have better work, good living conditions and that they . . . have . . . with such . . . [he is here completely confused in search of the proper words]. Oh . . .

David Boder

[Trying to guess the meaning] With such [apparent] frankmess

Julian Weinberg

Yes . . .

David Boder

[In English] sincerity?

Julian Weinberg

. . . frankness presented [the proper word would have been cunning, slyness] that the people . . .

David Boder

. . . conviction?

Julian Weinberg

Yes . . . That . . . they actually wanted to convince the people that . . . that they would have better work and better conditions. But what revealed itself [what actually happened ?], all the Jews were evacuated, not to the bombed-out cities, but everything [this pronoun refers, of course, to people; but like in so many other instances reflects the helplessness, the doom, the humiliation of the people concerned] went through Auschwitzâthrough the famous extermination camp. And there in Auschwitz the people were subjected again to a selection and most of them were compelled to pass through the crematories and there they ended their lives.

David Boder

Were you in Auschwitz?

Julian Weinberg

I was not in Auschwitz. I was . . . I remained among eight hundred and sixty people who were compelled to remain in the Ghetto of Lodz. That was a detail assembled by the Germans who were supposed to put the Ghetto in order.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

Put in order [straighten up]; that means to assemble the pieces of furniture that have remained, the . . . all the pieces of clothing, pillows [?] [He badly searches for words]

David Boder

. . . pillows and [In English:] bedding, [the confusion of the language by the interviewee obviously affects also the interviewer; like in the case of a normal individual talking to a stuttererâagain in German] bedclothes.

Julian Weinberg

. . . The bed . . . Yes, all the bedding.

David Boder

Nu . . .

Julian Weinberg

That lasted a few months. We . . . as the last seventy thousand people were taken to Auschwitz the Ghetto became greatly reduced, and we, the remaining eight hundred and sixty men and women . . . we were in two factory buildings [search for words] billetted?

David Boder

. . . housed?

Julian Weinberg

Yes. The men in one . . .

David Boder

[Words not clear]

Julian Weinberg

. . . in one factory building, and the women in another factory building.

David Boder

Where was your son? [?]

Julian Weinberg

That was . . . my son was with me.

David Boder

Hm . . .

Julian Weinberg

And my wife and my daughter were . . . were . . .

David Boder

On the other side . . . ?

Julian Weinberg

. . . on the other side. And so . . .

David Boder

Are they with you now?

Julian Weinberg

Yes. We were housed directly in these two buildingsâwhich have become some kind of lager, and from this instant we were regarded as a lager, like in Auschwitz, Dachau or the kind. We were subject to all disciplinary . . .

David Boder

All discipline . . . ?

Julian Weinberg

. . . all discipline . . .

David Boder

. . . and rules . . . ?

Julian Weinberg

. . . and rules of the lagers. That meant, every morning we had to assemble on the yard for appell . . .

David Boder

Yes.

Julian Weinberg

Then the SS men would come. They assigned the people to various labor tasks. So this business dragged on until the 19th of September . . . January . . . until the 19th of January, 1945, on which date our city was . . . was liberated by the Russians and the then onmarching Polish armies. Now, during the last days, as we saw that the Russian offensive approached from Warsaw . . . You must know that we had a concealed radio also in the lager. We knew, therefore, approximately how the events stood. And so three days before the liberation of the city we all hid ourselves. We abandoned our lager and we hid ourselves within the Ghetto because it was . . .

David Boder

guarded . . . ?

Julian Weinberg

. . . occupied by a police guard.

David Boder

Was that not the lager police?

Julian Weinberg

No [He uses the word 'only']. The lager proper had no German police guard, only the Ghetto as a whole. We got out of the lager at night and hid in various bunkers, in various buildings, in cellars, and in the attics of the buildings. I, personally, hid myself in a transformer station. That was a high tension room, where I have [hidden] my family. Altogether I hid there thirteen persons. And for that reason I remained alive. The Germans, as we learned later, had come into our yard and there they found, instead of eight hundred and sixty persons, only twenty-three individuals. They made a big 'to-do,' 'Where are the others?' The people were unable to give a reply. And they said, 'Yes, they got out of the lager.' And they arrested the twenty-three persons. They did not shoot them, only arrested them. And they decided to drag out of the apartments the rest of the eight hundred people who had hidden themselves, and then proceed with a general . . .

David Boder

Execution.

Julian Weinberg

. . . execution . . . [We know that] because they had dug with Jewish labor nine mass graves on the cemetery. We knew about that. And they intended to get us all out there and to annihilate us in these mass graves. [Footnote 4: The preposition in should stand although it is not sure whether it is correct in this particular case. During the occupation of Siberia by the Czechs it was reported that in one case (Omsk) they made the condemned menâabout fifteen personsâfirst step into a shallow grave, fired a few random salvos, and then shoveled the earth over them without individual examination of the bodies for signs of life or coup de grace. âD.P.B.] And so the first day after they had arrested these twenty-three personsâthere were about a hundred and twenty SS men with armsâthey wanted to find us . . . The first day they were indeed able to find about seventy people, about seventy persons. They did not shoot them yet. They arrested them also, like the first twenty-three persons. And they came the next day . . . the next day they wanted to find the rest. Now they brought dogs with them. They wanted to find the people by means of dogs. The next day they found a few people again. All [were] arrested again. Another night went by and then they were compelled to abandon the city on the sly. And so the saved . . . the remaining people, who had stayed over in the Ghetto . . .

David Boder

[Not clear]

Julian Weinberg

. . . have saved themselves in this manner, and also the people who were arrested were later set free by us.

David Boder

One moment.

David Boder

[In English] This ends Spool 49, a report by the engiâ . . . [ends abruptly]