David P. Boder Interviews Bertha Goldwasser; August 4, 1946; Paris, France

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] This is Spool number 24, taken the 4th of August, 1946, at 9 Rue de Patin, Paris. The interviewee is Mrs. Bertha Goldwasser, nÃe Rosenstrauch, age 34. She is here in Paris and works with the Neue Freie Presse, a Jewish newspaper.

David Boder

[In German] Also Frau Goldwasser, wollen Sie uns wieder geben Ihren vollen Namen und wer Sie sind.

Bertha Goldwasser

Mein Name ist Goldwasser. Geboren in Polen, verheiratet hab ich in Paris. Mein Mann, sein Name war Kuba Goldwasser, der . . . welcher war deportiert im 41. Jahr und arretiert bei der deutschen Gestapo.

David Boder

In Paris?

Bertha Goldwasser

In Paris.

David Boder

Also sagen Sie mal, Frau Goldwasser, wo waren Sie, wenn der Krieg hat angefangen?

Bertha Goldwasser

Wenn der Krieg hat angefangen war ich hier in Paris die ganze Zeit bis im Jahr, bis im Jahr 41. An dem Tag, wo man hat meinen Mann arretiert . . . und von der Deportation habe ich nichts gewusst. Vierzehn Tage spÃter hat man mich auch arretiert mit meinem neun monatigen MÃdchen.

David Boder

Bitte etwas nÃher, ein bisschen [unverstÃndlich], ja? Man hat Sie also arretiert mit ihrem neun Monate alten Kind?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

ErzÃhlen Sie mir, wie es da war. Sie lebten mit ihrem Mann in Paris, nicht wahr?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Was war seine BeschÃftigung?

Bertha Goldwasser

Seine BeschÃftigung war, er war Ingenieur.

David Boder

Er war ein Ingenieur.

Bertha Goldwasser

Ingenieur, ja.

David Boder

Und haben Sie noch andere Kinder?

Bertha Goldwasser

Nein.

David Boder

Das war Ihr . . .

Bertha Goldwasser

Mein Einziges, mein einziges Baby . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . ich habe gehabt.

David Boder

Haben Sie das Kind noch mit?

Bertha Goldwasser

Nein. Ich bin auch deportiert und, hm,nun ich habe gewusst schon wo die Deportation hingeht und bin ich vom Zug hier runter gesprungen mit meinem Kind auf dem Arm. Und leider Gottes hat mein Kind den Tod erfahren wÃhrend ich bin herunter gesprungen. Und ich selber war auch schwer verwundet, aber die Franzosen habe mich aufgehoben und mich . . . in neun Monaten auskuriert. Und nachher . . .

David Boder

Welche Franzosen? Die, die auf dem Zug waren?

Bertha Goldwasser

Nein, die waren auf dem Boden. Die Franzosen, die haben gewohnt bei dem . . .

David Boder

Nicht so schnell, bitte. Also Ihr Mann wÃrde . . . wurde arretiert und was hat man mit ihm gemacht?

Bertha Goldwasser

Man hat ihn deportiert nach Deutschland, um im Salzgraben zu arbeiten.

David Boder

Ja. Wie hat man ihn arretiert? ErzÃhlen Sie mir die Einzelheiten von diesem Fall.

Bertha Goldwasser

Mich hat man zu Hause . . .

David Boder

Nein, neinâIhren Mann.

Bertha Goldwasser

Meinen Mann hat man auch zu Hause arretiert, es war am . . . am 26 August . . .

David Boder

August.

Bertha Goldwasser

August um neun Uhr frÃh sind die Gestapo zu Hause hinein gekommen und haben gefragt seinem Namen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Und dann haben Sie gesagt: âAh, sie sind Jude! Dann kommen Sie. Sie gut fÃr, fÃr Arbeit in Deutschland.â Mein Mann hat gearbeitet, hm, geantwortet: âArbeiten ist bei mir kein Schreck, aber ich mÃchte nicht das durchmachen, was meine Freund schon haben mitgemacht in Deutschland.â Dann haben sie ihn beim RÃcken genommen und die Stiegen herunter geschmissen. Und sie sagen: âWir werden dir schon Arbeit geben, du wirst lange arbeiten fÃr uns.â Und nachher ist er . . . haben sie ihn nach Deutschland deportiert. Sie haben ihn weggenommen von Drancy und von dort haben sie ihn nach Pantin geschickt.

David Boder

Und wer hat Ihnen das gesagt? Hat er Ihnen geschrieben?

Bertha Goldwasser

Das, darÃber habe ich von den Deutschen selber ein Papier bekommen, dass der Jude, der HÃftlings-Jude Goldwasser fahrt nach Deutschland as freiwilliger Arbeiter.

David Boder

Als Freiwilliger?

Bertha Goldwasser

Als freiwilliger Arbeiter. Aber das ist nicht wahr, denn sie haben es mit allen Juden und auch Franzosen gemacht. Aber das waren keine Freiwilligen, weil kein Jude und kein Franzose hat fÃr die Deutschen sich freiwillig gemeldet.

David Boder

ErzÃhlen Sie mir, Frau Goldwasser, wann hat man Ihnen dieses Papier gegeben?

Bertha Goldwasser

Das Papier habe ich bekommen, hab ich bekommen in, hm, . . . April, am 11 April.

David Boder

Und sie haben ihn im August genommen?

Bertha Goldwasser

Ja, im 41 Jahr.

David Boder

Ja und . . .

Bertha Goldwasser

Am 11 April . . .

David Boder

Am elften 11 April . . .

Bertha Goldwasser

. . . im 42. Jahr habe ich das . . .

David Boder

. . . das Papier bekommen.

Bertha Goldwasser

. . . das Papier bekommen.

David Boder

Was hat man . . . hat man es Ihnen zu geschickt oder haben sie es gegeben?

Bertha Goldwasser

Mit der Post.

David Boder

Man hat Sie mit der Post verstÃndigt?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Dass er freiwillig nach Deutschland gegangen ist zu arbeiten.

Bertha Goldwasser

Ja. Und auch unten haben sie dazu geschrieben: der HÃftlings-Jude.

David Boder

Ja. Und nun also dann ist ihr Mann weggegangen und sie sind mit dem Kind geblieben.

Bertha Goldwasser

Ah hm, ich bin mit dem Kind geblieben.

David Boder

Und wann hat man Sie arretiert?

Bertha Goldwasser

Am sechzehnten Juli im 42 Jahr.

David Boder

Das war ungefÃhr ein Jahr spÃter.

Bertha Goldwasser

Ja, ein Jahr spÃter.

David Boder

Na, warten Sie mal, war das Kind schon geboren wie Ihr Mann weg ging?

Bertha Goldwasser

Ja, das Kind war schon geboren.

David Boder

Das Kind war schon geboren, wenn Ihr Mann weg ging?

Bertha Goldwasser

Ja, wie mein Mann weg gegangen ist.

David Boder

Und das Kind war dann neun Monate alt?

Bertha Goldwasser

Neun . . . es war neun Monate alt.

David Boder

Und wie man Sie arretiert hat, war das Kind schon ungefÃhr ein ein halb Jahre alt oder so, nicht wahr?

Bertha Goldwasser

Ja. Nein, es war so, wenn neun Monate, das Kind hat neun Monate gehabt, da bin ich schon einmal arretiert worden . . .

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

. . . wenn ich bin zum Lager gegangen, um mein Mann . . . meinem Mann Brot herein geworfen haben.

David Boder

Oh, was nun?

Bertha Goldwasser

Da hat man mich arretiert das erste Mal mit dem Kind zusammen. Ich habe das Kind mitgenommen. Ich habe geglaubt, wenn sie ein Kind sehen, lassen sie mich im Lager durch gehen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Aber das hat nicht geholfen und wie die Anderen bin ich auch arretiert worden.

David Boder

War das in Paris?

Bertha Goldwasser

In Drancy.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Ein paar Kilometer von Paris, zwei . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Nicht weit.

David Boder

So und dann . . . wie hat man Sie weg gelassen?

Bertha Goldwasser

Man hat mich nach Drancy reingenommen auch . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . aber mein Mann hat von dem gar nicht gewusst.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Dann hat man . . . dann haben die Franzosen eingewendet, dass ich . . .

David Boder

Welche Franzosen?

Bertha Goldwasser

Die Franzo, franzÃsischen . . . die, der Kommandant von dem franzÃsischen Lager.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Der franzÃsische Kommandant von dem Lager . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . hat eingewendet, ich soll mit dem Kind hinaus lassen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Hat mich hinaus . . . nachher und nachher die Polizei . . .

David Boder

Und warum hat er das getan?

Bertha Goldwasser

Er hat Mitleid gehabt . . . mit dem Kind wahrscheinlich. Und er hat nicht gekonnt es anders machen, weil ich die erste Frau war, die arretiert war zu der Zeit.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Ja und nun hat man Sie . . . sprechen Sie in diese Richtung. So hat man Sie entlassen und Sie sind nach Hause gekommen.

Bertha Goldwasser

Ich bin nach Hause gekommen.

David Boder

Wo haben Sie da gewohnt?

Bertha Goldwasser

Nicht mehr auf der Strasse . . . ich war nicht mehr, nicht weit . . . auf einer Anderen, auf einer ganz Anderen [unverstÃndlich].

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Ich hab . . .

David Boder

Haben Sie eine Armband tragen mÃssen? Haben Sie eine Schleife tragen mÃssen?

Bertha Goldwasser

Ich habe mÃssen tragen einen Magen David, wie man sagt, und darauf geschrieben . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . mit âJuiveâ.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Aber ich habe es nicht getragen, weil niemand mir erkennt, dass ich eine JÃdin bin . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . hab ich mir erlaubt, es nicht zu tragen.

David Boder

Sie haben das riskiert, nicht wahr?

Bertha Goldwasser

Ich habe es riskiert, ja!

David Boder

Ja. Nun und so sind Sie nach Hause gekommen mit dem Kind.

Bertha Goldwasser

Und so bin ich nach Hause gekommen mit dem Kind.

David Boder

Nunâund was haben Sie dann getan? Haben Sie gearbeitet?

Bertha Goldwasser

Ich habe vor gehabt zu arbeiten . . .

David Boder

Wo?

Bertha Goldwasser

Illegal bei Schneiderei.

David Boder

Bei Schneiderei. KÃnnen Sie nÃhen?

Bertha Goldwasser

Ich kann nÃhen auch, ja.

David Boder

Ja. Und wie lange haben Sie gearbeitet und wo haben Sie gearbeitet . . . bis, hm, man Sie wieder arretiert hat?

Bertha Goldwasser

. . . bis ich wieder arretiert . . .

David Boder

ErzÃhlen Sie mir die Einzelheiten von diesem Arrest.

Bertha Goldwasser

Man hat mich . . . um vier Uhr in der FrÃh sind sie gekommen zu mir nach Hause und man hat geklopft . . .

David Boder

Um vier . . .

Bertha Goldwasser

Uhr in der FrÃh hat man geklopftâhab ich nicht geantwortet.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Dann noch einmal und dann . . . haben sie die TÃr eingebrochen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Aber ich hab gehabt ein Fenster, was hat gegehen auf . . . hm, auf ein Dach von einem anderen Haus. So bin ich von dem Fenster hinaus und hab angefangen . . .

David Boder

Sagen Sie, waren Sie angekleidet?

Bertha Goldwasser

Ich hab mich angekleidet . . . nur ein Peignoir [= Morgenmantel] hab ich mir mitgenommen . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . und ich bin durch das Fenster hinaus und ich hab angefangen auf [unverstÃndlich] zu gehen.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

. . . bis ich nicht mehr . . . und sie haben angefangen mir nach zu schieÃen. Und dann habe ich mir unter gegeben.

David Boder

Mit dem Kind?

Bertha Goldwasser

Dann bin ich runter gekommen und da haben sie schon das Kind gehabt. Weil die ganze Zeit seit dem ersten Arretierung habe ich das Kind nicht bei mir gehabt. Meine Hausfrau hat das Kind gehalten.

David Boder

Ihre Hausfrau hat das . . . ?

Bertha Goldwasser

Hat das Kind gehalten.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Und nachher, wie ich bin runter gekommen, haben sie schon das Kind gehabt und haben mich, so wie ich bin gestanden, haben sie mich in das Lager genommen.

David Boder

Und sie haben Ihnen das Kind gegeben?

Bertha Goldwasser

Ja, sie haben das Kind mir gegeben, ja.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Das war ein groÃes Lager, wo hundert . . . hunderte, tausende von Frauen und Kinder und auch MÃnner waren, so zusammen gruppiert.

David Boder

Alles Juden?

Bertha Goldwasser

Alles Juden, nur Juden. Und nachher haben sie angefangen auszusortieren, aussortieren wie man sagt, und die Frauen mit Kindern nach Drancy gebracht.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Und von dort wurden die Kinder in den Zug genommen und anders deportiert, man genommen die Kinder und deportiert besonders.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Ich hab mich . . . aber ich hab mich . . . [pause]

David Boder

Sie sind vom Zug heraus gesprungen.

Bertha Goldwasser

Ich hab mir gedacht . . . ich habe gebeten dort die Frau, die deutsche Frau . . . die hat mich gern gehabt, weil sie selber verheiratet war mit einem Juden. Und sie war da . . . sie war in Frankreich und sie hat mich von zuvor gekannt auch. Dann hat sie gesagt . . .

David Boder

Sie hat Sie gekannt? War es eine Bekannte von Paris?

Bertha Goldwasser

Es war eine Bekannte von Paris, die was hat da bei mir gewohnt. Aber sie hat wollen sich retten und sie hat gesagt, dass sie eine Deutsche ist, aber sie war eine Ãsterreicherin, eine Wienerin war . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . und auch ein JÃd, ein Mischling, . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . und sie . . . sie hat mir gesagt, ich soll hinein gehen in den zweiten Wagon, dort sind die Kinder und ich soll sagen, sie hat mich geschickt. Und dann bin ich in den zweiten Wagon hinein und ich habe . . . und ich habe dort mein Kind gefunden. Und so sind wir [unverstÃndlich] und es waren andere MÃtter auch, dieâich weià nicht auf welche Art wie . . . wie die zu die Kinder kommen. Und wie wir sind gekommen bei Colmar bei der Grenze . . . bei Colmar . . . sind wir, bin ich vom Zug hinaus gesprungen.

David Boder

Nun warten Sie mal, was fÃr Wagon waren das?

Bertha Goldwasser

Ein versiegelter Wagon, ein ganz vermachter Wagon fÃr . . . fÃr . . .

David Boder

Ein Liefer-Wagon?

Bertha Goldwasser

Ein Wagon fÃr die . . . fÃr die Viecher, wie man, wie man . . .

David Boder

FÃr Vieh?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Ein Vieh-Wagon.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Nun und wie konnte Sie raus springen?

Bertha Goldwasser

Es waren . . . da waren drei . . . les planches, wie sagt man da?

David Boder

Die Bretter waren nicht fest . . . ?

Bertha Goldwasser

Die Bretter waren apart . . . und so . . .

David Boder

Oh, das war ein richtiger Vieh-Wagon?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Denn so hat man das Vieh transportiert . . .

Bertha Goldwasser

Ja, das Vieh . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Und dann haben die [unverstÃndlich] . . . habe ich einenâich weiÃ, ich weià Ãberhaupt nicht, wo ich die Kraft her dazu genommen, ich hab ausgebrochen einen Breiten und ich hab gesehen der Zug fÃngt an den Berg hinauf zu gehen . . .

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

. . . bin ich hinunter gesprungen mit dem Kind.

David Boder

Hat Ihnen jemand das erzÃhlt, dass es besser zu springen ist, wenn der Zug bergauf geht?

Bertha Goldwasser

Nein, nein, ich habe mich schon mit dem Gedanken die ganze Zeit ge . . . getragen. Ich hab mir gesagt: âEinmal und fÃr alles zum Tode fahr ich doch und da kann ich doch vielleicht mir das Leben zu retten.â

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Und dem Kind. Aber leider habe ich das Kind verloren beim Runterspringen. Und mit die HÃnde . . . mit meine HÃnde habe ich mÃssen das Kind zusammen nehmen . . . extra Teile von dem KÃrper habe ich im Wald gelassen.

David Boder

Was heiÃt extra Teile von . . . ?

Bertha Goldwasser

Ein FuÃ, eine Hand habe ich . . .

David Boder

Gesucht zusammen . . . ?

Bertha Goldwasser

Ja, wenn ich bin herunter gesprungen der Zug ist schnell den Berg . . . den Berg hinauf gegangen . . .

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

. . . und so kann ich mich selber nicht kann vor . . . nach vorn gehen. Und dann sind gekommen zwei franzÃsische MÃnnerâvon der Arbeit sind sie gekommen und haben sie mich gefragt, was ich hier mache. Und ich habe gesagt, ich bin eine Christin und die Deutschen habe mich bis hierher gebracht und haben mich da gelassen. Ich habe mich nicht getraut ihnen die Wahrheit zu sagen.

David Boder

Sie haben ihnen nicht gesagt, dass sie vom Zug gesprungen . . .

Bertha Goldwasser

Nein.

David Boder

Nein.

Bertha Goldwasser

Hab mich nicht getraut . . .

David Boder

Und war der KÃrper des Kindes noch mit Ihnen?

Bertha Goldwasser

Nein, sie haben schon nichts gesehen von dem Kind.

David Boder

Sie haben das Kind begraben?

Bertha Goldwasser

Ich habe sie begraben, ja. Und dann kommen die Leute und sie haben mich mit sich genommen und haben mich, hm, . . . die Wunden gewaschen und ich bin geblieben . . .

David Boder

Wo waren Sie verwundet?

Bertha Goldwasser

Das Knie, habe ich jetzt zwei [unverstÃndlich] gebrochen gehabt.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Im linken FuÃ, ja. Und auch den ganzen RÃcken hab ich zerschlagen gehabt, ich hab Ãberhauptâich kann nicht gehen, ich kann nicht liegen und kein Essen hat dann geschmeckt. Aber ich war doch mit die Leute, die waren sehr nett zu mir und die haben mich auskuriert.

David Boder

Haben sie einen Doktor gebracht?

Bertha Goldwasser

Nein, ich habe nicht gewollt, ich habe gesagt, ich . . .

David Boder

Aber wie kann man einen gebrochenen Fuà auskurieren?

Bertha Goldwasser

Da war ein . . . ein Geistlicher, der hat mir das gemacht.

David Boder

Ein Geistlicher?

Bertha Goldwasser

Ein Geistlicher.

David Boder

Der hat Ihnen den Fuà verbunden?

Bertha Goldwasser

Ja, verbunden. Und so bin ich geblieben neun [9] Monate mit diese Leute.

David Boder

Sagen Sie mal, wenn man mit einem Geistliche zusammen kommt, hat der nicht verstehen kÃnnen, dass Sie JÃdin waren?

Bertha Goldwasser

Aber die Geistlichen selber haben sehr viel fÃr die Juden getan.

David Boder

Die Geistlichen?

Bertha Goldwasser

die franzÃsischen Geistlichen haben schon sehr viel fÃr die Juden getan. Sie haben hunderte Kinder auf ge . . . aufgehalten mit sich.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Sehr vielâdie Geistlichen und auch die, hm, nun Schwestern.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Sie haben sehr viele Kinder bei hier in Frankreich auch auf . . .

David Boder

Das ist wirklich wahr?

Bertha Goldwasser

Ganz wahr, so wie ich sage.

David Boder

Ja, ich meine, dass man das erzÃhlt hat in Amerika und wir wissen, wir haben gehÃrt, dass die franzÃsischen Geistlichen gut waren, besonders gut.

Bertha Goldwasser

Sehr gut.

David Boder

Ja. So?

Bertha Goldwasser

Und nachherâda hat der Geistliche mit mir zu reden angefangen. Und ich habe gesehen, ich kann zu ihm Zutrauen haben, weil ich habe ihn einmal gefragt, was ist eigentlich an der Front [unverstÃndlichâRauschen im Tonband]. Und die Leute mit denen ich war, gehÃrten auch zur franzÃsischen Resistance.

David Boder

Und die Leute haben auf Sie [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] und sie sind gesund geworden. Und wohin sind Sie dann gegangen?

Bertha Goldwasser

[unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] . . . und so bis zur Befreiung war ich bei der franzÃsischen Resistance und habe gearbeitet dort bis zur Befreiung.

David Boder

Nun erzÃhlen Sie mir etwas von der Arbeit der franzÃsischen Resistance.

Bertha Goldwasser

Die franzÃsische Resistance hat sehr viel gearbeitet und hat, hat viel fÃr die Juden getan. Wenn wir, wenn sie gehÃrt haben, dass Juden arretiert wurden, haben sie gleich geschickt und die Juden in die WÃlder genommen. Sie waren organisiert militÃrisch und wir haben sehr viel gegen die Deutschen gemacht

David Boder

Was haben sie, zum Beispiel, gemacht?

Bertha Goldwasser

[unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] gegen das deutsche MilitÃr. Wir haben gegen das MilitÃr Granaten geworfen und danach haben sie gestÃrt im Vormarsch.

David Boder

Sie haben was verhindert?

Bertha Goldwasser

Im Vormarsch. Wir haben auch Flieger gehabt, [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] Amerikaner, Kanadier und Englische, die haben herunter geschossen und die herunter geschossen sind. Die Flugzeuge wurden herunter geschossen. Diese Leute, die Amerikaner, diese âavaiteurâ, wenn sie waren krank oder [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband], wir haben sie zur der spanischen als auch der schweizerischen Grenze gebracht. Ich selber hab vier und zwanzig kanadische âavaiateurenâ Flieger zu der spanischen Grenze gefÃhrt. Und dort habe ich sie Ãbergeben der schweizerischen Resistance und auch an Geistliche. Diese haben ihnen angezogen andere Kleider und haben sie nach Spanien gefÃhrt.

David Boder

Aha. Und in Spanien hat man was? Hat man sie interniert oder?

Bertha Goldwasser

In Spanien sind sie gleich angewendet an die amerikanische Konsulat und die sind weiter nach Marokko oder nach London heim gefahren.

David Boder

Und Sie sagen, Sie haben selbst mit diesen englischen oder kanadischen Soldaten gearbeitet.

Bertha Goldwasser

Ja, habe ich.

David Boder

In welcher Stadt war das?

Bertha Goldwasser

Es war, hm, in [Name unverstÃndlichâklingt wie Parie de Mont Jacques] und von da bin ich mit vier und zwanzig Personen nach Toulouse gegangen. Da sind die Geistlichen gekommen und habe die Leute uebernommen von mir.

David Boder

So die Geistlichen waren mit der Resistance?

Bertha Goldwasser

Mit der Resistance, sehr viel von die Geistlichen.

David Boder

Nun sagen Sie mal, hm, was . . . wo haben Sie . . . hm, wo waren Sie wie die Befreiung gekommen ist?

Bertha Goldwasser

Wenn die Befreiung gekommen ist, war ich in Paris. Ich war auchâich bin gewesen als Leutnant, als Leutnant von der FFI, von der Resistance.

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Und ich . . . ich war das zweite Mal verwundet in Paris.

David Boder

Wieso?

Bertha Goldwasser

Weil ich hab mÃssen durch gehen, wo die Deutschen haben abgezogenâso schnell, so schnell man kann sich das gar nicht vorstellen. Und ich hab wollen durchgehen auf die zweite Seite und verstÃndigen meine, meine Kameraden, dass sie erst [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband] die Deutschen. Und die haben das bemerkt und haben geschossen. Ich war verwundet im Fuà und ich war zwÃlf MonatâzwÃlf Wochen war ich im Gips mit dem FuÃ. Aber nachher . . . war ich sehr schnell auskuriert und auch meine Moral bei mir war ganz anders. Und auch bis zum heutigen Tag, dass ich arbeit fÃr den militÃrischen Staff, das heiÃt in der Resistance der FFI [unverstÃndlich; starkes Rauschen im Tonband].

David Boder

Oh, die Resistance existiert noch? Die ist nicht hier auf . . .

Bertha Goldwasser

Sie existiert noch bis jetzt.

David Boder

Ja. Bitte weiter.

Bertha Goldwasser

Weil sie findet vom MilitÃr statt.

David Boder

Und Sie sind ein Mitglied der Resistance?

Bertha Goldwasser

Ich bin ein Mitglied der Resistance, FFI, mit dem Kontingent der Marseillaise.

David Boder

Also, was tun Sie jetzt im MilitÃr stehen Sie?

Bertha Goldwasser

Jetzt haben Sie mich demobilisiert, weil ich schon zu alt bin [lacht] fÃr den MilitÃrdienst [lacht].

David Boder

Oh, Sie sind vier und dreiÃig Jahre, Sie sehen aber aus wie acht und zwanzig.

Bertha Goldwasser

Aber fÃr das MilitÃr . . .

David Boder

Wenn Sie zu alt sind, wen haben sie dann in der Resistance, fÃnfzehn jÃhrige Kinder?

Bertha Goldwasser

Nein, bis sieben, acht und zwanzig sind die Frauen. Weil die jetzigen Frauen der Resistance fahren nach Marokko. Ich hab nicht wollen nach Marokko fahren, weil ich hab suchen wollen meinen Bruder, den man hat gefunden im Lager von FÃhrenwald bei MÃnchen.

David Boder

Na, warten Sie malâSie hatten einen Bruder?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Wo hat er gelebt, wenn . . . wenn der Krieg anfing?

Bertha Goldwasser

In Polen war er bis zum 40 Jahr und dann . . .

David Boder

Haben Sie mit Ihrer Familie in Polen korrespondiert?

Bertha Goldwasser

Ich habe einen letzten Brief . . . ich hab den letzten Brief von meiner Mutter bekommen in 42, im Mai . . . im Mai.

David Boder

Wann sind Sie denn von Polen weggegangen?

Bertha Goldwasser

Im sechs und dreiÃigsten 36 Jahr, am zwanzigsten Juni.

David Boder

Wieso sind Sie weg gegangen?

Bertha Goldwasser

Ich kam hierher zum Lernen.

David Boder

Nach Paris?

Bertha Goldwasser

Nach Paris.

David Boder

Was wollten Sie erlernen?

Bertha Goldwasser

Ich hab wollen . . . ich habe wollen lernen Chemie Ingenieur.

David Boder

Sie wollten Chemie studieren?

Bertha Goldwasser

Chemie studieren.

David Boder

Wo haben Sie das Gymnasium beendet?

Bertha Goldwasser

In Polen, in Baracz, da habe ich die Matura gemacht.

David Boder

Da haben Sie die Matura gemacht.

Bertha Goldwasser

Matura.

David Boder

Und dann sind Sie gekommen nach hier um chemische Ingenieur zu studieren, wo?

Bertha Goldwasser

In Paris.

David Boder

An welcher Schule?

Bertha Goldwasser

An der Faculte de . . . [unverstÃndlich].

David Boder

Haben Sie dort angefangen?

Bertha Goldwasser

Ich hab angefangen . . . ich hab mich verschreiben, aber ich hab nicht angefangen. Meine Mutter war nicht so reich, dass sie mich aufhaltet. Und ich selberâdie Sprache hab ich nicht gekannt und ich kann nur soweit vor gehen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Dann habe ich angefangen âlessonsâ zu geben, lernen polnisch, und dann habe ich auch franzÃsisch gelernt.

David Boder

Wer wollte jetzt polnisch lernen?

Bertha Goldwasser

Es waren . . . waren Kolonien von polnische Arbeiter, die in den Kohlengruben gearbeitet haben.

David Boder

Hier?

Bertha Goldwasser

Hier in Frankreich

David Boder

Und die wollten polnisch lernen?

Bertha Goldwasser

Ja, die haben da ja Kinder und [unverstÃndlich] und Kinder, die waren das.

David Boder

Aha, und in diesen Kolonien wollten sie, dass die Kinder polnisch lernen.

Bertha Goldwasser

NatÃrlich, ja, das waren doch Polen.

David Boder

Ja. Und wann waren sie verheiratet?

Bertha Goldwasser

Im acht und dreiÃigsten 38 Jahr.

David Boder

Hier in . . .

Bertha Goldwasser

Hier in Paris.

David Boder

Hier in Paris.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Nun sagen Sie mal, und dann kamen Sie . . . und Sie hatten, hm, . . . wie gross war Ihre Familie in Polen?

Bertha Goldwasser

In Polen habe ich mein . . . meine Mutter und meinen Bruder gehabt.

David Boder

Und der Vater?

Bertha Goldwasser

Mein Vater ist schon lange gestorben; ich war ein Kind mit vier Jahr.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Meinen Bruder habe ich verlassen, da war er fÃnfzehn Jahre alt. Ich habe auch Onkel und Tanten von meiner Mutter und Neffen von meiner Mutter Bruder und SchwÃgerin mit die Kinder.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Aber in Amerika habe ich zwei Tanten.

David Boder

Zwei Tanten?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Also wollen wir erst mit den polnischen Verwandten, also wann haben Sie zuletzt von Ihrer Mutter gehÃrt?

Bertha Goldwasser

Von meiner Mutter habe ich im 42 Jahre gehÃrt. Im Mai habe ich den letzten Brief von ihr bekommen.

David Boder

Wo war sie denn?

Bertha Goldwasser

Sie war in Baraczâzu Hause.

David Boder

Ja. Und was, hm, . . . wie ist es Ihrer Mutter gegangen?

Bertha Goldwasser

Meine Mutter, meiner Mutter ist esâbevor der Kriegâganz gut gegangen, aber wie die alle sie haben alles weggenommen da, haben sie aus dem Haus raus geschmissen und sie in ein Ghetto gesteckt, sowie alle anderen Juden. Und dort wahrscheinlich waren sie sehr schlecht behandelt, geschlagen und die Alten sind in die Gaskammern gegangen. Das haben sie mir erzÃhlt. Und die Gaskammern waren sie erstickt.

David Boder

Aber was hat Ihrer Mutter passiert?

Bertha Goldwasser

Mein Mutter hat man nach Treblinka genommen in ein . . .

David Boder

Treblinka?

Bertha Goldwasser

Treblinka, in ein Lager gebracht. Und dort wurde sie in die Gaskammer [unverstÃndlich].

David Boder

Wer hat Ihnen das erzÃhlt?

Bertha Goldwasser

Das hat mir mein Bruder erzÃhlt. Der war . . . er war bei den Russen eingezogen, das war in Polen. Nachher, wie die Russen sich zurÃck gezogen haben, ist er mit nach Russland. Und dort ist er zur Armee, der Russischen und er . . . er ist Soldat. Er war drei mal verwundet. Er hat gekÃmpft an der ost preuÃischen Grenze unter dem Kommando von einem jÃdischen General.

David Boder

Und wer war das?

Bertha Goldwasser

Ein . . .

David Boder

War das der General, der gefallen ist.

Bertha Goldwasser

Der gefallen ist.

David Boder

Yurenko?

Bertha Goldwasser

Yurâ . . . nein, nicht Yurenko.

David Boder

Ja, in Nordost PreuÃen.

Bertha Goldwasser

In Nordost PreuÃen.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Er war verwundet und man hat ihn nach Moskau gebracht und ihn auskuriert. Nachher ging es ihm ganz gut in Russland. Das hat er mir geschrieben. Aber dann hat er sich gedenkt, dass er da ganz alleine ist. Er ist ja noch ein Kind. Und er hat gesehen vielleicht, dass er findet die Mutter. So ging er nach Hause, nach Polen, nach Baracz und er hat die Mutter nicht gefunden, keinen Menschen. So ist er weiter nach Polen . . . und in Polen hat er keinen von der Familie vorgefunden. So ist er nach Deutschland gekommen. In Deutschland hat er auch niemanden erfahren. Dann ist er weiter bis nach MÃnchen und . . . und hat sich angeschlossen in dem Lager von der UNRRA. Dort hat er sich registriert fÃr Amerika oder nach PalÃstina zu fahren. Aber wenn er hat von meiner Tante von Amerika bekommen hat meine Adresse und auch mich hat verstÃndigt auf meiner Adresse in Frankreich geschrieben und jetzt bin ich in Kontakt mit ihm.

David Boder

Wo ist der Bruder?.

Bertha Goldwasser

Mein Bruder ist in MÃn . . . bei MÃnchenâim FÃhrenwald im Lager.

David Boder

In einem Lagerâund er korrespondiert mit Ihnen?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Warum kommt er nicht nach Paris?

Bertha Goldwasser

Weil ich selber weià nicht was zu machen in Paris. Vielleicht er . . .

David Boder

Wie alt ist er?

Bertha Goldwasser

Er ist jetzt vier und zwanzig Jahre alt, im fÃnf und zwanzigsten fast jetzt.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Also ich selber weià nicht was zu machen, . . . ihn nach Paris zu nehmen? Ich bin allein. Ich vielleicht kann ihm eine Zukunft schaffen . . . und in Amerika, die Tanten wollen ihn nach Amerika haben.

David Boder

Die Tanten wollen ihn in Amerika?

Bertha Goldwasser

Ja, die haben ihm ein Affidavit geschickt.

David Boder

Sagen Sie mal, wo leben Ihre Tanten?

Bertha Goldwasser

Meine Tante lebt in Brooklyn.

David Boder

In Brooklyn near New York?

Bertha Goldwasser

New York.

David Boder

Und wie heiÃen die?

Bertha Goldwasser

Rosa Drah.

David Boder

Rosa . . .

Bertha Goldwasser

Rosa Kupferstein und Anna Drah.

David Boder

Kupferstein?

Bertha Goldwasser

K u p f e rstein.

David Boder

Und Anna Drah?

Bertha Goldwasser

Anna Drah..

David Boder

Beide in Brooklyn?

Bertha Goldwasser

Beide in Brooklyn.

David Boder

Haben Sie auch die Telefon Nummern oder nur die Adressen?

Bertha Goldwasser

Ich habe die Adressen, nur die Adressen.

David Boder

Sie haben nur die Adressen.

Bertha Goldwasser

Nur die Adressen, ja. Und sie haben mir auch ein Affidavit geschickt, sie wollen auch, dass ich nach Amerika gehen soll.

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Aber leider, ich bin Polnische und die Quote fÃr die Polen ist sehr âlangweiligâ, es kann vielleicht noch Jahre dauern.

David Boder

Ja, aber Sie waren Studentin hier?

Bertha Goldwasser

Ja, ich war Student.

David Boder

Sie waren Studentin?

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Sie haben ein Diplom, dass sie vom Gymnasium graduiert haben?

Bertha Goldwasser

Ja, aber leider habe ich nichts, denn die Deutschen haben alles weggenommen und ich kann nicht ein Anderes bekommen.

David Boder

Was es in der UniversitÃt verschrieben, dass Sie dort waren?

Bertha Goldwasser

Es war, ja, es war da . . .

David Boder

Dann kÃnnen Sie von der UniversitÃt eine Bescheinigung bekommen/

Bertha Goldwasser

Eine Bescheinigung kann ich ja auch bekommen, natÃrlich.

David Boder

Ja, das sollte ja genug sein.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Nun, hm, sagen Sie mal hat die Marquis welche Gedichte, welche Lieder genannt?

Bertha Goldwasser

Ja, wir haben sehr schÃne Lieder geschaffen.

David Boder

WÃrden Sie vielleicht Eines fÃr mich vorsingen?

Bertha Goldwasser

[lacht] Ne, das kann ich nicht [lacht wieder], ich hab keine Stimme [lacht].

David Boder

Sie brauchen das nur mit einer sehr kleinen Stimme . . . , Hauptsache, dass die Worte klar sind.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Nur summen, wie man sagt, probieren Sie es!

Bertha Goldwasser

Ich kann mich vielleicht nicht erinnern.

David Boder

Probieren Sie es, [unverstÃndlich]

Bertha Goldwasser

In FranzÃsisch . . . meinen Sie?

David Boder

Ja. Kennen Sie keine jÃdischen Lieder von den Lagern?

Bertha Goldwasser

Von den Lagern, ja.

David Boder

Ja. Wollen Sie mir diese vorsingen?

Bertha Goldwasser

Aber ich selber war nicht im Lager, Das sind irgendwelche Lieder, die welche . . .

David Boder

Ja. [unverstÃndlich]

Bertha Goldwasser

[trÃgt ein Gedicht vor] RavensbrÃck, RavensbrÃck, Du bist [unverstÃndlich] und vielleicht einmal werden wir Ãber Freiheit sehen. Da wÃrden wir mit dem Leben sagen, ja, RavensbrÃck, du bist die Vergangenheit und UnglÃck und Unrast durch die Deutschen, durch die Nazis, dem jÃdischen Volk. Wir sind ja Junge, die Leben im Herzen haben. Wir mÃssen zum Leben streben, aber die Deutschen haben das Streben mit schwarzer Tinte beschmiert. [Ende] Das sind noch mehr Worte, aber ich kann mich nicht erinnern.

David Boder

Bitte in FranzÃsisch.

Bertha Goldwasser

[spricht franzÃsisch]

Bertha Goldwasser

Da sind auch noch WÃrter, an die kann ich mich nicht erinnern.

David Boder

Nun sagen Sie, was denken Sie, was Sie im Allgemeinen . . . was soll aus der Zukunft werden?

Bertha Goldwasser

Ãber die Zukunft? Ja, wenn man kann von der Zukunft sprechen, es ist sehr schÃn. Aber leider . . . ich kann mir Ãberhaupt nicht vorstellen, wie die Zukunft sein wirdâich auch nicht. Die Juden von Polen sind sehr unterdrÃckt. Die haben Ãberhaupt keinen moralischen Instinkt, die haben Ãberhaupt keine . . . keine Hoffnung zu leben. Die wollten nur wandern, die wollten laufen . . . nach PalÃstina lasst man sie leider nicht. England hat ihnen kein Zertifikat gegeben. Nach Amerika kann man nicht, man hat da fÃr die Juden die Quote gesperrt. Also was sollen die Juden machen? Wohin sollen sie gehen? Sie haben keine Heimat. Sie wollen, aber kÃnnen nicht eine zentrale Heimat haben. Sie wollen auch PalÃstiner sein, warum sollten wir die auch nicht sein? Also leider . . . kann ich, nein, kann ich mir Ãberhaupt nicht vorstellen . . . wie so das Leben, das Problem vom jÃdischen Leben allgemein auf der ganzen Welt wird sich, wird sich jetzt stellen die Frage. Wir stehen jetzt hier in ein Land fÃr ein Weltkonferenz. Vielleicht wird man auch an uns sprechen. Das kann man nicht wissen. Der Jude im allgemeinen . . . ein europÃischer Jude ist nicht sehr . . . ist nicht sehr, ist nicht sehr gesund vorlÃufig, weil moralischâer hat kein Heimat. Er hat keinâ wie man sagt im Jiddischenâkein Dach Ãber dem Kopf. Und was kann der machen? Er ist gebrochen, keine Familieâvon seiner Familie, von der schÃnsten Familie sind keine einzigen Menschen geblieben. Und von vielen hundert Millionen ist auch nicht Einer geblieben. Was kann man . . .

David Boder

FÃr welche Zeitung arbeiten Sie hier in Paris?

Bertha Goldwasser

Ich? Ich fÃr die Neue Presse. Das ist eine Zeitung, welche den Arbeiter Klasse verklagt verstÃndlich.

David Boder

Aha. Wie viele . . . wie viele jÃdische Zeitungen gibt es in Paris?

Bertha Goldwasser

Es gibt viele jÃdische Zeitungen in Paris, nicht alle . . . nicht alle sind einverstÃndlich. Es gibt zionistische Zeitungen, es geben, hm, sozialistische, so genannte bundistische Zeitungen. Die sind die Ãrgsten, weil sie haben eine schlechte Stellung gegen die, gegen die fortgeschrittene Arbeiterbewegung.

David Boder

Die bundistischen Zeitungen?

Bertha Goldwasser

Nehmen immer die . . .

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

Die bundistischen Zeitungen nehmen immer die Gegenstelle gegen der Neuen Presse. Das ist ein Kampf zwischen zwei Arbeiterlager.

David Boder

Ist die bundistische Presse nicht eine sozialistische Presse, sondern eine sozial demokratische Presse?

Bertha Goldwasser

Eine Sozial-Demokratische sollte man so sagen, aber die [unverstÃndlich] sind nicht so wie der Arbeiter will das haben.

David Boder

Sie denken das?

Bertha Goldwasser

Das sehe ich so.

David Boder

Das sehen Sie.

Bertha Goldwasser

Ja.

David Boder

Aber es gibt viele Leute, die diese Zeitung lesen,nicht wahr?

Bertha Goldwasser

Es gibt, aber sie haben nicht so einen Erfolg. Ich sage das jetzt nicht als AnhÃnger der Neuen Presse . . .

David Boder

Ja?

Bertha Goldwasser

. . . die welche einen gewaltig groÃen Erfolg hat. Wenn jemand kommt in eine jiddische Stubeâin jeder jiddischen Familie in der FrÃh sehen sie eine jÃdische Zeitung da. Das ist die Neue PresseâverstÃndlich. Man sieht eine franzÃsische Zeitung, eine Arbeiter Zeitung auch oder auch eine Andere, aber der JÃd, aber der JÃd, der liest die . . . die Neue Presse.

David Boder

Die Neue Presse.

Bertha Goldwasser

Weil in der hat er . . .

David Boder

Ist die Neue Presse zionistisch?

Bertha Goldwasser

Nein, die Neue Presse ist nicht zionistisch. Die Neue Presse ist ein . . . nicht eine kommunistische, aber sie verteidigt den jÃdischen Einwanderer, die verteidigt den jÃdischen [unverstÃndlich] Menschen, den Arbeiter, der im Haus arbeitet, der arbeitet in den Fabriken und den Intellektuellen, der . . .

David Boder

Was sagen die Ãber PalÃstina?

Bertha Goldwasser

Ãber PalÃstina? Was sie sagen Ãber PalÃstina?

David Boder

Ja.

Bertha Goldwasser

Sie haben sehr starke Meinungen Ãber PalÃstina. Sie helfen auch in PalÃstina die Juden . . . den Juden, die gegen den . . . gegen den Bourgeois in die Lager, die welchen sich selbst eine Heimat schaffen, die wollen auch ein . . .

David Boder

Ich danke sehr, Frau Goldwasser, es war ein sehr gutes . . . [Tonband zu Ende oder abgerissen].

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In English] This is Spool number 24, taken the 4th of August, 1946, at 9 Rue de Patin, Paris. The interviewee is Mrs. Bertha Goldwasser, nÃe Rosenstrauch, age 34. She is here in Paris and works with the Neue Freie Presse, a Jewish newspaper.

David Boder

[In German] And so Mrs. Goldwasser, would you give us again your full name and [tell us] who you are?

Bertha Goldwasser

My name is Goldwasser. Born in Poland. I was married here in Paris. My husband, his name was Kuba Goldwasser . . . who was deported in '41, arrested by the German Gestapo.

David Boder

In Paris?

Bertha Goldwasser

In Paris.

David Boder

Tell me, Mrs. Goldwasser, where were you when the war began?

Bertha Goldwasser

When the war began I was here in Paris, all the time, until the year . . . until the year '41. On the day when my husband was arrested . . . and about the deportation I did not know. Fifteen days later I, too, was arrested together with my nine-months-old girl.

David Boder

A little nearer here [to the microphone]. Yes? You were arrested with your nine-months-old baby.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Tell me, how was it here? You were living with your husband in Paris, is that right?

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

What was his occupation?

Bertha Goldwasser

His occupation was . . . he was an engineer.

David Boder

He was an engineer.

Bertha Goldwasser

Engineer.

David Boder

And did you have any other children?

Bertha Goldwasser

No.

David Boder

No. That was your . . .

Bertha Goldwasser

My only . . . my only baby . . .

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

. . . that I had.

David Boder

Don't you have the child any more?

Bertha Goldwasser

No. I had also been deported. And when I found out where the deportation was going, I jumped from the train with the child in my arms. And, God's woe, my child was killed on the ground when I jumped down. And I, too, was very severely wounded, but some French [people] picked me up. [I was] with them nine months and was cured. And then . . .

David Boder

Which French [people], those who were on the train?

Bertha Goldwasser

No. Those on the ground. The French people who lived near the tracks.

David Boder

Let us not go so fast, please. And so your husband was . . . was arrested. And what was done with him?

Bertha Goldwasser

He was deported to Germany to work in the salt mines.

David Boder

Yes. How was he arrested? Tell me the particulars of that occurrence.

Bertha Goldwasser

I was arrested at home . . .

David Boder

No, no, your husband.

Bertha Goldwasser

My husband, too, was arrested at home. It was on the 26th of Aoutâ . . .

David Boder

August.

Bertha Goldwasser

. . . August, at nine o'clock in the morning. The Gestapo came into the house and asked for his name.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

And then they said, "Aha! You are a Jew! Then come. You are good for . . . for work in Germany." My husband worked . . . [correction] answered, "Work does not scare me, but I would not like to go through the same things that my friends have already gone through in Germany." So they took him by the neck and threw him down the stairs. And they said, "We will give you work indeed! You shall work a long time with us." And then they deported him to Germany. They took him away to Drancy. And from Drancy they sent him to Pantin[?]

David Boder

How do you know that? Did he write to you?

Bertha Goldwasser

About that I received from the Germans themselves a caâ . . . a letter that the Jew . . . the Jew-prisoner Goldwasser is going to Germany as . . . as a volunteer worker.

David Boder

As a volunteer?

Bertha Goldwasser

As a volunteer worker. But it is not true, because they did this with all the Jews and Frenchmen. But they were not volunteers, because no Jew, no Frenchman reported to the Germans voluntarily.

David Boder

Tell me, Mrs. Goldwasser, when were you given this paper?

Bertha Goldwasser

This paper I received . . . I received in April . . . on the 11th of April.

David Boder

He was taken in August . . .

Bertha Goldwasser

In the year '41.

David Boder

Yes. And on . . .

Bertha Goldwasser

On the 11th of April . . .

David Boder

The 11th of April . . .

Bertha Goldwasser

. . . in the year '41, I . . .

David Boder

Received this paper.

Bertha Goldwasser

. . . received this paper.

David Boder

Was it mailed to you or transmitted by hand [?]?

Bertha Goldwasser

Sent by mail. [unintelligible]

David Boder

Notified[?] you by mail . . .

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

. . . that he had gone voluntarily to work in Germany.

Bertha Goldwasser

Yes. And also . . . and on the bottom was added: The Jew-prisoner.

David Boder

Yes. And so your husband had left, and you remained with the child.

Bertha Goldwasser

And I remained with the child.

David Boder

And when were you arrested?

Bertha Goldwasser

On the 16th of July in the year '42.

David Boder

That was approximately a year later.

Bertha Goldwasser

Yes, a year later.

David Boder

Now wait a moment, please. Was the child born already when your husband left?

Bertha Goldwasser

Yes. The child had already been born.

David Boder

The child had already been born when your husband left?

Bertha Goldwasser

When my husband left.

David Boder

The child at that time was nine months old?

Bertha Goldwasser

Nine . . . it was then nine months old.

David Boder

Yes. And when you were arrested the child was already approximately a year and a half old or so? Isn't that so?

Bertha Goldwasser

Yes. No, it was thus. When my husband . . . when the child was nine months old I had already been arrested once.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

Because I had gone to the lager, and my husband . . . [I] threw in bread for my husband.

David Boder

Oh. Nu?

Bertha Goldwasser

So I was arrested then, the first time, together with the child. I had taken the child along. I believed that if I went with a child perhaps they would let me pass near [enter?] the lager.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

But it did not help, and the same as the others I was arrested.

David Boder

Was that here in Paris?

Bertha Goldwasser

In Drancy.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

A few kilometers outside of Paris.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

Not far.

David Boder

So then you were . . . And how were you released?

Bertha Goldwasser

And I was taken into Drancy, too.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

But my husband did not know about this.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

Then the French interceded, that [I] should . . .

David Boder

Which French?

Bertha Goldwasser

The French . . . the commandant of the French . . . of the lager.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

The French commandant of the lager . . .

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

. . . interceded, that I with the child should be released.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

I was released. And afterwards the police . . .

David Boder

Why did he do that?

Bertha Goldwasser

He took pity probably on the child. And he could not do otherwise. I was the first woman to get [into there] to be arrested at that time.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

[adjusting the equipment] Talk in this direction. So you were released, and you came home.

Bertha Goldwasser

And I came home.

David Boder

Where were you living then?

Bertha Goldwasser

Not at the same address any more. I was not any more . . . At another . . . at a completely different location[?]

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

I had . . .

David Boder

Did you have to wear an arm band? Did you have to wear an insignia?

Bertha Goldwasser

I had to wear a Magen David [Star of David] as they say . . .

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

. . . with "Juive" [Jew] inscribed on it.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

But I did not wear it, because I am not recognized too well as a Jewess.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

I allowed myself not to wear it.

David Boder

You took a chance, isn't it so?

Bertha Goldwasser

I took a chance, yes.

David Boder

Yes. Nu, and thus you came home with the child.

Bertha Goldwasser

And thus I came home with the child.

David Boder

All right. Nu, what did you do then, did you work?

Bertha Goldwasser

I then undertook to work . . .

David Boder

Where?

Bertha Goldwasser

. . . illegally. At dressmaking.

David Boder

At dressmaking. Can you sew?

Bertha Goldwasser

I can sew too, yes.

David Boder

Yes. And how long did you work? And then you were working until you were again . . . arrested.

Bertha Goldwasser

Until I was again arrested.

David Boder

Tell [me] the particulars of this arrest.

Bertha Goldwasser

I was . . . They came at four o'clock in the morning to my house, and they knocked.

David Boder

At four o'clock in the morning?

Bertha Goldwasser

At four o'clock in the morning they knocked. I did not answâ . . . answer.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

Then there was again . . . They broke in the door.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

But I had a window which led onto the . . . onto a roof of another house. I got out through that window and . . .

David Boder

Were you dressed?

Bertha Goldwasser

I dressed myself . . . I only put on a house coat.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

And I got out through that window and started to walk on the roofs . . .

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

. . . until I couldn't any more. And they began to shoot at me. Then I had to surrender, no?

David Boder

With the child.

Bertha Goldwasser

When I came down they already had the child. Because all the time since the first arrest, I did not have the child with me. My landlady kept the child.

David Boder

Your landlady . . .

Bertha Goldwasser

Kept the child.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

And when I came down they already had the child. And just the way I stood [in the same clothes] they took me to a lager.

David Boder

And they gave you the child?

Bertha Goldwasser

And they gave me the child, yes.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

It was in a big lager where hundreds . . . hundreds and thousands of women and children, men, too, were assembled together there.

David Boder

All Jews?

Bertha Goldwasser

All Jews, only Jews. And then they began to sort [us] out, and the women with children were brought to Drancy.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

And there the children were taken away, and from all the deported the children were taken and deported separately.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

I . . . I . . .

David Boder

You jumped off the train.

Bertha Goldwasser

I got an idea. I asked the woman there . . . the German woman . . . She liked me, and she herself was married to a Jew. And she was . . . she had lived in France and knew me from before, too. Then she said . . .

David Boder

She knew you? It was an acquaintance from Paris?

Bertha Goldwasser

An acquaintance from Paris. She had lived here. But she wanted to save herself, so she said that she was a German, but she was Austrian, a Viennese . . .

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

. . . and also a Jewess, a Mischling [a half-Jew].

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

And she . . . she told me to go to the second RR-car. There are the children. And I should say that she sent me. Then I went into the second RR-car, and I had my child . . . and there I found my child. And thus we . . . There were other mothers, too. I do not know how . . . how they arranged to . . . to get to the children. When we got to the Colmar bord[er] . . . to Colmar, I jumped off the train.

David Boder

Now wait a moment, please. What sort of a RR-car was it?

Bertha Goldwasser

It was a sealed RR-car, a completely locked RR-car for . . . for . . .

David Boder

A freight car?

Bertha Goldwasser

A RR-car for . . . for cattle.

David Boder

For cattle.

Bertha Goldwasser

For cattle.

David Boder

A cattle car.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

So. And how could you jump off?

Bertha Goldwasser

There were . . . there were three . . . les planches. How does one say it?

David Boder

The boards were not tight [?] . . .

Bertha Goldwasser

The boards were separated, and in this way we . . .

David Boder

Oh, that was a real cattle car.

Bertha Goldwasser

A cattle car.

David Boder

Because so cattle were transported . . .

Bertha Goldwasser

[unintelligible]

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

And then we . . . There was a . . . I took one . . . I do not know at all where I got the strength for it. I removed one board, and when I saw that the train was beginning to climb a hill . . .

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

. . . I jumped off with the child.

David Boder

Did anyone explain to you that it is better to jump when the train is going uphill?

Bertha Goldwasser

No, no. I carried this idea already all the time. I told myself, "Once and for all. I am going to death, of course. And here I might be able to save my life . . ."

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

. . . "and the child's." But, alas, I lost the child while jumping off. With my own . . . hands I had to gather the child . . . separate pieces of its body, and left it thus in the forest.

David Boder

What does it mean, separate pieces?

Bertha Goldwasser

A leg, a hand. I have . . . [Details possibly not entirely all correct. âD.P.B.]

David Boder

Did that so . . .

Bertha Goldwasser

Yes. When I jumped off, the train was going up the hill fast, up the hill.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

And thus I . . . I myself could . . . could not move ahead. And then two Frenchmen arrived from work. They asked me what I was doing here. I said that I am a Christian woman, and that the Germans had brought me here and had left me. I did not dare to tell the truth.

David Boder

You did not tell them that you jumped off.

Bertha Goldwasser

No.

David Boder

No.

Bertha Goldwasser

[unintelligible]

David Boder

And was the body of the child still with you?

Bertha Goldwasser

No. They saw already nothing [of the child]

David Boder

You had buried the child.

Bertha Goldwasser

I had buried [her] yes. And then came [unintelligible]. The people took me to them, and they . . . and they washed my wound, and I remained . . .

David Boder

Where were you wounded?

Bertha Goldwasser

My leg was broken in two places . . . was broken.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

The left leg, yes. And also my whole back was bruised. I could not lie down at all, nor walk, not even eat. But I was with those people. They were good [?]to me. They cured me.

David Boder

Did they bring a doctor?

Bertha Goldwasser

No, I did not want it, because I said [unintelligible].

David Boder

But how can one [handle] a broken leg . . .

Bertha Goldwasser

There was a . . . a clergyman. He did that for me.

David Boder

A clergyman?

Bertha Goldwasser

A clergyman.

David Boder

He bandaged your leg.

Bertha Goldwasser

Yes, bandaged. And thus I remained nine months with those people.

David Boder

Tell me, please, if you got together with the clergyman, wasn't he able to understand that you were Jewish?

Bertha Goldwasser

But the clergy themselves here in France did very much for the Jews.

David Boder

The clergy . . .

Bertha Goldwasser

The clergy in France did very much for the Jews. They have . . . have hidden hundreds of children with them.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

Very many. The clergy, and also the . . . the sisters [nuns].

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

They hid very many children here in France.

David Boder

Then it was really true.

Bertha Goldwasser

True indeed. Just as I say.

David Boder

Yes. I mean it was said so in America, and we have heard that the French clergy was [especially] good.

Bertha Goldwasser

Very good.

David Boder

Yes. So.

Bertha Goldwasser

And then the clergyman started talking [with me] I saw that I could trust him, because I asked him once what was going on at the [battle] fronts [unintelligible]. And the people with whom I stayed belonged also to the French Resistance. They also worked against the enemy [?] against the Germans. [About two sentences unintelligible.]

David Boder

And so they cared for you, and you got well. Where did you go then? [At least five or six sentences are unintelligible. Apparently the microphone connection during the interview got partially out of order. From the fragments of speech, one gathers that she discusses the Resistance. Then the recording becomes clear again. âD.P.B.]

Bertha Goldwasser

. . . and so I returned home on false documents. I was in flight. And until liberation I joined the French Resistance and worked with them until the liberation of Paris.

David Boder

Oh. Now tell me a bit about the work of the French Resistance.

Bertha Goldwasser

The French Resistance worked very hard, and did . . . has done a lot for the Jews. When they learned . . . when they heard that Jews were being arrested they "sent" immediately and took the Jews into the forest. They were organized in a military manner, and we worked against the Germans.

David Boder

What, for example, did you do?

Bertha Goldwasser

We were after the [German] military. When a [German] military unit would pass, they [the Resistance] threw grenades, and they hampered in general their advance.

David Boder

You hampered [?] . . .

Bertha Goldwasser

Their advance. We also had aviators, American, Canadian, and English, who had been shot down, fell [parachuted] down. The planes were shot down. These people, the American aviators, when they were sick or wounded, we picked them up and brought them to the Spanish as well as to the Swiss border. I myself led twenty-four Canadian aviators to the Spanish border. And there I handed them over to other members of the Resistance and also to clergymen. They dressed them in different clothes and led them to Spain.

David Boder

And what happened in Spain? Were they interned or . . . ?

Bertha Goldwasser

In Spain they got in touch at once with the American consulate, and they went to Morocco, or to London.

David Boder

Aha. And you yourself worked with these English, Canadian soldiers.

Bertha Goldwasser

[unintelligible]

David Boder

In what city was that?

Bertha Goldwasser

I arrived with these twenty-four [men] at Toulouse. There the clergy would come and take over these people from me.

David Boder

Yes. So the clergy was with the Resistance.

Bertha Goldwasser

With the Resistance. Very many of the clergy.

David Boder

Tell me, please, where were you . . . where were you when the liberation came?

Bertha Goldwasser

When the liberation came I was in Paris. I was also . . . I was as a lieutenant, as a lieutenant of the SEK [?] of the Resistance.

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

And I was . . . and I was wounded in Paris for the second time.

David Boder

How?

Bertha Goldwasser

Because I had to pass through [a region] when the Germans retreatedâso fast that one cannot imagine. And I wanted to get over to the other side [of the Seine?] in order to inform my comrades that they should hide from the Germans. They noticed it and fired. I was wounded in my leg, and twelve months . . . [correction] twelve weeks I was in a plaster cast with my leg. But afterwards I did . . . I got well very rapidly, and also my morale was quite different. And to this day I am working in the French Military Staff, that means in the Resistance, SEK [?] with the contingent of the Marseillaise.

David Boder

Oh, the Resistance [organization] still exists!

Bertha Goldwasser

It was not disolâ . . . dissolved [?]. It exists to this day [?].

David Boder

And you . . . Go on.

Bertha Goldwasser

Because they are recognized by the Military Staff.

David Boder

And you are a member of the Resistance.

Bertha Goldwasser

I am a member of the Resistance, SEK, with the contingent of the Marseillaise.

David Boder

Yes. So what are you doing now concerning the military?

Bertha Goldwasser

Now they demobilized me, because I am already too old. [giggles] [unintelligible]

David Boder

Oh. You are thirty-four and look twenty-eight.

Bertha Goldwasser

But for the army . . .

David Boder

If you are too old, then whom do they have in the Resistance, fifteen-year-old children?

Bertha Goldwasser

No, women up to twenty-seven, twenty-eight. Because presently the women of the Resistance are going to Morocco. I did not want to go to Morocco, because I wanted to search for my brother whom I found in Lager FÃhrenwald near Munich.

David Boder

Now wait please. You have a brother?

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Where did he live during the war . . . when the war began?

Bertha Goldwasser

He was in Poland until '40. And then . . .

David Boder

Did you correspond with your family in Poland?

Bertha Goldwasser

Until . . . my last letter . . . the last letter from the mother I received in '42, in May . . . in May.

David Boder

When did you leave Poland?

Bertha Goldwasser

In '36, on the 20th of June.

David Boder

How come you left?

Bertha Goldwasser

I went . . . I came here to study.

David Boder

To Paris?

Bertha Goldwasser

To Paris.

David Boder

What did you want to study here?

Bertha Goldwasser

I wanted . . . I wanted to be trained as a chemical engineer.

David Boder

You wanted to study as a chemical engineer?

Bertha Goldwasser

To study chemical engineering.

David Boder

Where did you finish the Gymnasium?

Bertha Goldwasser

In Poland, in Barysz [?]. There I graduated.

David Boder

There you graduated.

Bertha Goldwasser

Graduated.

David Boder

And then you came here to study chemical engineering. Where?

Bertha Goldwasser

In Paris.

David Boder

In which school?

Bertha Goldwasser

In Faculte de . . . in Faculte de . . . in Faculte des Docteurs. [unintelligible; sounds like "Bue"]

David Boder

Did you begin your studies?

Bertha Goldwasser

I begâ . . . I enrolled but did not begin. My mother was not rich enough to support me. And I myself did not know the language, so I was not able to go that far.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

So then I . . . I began to give Polish lessons, and I myself was learning French.

David Boder

Who wanted to learn Polish here?

Bertha Goldwasser

There were . . . there were colonies of Polish workers who were working here in coal mines.

David Boder

Here?

Bertha Goldwasser

Here in France.

David Boder

And they wanted to learn Polish?

Bertha Goldwasser

Yes. They had children here [unintelligible].

David Boder

Aha. And these colonists wanted their children to learn Polish.

Bertha Goldwasser

Polish, yes. They were Poles, of course.

David Boder

Yes. And when did you get married?

Bertha Goldwasser

In '38.

David Boder

Here in . . .

Bertha Goldwasser

Here in Paris.

David Boder

Here in Paris.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Now tell me . . . And then you . . . and you had . . . How large was your family in Poland?

Bertha Goldwasser

In Poland I had my mother and my brother.

David Boder

And the father?

Bertha Goldwasser

The father had died a long time ago, when I was a child four years old.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

When I left my brother, he was fifteen years old. And I also had uncles, aunts, my mother's brothers and sisters . . . [her] brothers- and sisters-in-law with children.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

But in America I have two aunts.

David Boder

Two aunts?

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Now let us first finish with the Polish relatives. When was the last time you heard from your mother?

Bertha Goldwasser

From my mother I have [heard] in '42. In May I received the last letter.

David Boder

Where was she then?

Bertha Goldwasser

She was in Barysz [?] at home.

David Boder

Yes. And what . . . How did your mother get along?

Bertha Goldwasser

Before the war my mother was rather well off, but afterwards, like all the others, they took everything away from her, drove her out [of her house] put [her] into a ghetto like all the other Jews. And there probably she was very badly treated, beaten. And the old ones were even taken to the gas chambers. I was told that. In the gas chambers they were asphyxiated.

David Boder

But what happened to your mother?

Bertha Goldwasser

My mother was taken to Treblinka to a . . .

David Boder

Treblinka?

Bertha Goldwasser

Treblinka . . . to a lager. And there he was gassed in a gas [unintelligible].

David Boder

Who told you that?

Bertha Goldwasser

My brother told me that. He had remained . . . He was drafted [?] by the Russians. That was in Poland. Then, when the Russians withdrew, he went with them to Russia. And there he joined the Russian army, and . . . and he was a soldier. He was wounded three times. He has fought . . . fought on the borders of East Prussia, under the command of a Jewish general.

David Boder

Who was that?

Bertha Goldwasser

In . . .

David Boder

Was this the general who was killed?

Bertha Goldwasser

Who was killed.

David Boder

Yurenko?

Bertha Goldwasser

Yurâ . . . no, not Yurenko.

David Boder

Yes, in northeastern Prussia.

Bertha Goldwasser

In northeastern Prussia.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

He [my brother] was wounded. And then he was taken to Moscow, and [there] he recovered. Afterwards . . . he had it very good in Russia. This he wrote me. And then he thought, what should he do there all alone. He is still "a child." He thought perhaps he will find . . . perhaps he will yet find the mother. So he came home, to Poland, to Barysz [?]. And he did not find the mother, no one. So he went on to Poland . . . he went to Poland. And he found no one of the family. So he came to Germany. In Germany he found no one either. Then he went on to Munich and . . . and joined a lager of the UNRRA. There he decided to go either to America or to Palestine. But when he received word from my aunt in America, and when she also gave him my address, he immediately wrote to me in France, and now I am in contact with him.

David Boder

Where is the brother?

Bertha Goldwasser

My brother is in Munâ . . . near Munich, in FÃhrenwald, in a camp.

David Boder

In a camp, and . . . and he corresponds with you.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Why doesn't he come to Paris?

Bertha Goldwasser

Because I myself do not know what to do in Paris. Perhaps he . . .

David Boder

How old is he now?

Bertha Goldwasser

He is now twenty-four years old, going on twenty-five.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

And so myself do not know what to do. To take him to Paris? I am alone. I perhaps can create a future for myself [?] and from America . . . the aunts want to take him over to America.

David Boder

The aunts want to take him over to America.

Bertha Goldwasser

Yes. They have sent him an affidavit.

David Boder

Tell me, please, where do your aunts live?

Bertha Goldwasser

My aunt lives in Brooklyn.

David Boder

In Brooklyn, near New York.

Bertha Goldwasser

New York.

David Boder

And what are their names?

Bertha Goldwasser

Rosa Drah [?].

David Boder

Rosa . . .

Bertha Goldwasser

Rosa Kupferstein and Anna Drah [?].

David Boder

Kupferstein?

Bertha Goldwasser

Kupferstein.

David Boder

And Anna Drah.

Bertha Goldwasser

And Anna Drah.

David Boder

Both in Brooklyn.

Bertha Goldwasser

Both in Brooklyn.

David Boder

Do you also have their telephone numbers, or just their addresses?

Bertha Goldwasser

I have the addresses, just the addresses.

David Boder

You have just the addresses.

Bertha Goldwasser

Just the addresses, yes. And they have also sent me an affidavit. They also want me to come to America.

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

But unfortunately I am Polish, and the quota for Poles is a very "tedious" one. It may take very long.

David Boder

Yes. But you were a student here?

Bertha Goldwasser

Yes, I was a student.

David Boder

You were a student.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Do you have a diploma showing that you have graduated [from the Gymnasium]?

Bertha Goldwasser

Yes. But unfortunately I have nothing [to show] because the Germans took everything away from me. I cannot get another one.

David Boder

Is it recorded at the university that you had been there?

Bertha Goldwasser

It was . . . yes, it is recorded.

David Boder

Then you can get a certificate from the university.

Bertha Goldwasser

I can get a certificate, of course.

David Boder

Yes. That should be sufficient.

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

So. Tell me, please, did the Maquis have any poems, any songs?

Bertha Goldwasser

Yes, they created very beautiful songs.

David Boder

Would you perhaps sing one for me?

Bertha Goldwasser

[chuckle] [unintelligible] I can't sing. I have no voice.

David Boder

You may do it in a very low voice. The important thing is that the words be clear. Right?

Bertha Goldwasser

Yes.

David Boder

Just hum it, so to speak. Try, please.

Bertha Goldwasser

I cannot remember.

David Boder

Try, please. Let us see.

Bertha Goldwasser

[In French] [unintelligible]? [sings] Friends, you heard the glory of liberty, which has called you. Come to the ranks [unintelligible] stretch out your hand to your brothers, who agree with you [feel like you] [unintelligible; "to fight against"?] be it those who abandoned the legions [ranks] be it those who abandoned the nations. Friends, you hear the glory which is calling you. On the hills is liberty, which will unite you, comrades, Jews, Italians [unintelligible].

David Boder

[In German] Yes. Do you know any Jewish songs from the lagers?

Bertha Goldwasser

From the lagers? Yes.

David Boder

Yes. Will you please sing one for me?

Bertha Goldwasser

But I myself was not in the lager. These are songs which we have had come to us [?].

David Boder

Yes. Will you sing one?

Bertha Goldwasser

[recites] "[The first line is not clear] RavensbrÃck, RavensbrÃck, you are in the abyss [?]. And perhaps one day we will see freedom. Then we shall say to life once again, yes, RavensbrÃck, you are the past, the sorrow, the destruction, by the Germans, by the Nazis, of the Jewish people. We the young have faith in life [?]. One must strive to live. But the Germans have besmirched this striving with black ink." There are some more words, but I do not remember them.

David Boder

Recite please in French.

Bertha Goldwasser

[She recites another song in French.]

Bertha Goldwasser

[In German] There are some more words to this too, but I do not remember them.

David Boder

Well, tell me, what do you think in general? What will become of the future?

Bertha Goldwasser

About the future?

David Boder

[adjusts the equipment]

Bertha Goldwasser

. . . when one is able to talk about the future it is [appears] very beautiful. But we cannot imagine at all what the future will look like. The Polish Jews had been very much oppressed. They have absolutely no "moral instinct." They have absolutely no . . . no hope to live. They want to wander. They want to run. To Palestine, unfortunately, they are not admitted. England does not want to give any certificates. To America one is unable [to go]. People have affidavits, but the quota is blocked. Well, what should the Jews do? Where should they go? They have no homeland. They want to have a national homeland. They want to be Palestinian citizens. And why should we not be? And so, unfortunately, no . . . I cannot imagine at all how life . . . the problem of the Jewish life in general, all over the world, will . . . will not take shape. It is a question. We are at the start of a world conference. Perhaps they will talk about us, too. Who knows? The Jews in general . . . a European Jew is not . . . is not too well at the moment. I mean morally. He has no homeland. He has no, as one says in Yiddish, roof over his head. And what can he do? He is broken up. No family. And out of a family, out of the most beautiful families, not a single person was left. And out of many hundreds and millions not even one has remained. What can one . . .

David Boder

For which paper do you work, here in Paris?

Bertha Goldwasser

I? For the Neue . . . Neue Presse. This is a paper which naturally defends the working class.

David Boder

Aha. How many . . . how many Jewish papers are there in Paris?

Bertha Goldwasser

There are many Jewish papers, but not all . . . not all of the same opinion. There are Zionist papers. There are socialist, so-called Bundist [an old, Jewish socialist party founded in Czarist Russia] papers. They are the worst, because they are against . . . against the progressive labor movement.

David Boder

The Bundist papers?

Bertha Goldwasser

[They] take always the stand . . .

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

The Bundist paper always takes the opposite stand, against the Neue Presse. This is a struggle between two camps of labor.

David Boder

Is the Bundist press not a socialist press, not a Social-Democratic press?

Bertha Goldwasser

A Social-Democratic [paper] as it is said, but in reality they are not the way the worker wants to have it.

David Boder

You think so?

Bertha Goldwasser

That is what I think.

David Boder

But there are many people who read this paper. Isn't that so?

Bertha Goldwasser

There are, but it does not have too much of a success [following] I am not talking now as a follower of the Neue Presse . . .

David Boder

Yes?

Bertha Goldwasser

. . . which has a tremendous success.

Bertha Goldwasser

[In Yiddish] When one comes to a Jewish home, in every Jewish family, in the morning one sees a Jewish newspaper.

Bertha Goldwasser

[In German] This is the Neue Presse, naturally. As one sees a French newspaper, a working man's paper, or any other one, but the . . . but the Jew, he reads the . . . the Neue Presse.

David Boder

The Neue Presse.

Bertha Goldwasser

Because in it he has . . .

David Boder

Is the Neue Presse Zionistic?

Bertha Goldwasser

The Neue Presse is not Zionistic. The Neue Presse is a . . . not communistic, but it defends the Jewish immigrant, defends the Jewish [unintelligible] man, the worker who works at home, who works in the factories, and the intellectuals who . . .

David Boder

What does it say about Palestine?

Bertha Goldwasser

About Palestine? What does it say about Palestine?

David Boder

Yes.

Bertha Goldwasser

They have a very strong [?] opinion about Palestine. They help in Palestine the Jews who organize in Palestine against the . . . against the bourgeois camp [class] who want to create their own homeland, who want something too . . .

David Boder

I thank you very much, Mrs. Goldwasser. This is a very good . . . [mid-sentence interruption of interview apparently due to the end of the spool]