David P. Boder Interviews Edith Zierer; September 8, 1946; Bellevue, France

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] Chicago, November the 14, 1950. This is reproduction Spool 116B. The interviewee is Edith Zierer. Boder.

David Boder

We have now another young girl.

David Boder

[In German] Wie heiÃen Sie?

Edith Zierer

Edith Zierer.

David Boder

Edi?

Edith Zierer

Edith.

David Boder

Edith. Und der erste Name?

Edith Zierer

Zierer.

David Boder

Zierer. Schreiben Sie Ihren Namen C . . . ?

Edith Zierer

Nein, Z-I-E . . .

David Boder

Z . . . ? Schreiben Sie mir das auf. Ihr erster Name ist Edith, nicht wahr?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Aha. Und Sie sind bloà gewÃhnt den letzten Namen zuerst zu sagen. Sie sprechen deutsch, nicht wahr?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Also, nun Edith, wie alt sind sie?

Edith Zierer

FÃnfzehn (15).

David Boder

FÃnfzehn (15).

David Boder

[In English] We are starting at the, hm, we are starting at the fifteenth minute of the Spool number 116, an interview with Edith Zierer, age 15, at Bellevue near Paris, a home for displaced children, hm, who are here with a group of teachers, which, hm, hm, removed them from Poland.

David Boder

[In German] Also, also sagen Sie mir, Edith, wo waren Sie wenn der Krieg angefangen hat?

Edith Zierer

Wie der Krieg angefangen ist, da bin ich aus Katowitz nach Schlesien, nicht, nach Krakau und dann mit den Eltern zusammen nach Lemberg.

David Boder

Aha. Sagen Sie mir, wie viel . . . wie alt waren Sie dann?

Edith Zierer

Neun Jahre.

David Boder

Sie waren neun Jahre alt. Und wer war in Ihrer Familie? Der Vater . . .

Edith Zierer

Da war der Vater, die Mutter und eine Schwester, eine jÃngere Schwester.

David Boder

Eine jÃngere Schwester?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und wie alt war ungefÃhr Ihr Vater dann?

Edith Zierer

Mein Vater? Damals? Ein und vierzig.

David Boder

Ja, Wissen Sie, wo Ihr Vater ist?

Edith Zierer

Nein.

David Boder

Nein. Und wo die Mutter ist?

Edith Zierer

Nein, auch nicht. Sie sind mit einem Transport in zwei und vierzig (42) nach Dachau.

David Boder

Beide zusammen? Vater und Mutter?

Edith Zierer

Nein, erst der Vater.

David Boder

Aha. Also wollen Sie mir dann die ganze Geschichte erzÃhlen? Was hat passiert, wie Sie sich erinnern, wie die Deutschen nach Katowitz sind gekommen? Nun?

Edith Zierer

Da bin ich . . .

David Boder

Wie der Krieg angefangen hat.

Edith Zierer

Ja, wie der Krieg angefangen ist, da bin ich mit den Eltern nach Krakau und von Krakau dann nach Lemberg.

David Boder

Warum so schnell? Wie lange waren Sie in Krakau?

Edith Zierer

Zwei Tage.

David Boder

Warum sind Sie nach Krakau gegangen?

Edith Zierer

Warum? Weil Katowitz ist neben der Grenze, neben der deutschen Grenze. Und da sind . . . es gab viel MilitÃr.

David Boder

MilitÃr? So sind Sie einfach weg gegangen.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Was war Ihres Vaters BeschÃftigung?

Edith Zierer

Ein . . . ein GeschÃft hat er gehabt.

David Boder

Was fÃr ein GeschÃft?

Edith Zierer

Aus Leder . . . Leder.

David Boder

Ein LedergeschÃft? Was hat er Leder verkauft oder Ledersachen?

Edith Zierer

Ledersachen. Leder und Teppiche. Das war ein groÃer Laden.

David Boder

Das war ein groÃes GeschÃft in Katowitz?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun . . . und von Katowitz sind Sie nach Krakau gegangen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und was haben Ihre Eltern dort . . . wie lange waren Sie in Krakau?

Edith Zierer

Zwei Tage.

David Boder

Warum so wenig?

Edith Zierer

Wir sind am acht und zwanzigsten (28.) September weg und dann ist der Krieg ausgebrochen.

David Boder

Oh, Sie sind vor dem Krieg weg gegangen?

Edith Zierer

Ja, ein paar Tage.

David Boder

Nun und danach? Und warum sind Sie in Lemberg bloà ein paar Tage geblieben?

Edith Zierer

Nein, in Lemberg waren wir ein Jahr, ein ganzes Jahr.

David Boder

Und wo waren Sie ein paar Tage?

Edith Zierer

In Krakau.

David Boder

In Krakau waren Sie nur ein paar Tage.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und dann sind Sie nach Lemberg gegangen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und in Lemberg waren Sie ein ganzes Jahr.

Edith Zierer

Ein ganzes Jahr.

David Boder

Nun und was hat dort passiert?

Edith Zierer

Dort . . . es war sehr wenig zu essen, es war an Esswaren eine Not und wir haben sehr schlecht [unverstÃndlich] und wir sind zurÃck nach Krakau,

David Boder

Nach Krakau.

Edith Zierer

Und unter Stalin, das war unter die Russen, nicht?

David Boder

Oh Lemberg, es war noch . . . das war noch, wenn die Russen und die Deutschen keinen Krieg gemacht haben?

Edith Zierer

Nein, noch vor dem Krieg.

David Boder

Vor dem Krieg, bevor dem deutschen russischen Krieg.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

So sind Sie vom Lemberg zurÃck nach Krakau?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun, war da . . .

Edith Zierer

Ja.

David Boder

. . . mehr zu essen?

Edith Zierer

Da gab es mehr, wir haben da Familie gehabt, die haben uns geholfen, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und dann sind wir . . . in ein und vierzig (41) ist da . . . haben sie das Ghetto gemacht in Krakau. Und da sind wir dann weg von Krakau, da sind wir nach Velichka gegangen.

David Boder

Velichka?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Ist das der selbe Platz, wo FrÃulein KÃchler war?

Edith Zierer

Ja, ja.

David Boder

Aha, sie sind weg nach Velichka.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und . . . nun also, was hat dort passiert?

Edith Zierer

Dort waren wir ein ein halb (1 Â ) Jahr und dann war eine Aussiedlung, eine richtige Aussiedlung und wir sind weg nach Krakau.

David Boder

Ja, was heiÃt eine Aussiedlung?

Edith Zierer

Eine Aussiedlung, eine gÃnzliche Aussiedlung, Juden-rein . . .

David Boder

Also man hat die Stadt Juden rein machen wollen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und Sie sind nach Krakau weg gegangen allein oder mit einem Transport?

Edith Zierer

Nein, mit den Eltern. Wir waren vierzehn (14) Kilometer von Krakau ungefÃhr und wir sind zu Fuà gegangen.

David Boder

Oh, Sie sind mit den Eltern zu Fuà gegangen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nach Krakau?

Edith Zierer

Nach Krakau.

David Boder

Sie wollten nicht . . .

Edith Zierer

Auf die arische Seite, aber da war auch schon ein Ghetto.

David Boder

In Krakau war ein Ghetto, haben Sie . . .

Edith Zierer

In Krakau war ein Ghetto.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Aber wir sind auf die arische Seite gegangen.

David Boder

Hat man Sie rein gelassen auf die arische Seite?

Edith Zierer

Wir haben arische Aufenthaltspapiere [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] . . . wir haben arische Papiere gehabt.

David Boder

Sie haben arische Papiere gehabt?

Edith Zierer

Die Mutter hat arische Papiere gehabt.

David Boder

Oh und Sie?

Edith Zierer

Wir waren noch sehr klein, die haben wir nicht gebraucht.

David Boder

Und der Vater?

Edith Zierer

Der Vater war versteckt, weil er hatte ein semitisches Aussehen hat, da musste er sich verstecken.

David Boder

Was fÃr ein Aussehen?

Edith Zierer

Sehr, sehr semitisch . . .

David Boder

Semitisch, jÃdisch, er hat jÃdisch ausgesehen.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

So hat er sich versteckt?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und die Mutter mit den Kindern hat es riskiert . . .

Edith Zierer

Ja.

David Boder

. . . rÃber zu gehen . . . auf die arische Seite.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun was ist dann passiert?

Edith Zierer

Und dann waren wir . . . wir waren ein paar Tage in Krakau auf der arischen Seite und dann hat jemand die Mama, hm, . . . raus gegeben, nicht. Ein Deutscher, hat es, hat es erzÃhlt, er hat sie gekannt . . .

David Boder

Er hat sie denunziert, ja?

Edith Zierer

Ja. Er hat sie denunziert und hat sie heraus gegeben und sie war auf der Polizei, bei der Gestapo.

David Boder

Und wo sind Sie geblieben?

Edith Zierer

Wir sind in der Stadt geblieben . . . mit meiner Schwester, ganz allein ohne . . .

David Boder

Das heiÃt sie zwei Kinder?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und Du warst neun (9) Jahre alt und . . .

Edith Zierer

Ich war damals schon zehn (10.)

David Boder

Zehn (10) Jahre alt. Und die Schwester war wie alt?

Edith Zierer

Acht (8).

David Boder

Und man hat Euch die Mutter weg genommen . . . ohne Euch?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Wie ist das . . . wie ist das gekommen?

Edith Zierer

Weil wir sind zu Hause geblieben und die Mama ist runter gegangen und . . .

David Boder

Sie wurde auf der Strasse . . .

Edith Zierer

Ja, und sie ist nicht mehr zurÃck gekommen.

David Boder

Und Ihre Mama ist damals nicht mehr zurÃck gekommen?

Edith Zierer

Nein.

David Boder

Haben Sie gewusst was ihr passiert ist?

Edith Zierer

Nein, wir wussten gar nichts.

David Boder

Haben Sie das nachher erfahren?

Edith Zierer

Ja, vier (4) Wochen spÃter haben wir erfahren, dass man sie auf der [unverstÃndlich] Polizei gewesen ist. Das war ein GefÃngnis, ein deutsches GefÃngnis.

David Boder

Ja und dann?

Edith Zierer

Und dann sind wir alleine aufs Ghetto, weil wir haben keinen anderen Ausweg gehabt.

David Boder

Was heiÃt das? Die zwei (2) Kinder?

Edith Zierer

Ja. Und im Ghetto haben wir dann den Vater gesehen und zusammen mit ihm sind wir nach [unverstÃndlich], denn in Krakau war schon die Aussiedlung und wir sind weg.

David Boder

Also sie sagten, ihr Vater hatte sich versteckt.

Edith Zierer

Ja, aber er ist dann zurÃck gegangen in das Ghetto, weil er konnte dort nicht lange bleiben.

David Boder

Wo er sich versteckt hat?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und er ist ins Ghetto zurÃck gegangen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und Sie haben den Vater gefunden?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und wie haben Sie ihn gefunden? [lacht etwas]

Edith Zierer

Auf der Strasse. [lacht] Das Ghetto war sehr klein, es hatte nur ein paar Strassen, nicht!

David Boder

Sie haben nicht gewusst, dass Ihr Vater dort war?

Edith Zierer

Nein, das habe ich nicht gedacht.

David Boder

Wie war das? Sie sind auf der Strasse rauf gegangen und . . .

Edith Zierer

Nein, ich bin in das Ghetto gekommen und an der Ecke steht der Vater.

David Boder

Nun, was hat er gesagt?

Edith Zierer

Er hat sich sehr gefreut, aber wenn er gehÃrt hat, die Mama ist weg, dann war das schon [unverstÃndlich; spricht sehr leise]

David Boder

Nun? Und dann waren Sie mit dem Vater im Ghetto. Und was ist dann passiert?

Edith Zierer

Dann sind wir in ein Lager . . . nach [unverstÃndlich; klingt wie Beshanow] bei Krakau.

David Boder

Man hat sie dorthin geschickt?

Edith Zierer

Ja. Wir sind alleine in das Lager gegangen, weil das war ein Arbeitslager.

David Boder

Der Vater mit den Kindern?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und was konnten Sie arbeiten?

Edith Zierer

Nein, ich konnte nicht arbeiten. Man wollte mich heraus schmeiÃen aus dem Lager, weil mit fÃnfzehn (15) Jahre erst fing man im Lager an zu arbeiten . . .

David Boder

Nun . . .

Edith Zierer

. . . und ich konnte noch nicht arbeiten. Da hat man mich raus geschmissen, mich und meine Schwester.

David Boder

Was heiÃt raus geschmissen?

Edith Zierer

Man hat uns einfach raus geschmissen. Die Deutschen sind herein gekommen und haben Kontrolle gemacht und haben uns raus geschmissen.

David Boder

Sie haben Ihnen gesagt, sie sollen weg gehen?

Edith Zierer

Ja. Aber sie haben es nicht gesagt, sie haben uns Ãber den Drahtzaun geschmissen.

David Boder

Was soll das heiÃen, man hat sie aufgehoben und rausgeworfen?

Edith Zierer

Ja. Das waren solche Drahte und da hat man uns raus geschmissen. Der Vater war nicht da, der war bei der Arbeit und wir waren allein im Lager.

David Boder

Aha. Und die Schwester auch?

Edith Zierer

Auch. Und wir sind dann zu einem Polen gegangen.

David Boder

Nach Polen?

Edith Zierer

Zu einem Polen, zu einem Bauern.

David Boder

Sie sind zu einem Bauern gegangen. Und dann?

Edith Zierer

Ja. Und dort waren wir einige Zeit. Und ich . . . sie wollte etwas bezahlt haben. Und da ist die Schwester geblieben und ich bin nach Krakau ins Ghetto und hab von dort etwas Geld gebracht, habe bezahlt fÃr die Schwester . . .

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und ich bin im Ghetto geblieben, weil . . . ich habe dort etwas gearbeitet, ich habe geholfen und habe von dem gelebt. Ich habe dort etwas geholfen.

David Boder

Aha. Der Vater war noch immer im Ghetto.

Edith Zierer

Im Lager.

David Boder

Im Lager. Und Sie sind nach dem Lager zurÃck gegangen? Oh, Sie haben im Ghetto gelebt?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und dem Papa geholfen.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und was ist aus Ihrer Schwester geworden?

Edith Zierer

Von meiner Schwester? Die war dort bei dem Bauern. Und dann war eine Aussiedlung aus dem Lager in ein groÃes Konzentrationslager, da bin ich mit dem Papa und man hat die Schwester geholt. Der Papa hat gemeint, dass wir sollen alle zusammen sein.

David Boder

Ah hm.

Edith Zierer

So sind wir alle zusammen in das Konzentrationslager in Plaszow, das war ein groÃes Lager.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und dort war ich fÃnf (5) Wochen. Und nach fÃnf Wochen hat man mich ganz alleine genommen nach Skarzysko, eine Munitionsfabrik.

David Boder

Wie alt warst Du dann?

Edith Zierer

Elf (11) Jahreâdas zwÃlfte (12.)Jahr.

David Boder

Elf (11) Jahre. Also, nun, also Du bist nach . . .

Edith Zierer

Nach Skarzysko.

David Boder

Pla . . .

Edith Zierer

Plaszow. Nach Plaszow.

David Boder

Also Du bist nach Plaszow gegangen.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Bist Du mit dem Vater gegangen . . .

Edith Zierer

Ja, ja.

David Boder

. . . und der Schwester?

Edith Zierer

Zusammen, ja, ja.

David Boder

Hat man das erlaubt, die MÃnner mit den Kindern in einem . . .

Edith Zierer

Nein, das war ein extra Lager, aber wir haben sich gesehen jeden Tag.

David Boder

Es war ein extra Lager.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun sag mir mal, wie Du im Lager warst . . .

Edith Zierer

Ja.

David Boder

. . . hm, waren da andere viele Kinder?

Edith Zierer

Das waren . . . es war ein Kinderheim da, aber ich . . . ich wollte dort nicht sein, weil ich wollte arbeiten und dem Papa helfen, weil der Papa war sehr schwach. Er hat sich schlecht gefÃhlt, nicht.

David Boder

Ah hm.

Edith Zierer

Und die Schwester war in einem Kinderheim und ich bin nicht in dem Kinderheim gewesen, ich hab gearbeitet.

David Boder

Ein Kinderheim im Lager?

Edith Zierer

Ja, ja.

David Boder

Und wer hat das Kinderheim verwaltet?

Edith Zierer

Die Deutschen wussten von dem nicht, aber die JÃ . . . Juden.

David Boder

Was heiÃt das, die Deutschen wussten nicht, dass da ein Kinderheim war?

Edith Zierer

Ja, sie wusstenâs, aber sie haben es erlaubt.

David Boder

Sie haben es erlaubt.

Edith Zierer

Am Anfang.

David Boder

Aha. Und dann hat man Dich allein genommen? Nach wohin?

Edith Zierer

Nach Skarzysko-Kamienna, das war eine Munitionsfabrik.

David Boder

Wieso hat man Dich ge . . .

Edith Zierer

In der Nacht war eine Selektion und da hat man mich mit genommen. Und ich wollte nicht [unverstÃndlich] dem Vater und [unverstÃndlich].

David Boder

Wo warst Du denn? Nicht im Kinderheim?

Edith Zierer

Nein, ich war nicht. Ich hab gearbeitet.

David Boder

Du warst mit den Frauen?

Edith Zierer

Ja und der Papa hat wo anders gearbeitet und ich wo anders, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und das war in der Naht . . . in der Nachtschicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und da hat man uns mit genommen . . .

David Boder

Aha.

Edith Zierer

. . . nach Skarzysko.

David Boder

Also erzÃhlen Sie mir, wie seid ihr nach Skarzysko gefahren?

Edith Zierer

Nach Skarzysko? In einem Wagon waren hundert (100) Leute, nicht.

David Boder

MÃnner und Frauen?

Edith Zierer

Nein, nur Frauen. Die Frauen extra und die MÃnner extra.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und wir haben . . . eine Schnitte Brot bekommen, nicht und ein bisschen Wasser und wir sind nach Skarzysko gefahren. Wir wussten nicht, dass wir fahren nach Skarzysko, wir haben gedacht wir gehen nach Auschwitz. Und . . .

David Boder

Sie haben es nicht . . .

Edith Zierer

Nein, wir haben gedacht, dass wir fahren nach Auschwitz.

David Boder

Haben Sie gewusst was in Auschwitz passiert?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Ja, nun . . .

Edith Zierer

Und dann sind wir in Skarzysko . . . da hat man uns ausgeladen. Da waren neun hundert (900) Leute, nicht. Und da hat man 70 Leute genommen. Da waren drei (3) Werke.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Ein besseres Werk, ein Schlechteres und ein ganz Schlechtes, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Man hat gewusst, dass man da sterben konnte. Da bin ich auf das erste Werk . . .

David Boder

Auf dem Besten?

Edith Zierer

Ja, auf das Beste bin ich gekommen und da ich deutsch konnte habe ich eine Arbeit bekommen, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und man hat nicht geguckt, dass ich ein Kind bin. Man hat mich an eine Maschine hin gestellt, eine Kiste unter meine FÃsse, weil ich war zu klein . . .

David Boder

Ja.

Edith Zierer

. . . und ich hab gearbeitet.

David Boder

Und was hast Du gearbeitet?

Edith Zierer

An Munition.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

HÃlsen.

David Boder

Und wie haben die sich benommen, wie haben sie sich Dir gegenÃber benommen?

Edith Zierer

Zur mir haben sie sich sehr gut ver . . . benommen, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Weil ich war klein, aber dann ist ein anderer [unverstÃndlich] gekommen, ein guter Mann. Und er hat sich von Anfang an mit mir gut benommen. Aber dann war es jeden Tag schlechter.

David Boder

Was war es? Was hat er getan?

Edith Zierer

Nicht er. Er ist weg gegangen, nicht, und es sind andere Meister auf seinen Platz gekommen. Und es war dann schon sehr schlecht.

David Boder

Weshalb?

Edith Zierer

Ich war hungrig und habe sehr viel gearbeitet. Es war eine enorme . . . drei malige HÃhe . . .

David Boder

Was?

Edith Zierer

Es war drei Mal dieselbe Arbeit man musste machen.

David Boder

Aha.

Edith Zierer

Und sie haben uns geschlagen . . .

David Boder

Wer hat Euch geschlagen?

Edith Zierer

Die Deutschen.

David Boder

Ja, wer?

Edith Zierer

Die Meister.

David Boder

Die Meister selbst oder waren dort Capos?

Edith Zierer

Nein, es waren keine Capos.

David Boder

Die Meister selbst haben Euch geschlagen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun.

Edith Zierer

Und wenn einer Schmelz gemacht hat, nicht . . .

David Boder

Ja.

Edith Zierer

. . . dann hat man bekommen zwanzig (20) mit einem GummiknÃppel.

David Boder

Was soll das heiÃen: âwenn man Schmelz gemachtâ?

Edith Zierer

Schmelzâdas ist eine nicht gute HÃlse, nicht.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Aber wenn sie . . . da war eine Kontrolle.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Eine anddauernde deutsche Kontrolle da. Wenn jemand etwas schlecht gemacht hat, ein . . . ein Schmelzâdas hat geheiÃen Schmelzâdann hat man ihn damals geschlagen.

David Boder

Mit einem GummiknÃppel?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun?

Edith Zierer

Und dann in drei und vierzig (43) sind wir weg in das dritte (3.) Lager, nein das vierte (4.) Lager schonânach Czestochowa. In Czestochowa waren wir fÃr ein ein halb (1 Â ) Jahr und dort haben sich die Russen . . .

David Boder

In Czestochowa waren Sie ein ein halb (1 Â ) Jahr.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und dort haben Sie die Russen befreit?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und da warst Du ganz allein?

Edith Zierer

Ganz allein!

David Boder

Hast Du die ganze Zeit, wÃhrend Du in der anderen Fabrik warst . . .

Edith Zierer

Ja.

David Boder

. . . in der anderen Fabrik warst, hast Du da nichts von dem Vater oder Deiner Schwester gehÃrt?

Edith Zierer

Nein, nein, gar nichts.

David Boder

Und Du weiÃt nicht, wo Deine Schwester jetzt ist?

Edith Zierer

Nein, nichts. Sie ist wahrscheinlich nach Auschwitz und da hat man die Kinder, alle . . . weg weg gemacht.

David Boder

In Auschwitz hat man die Kinder weg [unverstÃndlich; flÃstert]. Nun und dann haben Dich die Russen befreit. Und was ist dann passiert?

Edith Zierer

Da bin ich nach Katowitz zurÃck, weil ich hab gedacht, dass die Eltern sind da. Aber . . .

David Boder

Was heiÃt: âDu bist zurÃckâ? Wie bist Du zurÃck gekommen?

Edith Zierer

Die Russen waren schon nicht mehr in Czestochowa, da bin ich mit den Russen zusammen nach . . .

David Boder

Was heiÃt das âmit den Russenâ?

Edith Zierer

Zusammen . . . mit dem MilitÃr zusammen.

David Boder

Im Zug oder wie?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Im Zug? Haben sie Dich rein gelassen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und Du bist zurÃck gegangen? Und wohin?

Edith Zierer

Nach . . . nach Katowitz.

David Boder

Ja. Und?

Edith Zierer

In Katowitz habe ich niemanden gefunden, nicht. Die Eltern waren gar nicht da. Das Haus war plombiert und ich konnte da zu einer Frau, die hat mich mit genommen nach Krakau . . .

David Boder

Hm?

Edith Zierer

Die war mit mir.

David Boder

Aha?

Edith Zierer

Die hat mir geholfen.

David Boder

Warum war das Haus plombiert? War das Euer eigenes Haus?

Edith Zierer

Ja, das war unser eigenes Haus. Weil die Deutschen sind weg, haben sie es plombiert.

David Boder

Oh, konntest Du nicht die Plombe aufreiÃen?

Edith Zierer

Nein, das war . . . das durfte man nicht.

David Boder

Aber die Russen waren ja schon da.

Edith Zierer

Ja, aber die Russen haben es nicht erlaubt, weil ich noch nicht . . . weil ich noch keine achtzehn (18) Jahre alt war.

David Boder

Du hast keine achtzehn (18) Jahre gehabt und . . . ?

Edith Zierer

Das habe ich Ihnen gesagt, nicht. Und wenn ich achtzehn (18) Jahre habe, dann bekomme ich die Wohnung zurÃck. Weil niemand Ãlterer ist von der Familie Ãber geblieben und ich war angeblich noch zu jung, um meine eigene Wohnung zu haben.

David Boder

Aha. Und niemand anders hat dort geliebt?

Edith Zierer

Es waren dann Russen da, ein Offizier.

David Boder

Aha. Und er ist rein gegangen in die Wohnung.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Hast Du sie gesehen? Waren Deine Sachen dort?

Edith Zierer

Nein.

David Boder

Aha. Sprich hier in diese Richtung.

Edith Zierer

Nein, es war nichts da.

David Boder

Und Du bist zu was fÃr einer Frau gegangen? Einer JÃdin oder ?

Edith Zierer

Eine JÃdin.

David Boder

Und?

Edith Zierer

Die hat mich zu sich genommen und mir ist es sehr gut gegangen bei ihr. Ja.

David Boder

Nun und dann? Sie waren fÃnf (5) Wochen dort?

Edith Zierer

Und dann hat man mich nach Zakopane geschickt.

David Boder

Wer?

Edith Zierer

Das Kommittee?

David Boder

Was fÃr ein Kommittee war das?

Edith Zierer

Das Kommittee von Katowitz, ein jÃdisches Kommittee.

David Boder

Und wie weit ist Zakopane von Katowitz?

Edith Zierer

Von Katowitz? Hundert fÃnfzig Kilometer.

David Boder

Aha.

Edith Zierer

Das ist ein Kinderheim, nicht. Und da . . .

David Boder

Ja, Da hat man Dich in ein Kinderheim geschickt, wo . . .

Edith Zierer

Ja.

David Boder

. . . wo Frau KÃchler war?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Und . . . was ist da passiert?

Edith Zierer

Da hatte ich es sehr gut und ich habe gelernt und dann sind wir nach Frankreich.

David Boder

Warum seid Ihr weg nach Frankreich? Was hat dort passiert?

Edith Zierer

Es waren . . . die Polen. Die Polen haben geschlagen, nicht.

David Boder

Wen?

Edith Zierer

Die Juden. Weil wir . . . wir sind ja in die Schule gegangenâins Gymnasiumâund die haben uns geschlagen und . . .

David Boder

Wer? Die Kinder in der Schule?

Edith Zierer

Die Kinder in der Schule, ja

David Boder

Warum?

Edith Zierer

Antisemitisch.

David Boder

Na ja, aber . . . der Krieg war ja . . . es waren befreit die Polen. Da war . . .

Edith Zierer

Na, aber sie wollten nicht . . . in Zakopane da waren sehr viele Religionen und sie wollten keine Juden haben. Sie konnten auf die Juden gar nicht gucken. Und sie . . . man hat die Juden geschlagen, dass es hat einen besseren Platz gegeben und . . .

David Boder

Und was haben die Lehrer gesagt? Und die Polizei?

Edith Zierer

Die Lehrer [unverstÃndlich; Rauschen im Tonband]

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Der Direktor hat sich geschrieen ein bisschen . . . sie angeschrien.

David Boder

Er hat mit ihnen geschimpft ein wenig.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Aber sie haben sich nicht gekÃmmert.

Edith Zierer

Nein, gar nicht.

David Boder

Nein. Nun und dann in Zakopane, was hat da passiert?

Edith Zierer

So sind wir weg. Diese . . . die Frau KÃchler hat . . . das heiÃt wir sind weg gegangen mit ihr.

David Boder

Und wohin sind Sie gefahren?

Edith Zierer

Nach . . . erst nach Prag . Und von Pragâwir waren eine Woche in Pragâund dann nach Frankreich.

David Boder

Wie sind Sie gefahren nach Frankreich? In einem . . .

Edith Zierer

Autobus.

David Boder

Mit einem Autobus. Alle sechzig (60) Kinder in einem . . .

Edith Zierer

Zwei (2) Auto.

David Boder

Zwei Autobussen. Wer hat diese Autobusse gegeben?

Edith Zierer

Das war eine Organisationâich weià nicht . . .

David Boder

Du weiÃt nicht was fÃr eine Organisation. Nun, was tust Du hier jetzt?

Edith Zierer

Hier? Wir lernen . . .

David Boder

Was lernst Du?

Edith Zierer

In die zweite Gymnasium Klasse gehe ich.

David Boder

Du gehst zur Schule hier?

Edith Zierer

Nein, wir arbeiten zu Hause. Wir haben einen Professor und eine Lehrerin.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und wir lernen hebrÃisch, franzÃsisch . . .

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Und wir haben gelernt Englisch, aber wir kÃnnen nicht drei (3) Sprachen auf einmal lernen.

David Boder

Ja und sollte man auch nicht.

Edith Zierer

Ja, also wir lernen die zwei (2) Sprachen, Geographie, Historia und so weiter.

David Boder

. . . und so weiter.

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Arbeitest Du? Hilfst Du mit der Arbeit?

Edith Zierer

Ja, jedes Kind hier hilft bei uns. Jede Woche . . . hilft ein anderes Kind in der KÃche, nicht. Arbeitet in einem Dienst in dem Haus oder im Garten.

David Boder

Und wer passt auf die kleinen Kinder da auf?

Edith Zierer

Auf die Kleinen . . . zwei (2) Frauen, nicht.

David Boder

Zwei Frauen passen auf die kleinen Kinder auf?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

MÃsst Ihr damit mit helfen?

Edith Zierer

Nein, jetzt schon nicht.

David Boder

Jetzt schon nicht mehr. Nun und was wird aus Dir werden?

Edith Zierer

Ich weià es nicht.

David Boder

Oh! Was willst Du lernen? Was mÃchtest Du studieren? Was mÃchtest Du lernen?

Edith Zierer

Ich mÃchte studieren.

David Boder

Ja.

Edith Zierer

Ich weià aber nicht.

David Boder

Wieviel Schule hast Du gehabt?

Edith Zierer

Schule? Ich habe vier (4) Klassen gelernt, beendet, nicht, nein. Und wenn der Krieg war beendet in Zakopane, die erste Klasse Gymnasium und dann [unverstÃndlich; spricht sehr leise, GerÃusch im Tonband] . . .

David Boder

Nun, denkst Du, willst Du ein Fach lernen?

Edith Zierer

Ein Fach? Nein, ich mÃchte studieren, ich hab sehr gern Sprachen zu lernen.

David Boder

Ja. Welche Sprachen?

Edith Zierer

Das ist egal.

David Boder

Ja und wohin werdet Ihr alle gehen?

Edith Zierer

Nach PalÃstina, bestimmt!

David Boder

Ihr werdet bestimmt nach PalÃstina gehen?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Nun dort werden ja die Meisten auf dem Lande arbeiten.

Edith Zierer

Na ja, vielleicht!

David Boder

Vielleicht. GefÃllt es Dir hier?

Edith Zierer

Ja, sehr.

David Boder

Nun ja, kannst Du mir sagen, wenn ich Dich frage, von dieser ganzen Zeitâwelcher war der schwerste Moment in Deinem Leben?

Edith Zierer

Der schwerste Moment war damals, wie man hat die Mama weg genommen. Ich bin ganz allein geblieben mit der Schwester, ohne einen Groschen. Kein Geld haben wir gehabt, nicht. Und wir wussten nicht, wo der Vater ist. Wir waren ganz allein auf der arischen Seite. Und dann . . . wenn ich bin weg ohne die Eltern, ohne den Vater und die Schwester, nach . . . nach Skarzysko.

David Boder

Hm, . . . wenn Du in der Munitionsfabrik gearbeitet hast, wo hast Du geschlafen?

Edith Zierer

Es waren lange Baracken fÃr hundert fÃnfzig (150) . . . viele Stockbetten . . . hundert fÃnfzig (15) Menschen waren in einer langen Baracke da.

David Boder

Die Frauen allein?

Edith Zierer

Ja, extra Frauen, extra MÃnner.

David Boder

Waren Deine Haare abgeschoren?

Edith Zierer

Ja, nur vom [unverstÃndlich].

David Boder

Aber sonst nicht?

Edith Zierer

Nein.

David Boder

Habt Ihr Euch rein halten kÃnnen dort?

Edith Zierer

Ja.

David Boder

Hat man Seife gegeben?

Edith Zierer

Sehr wenig. Aber man hat mit Soda in der Munitionsfabrik . . . ist fÃr Seife und wir haben . . . dort Soda. Und wir haben sich mit Soda gewaschen. Es hat sehr gebrannt, aber . . .

David Boder

Ja. Ihr habt Euch mit dem Soda gewaschen. Wozu war die Seife in der Munitionsfabrik?

Edith Zierer

Um zu waschen die HÃlsen, man wÃscht die HÃlsen.

David Boder

Oh, da habt Ihr Seife mit genommen oder was?

Edith Zierer

Nein, man darf sie nicht mit nehmen. Man hat SchlÃge bekommen fÃr das. Aber man hat manchmal bekommen vom Meister, wenn er gut aufgelegt war.

David Boder

This concludes the interview with Edith Zierer, a fifteen year old young girl, hm, who is now in the home for displaced children at Bellevue near Paris. An Illinois Institute of Technology wire recording.

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In English] Chicago, November the 14, 1950. This is reproduction Spool 116B. The interviewee is Edith Zierer. Boder.

David Boder

We have now another young girl.

David Boder

[In German] What is your name?

Edith Zierer

Edith Zierer [?].

David Boder

Edij . . . ?

Edith Zierer

Edith.

David Boder

Edith. And the first name?

Edith Zierer

Zierer.

David Boder

Zierer. You spell your name C . . .

Edith Zierer

No. Z-I-E . . .

David Boder

Z . . . Please write it down. Your first name is Edith, true? You simply are accustomed to give the first name at the end?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

You speak German, true? Now, Edith, how old are you?

Edith Zierer

[She speaks in a very low voice] Fifteen.

David Boder

Fifteen.

David Boder

[In English] We are starting at the . . . we are starting at the fifteen minute of the Spool number 116 an interview with Edith Kira [incorrect], age fifteen, at Bellevue, near Paris, a home for displaced children, who are here with a group of teachers which [who have] removed them from Poland.

David Boder

[In German] And so tell me, Edith, where were you when the war started?

Edith Zierer

When the war started I went from Katowice in Silesia, no?âto Cracow, and then [I went] together with the parents to Lemberg.

David Boder

Aha. Tell me, how old were you then?

Edith Zierer

Nine years.

David Boder

You were nine years old. And of whom did your family consist? The father . . .

Edith Zierer

There were the father, the mother, and one sister, a younger sister.

David Boder

A younger sister.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

How old about was your father then?

Edith Zierer

The father? Then? Forty-one years old.

David Boder

Yes. Do you know where your father is?

Edith Zierer

[Barely audible voice] No.

David Boder

No. And where your mother is?

Edith Zierer

Neither. They went away with a transport in '42 to Dachau [?].

David Boder

Both together? Father and mother?

Edith Zierer

No. First the father.

David Boder

Aha. Now then, will you please tell me the whole story. What happened, as you remember it, when the Germans arrived in Katowice. Nu.

Edith Zierer

I was . . .

David Boder

When the war started.

Edith Zierer

Yes. When the war started I went with my parents to Cracow, and from Cracow to Lemberg.

David Boder

Why so fast. Now how long were you in Cracow?

Edith Zierer

Two days.

David Boder

Why did you go to Cracow?

Edith Zierer

Why? Because Katowice is near the border, near the German border. And there is . . . were a lot of troops [apparently Polish].

David Boder

Troops. So you simply left.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

What was the occupation of your father?

Edith Zierer

He had a business.

David Boder

What kind of business?

Edith Zierer

Of leather. Leather.

David Boder

A leather business. Did he sell leather, or things of leather?

Edith Zierer

Things of leather. Leather and rugs. All kinds of merchandise.

David Boder

It was a big store in Katowice.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Now then, from Katowice you went to Cracow. And what did your parents do there? How long were you in Katowice?

Edith Zierer

A few days [?].

David Boder

Why so little?

Edith Zierer

We left the 28th of September, and then the war started.

David Boder

Oh. You left before the war.

Edith Zierer

Yes, a few days [before].

David Boder

And then, afterwards . . . why did you remain in Lemberg only a few days?

Edith Zierer

No. We were in Lemberg one year, a whole year.

David Boder

So where then were you a few days?

Edith Zierer

In Cracow.

David Boder

In Cracow you spent a few days.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And then you went to Lemberg.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And in Lemberg you spent the whole year.

Edith Zierer

A whole year.

David Boder

Nu. And what happened there?

Edith Zierer

There was very little food. There was a [great] scarcity. We ate very badly. And when we returned to Cracow, because Lemberg was under the Russians. No [you see?]?

David Boder

Oh, Lemberg, still was . . . That was still when the Russians and Germans were not at war.

Edith Zierer

No. Before the war.

David Boder

Before the war, the Germans-Russian war.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

So you went from Lemberg back to Prague [Cracow?].

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Well. Was there . . .

Edith Zierer

At the station . . .

David Boder

. . . more to eat?

Edith Zierer

There was more to eat. We had relatives there. They helped us, no?

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And then we . . . in '41 the Ghetto was established in Cracow, so we left from Wieliczka [words not clear].

David Boder

For Wieliczka. Is that the same place where Miss Kuechler was?

Edith Zierer

Yes. Yes.

David Boder

Yes. So you left for Wieliczka.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And . . . now then, what happened there?

Edith Zierer

There we remained for a year and a half. And again an expulsion, a real expulsion, and we left for Cracow, and then . . .

David Boder

What does it mean, an expulsion?

Edith Zierer

An expulsion, a total expulsion, a Jew-clean [procedureâan ordinance to 'free a locality of its Jews].

David Boder

Oh. The city was to be made Jew-clean. And you left for Cracow alone or with a transport?

Edith Zierer

No. With the parents. We were fifteen [?] kilometers from Cracow, so we went on foot.

David Boder

Oh. You went with the parents on foot to Cracow.

Edith Zierer

To Cracow.

David Boder

You did not want . . .

Edith Zierer

To the Aryan side. Because there was already a Ghetto.

David Boder

In Cracow [there] was a Ghetto. Did you . . .

Edith Zierer

In Cracow [there] was a Ghetto.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

But we went to the Aryan side.

David Boder

How were you admitted to the Aryan side?

Edith Zierer

We had not [words not clear]. We came [?] in on Aryan papers.

David Boder

Did you have Aryan papers?

Edith Zierer

The mother had Aryan papers.

David Boder

Oh. And you [?]?

Edith Zierer

We were still very small. We did not need any [?].

David Boder

And the father?

Edith Zierer

The father was hiding. He had a very Semitic appearance, so he had to hide.

David Boder

What kind of an appearance?

Edith Zierer

Very, very Semitic . . .

David Boder

Semitic. He was . . . he looked Jewish.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

So he hid himself.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And the mother with the children took the risk . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

. . . to pass over . . . to the Aryan side.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And what happened then?

Edith Zierer

And then we were . . . we were in Cracow a few days, on the Aryan side. And then somebody reported on the mama, no? A German, he did . . . he did . . . about her. He knew her.

David Boder

He denounced her . . .

Edith Zierer

Yes. He knew her, and he reported on her, and she was [taken] to the police, to the Gestapo.

David Boder

And where did you remain?

Edith Zierer

We . . . we remained in the city, with my sister, all alone.

David Boder

That means the two children?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

You . . . you were nine years old, and . . .

Edith Zierer

I was then already ten.

David Boder

Ten years old. And the sister, how old was she?

Edith Zierer

Eight.

David Boder

And they took . . . they took away the mother without you?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

How did that . . . how did that come about?

Edith Zierer

Because we remained home, and the mama went out on the street [?] and . . .

David Boder

She was taken on the street?

Edith Zierer

Yes. And she did not return.

David Boder

And your mama did not return any more?

Edith Zierer

No.

David Boder

Did you know what happened to her?

Edith Zierer

No. We knew nothing.

David Boder

Did you find out later?

Edith Zierer

Yes. After four weeks we learned that she was held in the [name not clear]. That was a prison, a German prison.

David Boder

Yes. And then?

Edith Zierer

Well, then we went to the Ghetto by ourselves, because we had no other way out.

David Boder

What does that mean? The two children?

Edith Zierer

Yes. And in the Ghetto we found the father, and together with him we went to BieżanÃw [district of Cracow], because in Cracow there began a resettlement [expulsion of the Jews]. And we left.

David Boder

Now then, you say your father had hid himself.

Edith Zierer

Yes, but he returned to the Ghetto, because he could not remain there for a long.

David Boder

Where he hid himself?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

So he returned to the Ghetto.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And you found the father.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

How did you find him? [Chuckle.]

Edith Zierer

[Laughter.] On the street. The Ghetto was very small, only a few streets. No?

David Boder

You did not know that your father was there?

Edith Zierer

No, I did not know.

David Boder

How was it? You went out on the street and . . .

Edith Zierer

No. I came to the Ghetto, and on the corner there stood the father.

David Boder

Well, what did he say?

Edith Zierer

He was very glad, but when he heard that the Mama was gone, then he already [her voice fades into silence].

David Boder

[Pause. Slowly] Yes. [Pause.] Now then . . . and then you were with your father in the Ghetto. And what happened then?

Edith Zierer

Then we went to a lager, to BieżanÃw [district of Cracow] near Cracow.

David Boder

You were sent away?

Edith Zierer

Yes. We went by ourselves to the lager, because it was a work lager.

David Boder

Your father with the children.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And what work could you do?

Edith Zierer

No. I could not work. They wanted to throw me out of the lager, because they accepted in the lager only [those] from the age of fifteen and up . . .

David Boder

Nu.

Edith Zierer

. . . for work. And I could not work yet. So we were thrown out, I and my sister.

David Boder

What does that mean, 'thrown out'?

Edith Zierer

We were thrown out. The Germans came in, made a check-up. So they threw out.

David Boder

They told you to leave?

Edith Zierer

Yes. They did not tell us. We were thrown out over the wires [fence].

David Boder

What does that mean? They lifted you up and threw you out?

Edith Zierer

Yes. There were such wires [fences], so they threw us out. The father did not happen to be present at the moment. He was at work, and we were alone in the lager [apparently factory grounds].

David Boder

Aha. And the sister, too?

Edith Zierer

Too. And so we went to the Pole [the words for Poland and Pole in the dative case are the same: Polen].

David Boder

To Poland?

Edith Zierer

To a Pole, to a peasant.

David Boder

You went to a peasant. And then?

Edith Zierer

Yes. And there we stayed for some time. And I . . . she wanted to get some pay, so the sister remained, and I went to Cracow to the Ghetto and brought from there some money, paid up for the sister . . .

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And I myself remained in the Ghetto, because I . . . I worked here [in the Ghetto] a bit. I helped out, and I lived on it. I helped out [did some chores].

David Boder

Aha. Your Papa was still in the Ghetto?

Edith Zierer

In the lager.

David Boder

In the lager. And you had returned to the lager. [Correction] Oh, you lived in the Ghetto . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

. . . and helped out your papa [with your earnings].

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And what became of your sister?

Edith Zierer

Of my sister. Well, she was with a peasant. And then a deportation occurred from the lager to a large concentration camp, so I with papa [?] fetched the sister. The papa himself [did it], because he wanted that we should all be together.

David Boder

Nu.

Edith Zierer

So we all together went to a concentration camp in Plaszow. That is a large lager.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

There I stayed for five weeks. And after five weeks I, all alone, was taken to Skarzysko, to a munitions factory.

David Boder

How old were you then?

Edith Zierer

Eleven years. Going into my twelfth.

David Boder

Eleven years old. Now then, you went to . . .

Edith Zierer

Skarzysko.

David Boder

Pla- . . .

Edith Zierer

Plaszow. To Plaszow.

David Boder

You went to Plaszow.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Did you go together with you father . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

. . . and your sister?

Edith Zierer

Yes, yes, together.

David Boder

Was that permitted, men and children in one . . .

Edith Zierer

No. That was a separate lager, but they saw each other every day.

David Boder

That was a separate lager.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Now tell me, when you were in the lager . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

. . . were there many other children?

Edith Zierer

There were . . . there was a children's home, but I did not . . . I did not want to be there, because I wanted to do some work so that I could help out the papa, because the papa was very weak. He felt bad [he did not feel good]. No?

David Boder

Hm.

Edith Zierer

The sister was in a children's home, and I was not in the children's home. I worked.

David Boder

A children's home in the lager?

Edith Zierer

Yes, yes.

David Boder

And who managed the children's home?

Edith Zierer

The Germans didn't know [did not care?] anything about it, but the Jews . . .

David Boder

What do you mean? The Germans did not know that there existed a children's home?

Edith Zierer

They knew, yes. They knew, but they permitted it.

David Boder

They permitted it.

Edith Zierer

At the beginning.

David Boder

Aha. And then you alone were taken. Where to?

Edith Zierer

Skarzysko-Kamienna, to an ammunition factory.

David Boder

How come? Were you . . .

Edith Zierer

There was a selection at night, so I was taken. I did not want to tell anything to the father and the sister. Not to take leave . . .

David Boder

Where were you? Not in the children's home?

Edith Zierer

No, I was not. I worked.

David Boder

You were with the women?

Edith Zierer

And the papa worked somewhere else, and I [worked] somewhere else. No?

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And at night . . . It was during a night shift.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And at night we were taken . . .

David Boder

Aha.

Edith Zierer

. . . to Skarzysko.

David Boder

Now tell me, how did you travel to Skarzysko?

Edith Zierer

To Skarzysko? There were a hundred people to a wagon [RR-car]. No?

David Boder

Men and women?

Edith Zierer

Hm. Only women. The women separately, the men separately.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And we got a slice of bread. No? We drank a little water and traveled to Skarzysko. We did not know that we traveled to Skarzysko. We thought [we were going] to Auschwitz. And . . .

David Boder

You did not know that you . . .

Edith Zierer

No. We thought that we were going to Auschwitz.

David Boder

Did you know what was going on in Auschwitz?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Now . . .

Edith Zierer

And then in Skarzysko we were disembarked, there nine hundred people, no? So they took seventy people . . . There were three shops.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

A [somewhat] better shop, a bad one, and one very bad, no?

David Boder

Yes.

Edith Zierer

They did . . . where one just could die at once. So I was [taken] to the first shop . . .

David Boder

To the best one?

Edith Zierer

Yes, I was taken to the best, and since I knew German I got work, no?

David Boder

Yes.

Edith Zierer

They did not consider that I was a child, a box under my feet, because I was too small.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And I worked.

David Boder

What kind of work did you do?

Edith Zierer

At munitions.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

Shells.

David Boder

Yes. And how did they behave themselves? How did they behave themselves towards you?

Edith Zierer

Towards me they behaved very well, no?

David Boder

Yes.

Edith Zierer

Because I was small, but still it depended on his moods. He was [?] a good man. At the beginning he behaved himself well, and then it became worse from day to day.

David Boder

What was it about? What did he do?

Edith Zierer

Not he. He left and other foreman came in his place. And then it was already very bad.

David Boder

Why [?]?

Edith Zierer

I went hungry. I worked a lot. It was an enormous . . . a three times increase . . .

David Boder

What?

Edith Zierer

Three times as much of the same work had to be done.

David Boder

Aha.

Edith Zierer

And so they beat us . . .

David Boder

Who beat you?

Edith Zierer

The Germans.

David Boder

Yes. Who?

Edith Zierer

The foremen.

David Boder

The foremen themselves, or were there capos?

Edith Zierer

No, there were no capos.

David Boder

The masters themselves beat you?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Now . . . [go on].

Edith Zierer

If one made a smelt, no? [See below.]

David Boder

Yes.

Edith Zierer

One would get twenty with a rubber cudgel. [Her voice practically fades for the next section dealing with the beatings.]

David Boder

What does it mean, 'when one made a smelt'?

Edith Zierer

Smelt, that means a bad shell, no? [Rejected shell to be remelted.]

David Boder

Yes.

Edith Zierer

When they . . . there was an inspection [control].

David Boder

Yes.

Edith Zierer

A continuous German control. If somebody made it wrong, a smeltâthat was called a smeltâthen he would get a beating.

David Boder

With a rubber cudgel.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Nu.

Edith Zierer

And then in '43 we went away to the third lager . . . [corrects herself] the fourth lager already, to Czestochowa. And in Czestochowa we were for a year and a half, and there the Russians . . .

David Boder

You were for a year and a half in Czestochowa.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And there the Russians liberated you.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And there you were all alone?

Edith Zierer

All alone.

David Boder

Didn't you since then, while you were in the other factory . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Didn't you hear anything from the father, your sister?

Edith Zierer

No, no, nothing.

David Boder

And you don't know where your sister is now?

Edith Zierer

No, nothing. She probably went to Auschwitz, and there the children, too, were [voice fades] done away with.

David Boder

In Auschwitz [in subdued tone like an echo] the children were done away with? [In normal voice] Now then the Russian had liberated you. And what happened then?

Edith Zierer

Then I returned to Katowice, because I thought that the parents were there. So I . . .

David Boder

What does it mean, 'you returned'? How did you return to . . .

Edith Zierer

The Russians were not any more in Chenstokhov, so I returned [retreated?] together with the Russians.

David Boder

What does that mean, 'with the Russians'?

Edith Zierer

Together with the army.

David Boder

By train or how?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

By train? Did they admit you?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And you returned. Where to?

Edith Zierer

To Katowice.

David Boder

Yes, and . . .

Edith Zierer

In Katowice I did not find anybody, no? The parents were there no more. The house was lead-sealed [plumbed], and I could not get in at all. And I spent a few weeks with the Committee [in a shelter], and then I went to Cracow, and they took me with them [her voice fades] . . .

David Boder

What?

Edith Zierer

They were with [?] me.

David Boder

Aha?

Edith Zierer

They helped me.

David Boder

Why was the house lead-sealed? Was this your own house [your property]?

Edith Zierer

Yes, that was our own house. When the Germans left they plumbed it.

David Boder

Oh. Couldn't you tear off the plumb?

Edith Zierer

No, that was [prohibited] . . . that was not permitted.

David Boder

But the Russians were already there.

Edith Zierer

Yes, but the Russians did not permit it, because I was not yet eighteen years old.

David Boder

You were not yet eighteen, and . . . ?

Edith Zierer

That is what I was told, no? When I shall be eighteen years old I will get the apartment back. Because nobody else from the family had remained, and I was [allegedly] too young to have my own apartment.

David Boder

Aha. And no one else lived there?

Edith Zierer

There were Russians afterwards [?], an officer [?].

David Boder

Aha. And he entered the apartment.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Did you see? Were your things there?

Edith Zierer

No.

David Boder

Aha. Talk in this direction [towards the microphone].

Edith Zierer

No, nothing was there any more.

David Boder

And to what kind of a woman did you go? A Jewess or a . . . ? [She must have mentioned this woman aside from the microphone.]

Edith Zierer

A Jewess.

David Boder

And . . .

Edith Zierer

She took me in, and I had it very good with her.

David Boder

Yes. And then? You were five [?] weeks there?

Edith Zierer

And then I was sent to Zakopane.

David Boder

Who?

Edith Zierer

The Committee.

David Boder

Which Committee was that?

Edith Zierer

The Committee of Katowice, a Jewish Committee.

David Boder

Yes. And how far is Zakopane from Katowice?

Edith Zierer

From Katowice? One hundred and fifty kilometers.

David Boder

Aha.

Edith Zierer

That is a children's home, no? That is [words not clear].

David Boder

Yes. They sent you to a children's home where . . .

Edith Zierer

Yes.

David Boder

. . . Mrs. Kuechler was?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

And . . . what happened then?

Edith Zierer

I had it very good there. I studied, and then we left for France.

David Boder

Why did you leave for France? What happened there?

Edith Zierer

The Poles. The Poles were beating up, no?

David Boder

Whom.

Edith Zierer

The Jews. We were . . . we were going to school, to the gymnasium [secondary school], and they beat us up, and . . .

David Boder

Who beat you? The children at school, yes?

Edith Zierer

Yes, the children at school.

David Boder

Why?

Edith Zierer

[They were] anti-Semitic. Well . . .

David Boder

Well, yes. But the war . . . the Poles were liberated. They were . . .

Edith Zierer

Well, but they did not want . . . In Zakopane there were very many Jews, and they did not want any Jews. They could not look at the Jews. And they . . . the Jews were beaten up. A better seat in the [classroom] . . .

David Boder

And what did the teachers say? The Police?

Edith Zierer

The teachersânothing. The director intervened some. Yes, yes.

David Boder

What?

Edith Zierer

The director hollered . . . hollered at them.

David Boder

He scolded them a bit.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

But they paid no heed.

Edith Zierer

No, not at all.

David Boder

Nu, and then what was going on in Zakopane? What happened then?

Edith Zierer

So we left. The . . . the . . . Mrs. Kuechler has . . . that is, we departed with her.

David Boder

And where did you go?

Edith Zierer

First to Prague. And from Pragueâwe were a week in Pragueâand then to France.

David Boder

How did you go to France, by . . .

Edith Zierer

By bus.

David Boder

By bus. [Chuckle.] All sixty children in one . . .

Edith Zierer

Two busses.

David Boder

Two busses. Who provided these busses?

Edith Zierer

That was an organization who provided . . .

David Boder

You don't know what kind of organization? Now, what are you now doing here?

Edith Zierer

Here? We study . . .

David Boder

What are you studying?

Edith Zierer

I attend the second year of Gymnasium.

David Boder

You are going to school here.

Edith Zierer

No. We have it at home. We have a professor and a woman teacher.

David Boder

Yes.

Edith Zierer

And we study Hebrew, French . . .

David Boder

Nu.

Edith Zierer

And we studied English, but now we can't study three languages at once.

David Boder

Yes, and one shouldn't.

Edith Zierer

So we study two languages, geography, history, and . . .

David Boder

. . . et cetera.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Do you work? Do you help with the chores?

Edith Zierer

Yes, every child helps here. Every week . . . every week a different child has duty in the kitchen, no? She works. Or a duty [?] in the house, in the garden.

David Boder

And who attends [takes care of] the little children?

Edith Zierer

There are such two women, no?

David Boder

Two women take care of the small children.

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Do you have to help out with it?

Edith Zierer

No, not now any more.

David Boder

Nu, and what do you think will become of you?

Edith Zierer

I don't know.

David Boder

Oh. [Pause.] What do you want to learn? What would you like to study? What do you like to learn?

Edith Zierer

I want to study? [Pause.]

David Boder

Yes.

Edith Zierer

I don't know [?].

David Boder

How much schooling did you have?

Edith Zierer

Schooling? I have studied . . . four grades, completed, no? And when the war was over I went to Zakopane, to the first grade of the Gymnaisum [apparently high school level]. And then . . .

David Boder

Now, do you want to learn some trade?

Edith Zierer

A trade. Maybe [?] no. I enjoy very much to study languages, no?

David Boder

What languages?

Edith Zierer

Makes no difference.

David Boder

Hm. And where do you all intend to go?

Edith Zierer

To Palestine, for sure.

David Boder

You are for sure to go to Palestine?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Well. There you will mostly work on the land?

Edith Zierer

Well, maybe.

David Boder

Do you like it here?

Edith Zierer

Yes, very much.

David Boder

Well. Could you tell me, if I ask you about all this time, which was the hardest moment in your life?

Edith Zierer

The hardest moment was when they took away the mama. I remained all alone with the sister. Without a penny, we had no money, no? And we did not know where the father was. We remained all alone on the Aryan side. And then when I left, without the parents, without the father and the sister, for Skarzysko.

David Boder

Now . . . When you worked in the munitions factory, where did you sleep?

Edith Zierer

There were long barracks. I did [words not clear]. The beds [?] were mounted. Hundred fifty people were in a long barracks.

David Boder

Women alone?

Edith Zierer

Yes, separate. The women were separate, the men separate.

David Boder

Was your hair . . . hair shorn?

Edith Zierer

Well, only from the head.

David Boder

Otherwise not.

Edith Zierer

No.

David Boder

Were you able to keep clean there?

Edith Zierer

Yes.

David Boder

Did they give soap?

Edith Zierer

Very little. But we were . . . because in a munitions factory there is a lot of soap, we had . . . and soda. So we washed ourselves with that soda. It was smarting badly, but . . .

David Boder

Yes. So you washed yourselves with the soda. What was there soap for in the munitions factory?

Edith Zierer

So, to wash the shells [?]. The shells [?] were washed.

David Boder

Oh. So you took some soap with you, or what?

Edith Zierer

It was not permitted to take [it]. One got beaten for it, but sometimes one would get it from the foreman, when he was in a good mood [?].

David Boder

[In English] This concludes the interview with Edith Zierer, a fifteen year old girl who is now in the home for displaced children at Bellevue near Paris. An Illinois Institute of Technology wire recording.