David P. Boder Interviews Ludwig Hamburger; August 26, 1946; Genève, Switzerland

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] Geneva, Switzerland, Monday, August the 26th. The interviewee is a young man, Hamburger, nineteen years old.

David Boder

[auf deutsch] Also Herr Hamburger, was ist Ihr voller Name und wo sind Sie geboren und was tun Sie jetzt?

Ludwig Hamburger

Ich heiÃe Ludwig Hamburger,

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... geboren aus Polen ....

David Boder

In welcher Stadt?

Ludwig Hamburger

In Katowitz.

David Boder

Oh.

Ludwig Hamburger

Alt â neunzehn (19) Jahre.

David Boder

Sie sind neunzehn (19) Jahre alt?

Ludwig Hamburger

Jawohl.

David Boder

Nun dann sagen Sie, Herr Hamburger, wo waren Sie wenn der Krieg anfing und was hat Ihnen dann passiert?

Ludwig Hamburger

Ja, das war eine lange Geschichte, ....

David Boder

Ja, bitte erzÃhlen Sie, wir haben Zeit.

Ludwig Hamburger

Es ist so, am Anfang des Krieges war alles richtig.

David Boder

Sie kÃnnen jiddisch reden, wenn Sie wollen.

Ludwig Hamburger

Ja. Also da war alles fein und richtig. Ich war in Katowitz mit meinen Eltern zusammen und dann ist das Schrecklichste gekommen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Man hat mich getrennt von meine lieben Eltern ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... und ich bin allein geblieben.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Von dort bin ich geschickt worden in das Konzentrationslager Auschwitz und nachher nach Buchenwald. In Buchenwald habe ich erlebt das Schlimmste, aber auch das Beste. Ich bin befreit worden dort.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Von amerikanische Dritte Armee.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und dann bin ich gekommen nach Schweiz.

David Boder

All right. Nun.

Ludwig Hamburger

Und dann .............. (schluchzt)

David Boder

Also, wollen wir dann wieder zurÃck gehen. ErzÃhlen Sie, wie, wo und unter was fÃr Bedingungen hat man Sie von Ihren Eltern getrennt? Wo war das? Wann war das und so weiter?

Ludwig Hamburger

Es war .... in der schÃnsten Zeit im Sommer.

David Boder

Also weiter.

Ludwig Hamburger

Es war im Sommer. Die Nazis haben im Sinne gehabt alle Juden auszurotten. Wir sind gesammelt worden auf einem groÃen ... auf einem groÃen Platz; gesammelt mit meinen Eltern und meiner einzigen Schwester und dann getrennt worden.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Gesondert MÃnner...

David Boder

ErzÃhlen Sie mir ... ja.

Ludwig Hamburger

Gesondert MÃnner, gesondert Frauen und Kinder.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Die Kinder ..... die haben das Schlimmste erlebt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Man hat sie einfach gemordet, man hat sie vernichtet â wie die Ãrgsten Tier hat man uns behandelt.

David Boder

Wie, waren Sie unter die Kinder?

Ludwig Hamburger

Nein. Ich war schon mit die Jugendliche.

David Boder

Sie waren mit den Jugendlichen? Haben Sie ...

Ludwig Hamburger

Ich habe alles beobachtet und ich ...

David Boder

Was haben Sie gesehen? ErzÃhlen Sie mir alles was sie gesehen haben.

Ludwig Hamburger

Ich habe es gesehen eine Tat, ich habe es selber mit gemacht , in Ober Schlesien im Ghetto.

David Boder

Also ich will, dass Sie mit erzÃhlen wie es in Katowitz war.

Ludwig Hamburger

In Katowitz wurden wir versammelt auf dem groÃen, auf einem groÃen Platz ...

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... und da hat man geteilt in MÃnner, Kinder , Jugendliche, Frauen .....

David Boder

Und Sie waren mit ....

Ludwig Hamburger

Den Jugendlichen.

David Boder

Ja. Waren unter den Jugendlichen gemischt MÃdchen und Jungen?

Ludwig Hamburger

Nein, nur Jungen.

David Boder

Nur Jungen, ja.

Ludwig Hamburger

Und dann hat man (unverstÃndlich) ins Arbeitslager. Und die Ãlteren haben sie nach Auschwitz gebracht â verbrannt.

David Boder

Die Ãlteren hat man geschickt .... als wo sind Ihre Eltern geblieben?

Ludwig Hamburger

Ja, ich habe meine Eltern nicht mehr gesehen, seit neunzehn hundert ein und vierzig, seit damals.

David Boder

Seit damals, wo Sie auf den Platz aufgerufen wurden?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Haben Sie versucht Ihre Eltern zu suchen?

Ludwig Hamburger

Jawohl.

David Boder

Wo haben Sie sie gesucht?

Ludwig Hamburger

Ich habe nachgefragt mit OSE in der Schweiz, mit den FlÃchtlingshilfe und danach auch noch mit dem Roten ...mit dem internationalen Roten Kreuz.

David Boder

Sie haben nachgefragt?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja, aber .....

Ludwig Hamburger

Keine Nachricht.

David Boder

Also man hat Sie in ein Arbeitslager genommen?

Ludwig Hamburger

Jawohl.

David Boder

Also erzÃhlen Sie, wie und wo und was ist dann passiert?

Ludwig Hamburger

Ich bin damals ins Arbeitslager gekommen â als Kind â vierzehn (14) Jahre noch.

David Boder

Ja. Und haben die gewusst, dass Sie vierzehn Jahre alt sind?

Ludwig Hamburger

Nein.

David Boder

Was haben sie gewusst?

Ludwig Hamburger

Wir haben uns alle ausgegeben, wir sind Ãlter.

David Boder

Warum?

Ludwig Hamburger

Weil als vierzehn (14) jÃhriges Kind kann einem keiner zwingen in die Arbeit.

David Boder

Oh, so haben Sie alle gesagt, dass sie Ãlter sind?

Ludwig Hamburger

Wir haben uns alle ausgegeben, als wir sind Ãlter.

David Boder

Was haben Sie gesagt, wie alt sind Sie?

Ludwig Hamburger

Ich habe gesagt, ich bin 16 Jahre alt.

David Boder

Ja. Und dann?

Ludwig Hamburger

Und dann hat man mich zu einem gewissen Arbeitsdetail verbannt, sehr schwer fÃr mich.

David Boder

Was haben Sie getan?

Ludwig Hamburger

Im Steinbruch habe ich gearbeitet.

David Boder

Ja? Wie haben Sie gearbeitet im Steinbruch?

Ludwig Hamburger

Die Steine waren einfach grÃsser als ich!

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und mit StÃcken, die SchlÃgerei und das Schreierei war den ganzen Tag. Wir haben 16 Stunden dabei gearbeitet.

David Boder

Und war fÃr Werkzeug haben Sie gehabt? Womit haben Sie die Steine gebrochen?

Ludwig Hamburger

Mit der Hand, also nein, wir haben sie getragen.

David Boder

Oh, Sie haben die Steine getragen?

Ludwig Hamburger

Getragen ...

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Und die SS, the Garde, die haben uns getrieben wie Hunde, wie Tiere ..... geschlagen. Dass mussten sie tun, sie konnten nur schlagen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und da haben wir sechzehn(16) Stunden gearbeitet am Tag â man kann sagen: ohne Essen.

Ludwig Hamburger

Wir haben tÃglich bekommen ein StÃck Brot, das war von altem Mehl und man kann das einfach nicht ertragen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und Wasser .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... und einen halben ( Â ) Liter Suppe.

David Boder

Ja, nun?

Ludwig Hamburger

Das haben wir bekommen.

David Boder

Ja. Und das war wo?

Ludwig Hamburger

Das war in Auschwitz, am Anfang in Auschwitz.

David Boder

Ja. In Auschwitz, ja?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Und sind Ihre Eltern mit Ihnen zusammen nach Auschwitz gefahren?

Ludwig Hamburger

Ja, wir sind zusammen gefahren mit dem Wagen, hm, mit ....

David Boder

Mit der Eisenbahn.

Ludwig Hamburger

.... mit dem Eisenbahnzug und dann in Auschwitz wurden wir getrennt?

David Boder

Ah, Sie sind in Auschwitz getrennt worden. Und was hat man Ihnen gesagt, wenn man Sie von Ihren Eltern getrennt hat?

Ludwig Hamburger

Nein, die hatten, die haben gar nichts erzÃhlt. Wir haben Angst gehabt ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... etwas zu sagen. Wir haben gesehen die MÃnner ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... mit die StÃcken, mit die Hunde und alles, und .....

David Boder

Was fÃr Hunde?

Ludwig Hamburger

Also, ..... ganz groÃe Hunde , die heiÃen ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

...... SchÃferhunde.

David Boder

Die SchÃferhunde. Warum haben sie Hunde gehabt?

Ludwig Hamburger

Sie haben .... das kann man nicht sagen. Sie waren ..... einfach immer gegen uns. Weil sie sich die HÃn.de nicht schmutzig haben machen wollen, dafÃr haben sie die Hunde gebracht.

David Boder

Aha. Und was haben die Hunde getan?

Ludwig Hamburger

Es waren speziell trainierte Hunde ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... gegen Menschen. Und wenn die haben bemerkt einen StrÃflingsanzug oder einen Juden aus einem, aus der Reihe, dann sind sie sofort auf ihn raufgesprungen und haben ihn zerreiÃen wollen.

David Boder

Aha. Nun waren die Hunde nicht an Ketten? Waren die Hunde nicht ....

Ludwig Hamburger

Oh ja, die waren an Ketten, aber sie haben sie ausgelassen, wenn eine Jude irgendwie ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... (unverstÃndlich).

David Boder

Nun, Sie wurden von Ihren Eltern getrennt ..... in Auschwitz und Sie haben sie nie wieder gesehen?

Ludwig Hamburger

Nein.

David Boder

Und wie lange waren Sie in Auschwitz?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz war ich zwei (2) Monate lang. Dann bin ich gekommen auf ein Lager .....Blechhammer. Das ist nicht weit von Auschwitz â Blechhammer.

Ludwig Hamburger

Das war ein Abteil von Auschwitz.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das war auch unter Auschwitz.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann habe ich gearbeitet bei Eisen ...

David Boder

Was haben sie getan?

Ludwig Hamburger

Wir haben Schienen getragen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Ganz lange Schienen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

GrÃÃtenteils Jugendliche â vierzehn (14) Jahre.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dort bin ich fast umgekommen.

David Boder

Was meinen Sie mit umgekommen?

Ludwig Hamburger

Ich bin gekommen mit zwanzig Jungen ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... von meiner Stadt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und nur drei (3) sind geblieben.

David Boder

Nur drei (3) sind geblieben?

Ludwig Hamburger

Nach vier (4) Monaten.

David Boder

Und was ist mit den Anderen passiert?

Ludwig Hamburger

Die Arbeit war zu schwer.

David Boder

Und was ist ihnen passiert?

Ludwig Hamburger

Sie sind einfach zusammen gebrochen ..... bei der Arbeit sind sie zusammen gebrochen.

David Boder

Und was hat man mit ihnen getan spÃter?

Ludwig Hamburger

Weg geschmissen wie eine Sack.

David Boder

Also das macht keinen Sinn! ErzÃhlen Sie mir die Details,. Zum Beispiel, was soll das heiÃen, einer ist zusammen gebrochen?

Ludwig Hamburger

Die Arbeit war zu schwer und man hat sie geschlagen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir hatten nichts zu essen. Wir hatten nichts zu essen gehabt und wir haben sechzehn Stunden gearbeitet tÃglich.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und die Jugendlichen (unverstÃndlich â beide reden) Und alle waren ...

David Boder

Nun was ist denen passiert?

Ludwig Hamburger

Bei der Arbeit ....

David Boder

Nehmen Sie, zum Beispiel einen Jungen, an den Sie sich erinnern und sagen Sie mir was, was hat ihm passiert? Nun?

Ludwig Hamburger

Der Junge hat einmal beim Tragen der Schiene .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

...... da hat er gesagt, er hat Kopfschmerzen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und er hat sich runter gebeugt und wir haben gedenkt, er sucht etwas und er hat weiter gesucht und wir haben zu ihm gesagt: âWarum stehst nicht auf?â

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und wir haben keine Antwort mehr bekommen.

David Boder

Nun.

Ludwig Hamburger

Da haben wir ihn angeschaut und er ist liegen geblieben.

David Boder

Er ist liegen geblieben? ErzÃhlen Sie mir, was hat man mit ihm gemacht?

Ludwig Hamburger

Man hat ..... die SS MÃnner sind zugelaufen und wir wollten, dass sie ihn auf die Seite legen und ins Lager mitnehmen. Aber sie haben gesagt: âLasst ihn in Ruhe. Er hat die Arbeit nicht gemacht und das Gleiche wird Euch passieren.â

David Boder

Nun also, ist der Junge gestorben oder was hat ihm passiert?

Ludwig Hamburger

Er ist gestorben.

David Boder

Er ist gestorben. Nun also weiter. Und das war wo?

Ludwig Hamburger

Das war in Blechhammer.

David Boder

In Blechhammer?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun wie lange waren Sie in Blechhammer?

Ludwig Hamburger

Ich Blechhammer war ich zwei (2) Jahre.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann ist gekommen die Evakuation.

David Boder

In Blechhammer waren Sie zwei (2) Jahre?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

ErzÃhlen Sie mir, wie ist dort ein Tag vergangen. Wann sind Sie aufgestanden und alles?

Ludwig Hamburger

Also jeden Tag sind wir geweckt geworden um vier (4) oder halb vier ( Â 4) .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... bei dem Block Ãltesten und zum Appell.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Der Appell hat gedauert einmal ..... wenn Einer ist spÃter gekommen, dann hat er gedauert lÃnger. Dann ist der Lager Kommandant gekommen mit dem Appell FÃhrer und der hat den Appell genommen und wenn er den Bericht bekommen hat, dann ist alles gut.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann nach dem Appell sind wir wieder in den Block gekommen und da haben wir heiÃes Wasser bekommen; das haben sie genannt Kaffee.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann hat man uns ein StÃckchen Brot gegeben.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das trockene Brot ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... und dann sofort zur Arbeit.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Aber im Winter, wie im Sommer angezogen waren wir, kann man sagen, in nichts. Wir haben die gestreiften AnzÃge gehabt mit Holz-Sandalen, keine Schuhe. Ich habe so gelitten damals. Ich habe mir selber mein Hemd mÃssen waschen, ich habe kein Anderes gehabt.

David Boder

Also das Hemd waschen, das kann man tun?

Ludwig Hamburger

Es war Winter.

David Boder

Aha, ja.

Ludwig Hamburger

Da habe ich mein Hemd gewaschen und dann bin ich ohne Hemd zu der Arbeit gegangen, nur mit einer dÃnnen Jacke.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das einzige Gute war, wir haben den Mut nicht verloren.

David Boder

Sie haben den Mut nicht verloren â wie ist das gekommen?

Ludwig Hamburger

Ich hab immer im Sinn gehabt meine Eltern.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wie ich ein Kind war ..... als Kind haben meine Eltern mir verschiedene Geschichten von MÃrchenbÃchern vorgelesen oder ich habe selber gelesen.

David Boder

Was fÃr Geschichten?

Ludwig Hamburger

Ja, ich habe immer selber gelesen, ja den Mut darf man nicht verlieren und ich habe immer meine Mutter gehÃrt und an meine Mutter gedacht.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Hie und da war ich schon lebensmÃde. Das kann kein Mensch aushalten. Einmal habe ich bekommen ein und zwanzig (21) SchlÃge ..... fÃr nichts. Ein SS Mann hat mich angehalten.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann hat er mich gefragt: âWieviel ist drei (3) mal sieben (7).â Ich habe gesagt: âEin und zwanzig (21).â Dann hat mich (unverstÃndlich) und hat mir ein und zwanzig (21) SchlÃge gegeben.

David Boder

Warum?

Ludwig Hamburger

Das kann nicht erklÃrt werden. Er hat mich einfach gefragt und gesagt: âBub, kannst Du rechnen?â Ich hab gesagt: âJawohl.â Er hat gesagt: âWieviel ist drei (3) mal sieben (7)?â Hab ich ihm geantwortet und er hat gesagt: âKomm her!â und dann hat er mir ein und zwanzig (21) SchlÃge gegeben.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Wir sind hinaus gegangen zu der Arbeit â hat geregnet. Der SS Mann war schÃn warm angezogen fÃr Winter ..... und wir waren verfroren, hungrig. (unverstÃndlich, starkes Rauschen im Band).

Ludwig Hamburger

Ich habe einen Freund gehabt im Lager und jeden Tag, wenn wir uns gesehen haben, wir haben gesagt âAuf Wiedersehenâ. Niemand von uns hat gewusst, ob wir uns wiedersehen. Die Aufsicht und (unverstÃndlich) war alles MÃrderer. Das war das Mieseste von Deutschland, ja. Die haben uns geschlagen bei der Arbeit ..... fÃr das Kleinste, sie haben uns geschlagen. Sie haben gesagt, wir sind Saboteure.

David Boder

Ah hm.

Ludwig Hamburger

Und viele Freunde, viele unserer Kameraden haben verloren ihr Leben. Wenn sie haben eine Schraube verloren, wenn sie haben was niederfallen lassen, wenn es zu schwer gewesen, hat man gesagt Sabotage und ... ermordet.

David Boder

Und wo haben Sie gearbeitet dann?

Ludwig Hamburger

Wir die Gefangenen haben Ãberall gearbeitet. Hm, das war ..... man hat uns die schwerste Arbeit machen lassen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Beim Bunker graben.

Ludwig Hamburger

Beim SchÃtzengraben.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Ausgrabung machen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Beim Minen graben.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wir waren bei den GefÃhrlichsten (unverstÃndlich).

David Boder

Und das hat wie lange gedauert?

Ludwig Hamburger

Das hat gedauert so lange bis wir evakuiert worden.

David Boder

Nun erzÃhlen Sie mir von der Evakuation.

Ludwig Hamburger

Die Russen haben sich bewÃltigt.

David Boder

GenÃhert, ja?

Ludwig Hamburger

Und es ist gekommen, wir mÃssen alle evakuiert werden. Das war am ein und zwanzigsten (21.) Dezember.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Es war sehr kalt, Schnee. Und auf einmal kommt der Befehl .....

Ludwig Hamburger

âAlle antretenâ!

Ludwig Hamburger

Wir gehen, wohin? Das weià niemand. Wir sind aufgestanden und man hat jeder eine Decke ....

Ludwig Hamburger

.... eine dÃnne Decke, ein Brot, ein StÃck Butter ....

David Boder

Das war Butter?

Ludwig Hamburger

Ja, das einzige Mal! Margarine.

David Boder

Margarine?

Ludwig Hamburger

Ha, ha ..... wir haben gesagt Butter â..

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir kennen keinen anderen Ausdruck!

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Damals hat es wie Butter geschmeckt â damals.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Wir sind raus gegangen, der Schnee war ganz hoch â.. Wind, Frost. Wir sind rausgegangen vier tausend (4000) Mann von Blechhammer.

David Boder

Na, wie sagen Sie Blechhammer?

Ludwig Hamburger

Von Blechhammer.

David Boder

Blechhammer. Jas, nun?

Ludwig Hamburger

In die Richtung Gleiwitz.

David Boder

Was? Gleiwitz?

Ludwig Hamburger

Ja, in Ober Schlesien.

David Boder

Zu Fuà marschiert?

Ludwig Hamburger

Die ganze Zeit marschiert.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und so die ersten paar Stunden waren ertrÃglich. Wir sind gelaufen. Etwas weiter, dann war es schlimmer, wir sind die Nacht durch marschiert. Aber es war auch GlÃck.

David Boder

Die Nacht sind Sie marschiert, ja?

Ludwig Hamburger

Wir sind die Nacht durch marschiert. Oft war, wenn sie nicht mehr kÃnnen haben, haben sie uns reingetrieben in eine Scheune .... in eine Scheune, vier tausend Mann.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Es war wirklich schrecklich. Die SS MÃnner waren rund herum und bewaffnet stark. Man hat uns reingejagt, es war sehr wenig Platz, so einer ist rauf gerÃckt auf die, die Anderen. Morgens wenn wir sind heraus gegangen, da waren viele Kameradem geblieben.

David Boder

Was heiÃt geblieben?

Ludwig Hamburger

Wir selber haben sie zertreten. Mit einzige, einer, mit eigenen Beinen haben wir unsere BrÃder zu Tode getreten.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Jeden Tag war es schlimmer. Das Brot hat geendet, kein Wasser. Ich wollte einmal etwas Wasser bei einem Brunnen trinken, das war bei Raczibor.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Da ist ein SS Mann gekommen, der hat mich mit dem Gewicht Ãber die Schulter gehauen, dass ich einfach total umgefallen bin.

Ludwig Hamburger

FÃr ein kleines bisserl Wasser!

Ludwig Hamburger

Wir sind weiter gegangen, dann sind wir alle gekommen nach Gross-Rosen. Der Weg nach Gross-Rosen ...

David Boder

Wo ist Gross-Rosen?

Ludwig Hamburger

Bei Breslau.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Es ist der Weg von Blechhammer nach Gross-Rosen â das war der Weg von viele Tote. Wir sind rein gekommen nach Gross-Rosen ... von vier tausend (4000) Mann sind wir angekommen zwei hundert vier und achtzig (284).

David Boder

Was heiÃt das?

Ludwig Hamburger

Erschossen.

Ludwig Hamburger

Und in der Scheune ..... in der Scheune haben wir uns selbst zu Tod getreten.

Ludwig Hamburger

Also das Brot ... wir sind gelaufen sieben (7) Tage.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das Brot hat uns genÃgt .... genÃgt fÃr drei (3) Tage.

David Boder

Hm, und dann ..... dann haben sie nicht mehr ....

Ludwig Hamburger

Dann haben wir nichts mehr bekommen.

David Boder

Ja, nun?

Ludwig Hamburger

Es ist wirklich schwer zu glauben, wir glauben es selber nicht mehr, wieso kann man sieben (7) Tage auf einem Brot aushalten? Ohne Wasser. Es war ein GlÃck, dass wir Schnee haben gehabt. Wir haben .... Schnee gegessen ....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

... anstatt Wasser.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir sind angekommen ....

David Boder

Also erzÃhlen Sie mir von dieser Reise. Sagen Sie in der Nacht haben Sie in einer Scheune geschlafen. Dann sind sie aufgestanden, was hat dann passiert?

Ludwig Hamburger

Dann sind wir gelaufen, immer zu Fuà gegangen.

David Boder

Und die SS MÃnner, die sind auch gegangen?

Ludwig Hamburger

Ja, die SS MÃnner sind auch gegangen, aber sie haben â die haben sich gewechselt.

David Boder

Was heiÃt das? Wo sind die Anderen geblieben?

Ludwig Hamburger

Die sind in dem Wagen gefahren.

David Boder

Oh, Sie meinen Einige waren im Wagen, Andere sind zu Fuà gegangen?

David Boder

Was hat wÃhrend dem Gehen passiert? ErzÃhlen Sie mir einzelne FÃlle.

Ludwig Hamburger

Wie wir sind raus gegangen, das waren wir noch guten Mutes, denn wir haben gedacht, dass die Russen nahe sind.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

Dass die Befreiung ist da.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir haben die SchieÃerei gehÃrt und haben gesagt: âGott sei Dank, jetzt sind wir wieder frei.â

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Aber dann, wir haben gesehen, dass es immer, immer wieder weniger und ruhiger war und wir sind weiter gegangen und wir haben nichts gesehen und wir sind moralisch total kaputt geworden, wir sind moralisch schlapp geworden.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir haben nichts mehr geglaubt, die Hoffnung ist verloren gewesen. Wir haben verloren alles. Wir haben gesagt: âWir waren so nahe, so nahe waren wir schon auf dem Weg zur Befreiung und es war nicht gewesenâ. Wir haben gedenkt, das Schicksal wollte dass wir alle drauf gehen.â

David Boder

Ja, nun.

Ludwig Hamburger

Und Viele haben gesagt, ich mach schon, was ich will. Und sie haben das Brot aufgegessen auf dem ersten (1.) Tag. Sie wollten einfach satt sterben.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das Einzige was sie wollten, war sterben als Satte.

David Boder

Hm, nun?

Ludwig Hamburger

Und .....

David Boder

Sterben als Satte?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun.

Ludwig Hamburger

Sie haben es aufgegessen und sind dann nicht weiter gelaufen. Es war sehr kalt und sie haben gesagt: âWir kÃnnen nicht mehr.â Und sie sind sitzen geblieben. Und die SS MÃnner haben sie gefragt: âWarum sitzt ihr denn da?â Und er hat gesagt: âIch kann nicht mehr.â Dann hat er ihn erschossen.

David Boder

Er hat den erschossen. Haben Sie das selbst gesehen?

Ludwig Hamburger

Alle habe es selbst gesehen! Der Weg von Blechhammer nach Gross-Rosen war belegt mit tote Leute, alle zehn (10), fÃnfzehn (15) Meter ein Toter.

David Boder

Nun, und wie sind Sie dann gegangen? ErzÃhlen Sie mir Ãber sich selbst, wie haben Sie das.... wie sind Sie durch?

Ludwig Hamburger

Ich habe einen Freund gehabt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir sind immer miteinander gegangen. Wir haben sich beide aneinander gehalten.

David Boder

Wo ist Ihr Freund jetzt?

Ludwig Hamburger

Der Freund ist hier.

David Boder

Er ist hier, nun also?

Ludwig Hamburger

Wir haben immer den Willen gehabt, damit wir ausgehalten haben. Wir haben gesagt, nein, wie mÃssen durchhalten. Wir sind schon drei (3) Jahre hier, drei (3)Jahre haben wir es gemacht, wir schaffen es noch ein (1) Jahr. Wir werden es aushalten, denn wir haben es so lange durch gemacht, wir werden es aushalten bis zum Ende.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wie der Eine, der Andere hat es immer (unverstÃndlich â Rauschen im Tonband)

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Das Brot haben wir rationiert, wir haben sich gewaschen mit Schnee.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Viele von uns hatten die HÃnde abgefroren und auch die Beine. Wir haben unsere HÃnde und unsere Beine tagtÃglich mit Schnee gewaschen. Wir haben gewusst noch von zu Hause, das ist das Einzige was gegen Frost und Erfrieren hilft.

David Boder

Gegen was?

Ludwig Hamburger

Gegen Frost.

David Boder

Und gegen was?

Ludwig Hamburger

Erfrieren.

David Boder

Nun.

Ludwig Hamburger

Wir haben .... wir haben sich gefreut zusammen. Wir haben sich gegenseitig ..... wir haben sich erzÃhlt Geschichten von zu Hause.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

So war der Weg ..... durch den ganzen Weg haben wir sich erzÃhlt und wir haben gehabt Gedenken gehabt, von der Familie gehabt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir haben sich erinnert an zu Hause, an die Schule und alles und wir haben gesagt: âDas ist unmÃglich, dass das alles ist fÃr immer vergangen. Es wird bestimmt wieder kommen.â

Ludwig Hamburger

Und so sind wir nach Gross-Rosen gegangen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

In Gross-Rosen, das war das Schlimmste, was wir haben mitgemacht.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Es war .... es war kein KZ.

David Boder

Was?

Ludwig Hamburger

Es war kein KZ, kein KZ hat so gut ausgesehen.

David Boder

Was ist ein KZ?

Ludwig Hamburger

Ein Konzentrationslager, ja.

David Boder

Ja, hm.

Ludwig Hamburger

Es war einfach nicht auszuhalten â noch schlimmer wie Auschwitz.

David Boder

Zum Beispiel?

Ludwig Hamburger

Wir wurden reingejagt vier tausend (4000) Mann in ein Haus von ungefÃhr ein hundert fÃnfzig (150) Meter Quadrat

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Einer auf dem Anderen ist gelegen, gesetzt und gestanden und nichts zu essen bekommen. Ãberhaupt nichts!

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Morgens um vier (4) Uhr bis zehn (10) Uhr abends sind wir drauÃen gestanden â Appell â ohne Bewegung.

David Boder

Ja. Warum? Was war ..... wieso hat der Appell so lange gedauert?

Ludwig Hamburger

Es war ein Vernichtungslager, direkt fÃr eine Art von Vernichtung.

David Boder

Nun erzÃhlen Sie weiter, zum Beispiel, sie sind raus gekommen, wo haben sie sich dann hingestellt?

Ludwig Hamburger

Da waren so viele SS MÃnner.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Das Schlimmste kann man sagen, was ich hab durch gelebt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Sie sind auf einmal rein in den Block ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... und mit die StÃcke haben sie angefangen zu schlagen und zu schreien âAppellâ.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wir sind gelaufen, wir sind raus gegangen. Da haben die angefangen zu zÃhlen. Wenn hat Einer gefehlt oder Einer ist ein paar Minuten spÃt gekommen oder Einer ist nicht gerade gestanden .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... und es war immer so, dass niemand gerade gestanden ist.

David Boder

Nun.

Ludwig Hamburger

Dann mussten wir stehen zwei (2) Stunden fÃr jeden Mann.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wir haben einmal ... wind sind einmal vier und zwanzig (24) Stunden gestanden ohne Bewegung, das ist ohne ...

David Boder

Tag und Nacht?

Ludwig Hamburger

Einen Tag und Nacht, weil Drei (3)im Bett liegen geblieben sind. Sie konnten nicht mehr .....

David Boder

Nun.

Ludwig Hamburger

FÃr vier und zwanzig (24) Stunden.

David Boder

Was heiÃt âliegen gebliebenâ? Sind sie ohnmÃchtig geworden oder was?

Ludwig Hamburger

Die haben keine KrÃfte mehr zum Stehen gehabt.

David Boder

Nun und was ist passiert?

Ludwig Hamburger

Wir haben gesagt: âAlso ihr kÃnnt alles tun was ihr wollt mit mir, ich habe keine KrÃfte.â

David Boder

Nun, was haben die getan?

Ludwig Hamburger

Sie wurden tot geschlagen im Block und wir mussten stehen vier und zwanzig (24) ...

David Boder

Sie wurden was?

Ludwig Hamburger

Tot geschlagen. Nicht nur ....

David Boder

Was soll das heiÃen?

Ludwig Hamburger

Der Block-Ãltesten.

David Boder

War der ein Jude?

Ludwig Hamburger

Nein.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

In Auschwitz, in Gross-Rosen .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... da waren die âGrÃnenâ â so haben wir gesagt. Mit einem grÃnen Dreieck. Berufsverbrecher.

David Boder

Die Berufsverbrecher. Die waren die Block-Ãltesten.

Ludwig Hamburger

Die waren fÃr fÃnfzehn (15) Jahre, zwanzig (20) Jahre in den Konzentrationslagern.

David Boder

Im GefÃngnis und sie haben ..... (beide sprechen)

Ludwig Hamburger

Ja, ja, im GefÃngnis. Und dann sind sie gekommen ... und die SchlÃgerei ....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

.... und wenn so ein Block Ãltester, so ein Capo hat zugeschlagen, ob er ein Jude war, ein Tscheche oder ein Pole oder eine andere NationalitÃt, dann hat er eine Auszeichnung bekommen, dann hat er ein Brot dafÃr bekommen.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Ich habe mitgemacht einmal so einen Fall, es war in Auschwitz.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wir sind raufgegangen in den Steinbruch.

Ludwig Hamburger

Damals war es so, dass jeder SS Mann, der einen Gefangenen tot geschlagen hat ....

Ludwig Hamburger

hat fÃnf und zwanzig (25), eh, ..... Mark, Reichsmark erhalten dann und fÃnf Tage Urlaub.

David Boder

Also warum hat er dann nicht jeden Tag wen tot geschlagen?

Ludwig Hamburger

Da musste er einen Grund dafÃr .....

David Boder

Oh, musste er .....

Ludwig Hamburger

Er musste einen gewissen Grund haben. Da hat er abgemacht mit dem Capo .....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Bei der Arbeit haben wir einen Zaun gehabt von ..... von Sand geschÃttet .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... bis da kÃnnen wir gehen.

Ludwig Hamburger

Wer Ãberschreitet diese Grenze wird erschossen.

Ludwig Hamburger

Da hat der SS Mann mit dem Capo so abgemacht, dass der Capo bekommt ein Paket Tabak .....

Ludwig Hamburger

..... dass er einen Juden raus schickt oder einen .....

Ludwig Hamburger

Dann hat der Capo gesehen ... genommen â ich habe das selber mit gemacht. Ich habe es selber gesehen von fÃnf (5) Metern. Er hat gerufen einen Jude .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... einen Ãlteren Mann .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... und er hat ihm die HÃtl herunter genommen .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... und hat es geworfen Ãber den Zaun.

Ludwig Hamburger

Das war noch kein Zaun, da waren nur einige (unverstÃndlich) im Boden .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... und er hat gesagt: âJetzt geh und hol die HÃtlâ.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und er hat gesagt: âWenn ich hole die HÃtl jetzt, dann ich beschreite die Grenze und ich werd erschossen.â So sagt er: âEs ist niemand da, geh und hol es.â

Ludwig Hamburger

Er wollte nicht, aber er hat gesagt: â Wenn Du nicht gehst, erschlag ich Dich.â Und er hat angefangen zu schlagen. Dann ist er gegangen, der SS Mann war versteckt hinter einem Baum ....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

..... und dann wie er beschritten hat den Zaun, hat er ihn sofort erschossen.

David Boder

Oh!

Ludwig Hamburger

Der SS Mann hat gesagt ....

David Boder

Er hat gesagt, dass er ihn erschossen hat weil er hat weglaufen wollen.

Ludwig Hamburger

Nein. (unverstÃndlich â beide sprechen)

David Boder

Er hat wollen weglaufen.

Ludwig Hamburger

Ja, ja. Und der SS Mann hat dafÃr 25 Reichsmark und fÃnf Tage Urlaub bekommen und der Capo hat ein Paket Tabak gehabt.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

Also unser Leben war nichts! Die Capos haben sich gespielt mit uns. Sie haben das Brot uns weg genommen, wo wir haben selber wenig gehabt. Sie haben die Suppe weg genommen. Die Suppe mehr Wasser als sonst was, aber wir haben in der Suppe alles gesehen. Ohne das StÃckchen Brot und ohne die Suppe waren wir ganz verloren.

David Boder

Nun â also Sie waren dort in diesem Lager, wie hat es geheiÃen?

Ludwig Hamburger

Gross-Rosen!

David Boder

Gross-Rosen, nun?

Ludwig Hamburger

Bei Breslau.

David Boder

Also?

Ludwig Hamburger

Ja, wir haben gesehen, dass wir hier das Ende abwarten.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Von hier kommen wir nie mehr raus. Das Krematorium hat gebrannt Tag und Nacht.

David Boder

War dort ein Krematorium?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

In jedem Konzentrationslager.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Es war so. Wenn Einer in Auschwitz ..... in Auschwitz ....

David Boder

Wenn Einer in Auschwitz, ja?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz hat das Krematorium ..... das ist eine unglaubliche Zahl .....vier Millionen (4000000) Menschen verbrannt. Zum grÃÃten Teil Juden!

David Boder

We hat das gezÃhlt?

Ludwig Hamburger

Die Statistik zeigt.

David Boder

Hm, nun?

Ludwig Hamburger

Die meisten sind Juden, Ungarn ....

Ludwig Hamburger

.... polnische, franzÃsische und hollÃndische.

David Boder

Waren dort keine Russen?

Ludwig Hamburger

Auch. Also alle NationalitÃten. Es waren EnglÃnder.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Es waren Amerikaner, es waren Schweizer, Schwarze, Rote, alle Farben haben wir da gehabt.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Und das Krematorium war Birkenau, es war nicht weit von Auschwitz.

David Boder

Wie weit war es von Auschwitz?

Ludwig Hamburger

Es war einige Kilometer von Auschwitz. Dort ist das Krematorium gestanden, es hat Tag und Nacht gebrannt. Also Transporte sind tagtÃglich gekommen von vierzig tausend (40000), fÃnfzig tausend (50000) ..... (unverstÃndlich)

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Von Ungarn ist angekommen ein Transport von sechzig tausend Menschen. Da hat er die StÃrksten heraus genommen, also wirklich nur die StÃrksten ....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

..... und es waren hundert oder zwei hundert und zu den Anderen hat er gesagt: âIhr geht waschen.â Niemand hat gewusst was ist los. Alle wurden geteilt in kleine Gruppen â âlinks, rechts â links, rechtsâ. In der Mitte ist gestanden ein SS Mann, ein Arzt .... und sie mussten durch gehen, also ausgezogen bis zur Mitte. Mit weiÃen Handschuhe, angezogen schÃn und er hat gelacht, wie in einem Theaterspiel .... und mit dem Zeigefinger hat er gezeigt links, rechts, links, rechts. Niemand hat gewusst, was ist links und niemand hat gewusst was rechts heiÃt.

David Boder

Waren Sie dann dabei?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Leider hat links gemeint durch das Krematorium Tor.

David Boder

Also wohin sind Sie dann von dem ... dem Platz gekommen?

Ludwig Hamburger

Von diesem Platz ....

David Boder

Von dem Lager wo Sie waren, von dem Sie mir eben erzÃhlt haben.

Ludwig Hamburger

Von Gross-Rosen?

David Boder

Ja, von Gross-Rosen.

Ludwig Hamburger

Von Gross-Rosen gingen wir dann nach Buchenwald.

David Boder

Warum?

Ludwig Hamburger

Die Russen (unverstÃndlich), die waren schon bei Breslau.

David Boder

Und wie hat man sie transportiert nach Buchenwald?

Ludwig Hamburger

In offene Last-Wagon.

David Boder

In welchem Monat war das?

Ludwig Hamburger

Es war ..... genau ..... am dritten (3.) Februar.

David Boder

Februar! Also in offene Wagon hat man sie transportiert nach Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun wie viele Tage sind Sie gefahren?

Ludwig Hamburger

Also am neunten (9.) Februar waren wir in Buchenwald.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

In Weimar .....

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

.... da haben wir ein Bombardement mit gemacht.

David Boder

Wieso? Die Amerikaner?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Die Amerikaner sind gekommen und es war am neunten (9.) Februar als sie haben gebombt Weimar. Wir waren auf der Eisenbahn auf dem .... auf dem Station und die amerikanische Flugzeuge sind rein gekommen..

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir haben gesagt: âUm Gottes Willen! Wir stehen hier, Menschen, erkennt ihr uns denn nicht?â Und es hat niemand gewusst, dass wir sind hier.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Und sie haben dann angefangen zum Bombardieren, aber zum GlÃck haben wir nur vier (4) Kameraden verloren.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Also wir glauben es bis heute nicht, die Bomben sind gefallen drei (3) Meter von uns. Bei mir hat eine Bombe zwei (2) Meter vor mir eingeschlagen, und ich war unter der Wolke, unter dem (unverstÃndlich â spricht zu schnell).

Ludwig Hamburger

Ich war ganz verschÃttet, aber mir ist nichts passiert.

David Boder

Sie waren am Bahnhof dort?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Und dann ist es vorbei gegangen .....

David Boder

Und wo sind die SS geblieben als das anfing?

Ludwig Hamburger

Zusammen mit uns mit uns.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Wir sind nach Blechhammer, ..... nach Buchenwald gekommen.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

In Buchenwald ..... sind wir abends angekommen, hungrig, aber wir haben nichts bekommen, wir haben nicht einmal ein StÃck Brot bekommen. Nur ein Brot â das Halbe war fÃr auf der Eisenbahn ..... Und wir sind dann nach Buchenwald, aber es war wieder wie alle anderen Lager, aber eines war besser .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Da waren wir alle Kameraden, da haben wir nur einen Gegner gehabt ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... die SS.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Buchenwald .....

David Boder

Wieso? Was fÃr Gegner haben Sie anderswo gehabt?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz haben wir die Capos gehabt, die Block Ãltesten und die GrÃnen.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

Die Berufsverbrecher.

David Boder

Und in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald waren Politische.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und die Politischen haben gesagt, dass wir sind alle BrÃder. Es war keine Ausnahme ....

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

Von Juden nach Arier ...

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... Zwischen Neger und WeiÃe. Die waren alle dieselben.

David Boder

Zusammen.

Ludwig Hamburger

Sie waren dieselben Opfer.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir haben einen Gegner gehabt, die SS.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und gegen die mussten wir kÃmpfen.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

So ..... das war, das war einen groÃe Erleichterung fÃr uns.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Im Buchenwald Lager,dass wir leben heute, die meisten Jungen, das haben wir zu verdanken dem Lager Ãltesten.

David Boder

Wer war das?

Ludwig Hamburger

Er war ein Ãsterreicher.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Der hat sich ganz selbst fÃr uns aufgeopfert .....

David Boder

War er HÃftling?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Der hat sich ganz selbst fÃr uns aufgeopfert, um uns zusammen zu halten und uns das GefÃhl der Kameradschaft zu geben.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Ja, Buchenwald was einmal auch ein Lager von die GrÃnen, von den Berufsverbrechern, aber teilweise .....

David Boder

Sie nennen die GrÃnen die Berufsverbrecher?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dann neunzehn hundert und acht und dreiÃig (1938) da haben die, die Sozialisten die Roten, politische Gefangene gemacht.

David Boder

Schon neunzehn hundert und acht und dreiÃig (1938)?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Und dann war der Kampf. In acht und dreiÃig waren sie Politische. Dann sind wieder die GrÃnen gekommen .....

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

.... so dass der Kampf hat sich nicht bis drei und vierzig (43), vier und vierzig (44) sehr stark (unverstÃndlich). Es war das Selbe in Auschwitz. (starker LÃrm im Tonband und nicht identifizierbare Stimmen).

David Boder

Und in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Dann .... in vier und vierzig (44) sind die Roten gekommen zur Macht, das heiÃt die Politischen.

David Boder

Hm. Der Lagerfuehrer?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Dann war keine Ausnahme von Jude ....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

.... nach Arier, alle waren die Selbe.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Alle waren wir die Selbe unter der Aufsicht von der SS.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Und wir haben nur einen Feind gehabt. Das Essen war genau wie in jedem Konzentrationslager. Appell lange, von vier Stunden und ..... so haben wir das mitgemacht bis am Anfang April. Am Anfang April da haben wir die Nachricht bekommen, dass die Offensive der Alliierten schon ganz in der NÃhe.

David Boder

Wie haben Sie diese Nachricht bekommen?

Ludwig Hamburger

Wir haben gearbeitet in RÃstungswerke in der Stadt Weimar ...

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

so bei der Arbeit beobachtet man .... wir haben gesehen die Mienen von die Deutschen. Und wir haben gesagt: âEs gibt was Neues!â

David Boder

Ah hm. Nun?

Ludwig Hamburger

So warâs .... die Hoffnung hat sich wieder erneut.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Vielleicht .... vielleicht doch, sind wir wirklich die GlÃcklichen, die noch etwas (unverstÃndlich - LÃrm im Tonband). Mit einem Mal â morgens, gehen wir schon nicht mehr raus zu der Arbeit. Wir bleiben alle in unserem Konzentrationslager. Was ist los? Es weià niemand. Auf einmal hÃren wir Radios, das heiÃt wir hatten Lautsprecher in dem Lager.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

âSÃmtliche Juden sofort zum Appell auf dem Platzâ.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Zu was haben wir alle gewusst â Evakuation.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und so der Lager Ãlteste hat gesagt .....

David Boder

Lauter.

Ludwig Hamburger

Und so der Lager Ãlteste hat gesagt .....

Ludwig Hamburger

..... gesagt: âAlso alle oder niemand.â Und die Juden sind zusammen mit den Ariern gegangen.

David Boder

Zusammen gegangen? Ja. Haben Sie keine Zeichen getragen?

Ludwig Hamburger

Man hat die Zeichen abgerissen.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Und man wusste nicht, wer war Jude, wer war Arier. Das war der Ãltestenrat in Buchenwald.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Die SS MÃnner sind runter gekommen und haben angefangen einfach raus zu finden, aber nicht viele haben sie herausgefunden. Und dann haben sie einfach angefangen zu nehmen einfach Arier, Juden, alles was geht. Und wir haben schon gesehen tagtÃglich die amerikanischen JÃger haben wir gesehen ... Ãber dem Lager.

David Boder

Die amerikanischen was?

Ludwig Hamburger

JÃger.

David Boder

Was ist das?

Ludwig Hamburger

Flugzeuge, ja.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Und die Hoffnung war wieder erneut.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Am elften (11.) April ...

David Boder

Und wohin haben sie die genommen, die sie versammelt haben.

Ludwig Hamburger

Die haben sie einfach raus genommen und evakuiert.

David Boder

Wohin?

Ludwig Hamburger

Niem ... wir haben nicht gewusst.

David Boder

Hm, nun?

Ludwig Hamburger

Das Lager hat dann kein Essen mehr bekommen, wegen der Evakuation, weil niemand wollte gehen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

(hustet) Also wir haben sich gesagt, wenn schon ..... ich habe schon mitgemacht eine Evakuation, ich weià ganz genau, was das ist.

Ludwig Hamburger

Und ich bin dann nicht gegangen fÃr Evakuation. Ich wollte auf keinen Fall mehr machen. Ich sagte mir, ich lebe hier - es ist besser hier ....

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

... hier zu sterben, als noch eine Evakuation durch zu machen. Was ich habe mit gemacht in Auschwitz, das will ich nie mehr erleben.

David Boder

Nein.

Ludwig Hamburger

Weil die Kraft, die ich in Buchenwald gehabt damals hab, die habe ich leider nie mehr gehabt â ich war schon mÃde. Den elften (11.) April, das ist der Tag, das niemand von uns wird vergessen. Das ist der Tag unserer Befreiung.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Um drei Uhr fÃnf und vierzig (3 Uhr 45) ....

David Boder

Am Tag oder Nacht?

Ludwig Hamburger

Am elften (11.) April, Tag â Nachmittag .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... ist der erste amerikanische Panzerwagen Ãberschritten den Zaun in Buchenwald.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Die Freude ....... die kann man nicht beschreiben.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Es ist unmÃglich zu beschreiben. Die Soldaten .....

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

... die gekÃmpft haben, die haben ..... nie gehabt TrÃnen, die haben ...... wie sie uns gesehen heben, da haben die geheult wie kleine Kinder.

David Boder

Welche Soldaten?

Ludwig Hamburger

Die amerikanischen Soldaten. Die haben sich niemals vorstellen kÃnnen, dass hier ... jetzt ... in diesem Jahrhundert ... solche Sachen vorkamen. Die Menschen ... die Gesichter werde ich nie vergessen. Sie waren voll mit Staub, nur die ZÃhne und die Augen haben heraus geschaut. Wie sie uns gesehen haben, haben sie geweint. Sie haben genommen jeden von uns in den Arm und gekÃsst und sie haben uns alles gegeben. Einer hat sich die Jacke ausgezogen und hat gesehen, einer hat keine Jacke und hat sie raus genommen. Sie haben nie angenommen, dass so etwas passiert â hier in Deutschland, bei Weimar â eine der kul ... kulturellsten Stadt von Deutschland, dass man so was finden kann. Ja.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Dann sind gekommen die Anderen.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Sie haben kÃnnen nicht glauben, dass wir sind schon frei. Ich sah eine Frau .... sogar heute, wenn zu Hause ich bin und ich erinnere mich, dann sage ich mir â eines von den beiden ist unmÃglich â trÃume ich jetzt oder war die Vergangenheit ein Traum?

David Boder

[In English] This concludes Spool number 72 (seventy two) recorded by Mr. Hamburger.

David Boder

[auf deutsch] Was ist ihr erster Name, Herr Hamburger?

Ludwig Hamburger

Ludwig.

David Boder

[in English] Ludwig. In Geneva at the Shops of the ORT. An Illinois Institute of Technology Recording.

David Boder

This is Spool 73 (seventy three). (Tapping noise) This is Spool 73 (seventy three) (Again tapping noise) Geneva, August the twenty sixth (26th). The interviewee is Ludwig Hamburger who finished just Spool 72. I will try to see if I can make him answer a few questions.

David Boder

[auf deutsch] Also, also sagen sie mir, Herr Hamburger, was haben Sie in Buchenwald den ganzen Tag getan?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald sind wir morgens aufgestanden um sechs (6) Uhr; und Appell wird gemacht wie in jedem anderen Konzentrationslager und dann â nach dem Appell â an die Arbeit.

David Boder

Was haben Sie gearbeitet?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald ist bekannt der Steinbruch.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Wir haben Stein geklopft, wir haben Steine getragen.

David Boder

Was hat man mit den Steinen gemacht?

Ludwig Hamburger

Sie haben .... sie haben gemacht damit den StraÃenbau.

Ludwig Hamburger

In ganz Deutschland.

Ludwig Hamburger

Und dann war auch die RÃstungswerke.

David Boder

Ja. Mit was hat man Steine geklopft? Hat man Hammer gehabt?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Werkzeug haben sie uns gegeben.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Sie waren â ganz in der NÃhe von Buchenwald â waren die groÃen RÃstungswerke.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Da sind auch Teile fÃr die V-1 (V-eins) gemacht worden.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Dort haben viele, viele HÃftlinge gearbeitet â unter Aufsicht und strenger Kontrolle der SS MÃnner und Meister, Capo, Vorarbeiter und so weiter.

David Boder

Und dann, nun?

Ludwig Hamburger

Die Arbeit ist bestanden grÃÃtenteils von Transport, das heiÃt: Eisen tragen.

David Boder

Transport, Eisen tragen und?

Ludwig Hamburger

Und Verbindung zwischen Maschinen, das heiÃt Transport von einem Teil der Maschine zu der Anderen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Die Arbeit war schwer, verantwortlich und sehr unter scharfer Kontrolle.

David Boder

Warum war sie verantwortlich?

Ludwig Hamburger

Weil es war ..... wir haben gearbeitet an die Teile fÃr die V-1.

David Boder

Aha, V-1 (V-one â Dr. Boder sagt es in englisch), nicht?

Ludwig Hamburger

Und wenn es nur eine Schraube .... eine Schraube hat gefehlt oder war nicht richtig angezogen â und das kÃnnte machen ein Arbeiter â ein deutscher Arbeiter - ......

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

.... dann ist die ganze Schuld Ãbertragen geworden auf die HÃftlinge.

David Boder

Ja? (klopft mit dem Mikrophone)

Ludwig Hamburger

Und als Sabotage betrachtet und ...... Todesstrafe.

David Boder

Was heiÃt Todesstrafe? Wieso? Hat man ihn zu Gericht gebracht oder was?

Ludwig Hamburger

Ja, die SS MÃnner haben sich selber ein Gericht gemacht. Er ist einfach ins Lager gebracht geworden und ..... Torturen ....

David Boder

Was?

Ludwig Hamburger

Torturen.

David Boder

Was ist das?

Ludwig Hamburger

Ge.... ge .... Gepeinigt.

David Boder

Oh, oh, er wurde gefoltert, gepeinigt, ja?

Ludwig Hamburger

Geschlagen, man hat ihn hÃngen lassen von ..... man hat ihn also gebunden an einen Baum, die HÃnde .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... und hat ihn zehn Stunden hÃngen gelassen.

David Boder

Haben Sie das gesehen?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Ich bin einmal zwei Stunden selber gehangen dort.

David Boder

Wie sind Sie gehangen?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz?

David Boder

Ich meine wieso?

Ludwig Hamburger

Sie haben mir die HÃnde von unten gebunden ......

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... und dann ganz langsam mit dem Strick hoch gezogen. Die Ende haben einen Ring gemacht.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und zwei Stunden bin ich gehangen.

David Boder

Und wie hoch waren Ihre HÃnde?

Ludwig Hamburger

Nein .... also, also der Sinn des Ganzen ist gewesen, dass die Beine fÃnf Zentimeter (5 cm) entfernt sollen sein vom FuÃboden.

David Boder

Oh, fÃnf Zentimeter (5 cm) vom Erdboden.

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Wenn sie haben gesehen, dass die Knochen haben sich ausgezogen .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

... dann haben sie ihn etwas hÃher gezogen. So wir haben gefÃhlt â man kann sagen â den FuÃboden unter uns.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Aber wir konnten nicht stehen auf.

David Boder

Hm, also Ihre FÃÃe haben den FuÃboden nicht berÃhrt?

Ludwig Hamburger

FÃnf Zentimeter (5 cm) Ãber dem FuÃboden.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Also wenn ich wie auf der Spitze gestanden bin, da habe ich fÃnf Zentimeter (5 cm) unter mir bis zum FuÃboden gehabt.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Vom FuÃboden.

David Boder

Und sie haben den FuÃboden nicht berÃhrt?

Ludwig Hamburger

Nein, nein!

David Boder

Nein. Nun wofÃr hat man das getan?

Ludwig Hamburger

In Deutschland schon fÃr die kleinste Kleinigkeit â fÃr nicht âGuten Tagâ zu sagen in Auschwitz. Auch in Buchenwald habe ich vielmals das Selbe durch gemacht. Ich gehe vorÃber an einem SS Mann, ich geh auf die Mitte ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Ich bleibe stehen. Dann ruft er mich zu ihm und fragt mich: âAh, bist Du mein Freund?â Ich gib ihm keine Antwort. Dann schlÃgt er mich. Das nÃchste Mal â sag ich, da will ich nicht die HÃtl runter ziehen. Und ich geh bei ihm vorbei und ich zieh nicht herunter die HÃtl. Da ruft er mich wieder: âWeiÃt Du nicht, dass Du musst Dein HÃtl abziehen?â So, dass ich nicht wusste, was zu machen.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Und so warâs mit allem ..... tagtÃglich.

David Boder

Sie sagen, man hat Sie fÃr zwei Stunden auf den Arm aufgehÃngt?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun ja, wo haben Sie den Schmerz gefÃhlt? Wo hat man das?

Ludwig Hamburger

Also ....

David Boder

In die Schultern?

Ludwig Hamburger

In die Schulter.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und hier in der Verbindung ... wie heiÃt das?

David Boder

Ellbogen?

Ludwig Hamburger

Im Ellbogen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und an den HÃnden da.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und im Haupt.

David Boder

In die Augen?

Ludwig Hamburger

In die Haupt!

Ludwig Hamburger

Der Atem, ich konnte atmen nicht.

David Boder

Sie konnten nicht atmen, ja?

Ludwig Hamburger

Alles war umgedreht und ich .... und nach unten waren die HÃnde gezogen ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... nicht nach vorne, deshalb .....

David Boder

Wer hat das getan? Warum und wofÃr hat man das getan?

Ludwig Hamburger

Hm, also .....

David Boder

In Ihrem Fall?

Ludwig Hamburger

In meinem Fall da habe ich meinem Freund bei der Arbeit was sagen wollen ....

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

..... und ich habe es ihm gesagt. Und da hat mich ein Meister angeklagt und gesagt, ich arbeite nicht. Ich hab ihm nur gesagt: âPass auf!â

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und nur fÃr das einzige Wort hat man mich zwei (2) Stunden hÃngen gelassen bei den HÃnden.

David Boder

Waren da Andere in solchen UmstÃnden zur selben Zeit?

Ludwig Hamburger

Ja, es waren tagtÃglich welche (unverstÃndlich). Es war ein Zimmer mit Haken hinein gehauen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Da waren ungefÃhr fÃnfzehn Haken. Und an jedem Tag waren die Haken besetzt.

David Boder

Ja. Und wer hat das getan?

Ludwig Hamburger

Die SS.

David Boder

Die SS, nicht die Capos?

Ludwig Hamburger

Die Capos unter der Aufsicht der SS, die haben es, die SS Mann sind dort gestanden. Die haben es ... die grÃÃte Freude gehabt, wenn sie wussten, dass Einer, dass er bekommen wird SchlÃge oder man wird ihm was machen. Da sind sie alle gekommen und haben geschaut und gelacht ... es war das SchÃnste ... das SchÃnste fÃr sie.

David Boder

Ah hm, nun also Sie haben in Buchenwald gearbeitet?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Nun sagen Sie mir dies, haben Sie Briefe schreiben kÃnnen?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald darf man Briefe schreiben, dreiÃig (30) Worte.

David Boder

Zu wem haben Sie geschrieben?

Ludwig Hamburger

Ich habe Ãberhaupt nicht geschrieben.

David Boder

Warum?

Ludwig Hamburger

Weil ich wusste, dass die Briefe waren unter starker Kontrolle. Wenn man schreibt, dann musste man schreiben âEs geht mir gut.â

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

âEs fehlt mir nichts.â

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

âIch brauche nichts, ich bin zufrieden.â

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Diese Briefe wollte ich niemandem schreiben.

David Boder

Und zu wem hÃtten Sie geschrieben?

Ludwig Hamburger

Also ... Familie ... oder Freunde.

David Boder

Haben Sie irgendwelche Briefe von Ihrer Familie bekommen?

Ludwig Hamburger

Nein.

David Boder

Sagen Sie, was waren Ihre Eltern BeschÃftigung in Sosnowice ..... Katowicze?

Ludwig Hamburger

In Katowitz.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Mein Vater hat eine Fabrik gehabt.

David Boder

Also Katowitz war in der alten Zeit Deutschland und dann ist .....

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

.... es Polen geworden.

David Boder

Was fÃr eine Fabrik hat Ihr Vater gehabt?

Ludwig Hamburger

Baubeschlag.

David Boder

Was ist das?

Ludwig Hamburger

Also Baubeschlag .... Metallteile fÃr die Montage eines Hause.

David Boder

Ja. Und haben Sie BrÃder und Schwestern gehabt?

Ludwig Hamburger

Eine Schwester.

David Boder

Und wo ist die?

Ludwig Hamburger

Sie ist zusammen mit die Eltern nach Auschwitz gebracht worden und seit damals hab ich keine Nachricht.

David Boder

Also keine Nachricht bekommen. Nun sagen Sie, was tun Sie jetzt in der Schweiz? Also wie sind Sie aus Buchenwald weg gekommen, wieso sind Sie in der Schweiz?

Ludwig Hamburger

Dann ist gekommen eine Kommission nach Buchenwald ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... von dem .... vom Schweizerischen Roten Kreuz .....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... und die haben genommen die Jugendlichen nach der Schweiz zur Erholung.

David Boder

Zur Erholung, ja?

Ludwig Hamburger

Wir sind ungefÃhr 300 Jungs ......

David Boder

Jungen, ja.

Ludwig Hamburger

... von Buchenwald nach der Schweiz gebracht worden .....

David Boder

Um zu erholen. Und was dann?

Ludwig Hamburger

Und hier in der Schweiz wir haben sich erholt. Wir sind ....

David Boder

Wo haben Sie gelebt?

Ludwig Hamburger

Wir wÃrden ... wir sind gebracht worden nach Reinfelden.

David Boder

Ja. Und wer hat Sie verpflegt?

Ludwig Hamburger

Also ich weià es nicht genau, denn wir haben die Schweizer Pflegerinnen ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

.... die sich ...

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und dann sind wir gebracht worden in noch andere Heime.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Und man hat uns gezeigt das Leben von einer ganz anderen Seite, als wir bis jetzt haben mitgemacht haben.

Ludwig Hamburger

Sie wollten uns zeigen ..... sie haben sich groÃe MÃhe gegeben, uns zu zeigen, wie wirklich das Leben schaut aus .....

Ludwig Hamburger

..... uns zu zeigen, wie man auffÃhren darf sich in Gesellschaft. Und Kameradschaft haben sie uns gezeigt und Familie.

David Boder

Nun?

Ludwig Hamburger

Dann sind wir gekommen nach Genf.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Also, ich bin ....

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Ich bin gekommen nach Genf .....

Ludwig Hamburger

.....und zu diesen ORT Schulen.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Ich wusste Eines. Jetzt, wenn ..... nach allem was ich habe mitgemacht und obwohl ich bin sehr jung ......

Ludwig Hamburger

.... weià ich doch, dass jeder Mensch muss arbeiten, um zu leben. Und wir speziell.

David Boder

Wen meinen Sie mit âwirâ?

Ludwig Hamburger

Wir, die haben so viel durch gemacht.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wir wissen, dass niemals .... und wir verlangen auch niemals, dass man uns was schenken. Wir sind jung und wir sind stark, stark, weil wir haben das alles durch gemacht. Und wir wollen sich unsere Existenz selber bauen. Wir kÃnnen schÃtzen Arbeit und wir wissen ganz genau, dass Lernen wichtig ist. Wir mÃssen nachfolgen weil lÃngste Zeit, die wir haben verbracht in den Konzentrationslagern. Wir sind wild raus gekommen von die Konzentrationslager, wie wilde Tiere. Wir wussten einfach in die ersten Tage nicht, nicht wie auf der Strasse sich zu bewegen. Wir waren sechs (6) Jahre geschlossen hinter einem elektrischen Zaun, immer unter PrÃgel, immer mit der Angst, dass man uns ohne Grund erschieÃt. Langsam hat man sich gewÃhnt an die neue AtmosphÃre, die wir sind reingeschritten. Dann hab ich mir gesagt, ich muss ein â ich muss mich einen Beruf erlernen, um meine weitere Existenz zu erwerben. Ich habe angefangen zu suchen, ich habe mich freiwillig beworben. Ich habe ein Gesuch gemacht, eine Bitte ...

David Boder

Worauf?

Ludwig Hamburger

..... an ORT.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

..... mich aufzunehmen.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Sie haben mich aufgenommen.

David Boder

Und was lernen Sie jetzt?

Ludwig Hamburger

Jetzt lerne ich hier in Genf, ORT, Mechaniker.

David Boder

Sie lernen Mechaniker?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Und wie lange wird das dauern bis Sie Mechaniker werden?

Ludwig Hamburger

Es dauert ..... der Kurs dauert zwei und ein halbes (2 Â ) Jahr.

David Boder

Zwei und ein halbes (2 Â ) Jahr. Und dann wohin denken Sie zu gehen?

Ludwig Hamburger

Ich hab mir Eines gesagt, .....

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

..... ich mÃchte meinen Beruf kÃnnen.

Ludwig Hamburger

Das Erste und das Wichtigste ist und das in die HÃnde zu haben. Wir wissen ganz genau â ein Mensch, der kennt nichts, der ist nichts. Wir mÃssen .... lernen alle einen Beruf ...

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

... um weiter eine Existenz aufzubauen.

David Boder

Nun sagen Sie mir einmal, hm, waren da welche Gedichte oder Lieder in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Ja.

David Boder

Kennen Sie noch die Gedichte von Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Nein, aber ein Lied kann ich.

David Boder

Also wollen Sie jetzt ein bisserl singen?

Ludwig Hamburger

Ich ..... ich bin nicht, ich kann nicht so gut singen!

David Boder

Nein, Sie brauchen es nicht laut zu singen (unverstÃndlich) ..... nur dass man die Worte klar hÃrt, ja?

Ludwig Hamburger

[singt] Wenn der Tag erwacht /Und die Sonne lacht /Und Kolonnen ziehn / Untertags dahin / Schon in den grauen Morgen / Und der Wald ist schwarz / Und der Himmel rot / Und wir tragen im Rock / Nur ein StÃckchen Brot / Und im Herzen, im Herzen die Sorgen / Oh Buchenwald â ich kann dich nie vergessen / Weil du nur gibst (unverstÃndlich) / Weil ich, ich kann es erst ermessen / (unverstÃndlich) / Oh Buchenwald, wir weinen nicht und klagen / Und was zu uns du hast getan / Wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen / Denn einmal kommt der Tag / Dann sind wir frei / Wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen / Denn einmal kommt der Tag / Dann sind wir frei.

David Boder

Hat die SS gehÃrt, dass Sie das gesungen haben?

Ludwig Hamburger

Nein!

David Boder

Wann haben Sie es gesungen?

Ludwig Hamburger

Nach der Befreiung.

David Boder

Hat man das nach der Befreiung gemacht?

Ludwig Hamburger

Nein, das war das Lied von Buchenwald. Wir haben ..... die SS MÃnner wussten ganz genau ....

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Aber die WÃrter haben wir geÃndert nach der Befreiung. Zum Beispiel, die letzten Worte: âEs kommt der Tag, wo wir dann frei sind.â

David Boder

Und was war es bevor?

Ludwig Hamburger

Bevor war es .... ich erinnere mich nicht ganz gut.

David Boder

Hm. Erinnern Sie sich etwas an jÃdische Lieder von Auschwitz oder mehr?

Ludwig Hamburger

Ja, ganz Viele.

David Boder

Ja, probieren Sie Eines. Ich mÃchte ..... erinnern Sie sich an das Lied..... âes brennt?â

Ludwig Hamburger

Ein Moment.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Ich kann ein Lied von ...... Aussiedlung.

David Boder

Ja.

Ludwig Hamburger

Wenn sie uns haben auf Transport geschickt.

David Boder

Ja?

Ludwig Hamburger

Wenn wir sind nach Hause gekommen, alleine, ohne Eltern, da haben wir es gesungen.

David Boder

All right!

Ludwig Hamburger

[singt â teilweise Jiddisch] Ohne ein Daheim und ohne ein Dach / Gewandert sind wir ein ganze Nacht / Nicht gewisst, wie, wohin / Was wird sein (unverstÃndlich) / Weil ohne Daheim und ohne End / (unverstÃndlich) / Im Wald, im Forst (unverstÃndlich) / (unverstÃndlich) und wir sind nicht geblieben / Angeringelt (unverstÃndlich) / Mit StÃcken aus Holz uns geschlagen / Und (unverstÃndlich) / Die Kinder schreien: âMutter! Ich bin hungrigâ / Und die Mama haben kein Brot dafÃr gehabt / Oh je (unverstÃndlich) Oh je / Weil ohne Daheim und ohne ein Dach / gewandert sind wir ein ganze Nacht / nicht gewisst, wie, wohin / Was wird sein (unverstÃndlich) / Weil ohne Heim und ohne Dach / Wir sind gewandert die ganze Nacht.

David Boder

[In English] This concludes the interview with Mr. Ludwig Hamburger at Geneva, August the 26th, 1946 at the ORT School. An Illinois Institute of Technology wire recording.

var english_translation = { interview: [ David Boder

[ In English] Geneva, Switzerland, Monday, August the 26th. The interviewee is a young man, Hamburger, nineteen years old. [In German] And so, Mr. Hamburger, tell us what is your full name. Where were you born? And what are you doing here?

Ludwig Hamburger

My name is Ludwig Hamburger.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Born in Poland...Poland.

David Boder

In what city?

Ludwig Hamburger

In Katowice.

David Boder

Oh.

Ludwig Hamburger

Nineteen years old.

David Boder

You are nineteen years old.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Now tell us, Mr. Hamburger, where were you when the started and what happened to you then?

Ludwig Hamburger

Yes. It is a long story.

David Boder

Yes. But tell us. We have time.

Ludwig Hamburger

It is like this. In the beginning of the war everything was all right.

David Boder

You may speak Yiddish if you wish.

Ludwig Hamburger

Yes. Everything was nice and right. I was in Katowice together with my parents and then [words not clear]...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

I was torn from my dear parents...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and I was left alone.

David Boder

yes.

Ludwig Hamburger

From there I was sent to concentration camp Auschwitz and then to Buchenwald. In Buchenwald I lived through the worst, but also the best. I was liberated there.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

By the American Third Army.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And then I came to Switzerland.

David Boder

All right. Now then.

Ludwig Hamburger

[ Sobs.]

David Boder

And so, would you go back again. Tell me how and under what circumstances were you separated from your parents? Where was it? When was it? And so forth.

Ludwig Hamburger

It was...[still in tears] in the nicest period of the summer

David Boder

Well[?].

Ludwig Hamburger

It was summer. The Nazis had it in their minds to exterminate all the Jews. We were assembled on a big...on a big square, together with my parents, with my only sister, and then were separated.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Men separately...

David Boder

Tell ,me... Yes.

Ludwig Hamburger

Men separately, women separately, and children separately. The children...they experienced the worst.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

They were simply murdered. They were exterminated. Not like human beings. They treated us worse than animals.

David Boder

How? Were you with the children?

Ludwig Hamburger

No, I was already with the young people.

David Boder

You were with the young people. Have you...

Ludwig Hamburger

I observed everything, and I...

David Boder

What did you see? Tell me everything that you have seen.

Ludwig Hamburger

I saw an event I myself lived through, in Upper Silesia in the ghetto.

David Boder

But I would like you to tell me how it was in Katowice.

Ludwig Hamburger

In Katowice we were assembled on large...on a large square...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and we were sorted out, men , children, young people, and women.

David Boder

And you were with...

Ludwig Hamburger

I was with the young people.

David Boder

Yes. Were there among the young people boys and girls?

Ludwig Hamburger

No, only boys.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And then we were [?] taken to the work-lager, and the older ones were sent back to Auschwitz...burned.

David Boder

The older ones were sent...And so, where did your parents remain?

Ludwig Hamburger

I never saw my parents again, since 1941. Since then.

David Boder

Since the time when you were called out to the square?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes. Have you tried to find your parents?

Ludwig Hamburger

Yes, surely.

David Boder

Where did you look for them?

Ludwig Hamburger

I inquired with the OSE, in Switzerland, and the refugee aides and with the Red...with the International Red Cross.

David Boder

You inquired.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes, but...

Ludwig Hamburger

But no news.

David Boder

And so, you were taken to the work-lager.

Ludwig Hamburger

I came to the work-lager still as a child of only fourteen years.

David Boder

Yes. Did they know that you were fourteen years old?

Ludwig Hamburger

No.

David Boder

What did they know?

Ludwig Hamburger

We all told them we were older.

David Boder

Why?

Ludwig Hamburger

Because as fourteen year old children we had no right to live under the Nazis.

David Boder

Oh. So all of you told that you were older.

Ludwig Hamburger

We told that we were older.

David Boder

How old did you say you were?

Ludwig Hamburger

I told them I was sixteen years old.

David Boder

Yes? And then?

Ludwig Hamburger

And then I was appointed to a work detail. Very hard for me.

David Boder

What did you have to do?

Ludwig Hamburger

I worked in a quarry.

David Boder

Yes? How did you work in the quarry?

Ludwig Hamburger

The stones were simply bigger than myself.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And with clubs...with the beatings, with hollering all day long... We worked sixteen hours a day.

David Boder

And what kind of tools did you use? [Pause.] What did you break the stones with?

Ludwig Hamburger

With the hand. Oh, no. We carried them.

David Boder

Oh, you carried the stones.

Ludwig Hamburger

Carried...

David Boder

Well.

Ludwig Hamburger

And the SS, the guards, they always chased us like dogs, like animals with their rifles [?]. They beat us. That was their first [task?].... They had to...just so they could beat us.

David Boder

Well...

Ludwig Hamburger

And so we worked sixteen hours a day, one can say, without food.

Ludwig Hamburger

We received daily a piece of bread made of old flour, and one simply couldn't stand it [digest it].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Water...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and a half litre of soup.

David Boder

Yes, nu.

Ludwig Hamburger

These were the rations.

David Boder

Yes. And where was that?

Ludwig Hamburger

This was in Auschwitz, at the beginning in Auschwitz.

David Boder

This was in Auschwitz?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

And did your parents go to Auschwitz together with you?

Ludwig Hamburger

Yes, we went together in the car.

David Boder

Railway...

Ludwig Hamburger

In the railway car, and then in Auschwitz we were separated.

David Boder

Oh, you were separated in Auschwitz? And what were you told when they separated you from your parents?

Ludwig Hamburger

No, they didn't tell anything. They were very much afraid...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...to say anthing. We saw the men...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...with the clubs, with the dogs, everything, and...

David Boder

What kind of dogs?

Ludwig Hamburger

Well, very big dogs they had...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

They are called shepherd dogs.

David Boder

The shepherd dogs. Why did they have dogs?

Ludwig Hamburger

They had...One can't say. They were always so set against us. They simply didn't want to soil their hands on us, so they needed special dogs.

David Boder

Uh huh. And what did the dogs do?

Ludwig Hamburger

They were specially trained dogs...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...against people. When they noticed a prisoner's uniform or detected a Jew, [word not clear] they immediately jumped on him, ready to tear him apart.

David Boder

Aha. Well, were not the dogs on chains? Were not the dogs...

Ludwig Hamburger

They were on chains. But they released them at will when they saw that a Jew in some way...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...acted [?]...

David Boder

Yes. And...you were separated from your parents...in Auschwitz. And you never saw them again?

Ludwig Hamburger

No.

David Boder

And how long were you in Auschwitz?

Ludwig Hamburger

I was in Auschwitz two months. Then I was sent on a...to a lager, Blechhammer [Footnote: The correct name is Blechhammer, meaning sheet-metal works, but it was pronounced Blechame.]. It is not far from Auschwitz. Blechhammer.

Ludwig Hamburger

It is a branch of Auschwitz.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It also stood under Auschwitz.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

There I worked at [not clear].

David Boder

What did you do?

Ludwig Hamburger

We carried machinery.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

[ Word not clear] machinery.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Mostly youngsters, fourteen years old.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

There I went 'to naught'. [That was my doom.]

David Boder

What do you mean 'to naught'?

Ludwig Hamburger

I came there with twenty boys...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...from my town.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And three remained.

David Boder

And three remained?

Ludwig Hamburger

After four months.

David Boder

What happened to the others?

Ludwig Hamburger

The work was too hard.

David Boder

What happened then?

Ludwig Hamburger

They simply collapsed...collapsed at work.

David Boder

And what did they do with them?

Ludwig Hamburger

Thrown away like a sack!

David Boder

Now...that does not make sense. Tell me the details. Tell me, for instance, what does it mean 'everyone collapsed'?

Ludwig Hamburger

The work was so hard. He was beaten.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We didn't eat. We didn't have anything to eat, and we worked sixteen hours daily.

David Boder

Nu...

Ludwig Hamburger

Even the young strength could not take it. All of us were...

David Boder

Now what happened to them?

Ludwig Hamburger

At work...

David Boder

Take one boy, for example, whom you remember and tell me exactly what happened to him. Well?

Ludwig Hamburger

The boy suddenly, while carrying machinery...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...he said he had a headache.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

He bent down, and we thought he is searching for something, and he went on [?] searching....And we said to him, 'You, why don't you get up?

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

So we didn't receive an answer any more.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

We looked him over, and he remained lying [there].

David Boder

He remained lying? Tell me, what was done with him?

Ludwig Hamburger

Then the SS men....They came running and [we] wanted to lay him aside and to take him to the lager. So they said, 'Leave him alone, this boy. He could not stand [?] the work. The same will happen to you.'

David Boder

And so, did the boy die then, or what happened to him?

Ludwig Hamburger

He died.

David Boder

He died. And so let's go on. Where was that?

Ludwig Hamburger

That was in Blechhammer.

David Boder

In Blechhammer.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu. How long were you in Blechhammer.

Ludwig Hamburger

I was in Blechhammer two years.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Then came the evacuation [?].

David Boder

You were in Blechhammer two years.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Tell me how a day passed there. What time did you get up and so forth.

Ludwig Hamburger

And so, every day we were awakened at four or three...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...by the block elder, and to appell.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

The appell lasted variously....If one came late it lasted longer. The lager-leader came and report-leader and the block leader [?], and they received the report whether everything is in order.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

After that we returned to the blocks again and we received a litter hot water. This they called coffee.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We were given a little piece of bread.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

The dry bread...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and immediately to work.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

But in winter [word not clear] dressed, one may say, in nothing. We had the striped suits with wooden...wooden [shores?] without shirts. [Sobs.] I suffered there so much. I myself had to wash my shirt. I didn't have another one.

David Boder

Well, to wash a shirt, that one can do.

Ludwig Hamburger

It was winter.

David Boder

Oh. Yes.

Ludwig Hamburger

So I washed my shirt and went to work without a shirt, only in a thin jacket.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

But the only lucky thing was that we didn't lose our courage.

David Boder

'We didnt lose courage.' How did that come about?

Ludwig Hamburger

I always had in mind my parents.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Many times, when a child, my parents told me many stories from books. I also read them myself.

David Boder

What kind of stories?

Ludwig Hamburger

Yes. I read it myself that one should not lose courage, and I always heard my mother's words near me [?].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Many times I was tired of life. I couldn't stand it any more. I received once twenty-five blows...for nothing. An SS man stopped me.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

He asked me, 'How much is three times seven?' I said, 'Twenty one.' He stretch me out and gave me twenty -one blows.

David Boder

Why?

Ludwig Hamburger

That cannot be explained [?]. He simply came over to me and said 'Boy, can you figure?' So I said, 'Sure.' So he said, 'Tell me how much is three times seven?' I answered him. So he said, 'Come here,' and he gave me 'twenty-one' for nothing.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

We went out ot work. It reained. The SS men well dressed, warmly. Winter...and we, frozen, hungry. There...inside there was [rest of sentence not clear]...

Ludwig Hamburger

I had a friend in the lager, and we shook hands every day and said, 'Aufwiedersehen.' None of us knew whether we shall see each other again. The supervisors [?], the foremen , were all murderers. They were the scum [?] of Germany. They beat us at work...for every-thing. For the least...[Sobs.] They...they beat us. They said we were saboteurs. And many friends, many of our comrades have lost their lives [?]. If they lost a screw, if they dropped something...it was too heavy for them...it was called sabotage and...murdered!!

David Boder

Where did you work then?

Ludwig Hamburger

We prisoners did any kind of work. Um. It was....We were put to do the worst jobs.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Digging bunkers.

Ludwig Hamburger

Trenches [?].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Excavations [?].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

In mines...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...where...where we were under the greatest hazards.

David Boder

Yes. And this lasted how long?

Ludwig Hamburger

This lasted all time time until the evacuation.

David Boder

Now tell about the evacuation.

Ludwig Hamburger

The Russians approached [he mispronounces the word].

David Boder

Approached.

Ludwig Hamburger

And it came that all of us had to be evacuated. It was on the twenty-first of December.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It was very cold. Snow. Suddenly comes the order...

Ludwig Hamburger

...'Step forward.'

Ludwig Hamburger

We are going. Where? Nobody knows. We got up. Everybody took a blanket...

Ludwig Hamburger

...a thin blanket, a bread, a piece of butter.

David Boder

Butter?

Ludwig Hamburger

Yes. The only time! Margarine.

David Boder

Margarine.

Ludwig Hamburger

Ha ha... We said butter.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We didn't know any other expression.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It tasted then better than butter for us.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

We went out. The snow was very deep [high]. Wind, frost...We left, four thousand people, from Blechhammer.

David Boder

What do you call it? Blechhammer [mispronounced: Blechame]?

Ludwig Hamburger

From Blechhammer.

David Boder

Blechhammer. Yes. Nu.

Ludwig Hamburger

Direction, Gleiwitz.

David Boder

What? Gleiwitz?

Ludwig Hamburger

Yes. In Upper Silesia.

David Boder

Marching on foot all the time?

Ludwig Hamburger

All the time on foot.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And so, the first hours were still tolerable. We ran. But farther on it became worse. We marched at night as well. Still it was lucky.

David Boder

Your marched at night? Yes?

Ludwig Hamburger

We marched at night. Many times, when they couldn't any more, they chased us into a barn...in a barn, four thousand people.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It was terrible, indeed. The SS men were around. They were strongly armed. We were chased inside. There was very little room, so that one climbed on top of the other. When we came out in the morning, many comrades remained behind.

David Boder

What does it mean, 'remained behind'?

Ludwig Hamburger

We ourselves have trampled them to death.

David Boder

Yes. In the barn.

Ludwig Hamburger

With only...with our own feet have we trampled our brothers to death.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Everyday it became worse. The bread had ended. No water. I wanted once to drink a little bit of water at a well. It was near Rabibor [Raciborz].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

So an SS man came over to me and hit me with the rifle over the [part of body not clear] that I simply doubled over [?].

Ludwig Hamburger

For a tiny little bit of water.

Ludwig Hamburger

We went farther till we all came to Grossrosen. The way...

David Boder

Grossrosen?

Ludwig Hamburger

Grossrosen

David Boder

Where is Grossrosen?

Ludwig Hamburger

Near Breslau.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It is....The road, from Blachhammer to Grossrosen, that was a road of many deaths. We arrived in Grossrosen. From four thousand people, we arrived two hundred and eighty.

David Boder

What does that mean?

Ludwig Hamburger

Shot...

Ludwig Hamburger

In the barn we...in the barn we ourselves have trumpled them to death.

Ludwig Hamburger

And so, the bread....We ran for seven days.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

The bread lasted...lasted for three days.

David Boder

Hm, and then...you didn't get...

Ludwig Hamburger

And then we received nothing.

David Boder

And?

Ludwig Hamburger

[ Laughing.] It is indeed hard to believe. We ourselves don't believe it any more. How can one survive seven days on one bread? Without water. It was lucky that we had snow. We had...we ate the snow.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Instead of water.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We arrived...

David Boder

And so, tell me more about the journey. Say the night you spent in a barn. Well, then you got up. What happened then?

Ludwig Hamburger

Then we ran. Always on foot.

David Boder

And the SS men also walked?

Ludwig Hamburger

Yes. The SS men walked, but they rotated.

David Boder

What do you mean? Where did the others remain?

Ludwig Hamburger

They traveled in cars.

David Boder

Oh. You mean some traveled in cars, others marched on foot.

David Boder

What happened during the march? Tell me about specific cases.

Ludwig Hamburger

When we left we were still in a good mood [?]. We thought that the Russians were close.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

That the liberation has come.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We heard the shooting and we said, 'Thanks, God. We are already liberated.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

But then, when we noticed that it was getting ever quieter, we continue marching, nothing in sight, then our will went totally kaputt. We became morally exhausted.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We had no more faith in anything. Hope was lost. We lost every-thing. We said, 'We were so near to...so near were we to the happy day of liberation, and again it has failed [?].' We thought fate wants us to perish.

David Boder

Yes, nun.

Ludwig Hamburger

And with many the will....They said, 'Now I'm not going through with it.' They ate up their bread in the first day. They wanted at once to sated. They said, 'To die..."

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Our only wish was to die sated.

David Boder

Hm, nu.

Ludwig Hamburger

And...

David Boder

To die sated?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

They ate it up, but they ran ahead. The cold was terrible. And they said, 'We can't any more.' So they sat down, and the SS men asked...and asked, 'why are you sitting down?' So he says, 'I can't any more.' He shot him.

David Boder

He shot him. Did you see it yourself?

Ludwig Hamburger

Everybody saw it themselves. The road from Blechhammer to Grossrosen was strewn with dead. Every ten or fifteen meters, a corpse.

David Boder

Nu. And how then did you go? Tell about yourself. How did you...How did you get through?

Ludwig Hamburger

I had a friend.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We always marched together. We both...held on [to each other?].

David Boder

Where is the friend now?

Ludwig Hamburger

The friend is here.

David Boder

He is here? Nu. And so?

Ludwig Hamburger

We always maintained the will [?] to endure [?]... We said, 'No. Now we shall endure it. We are already three years... We have already endured three year, so it will last another year. We shall endure it. If we have endured that, we shall endure this to the end.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Like one, so the other. We always cheered up one another.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We rationed our bread. We washed ourselves with snow.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Many of us had their hands frozen, the legs. We washed our hands and feet every day with snow. We knew it yet from home, that it is the only thing against frost and [word not clear].

David Boder

Against what?

Ludwig Hamburger

Against the frost.

David Boder

And against what?

Ludwig Hamburger

[ He repeats the second word, but it is still not clear on the wire.]

David Boder

[ Repetition also not clear.] Nu.

Ludwig Hamburger

We have.... We rejoiced together. We gave each other support and we...everything.... We told one another stories from home.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

So was the journey.... On the whole journey we talked to each other. We had memories of our parents. We had them so beautiful.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

We reminded ourselves of the hours when we were still at home and the school and everything. We said, 'It is impossible that all this should have passed forever. It will surely come back again,'

Ludwig Hamburger

And so we marched until Grossrosen.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

In Grossrosen...we suffered the worst yet.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It was.... It was not a KZ.

David Boder

What?

Ludwig Hamburger

It was not a KZ. A KZ.looked too good.

David Boder

What is a KZ [Ka-Zet]?

Ludwig Hamburger

Concentration camp. [Konzentrazions lager.]

David Boder

Yes, hm.

Ludwig Hamburger

[ Pause - tearful voice:] It was simply not to endure. Worse yet than Auschwitz.

David Boder

For instance?

Ludwig Hamburger

We were chased, four thousand people into a house about a hundred and fifty meters square.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

One lay on top of the other, sat or stood and received nothing to eat. Absolutely nothing!

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Mornings from four o'clock till ten in the evening we stood outdoors - - appell - without moving.

David Boder

Yes. Why.... How come the appell lasted for so long?

Ludwig Hamburger

It was an extermination camp, directly aimed [?] at extermination.

David Boder

Now tell me, for instance, you came out. Where did you stand?

Ludwig Hamburger

There were many SS men.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

The worst, one can say, that I lived through [met].

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

All at once they rushed into the block...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...with clubs and started to beat and to call, 'Appell.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We ran. We came outside. They started to count. If one was missing, or was a few minutes late, or one didn't stamd straight,...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and it was always so, that, according to them, nobody was standing straight.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

So we had to stand two hours for every man.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We had once.... We stood once for twenty-four hours without moving.

David Boder

Day and night?

Ludwig Hamburger

A day and night, because three had remained lying in the block. They couldn't any more...

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

For twenty-four hours.

David Boder

what does it mean 'remained lying'? They fainted or what?

Ludwig Hamburger

They had no more strength left to stand.

David Boder

Nu, so what happened?

Ludwig Hamburger

We said, 'You can do anything you want with me. I have...I have no more strength.

David Boder

Nu. What was done with them?

Ludwig Hamburger

They were beaten to death inside the block, and we had to stand twenty-four hours.

David Boder

They were what?

Ludwig Hamburger

Beaten to death. Not only...

David Boder

What does that mean? Beaten to death with what?

Ludwig Hamburger

The block elder.

David Boder

Was he a Jew?

Ludwig Hamburger

No

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

In Auschwitz, in Grossrosen...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...there were the 'green' - - what they were called. With the green triangles. Professional criminals.

David Boder

The professional criminals. They were the block elders.

Ludwig Hamburger

They were in concentration camps for fifteen years, for twenty years.

David Boder

In prison. The lagers were not that old.

Ludwig Hamburger

Yes, yes. In prisons. And then they came...and the beating...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...the way they used to beat.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And that they...that they tortured us so.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

That is why they became capos and elders.

David Boder

Hm. [Pause.] Nu?

Ludwig Hamburger

And when a block elder or a capo had beaten to death a prisoner, whether a Jew, a Czech, a Pole, or any other nationality, he received a commendation. He received a bread for it.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

I have once lived through a case. It was in Auschwitz.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We left for the stone quarry.

Ludwig Hamburger

Then it was so, that every SS man who had beaten to death a prisoner...

Ludwig Hamburger

...received twenty-five...eh...marks...Reichsmarks and five days leave.

David Boder

And so why didn't he beat someone to death every day?

Ludwig Hamburger

He had to have a reason for it.

David Boder

Oh. He had to have...

Ludwig Hamburger

He had to have certain grounds. So he connived with the capo...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

At work we had a fence of...from the sand heap...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...up to here we could go.

Ludwig Hamburger

Whoever crosses this border gets shot.

Ludwig Hamburger

Then the SS man made it up with the capo so that the capo receives a package of tobacco...

Ludwig Hamburger

...so that the capo should send him out, Jew or a...

Ludwig Hamburger

Then the capo saw...took.... I myself witnessed it. I saw it myself from a distance of five meters. He called over a Jew...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and older man...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and he took off his cap...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and threw it over...over the fence.

Ludwig Hamburger

There was no fence yet. There were only a few markers [?] on the ground...

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

...and said, 'Go fetch the cap.'

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And he said, 'How can I fetch the cap? When I cross the border I'll get shot.' So he says, 'Nobody is there. Go and fetch it.'

Ludwig Hamburger

He didn't want to. Then he said, 'If you don't go, I'll kill you. And he began to beat him. Then he went. The SS man was hidden behind a tree...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...and when he crossed the 'fence'...

David Boder

Oh!

Ludwig Hamburger

The SS man said...

David Boder

He said that was the reason. He was shot while trying to escape.

Ludwig Hamburger

No! [Both speak together.]

David Boder

Well, he said he wanted to run away.

Ludwig Hamburger

Yes, yes. And the SS man received twenty-five Reichsmarks and five days leave, and the capo received a package of tobacco.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

Our life...was nothing! The capos played [tricks on] us. They took our bread away from us although we had very little ourselves. They took our soup away. The soup was emptier [?] [than water?]. The soup was everything. Without the little bit of bread and without the soup we were quite lost.

David Boder

Nu. And so you were there in that lager, what was it called?

Ludwig Hamburger

Grossrosen [distinctly].

David Boder

Grossrosen, nu.

Ludwig Hamburger

Near Breslau.

David Boder

And so?

Ludwig Hamburger

Yes. We saw this will be the end of the road.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

From here we won't get out any more. The crematory burned day and night.

David Boder

Yes. Was there a crematory?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

In every concentration camp. [Not clear. Speaking together.]

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

It was like this. If anybody.... In Auschwitz...in Auschwitz...

David Boder

If anybody in Auschwitz...? Yes.

Ludwig Hamburger

In Auschwitz the crematory has - - it is an unbelievable number - - has burned four million people! Mostly Jews! [Not clear. Speaking together.]

David Boder

Who counted that?

Ludwig Hamburger

The statistics tell.

David Boder

Hm. Nu?

Ludwig Hamburger

[ Pause.] Mostly Jews, Hungarians...

Ludwig Hamburger

...Poles, French, and Dutch.

David Boder

Were there no Russians?

Ludwig Hamburger

Also. And so all nationalities. There were Englishmen.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

There were Americans. There were Swiss, black, red, all colors...had there.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

And the crematory was Birkenau. It was not far from Auschwitz.

David Boder

How far?

Ludwig Hamburger

A few kilometers from Auschwitz. There the large crematory stood. [Pause. With feeling:] It burned by day and night! Transports came every day of forty, fifty thousand. People from the evacuations... [The statistics may sound somewhat figurative but are not entirely impossible.]

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

From Hungary a transport of sixty thousand people came. So he took out the strongest, really the strongest...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...there were a hundred or two hundred and to the others he said, 'You are going to wash up.' [With feeling:] Nobody knew what was up. We were divided into small groups, 'left, right, left, right.' In the middle stood an SS man, a doctor, and we had to pass through, and so undressed to the waist. With white gloves, dressed nicely, and he laughed like in a theater play, and with the index finger he pointed at us, 'left, right, left, right.' Nobody knew what means left and nobody knew what means right.

David Boder

Were you personally present?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

Unfortunately that left meant [words not clear].

David Boder

And so where did you go from...from this place?

Ludwig Hamburger

From this place...

David Boder

From the lager where you were, that you told me about.

Ludwig Hamburger

You mean from Grossrosen?

David Boder

Yes, from Grossrosen.

Ludwig Hamburger

From Grossrosen...we were transported to Buchenwald.

David Boder

Why?

Ludwig Hamburger

The Russians approached. They were already near Breslau.

David Boder

And how were you transported to Buchenwald?

Ludwig Hamburger

In open freight cars by railroad.

David Boder

In which month was that?

Ludwig Hamburger

It was exactly...the third of February.

David Boder

February. And so you were transported in open RR-cars to Buchenwald.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu? How many days did you travel?

Ludwig Hamburger

Thus, on the ninth of February we were in Buchenwald.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

In Weimar.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

There we went through the bombardment.

David Boder

How come? The Americans?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

The Americans came, and it was on the ninth of February when they bombed Weimar. We were on the train...on the...on the...station, and the American airplanes arrived.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

We said, 'For God's sake! Men, don't you recognized us [?]?' And nobody knew that we are here.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

They began to bomb, but luckily we were...we only lost four comrades.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

One could not believe [?] it today. The bombs fell three meters from us. A bomb fell two meters away from me so that I was under the...under the cloud that formed over me.

Ludwig Hamburger

I was completely covered with debris, but nothing happened to me.

David Boder

You were on the railroad station?

Ludwig Hamburger

Yes, yes.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

Then it passed...

David Boder

And where did the SS remain when this happened?

Ludwig Hamburger

They were with us.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We came to Blechhammer [correcting himself] to Buchenwald.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

In Buchenwald...[pause]...we arrived in the evening, hungry. We received nothing, not even bread, only one bread [during] six days of travel on the [word not clear] ...on the railroad...and we came to Buchenwald. It was like every other concentration camp, but one thing was better.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

There we were comrades. There we had only on enemy...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...the SS.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Buchenwald...

David Boder

How is that? What kind of enemies did you have elsewhere?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz we had the capos and the block elders, the greens.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

The professional criminals.

David Boder

And in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald there were political prisoners.

David Boder

Yes? Nu?

Ludwig Hamburger

The political [prisoners] said that we were all brothers. There were no exceptions [distinctions between].

David Boder

Hm

Ludwig Hamburger

Between Jews and Arians...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...between a Negro and a White. They were all the same.

David Boder

Together.

Ludwig Hamburger

They made the same victims.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

We had one enemy, the SS.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And against them we had to fight.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

So that it was...a great relief for us.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald...the fact that we live today, the majority of the youth - - we are to be grateful to the lager elder.

David Boder

Who was he?

Ludwig Hamburger

He was an Austrian.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

He really sacrificed himself.

David Boder

Was he a prisoner?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

He really sacrificed himself so as to keep us together and to give us a feeling of comradeship.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

Buchenwald was at one time also partly a camp of the greens, of professional criminals, but in part...

David Boder

The greens you call the professional criminals.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

In 1938 the socialists, the Reds, the political prisoners have taken the reigns.

David Boder

Already the thirty-eight.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

Then the fight was on. In thirty-eight the political prisoners were in. Then the greens came again...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...so that the fight had...till forty-three, forty-four it was always very bad in Buchenwald. It was the same as in Auschwitz...[Noise of machinery in the background in the ORT training shop. Some-body must have entered the room. Also some loud voices from a distance.]

David Boder

And so in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Then in forty-four the Reds came to power. That means the political prisoners.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

The lager has become [?].

David Boder

[Words not clear.]Yes.

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

Then there were no more distinctions between Jew...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...and Aryan. All of us were the same.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

We were all the same under the supervision [?] of the SS.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

And we had only one friend [enemy?]. The food was, of course, like in any concentration camp. [Pause.] Long appells...from four hours[and more] ...and so we have endured till the beginning of April. In the beginning of April we have received news that the offensive of the Allies was already very near.

David Boder

How [by what means] was the news received?

Ludwig Hamburger

We worked in war factories in the town, in Weimar...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...so that at work one observes.... We saw the expressions on the faces of the Germans. We said, 'There is something new [something is happening].'

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

[ Pause.] Nu. So it was.... The hope was again renewed.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Maybe...maybe stil...maybe we are the remains, the lucky ones that will pull through. [Pause.] At once, in the morning, we don't leave any more for work. All of us remain in the concentration camps. What's up? Nobody knows [?]. All at once we hear.... We had radios...that is we had loudspeakers in rad-...in the lager.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

'All Jews to the appell square at once.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

We all knew what for. Evacuation.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And so the lager elder...

David Boder

Louder [please].

Ludwig Hamburger

But the lager elder...

Ludwig Hamburger

...said, 'Either everybody or nobody.' And the Jews were mixed together with the Aryans.

David Boder

Mixed together. Yes? Didn't you carry markings?

Ludwig Hamburger

The markings were torn off.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And so it was not known [any more]. And nobody knows who was Jewish, who was Aryan. That was done by the 'council' [?] in Buchenwald.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

The SS men came down and they started simply to identify them, but not many have they found out. Then they started to take simply everybody, Aryans, Jews, everybody in a row. [Pause.] We already saw daily the fighters, the American fighter, over the lager.

David Boder

The American what?

Ludwig Hamburger

Fighters [he uses the term Jaeger meaning hunters, apparently fighter planes].

David Boder

What is that?

Ludwig Hamburger

Well...

David Boder

The flying ships [airplanes]?

Ludwig Hamburger

The flying ships, yes.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And hope was renewed.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

On the eleventh of April...

David Boder

And so where did they take them, whom they gathered together?

Ludwig Hamburger

They simply took them out and then evacuated.

David Boder

Where?

Ludwig Hamburger

Nobo-.... We didn't know.

David Boder

Hm. Nu?

Ludwig Hamburger

The lager didn't receive any more food on account of the evacuation, because nobody wanted to go.

David Boder

Nu.

Ludwig Hamburger

[ Coughs.] But we told ourselves if already...I have already gone through one evacuation, I know exactly what it is.

Ludwig Hamburger

So I did not go [?] for the evacuation. Under no circumstances would I have gone for it. I told myself I'd rather here...

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

...rather die here than to endure another evacuation. The same thing that I have endured in Auschwitz I could never endure any more.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

Because the strength that I had then, alas, I had then no more in Buchenwald. I was already too tired. The eleventh of April, this is the day that nobody among us will forget. This is the day of our liberation! [Raises his voice.]

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

At three forty-five...

David Boder

Day or night?

Ludwig Hamburger

...on the eleventh of April, daytime, in the afternoon...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...the first American armored tank cut the fence of Buchenwald.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

The joy, it is impossible to describe.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

It is impossible to [de-]scribe. The soldiers...

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

...who went through the fighting...who have.... They couldn't shed any tears...when they saw us.... When they saw us they wept like little children.

David Boder

Which soldiers?

Ludwig Hamburger

The American soldiers. They could never imagine that we, now, in this century, could live through such things. The people... I'll never forget their faces. They were all covered with dust. Only their teeth and eyes were seen. And when they saw us, they cried. They took everybody of us.... They kissed us. They gave us everything. One took off his jacket. He saw someone of us was without a jacket and took it out [?]. [He becomes almost incoherent.] They could never believe that now, here in Germany, near Weimar[Footnote: Weimar is most often associated with the name Goethe. Buchenwald, according to reports, was the location of the famous Goethe's Oak. [See the Bramson story].], one of the most cult-...cultural cities in Germany, something like this can be found. [Pause.] Yes!

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

Then...came the others. [Pause.] They couldn't believe that they were already free. I asked a woman.... Even today, when I am home [weeps] and I reminisce, then I say to myself one of the two is impossible: either I dream now or the past was a dream.

David Boder

This concludes spool 72 reported by Mr. Hamburger. What is your first name?

Ludwig Hamburger

Ludwig.

David Boder

Ludwig. In Geneva at the shops of the ORT. An Illinois Institute of Technology Recording.

David Boder

[ In English] This is spool 73. [Noise: test.] This is spool 73. [Noise of microphone test.] Geneva, August the 26th. The interviewee is Ludwig Hamburger who just finished spool 72. I'll try to see if I can make him answer a few questions. [In German] And so, and so tell me, Mr. Hamburger, what did you do all day in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald we got up in the morning at six o'clock, and the appell was held, as in any other concentration camp, and then after appell to work.

David Boder

What did you work at?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald is known the stone quarry.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

We broke rocks, we carried rocks.

David Boder

What was done with the rocks?

Ludwig Hamburger

They were as.... They were used for road building...

Ludwig Hamburger

...over all Germany.

Ludwig Hamburger

Then there were also the repair shops.

David Boder

Yes. With what were the rocks broken? Did you have a hammer?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

Tools they gave us.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

There were very near to Buchenwald the large repair shops.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

There were also parts for the V-1's.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

Many, many prisoners worked there the supervision, under strict control of SS men, of masters, capos, foremen, and so forth.

David Boder

Now then...

Ludwig Hamburger

The work consisted mostly of transportation. That means, carrying of iron.

David Boder

Transportation. Carrying of iron, and?

Ludwig Hamburger

And communication between machines, that means transportation of one part of machinery to the other.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

The work was heavy, responsible, and under very strict control.

David Boder

Why was it responsible?

Ludwig Hamburger

Because it was...we manufactured there the parts for the V-1's.

David Boder

Aha. V-1's.

Ludwig Hamburger

And if only one screw...if one screw was missing, or it was not properly fit, and this possibly could have been done by a worker, a German worker...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...then the whole blame was transferred to the prisoners. [Test of microphone.]

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And looked upon as sabotage, and...death sentence.

David Boder

What does that mean, death sentence? How come? Was one brought to court, or what?

Ludwig Hamburger

Yes. The SS men made up their own court. He was simply brought to the lager, and...tortures... [he uses a makeshift Latinism].

David Boder

What?

Ludwig Hamburger

Tortures.

David Boder

What's that?

Ludwig Hamburger

Tormented.

David Boder

Oh, oh. He was tortured. Tormented. Yes?

Ludwig Hamburger

Beaten up. He was left hanging of...from...that is, tied from a tree by his hands.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And left hanging for ten hours.

David Boder

Did you see that?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

I hung once for two hours myself.

David Boder

How did you hang?

Ludwig Hamburger

In Auschwitz.

David Boder

I mean how come?

Ludwig Hamburger

They tied the hands behind the back...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...and quite slowly pulled up with the rope. Pulled up, the rope made a burn.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And I hung two hours.

David Boder

And so, how high were your hands?

Ludwig Hamburger

I mean, well, the main idea was that the feet had to be five centimeters from the ground.

David Boder

Oh, five centimeters off the ground

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

When they say that the bones [joints] have stretched...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...then they always pulled one up. So that we could feel, one can say, the ground under us.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And we could not stand on it.

David Boder

Hm. Your feet could not touch the ground.

Ludwig Hamburger

Five centimeters over the ground.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And so with outstretched toes, I had the five centimeters under my toes.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

From the ground.

David Boder

And so you could not touch the ground?

Ludwig Hamburger

No, no, no!

David Boder

No. Nu? For what was this done?

Ludwig Hamburger

In Germany just for the smallest trifle. For not saying good morning in Auschwitz. Also in Buchenwald I went through this many times. I am passing an SS man. I take off the cap.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And I stop. Then he calls me over and asks me, 'Ah, are you my friend?' I don't give any answer. Then he beats me. The next time I say to myself, 'So I won't take off my cap.' And I pass by him and I don't take my cap off. He calls me again. 'You don't know one must take his cap off?' So that I did not know myself what to do.

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

And so it was with everything...every day.

David Boder

You said you were hung by the hands for two hours?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

But, yes, where did you feel the pain? How was it?

Ludwig Hamburger

And so...[he points].

David Boder

In the shoulders?

Ludwig Hamburger

In the shoulders.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And here in the...connections.... What is it called?

David Boder

In the elbow?

Ludwig Hamburger

In the elbows.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And in the hands here.

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And in the legs.

Ludwig Hamburger

In general the breath. I could not breathe.

David Boder

You could not breathe. Yes?

Ludwig Hamburger

Everything was twisted, and I.... The hands were pulled downwards...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...not frontward. Thus.

David Boder

How was that done? Why? For what was done?

Ludwig Hamburger

And so...

David Boder

In your case?

Ludwig Hamburger

In my case, I wanted to say something to my friend during work...

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

...and spoke to him, and a master complained about me, that I am not working. All I told him was, 'Watch out.'

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

'Watch out."

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

And just for that word only I was left hanging by my hands for two hours.

David Boder

Were also others at the same time in these circumstances?

Ludwig Hamburger

Yes. There were every day very many. It was a room arranged with hooks.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

There were about fifteen hooks. At that day the fifteen hooks were occupied.

David Boder

Yes, And who did that?

Ludwig Hamburger

The SS.

David Boder

The SS, not the capos?

Ludwig Hamburger

The capos, but under the supervision of the SS. The SS.men stood.... They had the greatest joy...had...when they knew that one is supposed to receive a beating, or...or done something to him. Then they all came and watched. They laughed. It was...was the most beautiful thing for them.

David Boder

Hm. Nu? And so you worked in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Nu. Tell me how....Could you write letters?

Ludwig Hamburger

In Buchenwald one is permitted to write letters, thirty words.

David Boder

To whom did you write?

Ludwig Hamburger

I did not write at all.

David Boder

Why?

Ludwig Hamburger

Because I knew that the letters were under strict control. When one writes one must write, 'Things go well with me.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

'I miss nothing.'

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

'I do not need anything. I am satisfied.'

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

Such letters I never wanted to write.

David Boder

And to whom were they written?

Ludwig Hamburger

Well, to the family, or to friends [?].

David Boder

Did you receive any letters from your family?

Ludwig Hamburger

No.

David Boder

Tell me, what was your parents' occupation in Sosnowice...in Katowice?

Ludwig Hamburger

In Katowice

David Boder

Yes.

Ludwig Hamburger

My father had a factory.

David Boder

Now Katowice was in olden times German, and then...

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

...it became Polish.

David Boder

What kind of factory did your father have?

Ludwig Hamburger

Building hardware.

David Boder

What is that?

Ludwig Hamburger

Well, construction metal. That means metal parts for building construction.

David Boder

Yes. And did you have brothers or sisters?

Ludwig Hamburger

One sister.

David Boder

And where is she?

Ludwig Hamburger

She was brought to Auschwitz together with the parents, and since then I have no information.

David Boder

You have had no information. Nu? Tell me, what are you doing now in Switzerland?

Ludwig Hamburger

Then came a commission to Buchenwald...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...from the...from the Swiss Red Cross...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...and they took the youths to Switzerland to recuperate.

David Boder

To recuperate. Yes?

Ludwig Hamburger

We were approximately three hundred boys...

David Boder

Boys, yes?

Ludwig Hamburger

...brought from Buchenwald to Switzerland to recuperate.

David Boder

To recuperate. Yes? Nu?

Ludwig Hamburger

And here in Switzerland we have recuperated. We were...

David Boder

Where did you live? Where have you...

Ludwig Hamburger

We were brought to Reinfelden.

David Boder

Yes? And who provided for you?

Ludwig Hamburger

The Swiss Red Cross. They sent nurses...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...to care for us.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

Then we were brought to different homes.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And we were shown life from a completely different angle than we have know till now.

Ludwig Hamburger

They wanted to show us. They took pains to show us what life really looks like...

Ludwig Hamburger

...to show us how one should behave in company, and the showed us /the ways of/ friendship and family [life].

David Boder

Nu?

Ludwig Hamburger

Then we arrived in Geneva.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

And so...

David Boder

And so? Yes?

Ludwig Hamburger

I came to Geneva...

Ludwig Hamburger

...in order to attend the ORT schools.

David Boder

Aha.

Ludwig Hamburger

I knew one thing. Now, if after all the things I have endured, in spite of my being very young...

Ludwig Hamburger

...I know though that every man must work in order to live. And we especially.

David Boder

Whom do you mean by 'we'?

Ludwig Hamburger

We who have endured so much.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

We know that nothing....And we do not ever demand anything to be given us as a gift. We are young. We are strong. Strong because we endured everything. And we wanted to build our own existence. We know how to appreciate work. And we...we know very well that one must educate himself. We have to catch up with the lost time that we spent in concentration camp. We came out wild from the concentration camp, like animals. During the first days we simply did not know how to walk in the street. We were locked up behind an electrified fence, always under beating, always afraid of being murdered without cause [?]. Slowly we got used to the new atmosphere which we have entered. Then I told myself I must have knowledge. I have to learn a trade in order to better build my future life. I began to search. I have reported voluntarily. I have made an application, a petition...

David Boder

Where to?

Ludwig Hamburger

To ORT...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...to accept me.

David Boder

Hm.

Ludwig Hamburger

I was accepted.

David Boder

What are you learning now?

Ludwig Hamburger

Now I am learning, here in Gent [Geneva], ORT, to be a mechanic.

David Boder

You are learning to be a mechanic?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

And how long will it take till you become a mechanic.

Ludwig Hamburger

It takes...the course takes two and a half years.

David Boder

Two and a half years. And where do you think to go then?

Ludwig Hamburger

[ Pause.] I only have one desire.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

I should like to learn my trade.

Ludwig Hamburger

The first and most important thing is to have something in the hands. We know too well, a man who knows nothing, is nothing. [This is a play on words. With a different spelling of the verb, isst instead of ist, it means: One who is nothing, eats nothing.] We must....And all of us are learning a trade...

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

...so as to build our future existence.

David Boder

Nu. Tell me, were there any poems or stories...songs in Buchenwald?

Ludwig Hamburger

Yes.

David Boder

Do you know any poems from Buchenwald?

Ludwig Hamburger

No. I know a song.

David Boder

Well, would you sing it a bit.

Ludwig Hamburger

I...I am not much of a singer.

David Boder

No, you do not have to be, so long as the words are heard clearly. Yes?

Ludwig Hamburger

[sings] "When the day awakens / And the sun is laughing / The columns go forth / From the day's toil / Through the grey of the morning. / And the woods are black / And the sky red. / And we carry in the sack a piece of bread, / But in our heart, in our heart the worry. / Oh, Buchenwald, I can never forget you, [Refrain.] / Because you are my fate. / Who leaves you, he only is able to comprehend / How wonderful freedom is. / Oh, Buchenwald, we do not cry and complain. / Whatever may be our future / We shall in spite of it say yes to life, / Because once the day shall come / When we shall be free!" [Repeat last four lines]

David Boder

Now did the SS hear you sing it?

Ludwig Hamburger

No.

David Boder

When was it sung?

Ludwig Hamburger

After the liberation.

David Boder

Was it composed after the liberation?

Ludwig Hamburger

No. It was a song of Buchenwald. We have....The SS men knew quite well that... But the words were changed after the liberation. For instance, the last word, 'The day will come when we shall be free!'

David Boder

And what was it before?

Ludwig Hamburger

Before...it was....I do not remember too well.

David Boder

Hm. Can you remember any Jewish songs from Auschwitz or anywhere else?

Ludwig Hamburger

There are quite a few.

David Boder

Yes. Try one. I want to have....Can you remember 'It Burns'?

Ludwig Hamburger

One moment. [He thinks.]

David Boder

Yes. [Pause.]

Ludwig Hamburger

I know a song from deportation.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

When we were sent on the transport.

David Boder

Yes?

Ludwig Hamburger

When we returned home, alone, without parents, so we sang this song.

David Boder

All right.

Ludwig Hamburger

[sings] "We have wandered throughout the night, / Not knowing where we are going. / What will be our destination? / Because, without a home and without an end, / We have wandered throughout the night. / Through forests [?] we were driven / Surrounded by [words not clear]. / With clubs we were beaten / Not knowing what for. / The children cry out, 'Mother! I am hungry!' / And the mothers had no bread for them. / oi, oi had, oi oi had! / Because, without a home and without a roof, / We have wandered throughout the night, / Not knowing where we are going. / What will be our destination? / Because, without a home and without a roof, / We wandered throughout the night!"

David Boder

[In English] This concludes the interview with Mr. Ludwig Hamburger. At Geneva, August the 26th, 1946, at the ORT School. An Illinois Institute of Technology wire recording.