David P. Boder Interviews Sophia Zurilis; September 21, 1946; München, Germany

var transcription = { interview: [ David Boder

[In English] This is spool 9-141B. Mrs. Sophia, she at the beginning refused to give her name and wanted to go under only under the name Sophia. But it seems that we later got her name as Sophia Zurilis, or Z-U-R-I-L-I-S. November the 7th, 1950. Boder. One should check up, maybe Zurilis is another person. But for the time being, we are packing away the spool.

David Boder

Eh, MÃnchen, September the 21st, 1946, at Camp Lohengrin, a displaced persons' camp for Baltics, Latvian, Lithuanian, and Estonian. I'm interviewing here, a, eh, teacher, eh, whose first name is Sophia. And, eh, that is all of the name that we will have in this report. Eh, eh, we will have the interview in German.

David Boder

[In German] Also sagen Sie mir, Ãh, gnÃdige Frau, Ãh, wo waren Sie wenn der . . . Ãh, was sind Sie fÃr NationalitÃt?

Sophia Zurilis

Lettin.

David Boder

Und woher?

Sophia Zurilis

Ich bin eine Lettin.

David Boder

Sie sind eine Lettin, [unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Absolut, ja.

Sophia Zurilis

Eine Lettin.

David Boder

Sie sind eine Lettin.

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Und, Ãh, sagen Sie, wo haben Sie gelebt, wenn die Russen nach Lettland zurÃckgekommen sind?

Sophia Zurilis

ZurÃckgekommen sind sie im Jahre '40.

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

Ich war in Riga.

David Boder

Aha.

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Und was haben Sie dort getan?

Sophia Zurilis

Auf einer MÃdelsschule.

David Boder

Wann? Also wollen Sie mir jetzt erzÃhlen was da vorgegangen ist, von dem Jahre '40 wie die Russen nach Lettland gekommen sind, und weiter von der russischen Okkupation, der deutschen Okkupation, wie sind Sie hier nach, Ãh, MÃnchen hergekommen?

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Also gehen Sie ganz langsam, Sie brauchen nicht [unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Ja. [unverstÃndlich] 17. Juni kamen die Bolschewiken in das Land. Zuerst kamen sie ganz harmlos und haben uns versprochen, keine VerÃnderungen in unserem Staatswesen zu veranlassen. Es musst nur die Regierung verÃndert werden, und dann musste bloà ein anderes Ministerium kommen, und sonst bleibt alles unverÃndert. Aber nach einer kurzen Zeit, vielleicht ein, zwei Wochen, haben wir doch gesehen, dass sie logen. Es waren schon gleich VerÃnderungen. Es wurden gleich, Ãh, Menschen âadoptiertâ, und die, unsere âEiszwergeâ, das ist eine Organisation von den, Ãhm, von den, Ãh, Bauern, und, Ãh, die, von den Bauern, die, Ãh, die waren auch mit, die waren bewaffnet und so, und die wurden auch gleich, Ãhm, zurÃckgelegt. Wurden alle entwaffnet.

David Boder

Warum wurden die Bauern bewaffnet? Waren die Bauern bewaffnet?

Sophia Zurilis

Na, das so n', eine, hm, eine Land . . . , Ãh, eine Lan . . . , eine Land . . . , eine Landwehr . . .

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

. . . die wir da haben, so.

David Boder

Ja?

Sophia Zurilis

Eine, eine Zivilorganisation, wahrscheinlich . . .

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

. . . kÃnnte man das sagen.

David Boder

Ja. Und was hat mit Ulman passiert, dem PrÃsidenten?

Sophia Zurilis

Nu, Ulman wurde gleich, Ãhm, Ãh, interniert in seinem Schloss.

David Boder

Ja?

Sophia Zurilis

Und, Ãh, und nachdem wurde er nach Moskau, Ãh, . . .

David Boder

Transportiert?

Sophia Zurilis

. . . transportiert, ja, als ein, Ãh, Ãh, ein Verhafteter.

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Nun?

Sophia Zurilis

Nu, und dann, Ãh, und dann war das eben schon gleich in der Schule merk . . . , Ãh, merkbar. Wir mÃssen schon gleich die kommunistische Lehre annehmen und den Kindern Ãberall die kommunistische Ãh, Ansichten den Kindern alles ver[unverstÃndlich]. Und wir mÃssen auch, was [unverstÃndlich], wir kÃnnten kein Religion mehr, Ãh, mehr, Ãhm, unter . . . , Ãh, unterrichten und wir mÃssten, wir mÃssten bloÃ, wenn mÃglich, immer gegen was anzeigen.

David Boder

Ja. Wer hat Sie dazu gezwungen?

Sophia Zurilis

Nun, das waren die Vorschriften von dem, Ãh, Ministerium.

David Boder

Waren da auch lettische Kommunisten in dem . . . ?

Sophia Zurilis

Ja, ja, da waren auch lettische Kommunisten. Lettische Kommunisten und, Ãh, meistens warâs alles aus Moskau, die, Ãh, Vorschriften waren von Moskau.

David Boder

Ja?

Sophia Zurilis

Und alle lettischen Kommunisten mÃssten sich unterwerfen, dem. So warâs. Nur dann, Ãh, nachdem, Ãh, ja, wir mÃssten auch das Programm ganz Ãndern, es waren ander . . . gleich andere SchulbÃcher, in der Schule mÃssten wir ihnen alles zeigen und, Ãh, [unverstÃndlich] und alle die, die groÃen PortrÃts mÃssen wir aufhÃngen und, Ãh, alles mit rot. Und wir dÃrften nicht, Ãh, das Fach Lettisch, das Wort Latvia, das Wort und unsere Hymne, das dÃrften wir nicht, Ãh, singen. Und Ãberhaupt dÃrften wir nicht auch von unseren Fahnen sprechen, die Fahne wurdâ abgenommen und wir dÃrften nicht, Ãh, von solchen Sachen nicht, sogar in der Schule nicht reden, auch unter den anderen nicht reden. Ja.

David Boder

Und weiter?

Sophia Zurilis

Nachher hat die [unverstÃndlich] viel gehÃrt, Menschen sollen verhaftet werden und [unverstÃndlich].

David Boder

Und nun, was ist Ihnen . . .

Sophia Zurilis

Nun, mir, mir, ja, ja. Ãh, nu, ich muss sagen persÃnlich hatâs mir noch nichts passiert. Ich hatte es in der Schule ganz still und, Ãh, einsam, ich verkehrte auch nicht mit anderen und ich weià ja nun, zur Zeit der Bolschewiken dÃrften wir ja nichts besonderes, Ãh, sprechen, denn Ãberall waren Spione. Und wÃrd man etwas gegen die Bolschewiken sagen, so wird man gleich in der [unverstÃndlich] verhaftet und dann verschwindet man ohne eine Spur. Viele von Bekannten verschwanden schon so, mh, und, Ãh, Ãh, nach, die AngehÃrigen gingen nachfragen, aber bekamen keine Antwort. Nachher hat man nur erfahren, sind nach Moskau verschickt worden und von Moskau immer weiter nach Sibirien. Nu, und, Ãh, aber man lebte immer unter einem AuÃendruck. Es war, Ãh, immer eine schreckliche Angst. In der Nacht hÃrte man, Ãhm, die Glocke an der, Ãh, an der TÃr klingeln, so erschrak man schon und man dachte man fÃhrt schon nach [unverstÃndlich] und wird man schon verhaftet. Nu, mein Mann, der war ein, Ãh, KÃnstler, mh, er hatte auch hier, bei den Bolschewiken hat er auch keine politische, Ãh, Sachen zu tun und so hat, war es mit uns nichts passiert.

David Boder

War Ihr Mann ein Maler?

Sophia Zurilis

Ja, Kunstmaler.

David Boder

Ja, nun?

Sophia Zurilis

Nu, und, Ãh, und also den 17. Juni, Ãh, dann, Ãhm, erfuhren wir, dass viele Menschen verhaftet, und wir wissen ja nicht aus welchen GrÃnden, das wurde ja auch nicht gesagt, und viele wurden verhaftet und verschleppt, nach Sibirien. Nun, und ich fuhr mit den Kindern gleich nach den Ferie . . . , es kamen Ferien, mit den Kindern nach, Ãh, an Strande hin, und Ãh, dann . . .

David Boder

Ich verstehe. Wieviel Kinder hatten Sie?

Sophia Zurilis

Ich hatte drei Kinder.

David Boder

Und, Ãh, wo fuhren Sie dann mit Ihren . . .

Sophia Zurilis

Nach am Strande zu meiner Villa, ich hatte eine Villa . . .

David Boder

Nun?

Sophia Zurilis

Nun, dann, Ãh, dann, Ãhm, dann hab ich auch gehÃrt, Ãh, dass, dass kommen bald die Deutschen und die Russen ziehen schon heraus aus Riga. Und den 21. kamen auch die Deutschen . . .

David Boder

Einundzwanzigsten was?

Sophia Zurilis

. . . 21. Juli kamen, Ãh, 21. Juni, Verzeihung, 21. Juni h . . . , hÃrt man schon die Deutschen kommen her. Und am 1. Juli kamen die am Strand entlang schon herein, und wir waren wirklich froh, dass wir von den Russen befreit sind. Nu, und, Ãh, ein, eine Zeit waren wir ganz, Ãh, froh, aber nach zwei Monaten haben wir schon verstanden, dass die Deutschen ebenso uns bedrÃcken wollen wie die Russen. Nu und dann, aber in der Schule haben wir noch keine besondere Spur davon gemerkt . . .

David Boder

Ja, wieder alle, die . . .

Sophia Zurilis

Ja, ja.

David Boder

. . . die, die Verletzten wurden rausgelassen . . .

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich . . . ] wir bekamen andere BÃcher, wir wusstenâs ja auswendig, was wir hatten zur Zeit Ulmans, aber es wurden ganz neue gedruckt. Aber die waren nicht so, so, so parteiisch wie bei den Kommunisten. [lÃngere Passage unverstÃndlich] haben wir gemerkt auf jeden Schritt und Tritt, dass wir von den Deutschen als ein, ein, ein, Ãh, als Menschen von zweitem Rang betrachtet werden. Und [einige Worte unverstÃndlich] frei hatten, konnten wir auch nicht [unverstÃndlich]. Und dann, Ãh, nachher, wurde in die Zeugnisse mal geschrieben, dass die, Ãh, die, die Letten, dass das ist ein, Ãh, Volk , welches, Ãh, hier in Lettland nicht bleiben wird, auÃer vielleicht, Ãh, Ãbergesiedelt irgendwo nach Russland [unverstÃndlich]. Also, von Deutschen haben wir auch nichts Besonderes gehabt. Aber die groÃe, [unverstÃndlich] Angst, die hatten wir nicht. Denn, Ãh, die Verhaftung war ja [unverstÃndlich], das war nicht so groà wie von den Bolschewiken.

David Boder

Das waren weniger.

Sophia Zurilis

Ja, ja.

David Boder

Nun, und wie haben sich die Deutschen gegen die Juden benommen?

Sophia Zurilis

Ja, also, mit den Juden, das war so eine Art [unverstÃndlich]. Die Juden waren gleich in, Ãh, in, in, in, wie heiÃt das gleich . . . ?

David Boder

In Ghettos?

Sophia Zurilis

Ja, in Ghetto wurden die Juden gleich ge . . . , Ãhm, getrieben, und dann hÃrten wir, nachher hÃrten wir, sie wurden herausgefÃhrt von Ghetto und erschossen. Gewiss, es wurde ja weniges in den Zeitungen geschrieben, es war ja alles [unverstÃndlich], aber die Russen haben es versprochen, [Rest des Satzes unverstÃndlich]. Ebenso wie die Russen, Ãhm, [unverstÃndlich] die Letten und Andere geschossen haben, so haben die Deutschen die . . .

David Boder

Ja, und was haben die Deutschen mit den russischen Ãbrigen gemacht, die dort geblieben sind?

Sophia Zurilis

Also die russischen, Ãhm, die russischen, die Kommunisten?

David Boder

Ja, oder haben sie die russischen Soldaten getÃtet?

Sophia Zurilis

Ach so. Nein, Ãhm, Soldaten, das weià ich nicht. Aber die Kommunisten, die wurden verhaftet. Ja.

David Boder

Nun? Und wie ist es dann mit Ihnen gegangen und was hat dann nachher passiert?

Sophia Zurilis

Nu, und dann, dann kam die Front immer nÃher, und dann haben die, die Deutschen gesagt, man wird mÃssen das Land verlassen, Riga.

David Boder

Wer musste verlassen Riga?

Sophia Zurilis

Die, das BevÃlkerung musste Riga verlassen. Wer von Riga nicht herausgehen will, der verzichtet auf die Lebensmittelpunkte [unverstÃndlich] und auf die [unverstÃndlich] Material, und, Ãhm, die sonst, Ãh, kommt her und man muss raus.

David Boder

Ja?

Sophia Zurilis

Und dann wurden die Menschen schon [unverstÃndlich] mit, Ãh, mit, Ãh, mit [unverstÃndlich] . . .

David Boder

[unverstÃndlich]

Sophia Zurilis

Ach so. Nu, mir [unverstÃndlich] ich musste nicht heraus, ich konnte bleiben. Und ich zÃgerte nicht, und ich zÃgerte nicht, weil der Feind, der kam nÃher und Riga wurde schon bedroht, [unverstÃndlich] und auch von, von der Luft, Ãhm, kamen die Bomben, und, Ãh, und so mussten wir doch heraus [einige Worte unverstÃndlich]. Und besonders fÃr meinen [unverstÃndlich], da waren die Bomben nun sehr [unverstÃndlich].

David Boder

Wo wohnten Sie da . . .

Sophia Zurilis

Wir wohnten in, Ãh, Bunker Ãber die Nacht.

David Boder

[unverstÃndlich]

Sophia Zurilis

Ja. [unverstÃndlich] an der ersten [unverstÃndlich]. Und nu [unverstÃndlich] in der Zeitung stand, Ãh, wieder etwas und, [unverstÃndlich] Ãber den, Ãh, den Fluss da drÃber, und es wurde in der Zeitung [unverstÃndlich] . . .

Sophia Zurilis

. . . und [unverstÃndlich] weiter zum Hafen, und von dort im Hafen gleich in den Zug, und vom Zug dann raus in Dachau.

David Boder

In Dachau?

Sophia Zurilis

Ja, in Dachau.

David Boder

[unverstÃndlich]. Was fÃr ein Schiff war das?

Sophia Zurilis

Das war ein Schiff Donau.

David Boder

Donau?

Sophia Zurilis

Donau, ja.

David Boder

Okay, war es ein russisches Schiff?

Sophia Zurilis

Nein, das war ein deutsches Schiff . . .

Sophia Zurilis

. . . mit den Booten wÃrden wir gleich alle [einige Worte unverstÃndlich], wir wÃrden alle, Ãh, nach Dachau gebracht.

David Boder

Also, waren Sie [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Also, Sie persÃnlich dÃrften [unverstÃndlich] . . .

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

. . . erzÃhlen Sie mir die einzelnen Etappen, was haben Sie getan? Haben Sie noch Ihren Mann mitgenommen?

Sophia Zurilis

Nein, mein Mann ist [unverstÃndlich] im Jahre Â42.

David Boder

Er ist [unverstÃndlich] nicht da unter den Leichen?

Sophia Zurilis

Ja, ja.

David Boder

Aha. Und Sie haben die drei Kinder mitgenommen?

Sophia Zurilis

Nein, ich bin nur die einzige [unverstÃndlich], da rausgekommen ist [unverstÃndlich].

David Boder

Und, Ãh, [unverstÃndlich] Kinder [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Nur das eine. Das andere ist erst [unverstÃndlich] '44, im Jahre '44 am, Ãh, ersten August, ja, ersten August '44 [unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Der andere ist nur [unverstÃndlich].

David Boder

Sagen Sie mir nun, hat er [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Nein, [unverstÃndlich] absolut den Deutschen [unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

. . . den, den Deutschen zusammen wurdâ . . . , haben keine Armee, aber es waren [unverstÃndlich] Menschen. So [unverstÃndlich] der Sohn einberufen und, und, Ãh, alle mussten aufgeschrieben werden, so dass sie nicht [unverstÃndlich] werden.

David Boder

Ja. Nun sagen Sie mal, also Sie haben [unverstÃndlich] ein Kind. Ein Junge oder ein MÃdchen?

Sophia Zurilis

Einen Jungen.

David Boder

Ja, und weiter?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Allein, mit Kleinkind?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich] man hat Sie abgeholt?

Sophia Zurilis

Nein [unverstÃndlich / von beiden durcheinander gesprochen]. [unverstÃndlich] alle mÃssten evakuiert werden, sonst werden sie kein Lebens [unverstÃndlich].

David Boder

Und andere Sachen haben Sie nicht?

Sophia Zurilis

Nu, Sachen habe ich nur so etwas Seife mitgenommen. [unverstÃndlich] zu entscheiden was soll ich mitnehmen, und, Ãh [unverstÃndlich].

David Boder

Und Ihre Kinder [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Alles, alles ist da geblieben. Ich konnte nur die Sachen nehmen, die ich zur [unverstÃndlich] habe. Und [unverstÃndlich], also ich hab verlernt, ich war ganz, Ãh, ganz zerschmettert, ich war [unverstÃndlich], ich wusste nicht, was ich tun soll, was soll ich tun, [ganzer Satz unverstÃndlich], das hab ich getan.

David Boder

Und Sie kamen nach [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Das [unverstÃndlich] gesagt. Ach so, von Riga aus wurden wir, ja, wir dachten dann so: zuerst wurde besprochen, nach [unverstÃndlich] soll man sich verbergen, und dann, Ãh, [unverstÃndlich] eine groÃe Front [unverstÃndlich] nach Finnland. Und wir dachten, der Zug wird uns nach Finnland bringen. Aber es geht weiter, es blieb nicht stehen in [unverstÃndlich], wo wir dachten, aber es geht so weiter, und dann bis [unverstÃndlich]Hafen, und dann sahen wir, dass wir da [unverstÃndlich].

David Boder

Also, wie viel sind . . . wie viel ist auf dem Schiff gefahren, wie viel Leut sind mit . . .

Sophia Zurilis

Nu, wir waren 4000 Men . . . , 4000 Menschen. Da waren [unverstÃndlich] und Menschen, alles zusammen.

David Boder

Nun, und wie groà war das Boot?

Sophia Zurilis

Oh, ich weià nicht wie groÃ, wir waren aber sehr viele, 4000 Menschen.

David Boder

Haben Sie Betten zum Schlafen gehabt?

Sophia Zurilis

Nein, keine Betten, wir waren alle so in einem Haufen, der halt zusammen war. [unverstÃndlich] wir mÃssen jetzt alle beide mit meinem Sohn Ãbernachten. [unverstÃndlich] Ãber fÃnfzig Menschen und [unverstÃndlich].

David Boder

Und Ihr Mann hat [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

Nun, und dann [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ja, ja. Und dann . . .

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Nu, ich weià nicht, wir waren so zwanzig, vierzig [einige Worte unverstÃndlich].

David Boder

Und?

Sophia Zurilis

Und dann . . .

David Boder

Kamen Sie nach Dachau?

Sophia Zurilis

Ja, das [unverstÃndlich], kamen nach Dachau.

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Nun, Dachau, das war ein Durchgangslager. [unverstÃndlich] war ein Durchgangslager, und in dem Durchgangslager waren wir fÃnf Wochen. Das Essen da, war nun gar nicht schlecht. Gab es eine wenige Butter, und, Ãh, Ãh, [unverstÃndlich] und so Paste und, ja Paste, und, Ãh, Ãh, Brot. [unverstÃndlich] zum Abendbrot und zum FrÃhstÃck.

David Boder

Und wie haben Sie mit dem Wasser [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich] zuerst werden in Dachau [einige SÃtze unverstÃndlich] . . .

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

. . . [unverstÃndlich].

David Boder

Ja.

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Und dann wird von [unverstÃndlich].

David Boder

Nur bis [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ja, von . . .

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich]. Nu, dann hatten wir da, Ãh, die, die Terrassen, und zwischen einer Terrasse werden [unverstÃndlich], und es war auch [unverstÃndlich], und es war alles [unverstÃndlich], und da mussten wir auf einer Pritsche schlafen, auf, Ãh, zwei PlÃtzen mussten drei Menschen schlafen.

David Boder

Aha.

Sophia Zurilis

Und [unverstÃndlich]. Nun . . .

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ãhm, dann noch nicht, dann noch nicht. Aber man hat uns ver, Ãh, verkauft.

David Boder

Ja?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich] eine ganz groÃe, Ãhm, Zeit man sah uns [unverstÃndlich]. [unverstÃndlich] und dann wurden wir mit den [unverstÃndlich] und manchen anderen Kollegen nach Rosenheim geschickt, zu der, Ãhm, zu dem Arbeitsamt.

David Boder

[unverstÃndlich] geschlagen?

Sophia Zurilis

Nein, geschlagen nicht. Geschlagen nicht, aber sehr kalt.

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Ja. Und von Dachau nach Rosenheim?

Sophia Zurilis

Nach Rosenheim, und von Rosenheim aus wurden wir in dem Arbeitsamt zur Arbeit bestimmt. Und [unverstÃndlich] geschickt, und dann zu dem [unverstÃndlich] arbeiten in der Holzschuhfabrik dort, fÃr, Ãh, fÃnf Stunden.

David Boder

Ja. Hat man was bezahlt?

Sophia Zurilis

Wir hatten da 68, Ãh, Pfennige pro Stunde bekommen.

David Boder

Und haben wie lange . . .

Sophia Zurilis

Und dann hab ich auch gearbeitet, in eine, Ãh, Bekleidungshaus, in einem, in einer [unverstÃndlich], und da bekam ich auch 68 Pfennige pro Stunde. Und dann [unverstÃndlich], dann hat mir gesagt das ist zuviel, ich kann soviel nicht arbeiten, wenn [unverstÃndlich]. [Satz unverstÃndlich], aber dann brachten sie mir [unverstÃndlich], und, Ãh, da musst ich dann fÃnf Stunden arbeiten.

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

FÃnf Stunden. FÃnf Stunden. [mehrere SÃtze unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Aber, Ãh, Ãhm, aber [unverstÃndlich], wenn wir nicht arbeiten wÃrden, bekommen wir keine Karten. Und dann mÃssten wir [unverstÃndlich] unser Arbeitsamt melden, aber [unverstÃndlich]. [Satz unverstÃndlich].

David Boder

Aha. Und, Ãh, Sie, Sie waren in der [unverstÃndlich], nicht wahr?

Sophia Zurilis

Ja, [unverstÃndlich].

David Boder

Und wie leben Sie in dem Lager?

Sophia Zurilis

Wohne hier im Lager Lohengrin sehr gut.

David Boder

Ãh, wie ist die angelegt, wie, Ãh, wie viel Leute leben hier [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Wir sind in einem Zimmer vier Menschen. Ich mit meinem Sohn, dann noch eine [unverstÃndlich] und eine meiner frÃheren SchÃlerinnen. Wir sind vier Menschen.

David Boder

Ja, also gingâs Ihnen [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

Ja. Und [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich] so ein bisschen, ja.

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Ja.

David Boder

Nun, und, Ãh, was hatten Sie, wo hatten Sie [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ich weià nicht. [unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Ich weià nicht, was [unverstÃndlich].

David Boder

Ãh, sagen Sie, kÃnnen Sie [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Der Winter, der Winter, nein, der Winter wird [unverstÃndlich].

David Boder

Lettischen Gymnasium?

Sophia Zurilis

Lettischen Gymnasium, ja.

David Boder

Und, Ãh, hatten das nur [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

Nun, [einige SÃtze unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

Sophia Zurilis

Ãhm, nach wessen [unverstÃndlich], aber nicht mit der Schule.

David Boder

Und dann, was ist dann, Ãh, weiter geschehen, was [unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich]?

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich].

David Boder

[unverstÃndlich].

David Boder

. . . [unverstÃndlich] . . .

Sophia Zurilis

[unverstÃndlich]. Wir haben dann versucht [unverstÃndlich], aber der Nachbar, ein Ost-[unverstÃndlich], unser Nachbar, [unverstÃndlich], die wollen uns bedrÃcken, und haben uns immer bedrÃckt, Ãhm, Ãber hunderte Jahre, Ãh, in der Zelle, haben sie uns bedrÃckt [unverstÃndlich].

David Boder

[einige SÃtze unverstÃndlich].

var english_translation = { interview: [ David Boder

[In English] This is spool 9-141B. Mrs. Sophia, she at the beginning refused to give her name and wanted to go under only under the name Sophia. But it seems that we later got her name as Sophia Zurilis, or Z-U-R-I-L-I-S. November the 7th, 1950. Boder. One should check up, maybe Zurilis is another person. But for the time being, we are packing away the spool.

David Boder

Eh, MÃnchen, September the 21st, 1946, at Camp Lohengrin, a displaced persons' camp for Baltics, Latvian, Lithuanian, and Estonian. I'm interviewing here, a, eh, teacher, eh, whose first name is Sophia. And, eh, that is all of the name that we will have in this report. Eh, eh, we will have the interview in German.

David Boder

[In German] Well, tell me, eh, madam, eh, where were you when the . . . Eh, what nationality are you?

Sophia Zurilis

Latvian.

David Boder

And from where?

Sophia Zurilis

I am Latvian.

David Boder

You are Latvian, [unintelligible].

Sophia Zurilis

Yes, absolutely.

Sophia Zurilis

Latvian.

David Boder

You are Latvian.

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

And, eh, tell me, where did you live when the Russians came back to Latvia?

Sophia Zurilis

They came back in the year 1940.

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

I was in Riga.

David Boder

Aha.

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

And what did you do there?

Sophia Zurilis

At a school for girls.

David Boder

When? Well, do you want to tell me what happened, from the year 1940 when the Russians came to Latvia and onwards, of the Russian occupation, the German occupation, how you came here to, eh, Munich?

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

Well, proceed slowly; you don't need to [unintelligible].

Sophia Zurilis

Yes. [unintelligible] June 17th the Bolsheviks came into the country. At first they appeared very inoffensive and promised us not to bring about any changes to our political system. Only the government had to be changed, and then only a different administration needed to come, and all else remains unchanged. But after a short period, maybe one, two weeks, after all we recognized they were lying. There were changes instantly. People were, eh, instantly "adopted" and the, our "Eiszwerge", which are an organization of the, eh, of the, eh, Farmers and, eh, those of the farmers, they, eh, were, they were armed and all, and they were also instantly disestablished. All were disarmed.

David Boder

Why did the farmers get armed? Were the farmers armed?

Sophia Zurilis

Well, that's some kind of a, hm, a land . . . , eh, a lan . . . , a land . . . , a "Landwehr" . . .

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

. . . that we have.

David Boder

Yes?

Sophia Zurilis

A, a civilian organization, probably . . .

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

. . . you could say.

David Boder

Yes. And what happened to Ulman, the President?

Sophia Zurilis

Well, Ulman was instantly interned in his Palace.

David Boder

Yes?

Sophia Zurilis

And, after that, he was. . .

David Boder

Transported?

Sophia Zurilis

. . . yes, transported to Moscow, as a, eh, eh, a arrested person.

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

Well?

Sophia Zurilis

Well, and then, eh, and then immediately it was noticeable in school. We had to adopt the communist doctrine and to [unintelligible] all of the communist, eh, views to the children. And also, we have to, which [unintelligible], we could no longer, eh, eh, teach, eh, religion and we should, we should merely, whenever possible, direct against something.

David Boder

Yes. Who forced you to do that?

Sophia Zurilis

Well, that were the instructions from the, eh, administration.

David Boder

Were there any Latvian communists in the. . .?

Sophia Zurilis

Yes, yes, there were Latvian communists. Latvian communists and, eh, mostly all came from Moscow, the, eh, instructions were from Moscow.

David Boder

Yes?

Sophia Zurilis

And all Latvian communists had to subject to that. That's how it was like. Only then, eh, after, eh, yes, we had to change the syllabus completely, there were differe . . ., different school books immediately, in school we had to show them all and, eh [unintelligible] and we had to hang up all the, the big portraits and, eh, all in red. And we were not allowed, eh, the subject Latvian, the word Latvia and our anthem, we were not allowed to sing that. And generally we were not allowed to speak of our flags, the flag was taken down and we were not allowed, eh, to talk of such things, not even in school, neither amongst the others.

David Boder

And then?

Sophia Zurilis

After that the [unintelligible] heard a lot, people were to be arrested and [unintelligible].

David Boder

And well, what is with you?

Sophia Zurilis

Well, me, me, yes, yes. Eh, well, I have to say nothing had yet happened to me personally. For me it was very calm at school and, eh, lonely, I also didn't socialize with others and I now know that at the time of the Bolsheviks we were not permitted to speak anything special, because there were spies everywhere. And if you say anything against the Bolsheviks, you are instantly arrested at the [unintelligible] and then disappear without a trace. Many of my friends had disappeared like that, uh, and, eh, eh, after, the relatives went inquiring, but received no answer. Afterwards you only learned that they were sent to Moscow and from Moscow on and on towards Siberia. Well, and, eh, you constantly lived under pressure from the outside. There was always, eh, a terrible fear. At night you heard, eh, the bell ring at the, eh, door, you got scared and thought you went to [unintelligible name of place] and get arrested. Well, my husband, he was a, eh, artist, uh, he didn't have anything to do politically, eh, with the Bolsheviks and such, so it was that nothing happened to us.

David Boder

Was your husband a painter?

Sophia Zurilis

Yes, artist.

David Boder

Yes, well?

Sophia Zurilis

Well, and, eh, and so June 17th then, eh, we learnt that many people got arrested, and we don't know for which reasons, that wasn't told to us, and many got arrested and deported, to Siberia. Well, and I went to, eh, the beach with the children right after the holid . . ., the holidays came, and, eh, then . . .

David Boder

I understand. How many children did you have?

Sophia Zurilis

I had three children.

David Boder

And, eh, where did you go with your . . .

Sophia Zurilis

To the beach, to my villa, I had a villa . . .

David Boder

Well?

Sophia Zurilis

Well, then, eh, then, eh, then I heard, eh, that, that soon the Germans come and the Russians are already pulling out from Riga. And on the 21st, the Germans arrived . . .

David Boder

Which 21st?

Sophia Zurilis

. . . July 21st came, eh, June 21st, excuse me, June 21st yâ . . ., you hear of the Germans arriving. And on July 1st they came in along the beach and we were really glad to be freed from the Russians. Well, and, eh, for a, for some time we were very, eh, glad, but after two months we understood that the Germans want to suppress us just as the Russians did. Well and then, but in school we did not yet notice any special hint . . .

David Boder

Yes, again all, which . . .

Sophia Zurilis

Yes, yes.

David Boder

. . . the, the wounded were let go . . .

Sophia Zurilis

[unintelligible] we got different books, we knew by heart what we had during the time of Ulman, but they were completely printed anew. But they were not as, as, as biased as with the communists. [Longer passage unintelligible] we realized on every turn that we were regarded by the Germans as a, a, a, eh, as second rate humans. And [some words unintelligible] were a day off, we also couldn't [unintelligible]. And then, eh, afterwards, it was written down in the testimonies that the, eh, the Latvians, that they are a, eh, people, which, eh, will not remain here in Latvia, except maybe, eh, relocated somewhere to Russia [unintelligible]. So, we did not get anything exceptional from the Germans either. But the massive [unintelligible] fear, we did not have that. Because, eh, the arrest was [unintelligible], that was not as big as that of the Bolsheviks.

David Boder

There were fewer . . .

Sophia Zurilis

Yes, yes.

David Boder

Well, and how did the Germans behave towards the Jews?

Sophia Zurilis

Yes, well, with the Jews, that was some kind of [unintelligible]. The Jews were immediately in, eh, in, in, in, how is that called . . .?

David Boder

In ghettos?

Sophia Zurilis

Yes, the Jews were immediately dr . . ., eh, driven to the ghetto, and then we heard, later we heard they were led out of the ghetto,and shot. Indeed, little was written in the newspapers, it was all [unintelligible], but the Russians had promised it [rest of the sentence unintelligible]. Just like the Russians, eh, [unintelligible] shot the Latvians and others, the Germans did the . . .

David Boder

Yes, and what did the Germans do to the remaining Russians, who stayed there?

Sophia Zurilis

Well, the Russian, eh, the Russian, the communists?

David Boder

Yes, or did they kill the Russian soldiers?

Sophia Zurilis

Well. No, eh, soldiers, I don't know that. But the communists, they were arrested. Yes.

David Boder

Well, and what did you do, and what happened after that?

Sophia Zurilis

Well, and then, then the front steadily closed in and then the, the Germans told us one would have to leave the country, Riga.

David Boder

Who had to leave Riga?

Sophia Zurilis

The, the population had to leave Riga. Who doesn't want to leave Riga goes without food stamps [unintelligible] and without the [unintelligible] material and, eh, the others, eh, comes to you and you must leave.

David Boder

Yes?

Sophia Zurilis

And then the people were already [unintelligible] with, eh, with, eh, with [unintelligible] . . .

David Boder

[unintelligible]

Sophia Zurilis

I see. Well, me [unintelligible] I did not have to leave, I could stay. And I did not hesitate, and I did not hesitate, because the enemy, he came closer and Riga was already threatened [unintelligible] and also from, from the air, eh, the bombs came and, eh, and so we had to leave after all [some words unintelligible]. And especially for my [unintelligible] the bombs were very [unintelligible].

David Boder

Where did you live . . .?

Sophia Zurilis

We lived in, eh, bunker overnight.

David Boder

[unintelligible]

Sophia Zurilis

Yes. [unintelligible] at the first [unintelligible]. And well [unintelligible] there was something in the newspaper again and [unintelligible] across the, eh, the river, and it was [unintelligible] in the newspaper . . .

Sophia Zurilis

. . . and [unintelligible] on toward the port, and from the port straight away into the train, and in Dachau out of the train.

David Boder

In Dachau?

Sophia Zurilis

Yes, in Dachau.

David Boder

[unintelligible]. What kind of vessel was that?

Sophia Zurilis

That was a Danube vessel.

David Boder

Danube?

Sophia Zurilis

Danube, yes.

David Boder

Okay, was it a Russian vessel?

Sophia Zurilis

No, that was a German vessel . . .

Sophia Zurilis

. . . with the vessels we would all be [some words unintelligible], we would all, eh, be brought to Dachau.

David Boder

So, you were [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

So, you personally might [unintelligible] . . .

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

. . . tell me the single stages, what did you do? Did you take your husband along?

Sophia Zurilis

No, my husband [unintelligible] in the year 1942.

David Boder

He is [unintelligible] not amongst the bodies?

Sophia Zurilis

Yes, yes.

David Boder

Aha. And you took along the three children?

Sophia Zurilis

No, I'm the only one [unintelligible], got out [unintelligible].

David Boder

And, eh, [unintelligible] children [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Only the one. The other [unintelligible] only 1944, in the year 1944 on, eh, August 1st, yes, August 1, 1944 [unintelligible].

David Boder

[unintelligible]

Sophia Zurilis

The other is only [unintelligible].

David Boder

Tell me now, did he [unintelligible]?

Sophia Zurilis

No, [unintelligible] absolutely the Germans [unintelligible] . . .

Sophia Zurilis

. . . the, the Germans together were . . ., did not have an army, but they were [unintelligible] people. So [unintelligible] the son drafted and, and, eh, all had to be recorded, so they are not [unintelligible].

David Boder

Yes. Now tell me, so you have [unintelligible] a child. A boy or a girl?

Sophia Zurilis

A boy.

David Boder

Yes, and then?

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible]?

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

Alone, with an infant?

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible] you got picked up?

Sophia Zurilis

No [unintelligible / both speaking at once]. [unintelligible] all had to be evacuated, otherwise they would not [unintelligible] life.

David Boder

And you don't have any other things?

Sophia Zurilis

Well, concerning things, I only took some soap along. [unintelligible] to decide what to take along and, eh, [unintelligible].

David Boder

And your children [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Everything, everything remained there. I could only take the things that I have for [unintelligible]. And [unintelligible], so I forgot, I was absolutely, eh, absolutely shattered, I was [unintelligible], I did not know what to do, what shall I do, [whole sentence unintelligible], that I did.

David Boder

And you came to [unintelligible].

Sophia Zurilis

That [unintelligible] said. Oh, I see, from Riga we were, yes, then we thought like this: at first it was discussed that one should hide to [unintelligible], and then, eh, [unintelligible] a big front [unintelligible] to Finland. And we thought the train will bring us to Finland. But it goes on, it did not halt in [unintelligible], where we thought it would, but it goes on like that, and then to the port in [unintelligible], and then we saw that there we [unintelligible].

David Boder

So, how many did . . . how many did take the boat, how many people did . . .

Sophia Zurilis

Well, we were 4000 peo . . ., 4000 people. There were [unintelligible] and people, all together.

David Boder

Well, how big was the boat?

Sophia Zurilis

Oh, I don't know how big, but we were very many, 4000 people.

David Boder

Did you have beds to sleep in?

Sophia Zurilis

No, no beds, we were all in a bunch that was together. [unintelligible] we must both stay overnight with my son. [unintelligible] more than 50 people and [unintelligible].

David Boder

And your husband did [unintelligible]?

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

Well, and then [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Yes, yes. And then . . .

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

Well, I don't know, we were around twenty, forty [some words unintelligible].

David Boder

And?

Sophia Zurilis

And then . . .

David Boder

You came to Dachau?

Sophia Zurilis

Yes, that [unintelligible], came to Dachau.

David Boder

[unintelligible]?

Sophia Zurilis

Well, Dachau, that was a transit camp. [unintelligible] was a transit camp, and in the transit camp we were for five weeks. The food there was not all that bad. They had a little butter and, eh, eh, [unintelligible] and paste and, yes, paste, and, eh, eh, bread. [unintelligible] for dinner and for breakfast.

David Boder

And how did you [unintelligible] with water?

Sophia Zurilis

[unintelligible] at first in Dachau [some sentences unintelligible] . . .

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

. . . [unintelligible].

David Boder

Yes.

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

And then [unintelligible] by [unintelligible].

David Boder

Only until [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Yes, from . . .

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

[unintelligible]. Well, then we had the, the terraces there, and in between a terrace [unintelligible], and there was also [unintelligible], and all was [unintelligible], and there we had to sleep on a cot, on, eh, two places three people had to sleep.

David Boder

Aha.

Sophia Zurilis

And [unintelligible]. well . . .

David Boder

[unintelligible]?

Sophia Zurilis

Eh, not yet, not yet. But they betr . . ., eh, betrayed us.

David Boder

Yes?

Sophia Zurilis

[unintelligible] a very big, eh, time they saw us [unintelligible]. [unintelligible] and then we were sent to Rosenheim with the [unintelligible] and some other fellows to the, eh, to the job center.

David Boder

[unintelligible] beaten?

Sophia Zurilis

No, not beaten. Not beaten, but very cold.

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

Yes. And from Dachau to Rosenheim?

Sophia Zurilis

To Rosenheim, and from Rosenheim we were assigned to work in the job center. And sent [unintelligible], and then to the [unintelligible] working in the clog factory there for, eh, five hours.

David Boder

Yes. Were you paid?

Sophia Zurilis

We got 68, eh, "pfennig" an hour.

David Boder

And how long . . .?

Sophia Zurilis

And then I also worked in a, eh, clothing store, in a, in a [unintelligible], and there I also got 68 pfennig an hour. And then [unintelligible], then I was told that it's too much, I can not work that much when [unintelligible]. [Phrase unintelligible], and, eh, there I had to work for five hours.

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

Five hours. Five hours. [several sentences unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

But, eh, eh, but [unintelligible], when we wouldn't work we wouldn't receive food stamps. And then we would have to [unintelligible] report our job center, but [unintelligible]. [Full sentence unintelligible].

David Boder

Aha. And, eh, you were in the [unintelligible], right?

Sophia Zurilis

Yes, [unintelligible].

David Boder

And how are you living in this camp?

Sophia Zurilis

Living very well here in Camp Lohengrin.

David Boder

Eh, how is it constructed, how, eh, how many people are living here [unintelligible]?

Sophia Zurilis

We are four persons in a room. Me and my son, then another [unintelligible] and one of my former pupils. We are four people.

David Boder

Yes, so you were [unintelligible]?

Sophia Zurilis

[unintelligible]

David Boder

Yes. And [unintelligible]?

Sophia Zurilis

[unintelligible] a bit, yes.

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

Yes.

David Boder

Well, and, eh, what did you have, where did you have [unintelligible]?

Sophia Zurilis

I don't know. [unintelligible].

David Boder

[unintelligible]?

Sophia Zurilis

I don't know what [unintelligible].

David Boder

Eh, tell me, can you [unintelligible]?

Sophia Zurilis

The winter, the winter, no, the winter will [unintelligible].

David Boder

Latvian Gymnasium?

Sophia Zurilis

Latvian Gymnasium, yes.

David Boder

And, eh, did it have [unintelligible]?

Sophia Zurilis

Well, [some sentences unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

Eh, whose [unintelligible], but not with the school.

David Boder

And then, what happened, eh, then, what [unintelligible].

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible].

Sophia Zurilis

[unintelligible].

David Boder

[unintelligible] . . .

David Boder

. . . [some sentences unintelligible] . . .

Sophia Zurilis

[unintelligible]. We then tried to [unintelligible], but the neighbor, an Eastern [unintelligible], our neighbor, [unintelligible], they want to oppress us, and have always oppressed us, eh, for hundreds of years, eh, in the cell, they oppressed us [unintelligible].

David Boder

[some sentences unintelligible]. [spool stops]